Robert Schuster

Robert Schuster wurde 1970 in Meißen geboren.
Nach Schulzeit in der DDR und Militärzeit während der Wende wurde er 1990 in ein anderes Land entlassen. Er konnte studieren. 1991-1992 Grundstudium der Theaterwissenschaft und Ästhetik an der Humboldt Universität zu Berlin und freier Dramaturg an den Freien Kammerspielen Magdeburg. 1992-1996 studierte er Schauspielregie an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin.

Dort begann er mit Tom Kühnel zu arbeiten und mit ihm zusammen acht Jahre lang diverse Inszenierungen zu machte. Zunächst als freie Regisseure und dann als feste Ensemblemitglieder an den Städtischen Bühnen Frankfurt.

Sie erhielten den Friedrich-Luft-Preis in Berlin, den Max-Reinhardt-Preis der Republik Österreich und den Dr. Otto Kasten-Preis der deutschen Intendanten.

Am Schauspiel Frankfurt inszenierte er unter anderem mit Christian Nickel in der Titelrolle PEER GYNT vor jetzt 21 Jahren und es kam bei FAUST II zur ersten Zusammenarbeit mit William Forsyth.

1999 wurden er und Tom Kühnel künstlerische Leiter am TAT in Frankfurt. Das dort gegründet Ensemble, dass sich versucht unter egalitären Verdienststrukturen mitbestimmt zu organisieren, erarbeitet für die Eröffnung der Berliner Schaubühne DAS KONTINGENT, welches von der UNO nach New York eingeladen wird, um vor internationalen Diplomaten gezeigt zu werden.
Am TAT dreht er zusammen mit Charly Hübner, Oliver Masucci und Jenny Schilly auch seinen Debütfilm DRAUSSEN IST DRÜBEN.

2001 wird er zum Mitglied der Akademie der Darstellenden Künste und 2003 zum Professor an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin berufen. Er unterrichtete seither in Strasbourg, Kopenhagen, Tel Aviv, Shanghai und Berlin.

Seit 2002 inszeniert Robert Schuster als freier Regisseur an verschiedenen Schauspiel- und Opernhäusern. Seit seiner Inszenierung von „mesure pour mesure von Willam Shakespeare am Théâatre National Strasbourg in Frankreich arbeitet er mit Schauspielerinnen und Schauspielern verschiedener Ländern in einem Laboratoire an der Erforschung polylingualer Spielweisen.

Mit ihnen zusammen gründete er die 2017 die KULA-Compagnie, deren letzte Arbeit MALALAI – DIE AFGHANISCHE JUNGFRAU VON ORLÉANS zuletzt in der Akademie der Künste in Berlin zu sehen war.

Er ist Mitbegründer des Autorenkollektivs Soeren Voima.

Robert Schuster ist verheiratet, hat eine Tochter und lebt in Berlin.