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Der amerikanische Klassiker von Arthur Miller

HEXENJAGD

Neu gelesen von Dieter Wedel

Eröffnungs-Premiere: 24. Juni 2016 / 21:00 Uhr / Stiftsruine

Letzte Vorstellung: 31. Juli 2016

„Die Hexenverfolgung war eine perverse Kundgebung der Angst, die in allen Klassen auftrat, als sich das Gewicht zu größerer individueller Freiheit hin zu verlagern begann. Wenn man über die gezeigte Schlechtigkeit des einzelnen hinwegblickt, kann man sie nur alle bedauern, so wie man uns eines Tages bedauern wird.“
(Arthur Miller)

Hexenjagd – geschrieben als Parabel auf die Kommunisten-Verfolgung während der McCarthy-Ära – ist auch heute noch von verstörender Aktualität. Ein spannender Polit-Thriller und zugleich ein beklemmendes, bewegendes menschliches Drama.

Junge Mädchen tanzen nachts im Wald, während eine Farbige Beschwörungsformeln über dem Feuer murmelt: Beschwörungen, die Abigail, einem der Mädchen, zu ihrem Liebesglück verhelfen sollen. Doch die Mädchen werden belauscht. Pastor Parris wird Zeuge des nächtlichen Spuks, bei dem er zu seinem Schrecken auch seine eigene Ziehtochter erkennt. Und so wird aus einer harmlosen Kinderei in den Augen der bigotten Stadt Salem das verdammenswerte Verbrechen, im Bund mit dem Teufel zu sein. Eine allgemeine Verfolgungshysterie bricht aus, die ein Teil der Bevölkerung geschickt zum eigenen Vorteil zu nutzen weiß. Die Obrigkeit wittert Aufruhr, Anarchie und Gotteslästerung. Dagegen gibt es nur ein Mittel: Kerker oder die Todesstrafe. Salem wird zu einem Hexenkessel der allgemeinen Beschuldigungen.

Und Salem – das wissen wir alle heute nur zu gut – kann ganz schnell überall sein.

In einer Zeit, in der Differenzierungen aus Zeitmangel oder Oberflächlichkeit häufig unterbleiben, nur wenige sich der Mühe unterziehen, noch zu unterscheiden zwischen einem Fehler, einem Fehltritt, einer Verfehlung und einem Verbrechen, führen persönliche Abneigung, Missgunst, Neid, bösartige Verfolgungshysterie und dumpfer Herdentrieb immer wieder zu gnadenlosen Hetzjagden (vor allem auch in Sozialen Netzwerken als sogenannter "shitstorm") kaum dass sich die öffentliche Meinung auf ein Ereignis oder eine Person eingeschossen hat.


Christian Nickel für seine Rolle in HEXENJAGD mit dem Großen Herseldpreis 2016 ausgezeichnet worden.

Die Begründung der Jury:

Mit dem  Großen Hersfeldpreis 2016 bei den Bad Hersfelder Festspielen wird Christian Nickel für seine Darstellung des John Proctor in Arthur Millers HEXENJAGD ausgezeichnet. Er gibt der Rolle durch sein zurückgenommenes und gleichzeitig emotionales Spiel eine hohe Glaubwürdigkeit. In der hochaktuellen Inszenierung von Dieter Wedel ragt er aus einem außerordentlich starken und homogenen Ensemble heraus. Durch Schuld und Gewissensnot wird er zum tragischen Helden. Auf diesem Weg zeigt Christian Nickel die Zerrissenheit des John Proctor zwischen Trieb und Treue, zwischen gesellschaftlicher Anpassung und selbstzerstörerischer Suche nach der Wahrheit.


 

 

 

Termine und Tickets

So, 24.07.201620:30 Uhr
Mo, 25.07.201620:30 Uhr
Mi, 27.07.201620:30 Uhr
Do, 28.07.201620:30 Uhr
Sa, 30.07.201621:00 Uhr
So, 31.07.201620:30 Uhr

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