Die Hersfeldpreise sind vergeben12.07.2026
Thieß Brammer und Uriel Jung sind die Preisträger der Jubiläumssaison 2026. Der „Hersfeldpreis“ und der „Große Hersfeldpreis“ werden von der Stadt Bad Hersfeld und der Gesellschaft der Freunde der Stiftsruine als Zeichen des Dankes und als Anerkennung für ihre herausragenden Leistungen auf der Bühne der Stiftsruine vergeben.
Eine fachkundige Jury – Martina Mattick-Stiller (ZDF), Hermann Diel (Hessischer Rundfunk), Bettina Fraschke (Hessische/Niedersächsische Allgemeine), Marion Schwarzmann (freie Kulturautorin/Gießener Allgemeine), und Pit Rampelt (freier Autor, ehemals ZDF-Fernsehspiel) – begründete die Auszeichnungen:
Der „Hersfeldpreis“ 2026 wird verliehen an Uriel Jung für seine beeindruckende Wandlungsfähigkeit in den unterschiedlichsten Rollen in „Parzival“ nach Wolfram von Eschenbach in der sehr gelungenen Bearbeitung und Inszenierung von Michael Schachermaier. Mit seinem intensiven Spiel und seiner prägnanten Stimme verleiht er König Artus Größe und Würde, dem verschmitzten Fischer Einfachheit, dem Ritter im Wald Komik und wirkt ebenso im Chor des Zauberers Klingsor mit. In Astrid Lindgrens „Pippi Langstrumpf“ in der Regie von Nicole Claudia Weber gestaltet er außerdem den Tommy jung und frisch. Uriel Jung unterstreicht sein vielversprechendes Talent durch seine überzeugende Darstellung verschiedener Figuren.
Der „Große Hersfeldpreis“ 2026 wird verliehen an Thieß Brammer in der Titelrolle von „Parzival“ nach Wolfram von Eschenbach in der sehr gelungenen Bearbeitung und Inszenierung von Michael Schachermaier. Brammer begibt sich auf eine Heldenreise, bei der er fesselnd vom naiven Jüngling – vom „tumben Toren“ – zum mitfühlenden, mitleidenden Mann reift. Diesen Entwicklungsbogen spielt er überzeugend und bewegend mit großer Körperlichkeit und Natürlichkeit. Er begeistert durch seine starke Bühnenpräsenz, ohne sich dabei in den Vordergrund zu spielen und trägt die anspruchsvolle Geschichte glaubhaft und klar.