Dieter Laser

In Kiel geboren und in Hamburg aufgewachsen, arbeitete Dieter Laser zunächst als Statist am Deutschen Schauspielhaus Hamburg und wurde von Gustaf Gründgens, dem “König des Theaters“ im wahrsten Sinne des Wortes entdeckt, als sein Versteck hinter der letzten Parkettreihe, im tiefsten Schatten unter dem Balkon des 1. Ranges aufflog, von wo aus Laser auf dem Boden kniend, täglich die Proben verfolgt hatte, völlig übermüdet von seiner nächtlichen Arbeit als Hoteldiener im Hotel Eden jenseits vom Schauspielhaus. Von Gründgens des Saales verwiesen, erklärte Laser zitternd und stotternd, dass er keine Statisterie mehr machen werde, wenn er die Proben nicht beobachten dürfe, denn er wolle Schauspieler werden. Diese “fürchterliche Drohung“ amüsierte den “König“ und er betraute Laser versuchsweise mit ersten kleinen Rollen, die nach und nach grösser wurden, bis er eines Tages mit einem Vertrag in der Tasche, aus dem Statisten-Saal in eine richtige Künstler-Garderobe umziehen durfte – er war tatsächlich Schauspieler geworden.

Sein nächster großer Entdecker wurde Peter Stein. Die enge Zusammenarbeit währte bis ins verflixte siebente Jahr. Sie begann an den Münchner Kammerspielen, wurde am Schauspielhaus Zürich fortgesetzt und führte schließlich zur Mitbegründen der Berliner Schaubühne, in deren Direktorium Laser gewählt wurde.

Neben zahlreichen Gastspielen an Bühnen wie Schillertheater Berlin, Deutsches Schauspielhaus Hamburg, Städtische Bühnen Frankfurt am Main, Düsseldorfer Schauspielhaus, Staatstheater Stuttgart, Münchner Kammerspiele, Zürcher Schauspielhaus, Theater Basel, Burgtheater Wien, Salzburger Festspiele etc. spielte Dieter Laser in 68 Deutschen und Internationalen Film- und Fernsehproduktionen mit Jürgen Prochnow, Bruno Ganz, Burt Lancaster, Julie Christie, John Malkovich, Glenn Close u.v.a.

Für die Titelrolle in seinem ersten Kinofilm JOHN GLÜCKSTADT erhielt Dieter Laser 1975 den Bundesfilmpreis Filmband in Gold.

Es folgte 1976 die Nominierung zum Bundesfilmpreis für Bildreporter Werner Tötges in DIE VERLORENE EHRE DER KATHARINA BLUM.

Auf dem Austin Fantastic Fest, dem größten Genre-Festival der USA, erhielt Dieter Laser 2009 den Jury Preis Best Actor für seine Cartoon-artige Darstellung des Nazi-Psychopathen Dr. Joseph Heiter in dem Comedy-Horror-Thriller THE HUMAN CENTIPEDE (First Sequenze).

Es folgte 2010 der Fright Meter Award Best Actor für Dr. Joseph Heiter in THE HUMAN CENTIPEDE (First Sequenze).

Und ebenfalls 2010 die Nominierung zum Scream Award Best Villain für Dr. Joseph Heiter in THE HUMAN CENTIPEDE (First Sequenze).

Im dritten Teil der HUMAN CENTIPEDE Trilogie (Final Sequence 2015) spielt Dieter Laser den rassistischen, frauenfeindlichen Gefängnisdirektor Bill Boss, der von US-Medien häufig als prophetische Parodie auf Donald Trump bezeichnet wird.