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Nachrichtenarchiv

Uwe Ochsenknecht - Das Experiment ist geglückt

16.08.2019

Ein Schauspieler. Ein versiegeltes Textbuch. Keine Probe.

Es war ein einmaligen Experiment, dem sich Film- und Bühnenstar Uwe Ochsenknecht am Samstag (24. August) in der Stiftsruine gestellt hat. Und er hat es gemeistert!

Der großartige Schauspieler (z.B.: DAS BOOT/ SCHTONK/MÄNNER) bekam mit Beginn der Vorstellung den Text in einem versiegelten Umschlag auf der Bühne überreicht. Ohne Proben, ohne Regie hat er den Text zum ersten und einzigen Mal vor Publikum gelesen und musse den Anweisungen des Autors folgen.

Intendant Joern Hinkel: „Vor etwa zwei Jahren habe ich das erste Mal von diesem unglaublichen Text gehört: Ein Stück, das der Schauspieler in einem versiegelten Umschlag erst auf der Bühne öffnen darf. Er hat keine Ahnung, was auf ihn zukommt. Ich habe sofort davon geträumt, es einmal in der Stiftsruine aufzuführen.“

Uwe Ochsenknecht kannte das Manuskript nicht, das er in die Hand bekam. Er hat es auch vorher nicht gelesen, sondern sich dem Ungewissen gestellt und das Publikum mit auf eine Reise durch das spannende Theaterexperiment genommen.

Der junge Iraner Nassim Soleimanpour entwickelte mit WEISSES KANINCHEN, ROTES KANINCHEN eines der aufregendsten Experimente für einen Schauspieler der letzten Jahre: Eine ebenso spannende wie unterhaltsame Auseinandersetzung mit Macht, Manipulation und Gesellschaft.

Seit seiner Premiere 2011 wurde das Stück in über 15 Sprachen übersetzt, international mehrfach ausgezeichnet und weltweit gespielt. Ausgesetzt haben sich dem Experiment bisher unter anderem Prominente wie John Hurt, Ken Loach, Whoopi Goldberg, Corinna Harfouch und Christoph Maria Herbst.



 

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Zusatzvorstellungen: NIPPLEJESUS mit Andrés Mendez

26.07.2019

Nachdem fast alle Vorstellungen ausverkauft waren und viele nach weiteren Karten gefragt haben, hat Andrés Mendez noch zwei Zusatztermine gespielt. 


Der Türsteher und das Kunstwerk - auch den Kritikern gefällt NIPPLEJESUS:

Osthessen News schreibt:
"Nipple Jesus feiert Premiere in Kapelle:
Scheißjob im Namen der Kunst - grandiose schauspielerische Einzelleistung"" (Gudrun Schmidl)

Hersfelder Zeitung:
"„Nipplejesus“ ist lustig, regt aber auch zum Nachdenken an; nicht nur über Kunst, sondern zum Beispiel auch über Toleranz. Es wird außerdem deutlich, dass es oft die Perspektiven oder Beziehungen sind, die eine Meinung entstehen lassen. ... Unbedingt sehenswert!" (Nadine Maaz)

Kreisanzeiger:
"Nick Hornbys Stück „Nipplejesus“ ist auch ein bisschen eine Abrechnung mit der modernen Kunst. Die Idee von Wilts, das Stück in einem echten Museum und in einer echten Kapelle zu inszenieren, gibt dem Monolog eine ganz besondere Atmosphäre. Es ist ein sehr intimes Theater, denn der Zuschauerraum enthält nur 40 Sitzplätze. „Nipplejesus“ wird keine Minute langweilig, denn Andrés Mendez beherrscht Text, Mimik, Gestik – und nicht zuletzt das Publikum – voller Energie." (Christopher Göbel)

printzip:
"Ein einziger Schauspieler steht in einem kleinen Raum in einem Museum auf einer spärlichen Bühne – wird das nicht langweilig? Nein, die gut 60 Minuten, die „NIPPLEJESUS“ dauert, vergehen wie im Flug. Das liegt vor allem an dem unterhaltsamen Stück und an Schauspieler Andrés Mendez." (Markus Weber)

Zum Inhalt:

„Sie haben mir nicht erklärt, worum es ging, und auch nicht, warum sie dafür ausgerechnet einen wie mich brauchten. Hätten sie’s getan, hätte ich den Scheißjob ehrlich gesagt wohl nie genommen“ resümiert Andrés Mendez als Dave in NIPPLEJESUS gleich am Anfang der etwa einstündigen Inszenierung des Stückes von Nick Hornby. Regie führt die Dramaturgin der Bad Hersfelder Festspiele Dr. Bettina Wilts.

Warum Bettina Wilts Andrés Mendez für diese Inszenierung unbedingt engagieren wollte, war keine Frage und musste auch nicht lange erklärt werden. Die Rolle passt, er hat viel Spaß an ihr und er fürchtet sich nicht davor, rund eine Stunde lang alleine mit einem langen Text und einem Kunstwerk auf der Bühne zu stehen.

Dave hat also den Job in der Kunstgalerie angenommen. Bekommen hat er ihn nicht, weil er ein Kunstkenner ist, sondern weil er groß, schwer, tätowiert und glatzköpfig einen hier gewünschten Eindruck hinterlässt. Vorher war er Türsteher in einem Nacht-Club. Seine Frau war nicht mehr damit einverstanden, dass sie und die Kinder ihn nie sahen und die Arbeit zunehmend gefährlicher wurde.

Seine erste Aufgabe in der Galerie ist es, auf ein Kunstwerk in einem Raum aufzupassen, an dessen Eingang eine Warnung steht:
„ACHTUNG! In diesem Raum befindet sich ein Kunstwerk von kontroversem Charakter. Bitte treten Sie nicht ein, wenn Sie befürchten, in ihrem moralischen und religiösen Empfinden verletzt zu werden. Kein Zutritt unter 18.“

Dieses Kunstwerk an Daves neuem Arbeitsplatz löst heftige Kontroversen aus: „ … kennt ihr diese Bilder, die aus Punkten zusammengesetzt sind? Genauso war dieses Jesusbild gemacht, nur, dass alle Punkte Brustwarzen waren, Nippel. Und genauso hieß auch das Bild – NippleJesus.“

Da steht Dave nun vor „seinem“ Kunstwerk und beschreibt seine Annäherung an die neuen Aufgaben: „Wusstet ihr, dass man in einer Kunstausstellung nicht rauchen darf? Ich auch nicht. Verdammte Scheiße.“
Er erzählt, was er erlebt, wie die Besucher ihn und die Kunst besichtigen, wie er wiederum die Besucher betrachtet. Er beobachtet Geistliche, Journalisten, Politiker, Spinner und andere Galerie-Gäste und macht sich seine Gedanken. Eigentlich ist „sich Gedanken machen“ nicht so sein Ding, aber hier fängt er damit mal richtig an.

Das Kunstwerk NIPPLEJESUS gefällt ihm zunächst gar nicht, dann aber lernt er die Künstlerin Martha kennen, die freundlich und ohne Vorurteile mit ihm umgeht. Der ehemalige Türsteher mag Martha und nähert sich darüber auch dem Kunstobjekt immer mehr an, verteidigt es sogar, es wird zu seinem Bild.

Und dann wird er ausgetrickst. Ein vermeintlicher Angriff, ein Besucher mit einem wurfbereiten Ei lenkt ihn ab. Während er den Eierwerfer zum Ausgang bugsiert, wird NIPPLEJESUS attackiert ... und dann kommt alles anders, als er dachte.

Zum ersten Mal nutzen die Bad Hersfelder Festspiele die kleine Kapelle in der Galerie im Stift für eine Inszenierung. Andrés Mendez spielt inmitten von dort tatsächlich und ständig ausgestellten Bildern und Skulpturen vor jeweils 40 Zuschauern in 11 Vorstellungen, einige beginnen um 18 Uhr, andere um 20 Uhr und eine findet um Mitternacht, also Nachts im Museum statt. Eingang über die Abendkasse.

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Uraufführung: A LONG WAY DOWN im Schloss Eichhof gelungen

17.07.2019

Langer begeisterter Applaus belohnte das Ensemble nach der Uraufführung im Schloss Eichhof!

A LONG WAY DOWN nach dem Roman von Nick Hornby feierte Premiere:

Die Hersfelder Zeitung schreibt:
"„A long way down“ ist intelligentes Boulevard-Theater, ein unterhaltsamer Abend mit Tiefgang, wie von Regisseur Christian Nickel angekündigt. Das Premierenpublikum spendete dem kompletten Ensemble nach gut zweieinhalb Stunden lang anhaltenden und lauten Applaus, jedoch ohne sich von den Plätzen zu erheben." (Nadine Maaz)

OSTHESSEN NEWS:
"Alle vier Hauptdarsteller, es wäre in diesem Fall nicht fair, einen einzelnen besonders hervorzuheben, zeigten ein grandioses Spiel. Karsten Speck überzeugt in der Rolle als Martin, der – obwohl beruflich sowie privat gescheitert – noch immer eine gehörige Portion Überheblichkeit an den Tag legt. Mit Natascha Hirthe fühlt man mit, sie spielt das konservative und streng gläubige Mauerblümchen Maureen. Die Charaktere der beiden „Jungspunde“, Mick Riesbeck und Helena Sigal könnten unterschiedlicher kaum sein: Auf der einen Seite die rebellische, laute Jess, der es augenscheinlich im ersten Moment vollkommen an Empathie fehlt, andererseits der ruhigere – und besonnenere JJ, der mit seinen Einwänden zum Nachdenken anregt." (Miriam Rommel)

Fuldaer Zeitung:
"Gleichmäßig hoch ist die darstellerische Qualität der vier Hauptbeteiligten, ausgefeilt das Zusammenspiel. Karsten Speck gibt mit zynischer Überheblichkeit und schmieriger Lässigkeit den abgehalfterten Fernsehmoderator Martin, der "sein Leben im Klo runtergespült hat". Den scharfen Kontrast zu ihm bildet die schüchtern-prüde, verzweifelte und überforderte Maureen (Natascha Hirthe, eindrucksvoll und bewegend), die an der Pflege ihres behinderten Sohnes beinahe zerbricht. Fast schon übermotiviert wirft sich Helena Charlotte Sigal in die Rolle der ausgeflippt-schrägen Jess, die sich aus Liebeskummer umbringen will. Vierter im Bunde der verhinderten Selbstmörder: JJ, der gescheiterte Musiker (Mick Riesbeck, präsent, präzise und charmant)." (Christoph A. Brandner)


Die Geschichte:

Ein Mann steht auf dem Dach eines Hochhauses und will springen. Er wird von einer Frau angesprochen. Er antwortet: „Jesus! Ich war eigentlich gerade dabei mich umzubringen, aber kein Thema, für ein Autogramm ist immer Zeit. Aber was machen Sie eigentlich hier oben?“ Auch sie will springen, wenn auch aus ganz anderen Gründen. Es kommen noch zwei hinzu, die keine Lust mehr auf ihr Leben haben.

Vier potentielle Selbstmörder auf der Bühne im Schloss Eichhof? Dem Platz, an dem die Bad Hersfelder Festspiele eigentlich Komödien zeigen? Geht das? Ja, es geht, denn es fängt tragisch an, aber es kommt dann doch ganz anders, als man erwartet hat.

Die Dramaturgin der Bad Hersfelder Festspiele, Dr. Bettina Wilts hat den Roman A LONG WAY DOWN von Nick Hornby erstmals für die Bühne bearbeitet und eine kurzweilige, amüsante, aber auch tiefgründige Fassung geschaffen: „Hornby nimmt sich heraus, auch schwierige und traurige Themen wie Lebensmüdigkeit mit Humor – ja man kann sogar sagen: mit Lebensfreude – anzugehen. Das habe ich natürlich in die Theaterfassung übernommen.“

A LONG WAY DOWN – schon der Titel ist doppeldeutig – ist die Geschichte von vier Menschen, die sich in einer Silvesternacht zufällig auf dem Dach eines Londoner Hochhauses treffen. Martin ist ein gefallener Medienstar, er hatte Sex mit einer Minderjährigen, im Gefängnis gesessen und Familie und Karriere ruiniert; Maureen pflegt seit fast 20 Jahren alleine und überlastet ihren schwer behinderten Sohn; John Julius, genannt JJ, wäre gerne ein Rockstar, fährt aber Pizza aus, und Jess, die aufmüpfige Politikertochter, weiß nicht, warum ihr Freund sie verlassen hat ...

Alle vier sind gekommen, um A LONG WAY DOWN, den LANGEN WEG NACH UNTEN zu nehmen. Das Hochhaus ist bekannt dafür, sich für Selbstmord besonders zu eignen. Aber sie entschließen sich, von ihren Plänen abzurücken und machen sich zunächst gemeinsam auf die Suche nach dem Freund von Jess, denn da gibt es einiges zu klären! Und sie vereinbaren, den Selbstmord erst einmal zu verschieben.
Regisseur Christian Nickel sagt dazu: „Sie erinnern ein wenig an die Bremer Stadtmusikanten, die sich ja unter dem Motto ´etwas Besseres als den Tod finden wir überall´ auf ihren Weg machen.“
Vier fremde, sehr unterschiedliche Menschen, ihre Geschichten, Erfahrungen und Motive prallen aufeinander. Auf dem Weg zurück ins Leben entstehen berührende, komische und skurrile Szenen mit viel englischem Humor.

Karsten Speck, der den Martin spielt, eben diesen ehemaligen Talkmaster, der im Gefängnis saß, hat viel Spaß an dieser Rolle und sagt: „Die Figur hat nichts mit mir zu tun. Man muss kein Mörder sein, um einen Mörder zu spielen. Ich kann mir vorstellen, wie er sich fühlt und das sehe ich positiv. Ich glaube, es ist uns gelungen, die entscheidenden Charaktere herauszuarbeiten ...“

Christian Nickel fasst A LONG WAY DOWN so zusammen: „Mit klugem Humor erzählt Nick Hornby von der Brutalität und Einsamkeit des Großstadtlebens und von dem menschlichen Bedürfnis nach gegenseitiger Wahrnehmung, ein Thema, das erst einmal nicht zum Lachen reizt. Doch genau diese Herausforderung gefällt mir: auf der Bühne zu zeigen, wie aus Verzweiflung Lebensfreude und Lachen entstehen kann und daraus einen unterhaltenden Abend mit Tiefgang zu machen.“

In den letzten Jahren stand Christian Nickel in Bad Hersfeld in Hauptrollen auf der Bühne der Stiftsruine. Für seine Rollen in HEXENJAGD und MARTIN LUTHER-DER ANSCHLAG erhielt er 2016 und 2017 den Großen Hersfeldpreis, den eine Jury aus Kritikern vergibt, und für seine Auftritte als PEER GYNT gaben ihm die Besucher ihre Stimmen für den Zuschauerpreis 2018. Nun führt Christian Nickel das erste Mal in Bad Hersfeld Regie.

A LONG WAY DOWN wird in 30 Vorstellungen bis zum 25. August im Schloss Eichhof in Bad Hersfeld gezeigt. Die Karten kosten 29 Euro auf allen Plätzen.

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DER PROZESS: Riesiger Applaus und gute Kritiken

08.07.2019

Deutschlandweit war die Eröffnungspremiere DER PROZESS in den vergangenen Tagen in zahlreichen und wichtigen Medien vertreten: ZDF, ARD, RTL, SAT1, dpa, FAZ, FAZ am Sonntag, Süddeutsche, „nachtkritik“, BILD, BILD am Sonntag, Frankfurter Rundschau, Frankfurter Neue Presse, Deutschlandradio, Hessischer Rundfunk, Hörfunk und Fernsehen, radio ffh, MDR, Leipziger Volkszeitung, TZ München, BUNTE u.a..

Die meisten Kritiker sind voll des Lobes für Joern Hinkels Inszenierung und die Leistung der Schauspieler.

Hier eine Auswahl:

ZDF-„heute-journal“ 5. Juli: ,,Anonyme Anschuldigungen, Hetze und Häme – in Zeiten des Internets hat es die böse Unterstellung noch leichter als zu Kafkas Zeiten vor 100 Jahren. Und der Rechtsweg, er ist nicht ausgeschlossen, er führt ins nichts. Überall dort, wo das Recht nicht der Gerechtigkeit dient – in vielen Ländern auch heute … Ein starkes Stück Theater in der Stiftsruine von Bad Hersfeld. Augen auf, so ist die Botschaft. Denn, wenn das Recht nur noch aus Schein besteht und die Wahrheit mit Füßen getreten wird, dann steht schnell auch die Freiheit auf dem Spiel!“. (Der über dreiminütige Beitrag ist noch in der Mediathek des ZDF zu sehen.)

Hessischer Rundfunk Fernsehen, „hessenschau“ (4.54 Minuten, Liveschaltung, 5. Juli): In dem Beitrag über den „PROZESS“ heißt es: „Das Kafka-Stück in Bad Hersfeld: spannend, witzig und auf jeden Fall brandaktuell!“. (Der Beitrag ist noch in der Mediathek des Hessischen Rundfunks zu sehen.)
Auch sehenswert die Beiträge von Sat1. 17.30 Hessen und rtl regional Hessen, die ebenso in den Mediatheken zu finden sind.

HR2-Kultur/ Hadwiga Fertsch-Röver: „Eine alles in allem sehr beeindruckende Inszenierung eines nicht einfachen, aber leider sehr aktuellen Stoffes. Mit eindrücklichen Bildern, mit Sinn auch für die surrealen, die komischen und skurrilen Elemente inszeniert und bis in die Nebenrollen hervorragend besetzt und gespielt.“

FAZ
Kafka auf die böse Erde geholt
Hans Riebsamen: „Das Problem, dass im Roman die meisten Figuren jeweils nur in einem Kapitel auftreten, löst Hinkel, der den Text dramatisiert hat, dadurch, dass er Protagonisten wie Fräulein Bürstner durch das Stück laufen lässt. Dank dieses Tricks kommt durchaus Spannung auf, so dass der Hersfelder „Prozess“ zuweilen wie ein Kriminalstück wirkt. Sprachlich hat Hinkel den Text modernisiert. Er hat altmodische Ausdrücke verbannt und an vielen Stellen zeitgenössische Worte gefunden. Sogar lachen kann man als Zuschauer, denn zuweilen verhalten sich die Akteure ungemein komisch. Zum Unterhaltungsstück ist der „Prozess“ zum Glück aber nicht verkommen. Grandios wirkt Jens Kilians Gestaltung der Bühne, aus beweglichen Aktenschränken bildet er immer neue Kulissen und bezieht auch den Chor in sein Bühnenbild ein. Dank dieser großen Bilder und guter Schauspielerleistungen wird aus Kafkas Roman ein richtiges Theaterstück ... „ –

HNA
Bad Hersfelder Festspiele: Kafkas "Der Prozess" eindrucksvoll ins Heute geholt
Bettina Fraschke: „Wie war’s: Eindrucksvoll. Präzise gearbeitet mit Bildern von universeller Kraft. …Es ist ein bewegender Theaterabend in großen beeindruckenden Bildern, der mit einem Lachen endet. (…) ,,Ein spannender Schluss, so wie überhaupt die Präzision und Analysekraft der gesamten Inszenierung beeindrucken. “

Hersfelder Zeitung:
Der Prozess: Premierenpublikum erlebt intensiven Theaterabend bei den Bad Hersfelder Festspielen
Karl Schönholtz: „ ,,. mit wieviel Liebe zum Stück und Akribie Joern Hinkel die Charaktere gestaltet hat". Der Stoff werde "in die Gegenwart geholt" und "Kafkas Sprache entstaubt und Figuren weiter entwickelt", schreibt der Kritiker. "Schon angesichts dessen, was aktuell in der Welt passiert, hätte man Hinkels Deutung nicht in Frage gestellt. Im Zusammenspiel mit dem der Premiere vorausgegangenen Festakt, bei dem der in der Türkei zu Unrecht inhaftierte Journalist Deniz Yücel die Festrede hielt, wird daraus aber ein machtvolles Statement der Festspiele gegen Willkür und Gewalt."

Fuldaer Zeitung
Odyssee in einer grotesk-realen Welt
69. Bad Hersfelder Festspiele: Zur Premiere von Franz Kafka „Der Prozess“
Christoph A. Brandner: ,,Ein Meisterstück mit einem Meisterwerk: Joern Hinkel überzeugt und beeindruckt bei der Eröffnungspremiere der 69. Bad Hersfelder Festspiele mit seiner stringent-klugen Fassung und grotesk-intensiven Inszenierung von Franz Kafkas hochaktuellen Roman „Der Prozess“.

Frankfurter Rundschau:
Untergang und Unterhaltung – Die Bad Hersfelder Festspiele eröffnen in munterer, aber nicht verfehlter Manier
Judith von Sternburg: „quicklebendige Inszenierung dunkel grundiert … Gerade ihr Unterhaltungs- und Schauwerte werfen ein grelles Licht auf die fatale Lage.“

dpa –bundesweit in sehr vielen Zeitungen erschienen
Bad Hersfeld: Publikum feiert Auftakt-Premiere «Der Prozess»
Joern Perske: Mit viel Applaus ist die Eröffnungspremiere der 69. Bad Hersfelder Festspiele bedacht worden. Intendant und Regisseur Joern Hinkel präsentierte am Freitagabend seine Fassung von Franz Kafkas Klassiker «Der Prozess». Die knapp 1300 Zuschauer erlebten in der fast ausverkauften Stiftsruine einen eindringlichen und phasenweise eindrucksvollen Theater-Abend zum Auftakt des renommierten Freilicht-Festivals.

OSTHESSEN NEWS:
Festspielpremiere mit Tiefgang: Joern Hinkels "Prozess" geht unter die Haut
Stefanie Harth: ,,Völlig unvoreingenommen bringt Festspielintendant Joern Hinkel eines der meistinterpretierten Bücher der Weltliteratur auf die Bühne. Der Regisseur hat eine zeitnahe Fassung geschrieben, Rollen weiterentwickelt, Szenen, die im Roman lediglich angedeutet werden, auserzählt und absurde und slapstickhaft anmutende Situationen zugespitzt. Trotzdem bleibt das Spiel – und das ist das Geniale – „immer am Stoff“.“

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FUNNY GIRL: Fulminante Premiere in der Stiftsruine

12.07.2019

Glamour, hinreißende Songs und eine tragisch-schöne Liebesgeschichte: FUNNY GIRL ist das neue Musical im Sommer 2019! Publikum und Kritiker sind begeistert:

HR2-Frühkritik:
„Kann das Hersfelder Ensemble mit der Hollywood-Verfilmung mithalten? Hauptdarstellerin Katherine Mehrling kann in ihrer Rolle als Funny Girl Fanny Brice mit Barbra Streisand mithalten. Sie ist von ihrem Temperament, ihrem Talent für Komik und Mimik und vor allem ihrer kraftvollen bluesigen Stimme prädestiniert, für die Rolle die Rolle der Fanny ... Fazit: Und es werden natürlich jede Menge Show und Revueszenen geboten, mit Glanz und Glamour prächtigen Kostümen, sehr schmissig, sehr flott und präzise choreographiert. Das war ein Augenschmaus, aber auch Ohrenschmaus, was sicher auch dem Live Orchester unter der Leitung von Christoph Wohlleben zu verdanken war. Da fühlte man sich doch für drei Stunden atmosphärisch in die goldenen Zwanziger Jahre versetzt. Für die Fans des Genres Musical auf jeden Fall ein Vergnügen.“ (Hadwigs Fertsch-Röver)

HNA:
Bad Hersfelder Festspiele: Im Musical "Funny Girl" ist das Leben eine Showtreppe
„In der Stiftsruine begeisterte das glänzend aufspielende Orchester unter Leitung von Christoph Wohlleben und das große Darstellerensemble. Die ebenso präzise wie kurzweilige Inszenierung von Stefan Huber arbeitete die Stärken des Musicals von Jule Tyne und Bob Merrill wunderbar heraus: vielschichtige Charaktere und ein leise melancholischer Unterton bei allen Figuren. Die witzigen deutschen Texte von Heidi Zerning („Ich brülle von Natur aus!“) sind ebenfalls herauszuheben. Überragender, gefeierter Star des Abends ist Katharine Mehrling in der Titelrolle. Sie ist ein charismatisches Energiebündel mit grandioser Singstimme und Talent zum Slapstick. Fanny provoziert Lacher, wenn sie etwa ihren Fächer stets mit einem geschnarrten Brrrt-Laut aufklappen lässt, und kitzelt in der nächsten Sekunde Gänsehaut hervor, etwa in dem Song „People“ – einem seelenvollen Höhepunkt des Abends. Das freche Mädchen hat den unbedingten Anspruch, mit Showgrößen wie Florenz Ziegfeld Jr. (Heinrich Schafmeister) auf Augenhöhe zu kommunizieren.“ (Bettina Fraschke)

OSTHESSEN NEWS:
Hommage an eine goldene Ära
"La Mehrling" ist ein Ereignis: Fulminante Premiere von "Funny Girl"
"Das Publikum erliegt von der ersten Szene an dem Charme von „Funny Girl“ – und einer wunderbaren Katharine Mehrling. Es ist die Liebe zum Detail, die die Bad Hersfelder Inszenierung in die Sphäre eines wahren Augen- und Ohrenschmauses erhebt. Dafür gibt es minutenlangen frenetischen Applaus. Die komplette Stiftsruine steht." (Stefanie Harth)

Hersfelder Zeitung:
Das Musical „Funny Girl“, das die Lebensgeschichte der Fanny Brice erzählt, feierte eine umjubelte Premiere bei den 69. Bad Hersfelder Festspielen in der Stiftsruine.
„Das lag vor allem an Katharine Mehrling, die Fanny Brice, das „funny girl“ (lustige Mädchen) verkörpert. Als sie zum Schlussapplaus die große Showtreppe betritt, langsam Stufe für Stufe herabschreitet, springt das Publikum auf, klatscht wie besessen und jubelt ihr zu, nachdem es zuvor knapp drei Stunden mit ihr gelacht, geweint, gehofft und gefeiert hatte.“ (Christine Zacharias)

dpa in vielen Medien bundesweit:
Kleine mit großer Klappe
«Funny Girl» überzeugt in Bad Hersfeld
„Das Musical «Funny Girl» ist durch die Verfilmung mit Barbra Streisand weltbekannt. Die Inszenierung bei den Hersfelder Festspielen muss sich also mit einem großen Vorbild messen. Das gelingt vor allem dank der Hauptdarstellerin. ... In der Broadwayversion von 1964 und der späteren Verfilmung von «Funny Girl» spielte Barbra Streisand die Hauptrolle. Sie gewann damit den Oscar der amerikanischen Filmakademie. In Bad Hersfeld verkörpert Katharine Mehrling die Komikerin. Die gebürtige Hessin tritt in große Fußstapfen - und füllt sie mühelos aus. Bereits nach wenigen Minuten ist klar: Diese Fanny ist wirklich «funny». Mal bringt sie ständig schnipsend einen Showproduzenten zur Weißglut, dann sabotiert sie eine Revue mit falschem Babybauch.“ (Göran Gehlen)



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Erfolgreich gestartet: NACHTEULEN
 im Museum im Stift

12.07.2019

In der ersten Late-Night-Show unterhielten Corinna Pohlmann (DER PROZESS) und Roland Riebeling SHAKESPEARE IN LOVE) im Gespräch mit Dominic Mäcke das Publikum mit Einblicken in ihre Arbeit und ihr Leben. Launigen Dialoge, amüsanter Schlagabtausch aber auch ernste Themen bereiteten den Besuchern viel Freude, es wurde viel gelacht und applaudiert. Überraschungsgast war Ute Reiber (SHAKESPEARE IN LOVE), sie sang und zeigte wieder einmal, wie wunderbar ihre Stimme ist.

Es war die erste Ausgabe der neuen Reihe NACHTEULEN der Bad Hesfelder Festspiele und sie hat Lust auf mehr gemacht. Und es wird mehr geben - gleich am kommenden Samstag!

Denn Dominic Mäcke lädt an insgesamt vier Wochenenden immer andere Schauspieler, Sänger und Musiker der Festspiele um Mitternacht ins Museum ein! Es wird gesungen, getalkt, improvisiert, rezitiert. Tauchen Sie mit den Künstler ins Nachtleben ein, erleben Sie die NACHTEULEN in skurrilen, herzzerreißenden, komischen, ganz persönlichen Geschichten, Gedichten und Liedern. Lernen Sie unsere Künstler im „Wohnzimmer“ auf dem Sofa näher kennen, in tiefsinnigen oder banalen Gesprächen.

Und: Die Bar ist eröffnet! Die Familie Bücking sorgt dafür, dass Sie nicht durstig bleiben müssen.

Nächste Termine: am 13. Juli 2019, 20. Juli 2019, 27. Juli 2019, und 03. August 2019, Einlass ab 23:30 Uhr
Kapitelsaal im Museum/ Eintritt 10 Euro

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Joern Hinkels DER PROZESS zur Eröffnung

05.07.2019

mit großartigen Schauspielern.

Die Hauptrolle spielt Ronny Miersch, nein er lebt sie schon fast mit unglaublichem Engagement und sagt dazu: „Er ist jemand, der die Dinge nicht einfach hinnimmt, so wie viele andere das tun. Er legt sich mit dem System an – und ist sich der Gefahr durchaus bewusst. Das macht ihn dann vielleicht auch sympathisch.“ Ihm gefällt an Joern Hinkels Fassung vor allem auch, dass Kafkas hintergründiger, absurder Humor herausgearbeitet wird: „Wir hatten bei Proben viele witzige Momente – und schließlich soll das Stück auch unterhalten. Wir wollen einen modernen Zugang zu diesem komplexen Stoff vermitteln, und hier hat Joern eine tolle Arbeit geleistet.“

Joern Hinkel beschreibt die Szenerie so: „Gegen Josef K. werden Ermittlungen eingeleitet, ohne Angabe von Gründen. Ohne dass er etwas getan hat, wenden sich allmählich alle Menschen in seinem näheren Umfeld von ihm ab: Freunde, Nachbarn, Arbeitskollegen. Hilfe wird ihm nur von denjenigen angeboten, die seine Hilflosigkeit ausnutzen und Geld mit seinem Fall verdienen wollen. Interessanterweise schreibt Kafka explizit über die gefährliche Macht der „öffentlichen Meinung“, sogar in mehreren seiner Werke. Auch in seinen Tagebüchern, die vor mehr als hundert Jahren entstanden, macht er sich darüber ausführlich Gedanken.“

Zu den wenigen Menschen, die sich nicht von Josef K. aufgrund eines vagen Verdachtes abwenden, gehört K.s Haushälterin Frau Grubach. Marianne Sägebrecht hat diese Rolle übernommen, sie ist fast eine mütterliche Freundin. In Kafkas Originaltext ist Frau Grubach Josefs Vermieterin.

Nicht nur diese Figur hat Joern Hinkel leicht verändert. Fräulein Bürstner ist im Originaltext eine Nachbarin, in Hinkels Fassung ist sie die Geliebte des Bankangestellten Josef K.. Corinna Pohlmann spielt diese Felice Bürstner, die uns als Nachtclub-Sängerin zu ihrem Auftritt in ein Lokal namens „Eldorado“ mitnimmt. Jörg Gollasch hat die Musik für diese und alle anderen Szenen geschrieben. Der Komponist und Musiker hat mit vielen Regisseuren wie Karin Beier, Claus Peymann, Dieter Giesing, Philip Tiedemann, Tom Kühnel, Thomas Langhoff und Arpad Schilling gearbeitet. In Bad Hersfeld hört man seine Musik seit 2015 in vielen Inszenierungen in der Stiftsruine.
„Kafka war ein regelmäßiger Besucher von Tanzlokalen, seine Erlebnisse aus dem Prager Nachtleben fließen in unsere Fassung mit ein”, sagt Joern Hinkel dazu. „Tagsüber irrt Josef K. durch die Instanzen der Gerichte, nachts versucht er, diesem Albtraum in Nachtclubs zu entfliehen. Es wird gesungen und getanzt, inspiriert durch die überbordende Swing-Musik der 20er Jahre. Ein Tanz auf dem Vulkan! Ich will versuchen, diese besondere Kafka’sche Mischung aus Poesie, Finsternis, Humor und Musik auf die Bühne zu bringen, mit einem ganz und gar außergewöhnlichen Schauspieler-Ensemble.“

Zu diesem Ensemble gehört auch Ingrid Steeger als Fräulein Montag. Auch Fräulein Montag ist anders als in Kafkas Originaltext angelegt. Joern Hinkel: „Manche Sätze sind einzelnen Schauspielern auf den Leib geschrieben. – Beim Schreiben hat mich auch die Besetzung inspiriert, die teilweise schon vorher feststand.“

Titorelli, gespielt von Thorsten Nindel, bei Kafka ein Maler, ist in Joern Hinkels Fassung in erster Linie Fotograf, immer auf der Suche nach Geschichten und Bildern für die Zeitungen, die er bedient. Er weiß, dass das „System“ zu hinterfragen immer gefährlicher wird und glaubt, dass mit der Wahrheit kein Geld mehr zu verdienen ist und die Umstände ihn zu Unredlichkeit zwingen.

Jürgen Hartmann steht als Josefs Vorgesetzter auf der Bühne. Er wendet sich nicht sofort ab, er kündigt Josef auch nicht: er stellt ihn frei, schickt ihn in Zwangsurlaub.

Wie im Originaltext sucht Josef K. nach Aufklärung und Hilfe. So landet er mit Unterstützung seines Onkels (Günter Alt) und in Begleitung seiner Nichte (Nicole Sydow) bei einem Advokaten namens Huld. Dessen Machtspielchen stellt Dieter Laser mit unglaublicher Kraft dar. Er empfängt seinen Klienten im Bett, neben ihm liegt Leni (Lou Zöllkau), seine Angestellte. Da Huld - in dem Josef seine Rettung sieht - so sehr von sich eingenommen ist, bekommt diese Szene eine erschreckende Komik.

Joern Hinkel erwähnt in diesem Zusammenhang, dass Kafka sehr gelacht haben soll, als er Freunden aus dem „Prozess“ vorlas und entdeckt viel Komik in seinen Texten: „Es ist nicht die Komik, die einen vor Lachen auf die Schenkel klopfen lässt und die Tränen in die Augen treibt – was ich übrigens sehr liebe -, es ist eher eine Komik, die mich erstaunt, überrascht und mich schmunzeln lässt. Bei Kafka sind gerade die Nebenfiguren bis ins Groteske überzeichnet.“

Und so besetzte er Willem und Franz, die Beauftragten des Gerichts, mit den comedyerfahrenen Schauspielern Markus Majowski (z.B. DIE DREISTEN DREI/Sat1) und Thomas Maximilian Held (z.B. SECHSERPACK/ Sat1). Die Aufseherin, die das Duo ergänzt, spielt Maria Radomski.

Im Video erscheint die Moderatorin (z.B. ntv und NDR) Jule Gölsdorf mit Anweisungen des Gerichts an Josef K. fast unwirklich, aber auch bedrohlich in schwarz-weiß.

Kerstin Micheel, die Leiterin der Kostümabteilung der Bad Hersfelder Festspiele, hat von glanzvoller Abendrobe für die Nachtclubszene bis zu den grauen Anzügen der Gerichtsangestellten die Kostüme geschaffen.

Ungewöhnlich und originell ist auch das Bühnenbild. Die großen, fahrbaren Wände, die Jens Kilian entwickelt hat, erinnern an Aktenschränke, können aber auch Schränke in Josef K.s Schlafzimmer sein. Sie werden über die riesige Bühne bewegt und schaffen so immer neue Räume, bis sie den Blick auf die Apsis der Stiftsruine mit einer verhüllten Statue freigeben.

Eine ausgeklügelte Licht- und Tontechnik (Jörg Grünsfelder und Uli Schneider) sorgen zudem für einen erlebnisreichen Abend.

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Die 69. Bad Hersfelder Festspiele sind eröffnet

29.06.2019

Mit einem Festakt haben die Fesstspiele begonnen. Festredner war der deutsch-türkische Journalist Deniz Yücel, Schirmherr Volker Bouffier, Ministerpräsident in Hessen hat die Festspiele offiziell eröffnet.

Viele prominente Gäste, darunter auch Volker Bouffier, Ministerpräsident des Landes Hessen, Michael Roth, Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt (mit Intendant Joern Hinkel, Deniz Yücel und Michael Klöppner im Bild) Franz Josef Jung, ehem. Bundesverteidigungsminister, Wolfgang Bosbach, ehem. MdB, Petra Roth, ehem. Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt, Frank Lehmann (Börsenspezialist), die Schauspielerinnen Thamara Barth, Elisabeth Degen, Brigitte Grothum, Katja Weizenböck, Sarah Koch, Nina Petri, die Schauspieler Heinrich Schafmeister, Martin Semmelrogge, Horst Janson, Hans-Joachim Heist, (Hassknecht/ HEUTE SHOW), die Moderatorinnen Jule Gölsdorf und Mara Bergmann (ntv), Box-Legende Henry Maske, der Bestseller-Autor und Dramatiker Moritz Rinke, die Bischöfe, Dr. Michael Gerber, Fulda und Martin Hain, Kurhessen-Waldeck schritten über den Roten Teppich und sahen danach die Premiere DER PROZESS.

Vielen Medien waren vor Ort und berichten, darunter ZDF, Hessischer Rundfunk (Hörfunk und Fernsehen), radio ffh, Deutschlandfunk, dpa, BILD, BUNTE, Frankfurter Rundschau, Hersfelder Zeitung, Fuldaer Zeitung, Fulda Aktuell, Kreisanzeiger, Mannheimer Morgen,Leipziger Volkszeitung,  Osthessenzeitung, osthessennews und viele mehr ...

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Die Proben für DER PROZESS haben begonnen

20.05.2019

Ronny Miersch, Marianne Sägebrecht, Ingrid Steeger, Dieter Laser, Markus Majowski, Thomas Maximilian Held, Thorsten Nindel, Jürgen Hartmann, Corinna Pohlmann, Mathias Schlung, Maria Radomski, Günter Alt, Nicole Sydow und Lou Zöllkau spielen in der DER PROZESS nach Franz Kafka von Joern Hinkel.

Mit einer ersten Leseprobe in einem Pressetermin mit Medienvertretern aus ganz Deutschland hat die Probenzeit offiziell begonnen.

Mit DER PROZESS des Intendanten und Regisseurs Joern Hinkel werden die 69. Bad Hersfelder Festspiele am 5. Juli eröffnet. 

Mehr dazu unter "Ensemble" und hier:

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Poetry-Slammerin JULIA ENGELMANN in der Stiftsruine

09.05.2019

Deutschlands berühmteste Poetry-Slammerin, erfolgreiche Vollzeitpoetin und Bestsellerautorin wird 2019 einige ausgewählte Open-Airs spielen – eines davon in Bad Hersfeld in der Stiftsruine am 31. Juli.

Wir freuen uns!

Karten gibt es ab sofort ab 35 Euro, Schüler, Studenten, Auszubildende erhalten 20 % Rabatt.

(c) Thommy Mardo

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Ensemble 2019: Marianne Sägebrecht, Karsten Speck, Ingrid Steeger ...

13.03.2019

Thorsten Nindel, Markus Majowski, Ronny Miersch, Katharine Mehrling, Heinrich Schafmeister, Brigitte Grothum, Martin Semmelrogge und viele andere wunderbare Schauspielerinnen und Schauspieler werden im Sommer in Bad Hersfeld auftreten.

Ronny Miersch wird die Hauptrolle Josef K. in DER PROZESS spielen. Intendant und Regisseur Joern Hinkel ist froh, dass Ronny Miersch die Rolle trotz seiner vielen Theater-Engagements übernehmen wird: „Ronny Miersch habe ich zum ersten Mal im Schauspielhaus in Bochum auf der Bühne gesehen und war sofort fasziniert von seiner Präsenz. Mit vollkommener Ernsthaftigkeit spielte er da die komischsten Szenen.“

Marianne Sägebrecht, die nicht zuletzt auch durch Hollywood-Produktionen wie DER ROSENKRIEG mit Michael Douglas und Danny DeVito bekannt wurde, wird in DER PROZESS die Rolle der Haushälterin Frau Grubach übernehmen.

Franz und Willem verhaften in DER PROZESS Joseph K.. Markus Majowski spielt Willem. Er wurde durch die Sat.1-Comedy-Serie DIE DREISTEN DREI bekannt, spielte aber auch sechs Jahre lang an der Seite von Ulrich Mühe in DER LETZTE ZEUGE (ZDF) und in Bad Hersfeld zuletzt in DIE 39 STUFEN. Thomas Maximilian Held übernimmt die Rolle des Franz. Ihn kennt das Publikum aus sieben Staffeln SECHSERPACK und vielen anderen TV-Produktionen wie LENA - LIEBE MEINES LEBENS, HELEN DORN, DER HELDT, DER LETZTE BULLE oder SCHILLERSTRASSE (mit Jürgen Vogel).

Thorsten Nindel ist spätestens seit seiner Rolle als Zorro in der LINDENSTRASSE bekannt. Er ist in DER PROZESS der Maler Titorelli.

Ingrid Steeger wird in DER PROZESS als Gretchen Montag auftreten. Bekannt wurde sie durch Michael Pfleghars Kult-TV-Serie KLIMBIM. Seitdem spielte sie viele TV- und Theaterrollen.

Auch FUNNY GIRL, das neue Musical des Sommers 2019, ist hochkarätig besetzt. Bühnen-Star Katharine Mehrling wird Fanny Brice und Alen Hodzovic wird Nick Arnstein spielen.

Die Rolle des Florence Ziegfeld jr. übernimmt Heinrich Schafmeister. Die größte Popularität erlangte er durch seine Darstellung des Sängers Erich A. Collin im Kinofilm COMEDIAN HARMONISTS, für die er auch den Bayerischen Filmpreis bekam. Dem Fernsehpublikum ist er vor allem als der treue WILSBERG-Freund Manni Höch oder auch als Vater in der erfolgreichen Kinderserie WIE ERZIEHE ICH MEINE ELTERN bekannt.

Karsten Speck spielt Martin in A LONG WAY DOWN nach dem Roman von Nick Hornby in der Bühnenfassung von Bettina Wilts und der Regie von Christian Nickel.


Im Bild: Marianne Sägebrecht, Ronny Miersch, Thorsten Nindel und Markus Majowski auf der "Anklagebank" im Gerichtsaal. Sie kamen zur Pressekonferenz im Amtsgericht Bad Hersfeld, in der Intendant Joern Hinkel das Ensemble vorstellte. 


(c) BHF/ Karsten Socher

Mehr Namen, Rollen und ausführliche Biografien finden Sie unter „Ensemble“.

 


Noch ein großer Name: Dieter Laser in DER PROZESS

12.04.2019

Neben Ronny Miersch Marianne Sägebrecht, Ingrid Steeger, Thorsten Nindel, Markus Majowski, Thomas Maximilian Held, Corinna Pohlmann und anderen wird auch Dieter Laser in DER PROZESS der 69. Bad Hersfelder Festspiele auftreten.

„Dieter Laser sah ich in den achtziger Jahren zum ersten Mal auf der Bühne, in einer Inszenierung von Rudolf Noelte, und wusste sofort: das ist ein ganz großer Schauspieler!“, sagt Festspiel-Intendant und Regisseur Joern Hinkel. „Ich war so gebannt von seiner kompromisslosen Darstellung, dass ich sie bis heute im Gedächtnis habe. Selten ist mir ein Schauspieler begegnet, der sich seine Rollen so radikal aneignet.“
Dieter Laser ist über das Angebot, in der Stiftsruine aufzutreten, glücklich: „Ich freu’ mich wahnsinnig, das erste mal an einem historisch so bedeutsamen Ort der Theatergeschichte wie Bad Hersfeld zu spielen. Ich bin total begeistert, mit einem von mir so hoch geschätzten, hoch professionellen und liebevollen Regisseur wie Joern Hinkel an einem so umwerfend komischen, geheimnisvollen und tragischen Stoff des hoch verehrten Franz Kafka zu arbeiten. Schöner kann ein Sommer nicht werden.“

Laser spielt in Joern Hinkels Fassung von Kafkas PROZESS für die Bad Hersfelder Festspiele den Advokaten Huld. Er gilt als der beste Anwalt der Stadt, die Prominenten stehen bei ihm Schlange, alle wollen sich von ihm verteidigen lassen, beeindruckt durch seine Redegewandtheit und Intelligenz, und merken viel zu spät, dass sie womöglich einem Schaumschläger aufgesessen sind, der mit möglichst wenig Zeitaufwand möglichst viel Profit für sich herausschlägt.

„Dieter Laser ist mit seiner raumgreifenden Persönlichkeit genau der Schauspieler, den ich mir für Huld vorgestellt habe“, meint Joern Hinkel. „Er ist in der Lage, Charaktere zu verkörpern, die ihren Mitspielern geheimnisvoll und verschlossen bleiben, deren Emotionen aber die Zuschauer geradezu anspringen.“

Dieter Laser spielte in 68 Deutschen und Internationalen Film- und Fernsehproduktionen mit Jürgen Prochnow, Bruno Ganz, Burt Lancaster, Julie Christie, John Malkovich, Glenn Close u.v.a..

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EMIL UND DIE DETEKTIVE in der Stiftsruine

13.03.2019

Erich Kästners wunderbare Geschichte wird ab dem 11. August als Musical für kleine und große Zuschauer ab 5 Jahren gezeigt.

„Parole Emil“ heißt es dann in der Stiftsruine. Denn nachdem Emil auf der Zugfahrt aus der heimatlichen Kleinstadt nach Berlin Geld gestohlen wurde, versucht er auf eigene Faust, den Dieb zu finden.

Auf seiner Suche lernt er Gustav mit der Hupe kennen. Der trommelt Freundinnen und Freunde zusammen. Gemeinsam gehen die Kinderdetektive nun auf die Spur des Täters.

Intendant Joern Hinkel inszeniert die spannende Geschichte nach dem Kinderbuch von Erich Kästner mit Kindern und Jugendlichen aus Bad Hersfeld, Mitgliedern des Vereins Sommernachtsträumer e.V. und Schauspielerinnen und Schauspielern der 69. Bad Hersfelder Festspiele.

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FUNNY GIRL und HAIR sind die Musicals des Sommers

05.11.2018

 

Das Musical FUNNY GIRL feiert am 12. Juli 2019 Premiere. Stefan Huber (zuletzt hat er TITANIC mit riesigem Erfolg in Bad Hersfeld inszeniert) bringt die Geschichte der Fanny Brice auf die Bühne der Siftsruine: Die Entwicklung eines unscheinbaren Mädchens zu einem Star, vom hässlichen Entlein zum Broadway-Schwan. Alle Träume scheinen in Erfüllung zu gehen. Eine große Karriere, ein wunderbarer Mann – der sich dann aber als ruinöser Spieler entpuppt ...

Viele kennen die Geschichte und die Songs aus FUNNY GILR aus den Filmen mit Babara Streisand und wissen: mitreißende Songs wie PEOPLE, eine berührende Story aber auch bissiger Humor erwartet sie im kommenden Sommer. In Bad Hersfeld spielt die wunderbare Katherine Mehrling die Hauptrolle und auch die musikalische Leitung von Christoph Wohlleben und das Live-Orchester garantieren wieder höchste Qualität.

Und auch das Musical HAIR, inszeniert von Erfolgsregisseur Gil Mehmert, war im letzten Sommer ein riesiger Erfolg und komplett ausverkauft. HAIR wird noch einmal gezeigt (Premiere: 16. August 2019); auch in 2019 erklingen Songs wie LET THE SUNSHINE IN, AQUARIUS und GOOD MORNING, STARSHINE in der Stiftsruine.

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Die HZ-Matinee mit ersten Einblicken

17.06.2019

in die Inszenierungen des Sommers 2019 hat am Sonntag, den 23. Juni in der ausverkauften Stiftsruine statt gefunden.

Zwei Wochen vor der Eröffnung der 69. Bad Hersfelder Festspiele am 5. Juli mit dem Festakt um 18 Uhr und der Premiere von DER PROZESS mit Ronny Miersch, Marianne Sägebrecht, Dieter Laser, Markus Majowski, Thomas Maximilian Held, Thorsten Nindel, Jürgen Hartmann, Corinna Pohlmann, Ingrid Steeger, Mathias Schlung, Maria Radomski, Günter Alt, Nicole Sydow und Lou Zöllkau fand die traditionelle HZ-Matinee statt.

Regisseure und Schauspieler standen Rede und Antwort zu Ihren Inszenierungen und haben erste Szenen gezeigt.  

Das Publikum war begeistert!

 

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Hessentag - Der Blick hinter die Kulissen

07.05.2019

FESTSPIELFIEBER 

- das löst der Blick hinter die Kulissen der Bad Hersfelder Festspiele während des Hessentages garantiert aus. Stehen Sie endlich einmal selbst auf einer der schönsten Bühnen Deutschlands. Machen Sie einen Rundgang auch hinter und unter die Bühne. Erleben Sie die Besonderheiten dieses wunderbaren Spielortes.

Sehen Sie Kostüme, Requisiten und Masken aus den Original-Produktionen der Bad Hersfelder Festspiele. Ein spektakulärer Film über die 69-jährige Geschichte des berühmten Theaterfestivals und ein Besuch in der Festspielausstellung im Museum direkt an der Stiftsruine runden das Bild ab und sind Teil des Erlebnisses. (Eintritt frei)

TAG DER OFFENEN TÜR

an den Samstagen (8. und 15. Juni) in der Stiftsruine/ Der Eintritt ist frei

Während Sie an den FESTSPIELFIEBER-Tagen einen Rundgang über und hinter die Bühne machen, erleben Sie an den TAGEN DER OFFENEN TÜR eine moderierte Show in der Stiftsruine. Unsere Chefdramaturgin Dr. Bettina Wilts führt durch das Programm.

Sie sehen im Laufe des Nachmittags auch eine Probe der Neuproduktion DER PROZESS (18 Uhr), das Schauspiel von Intendant Joern Hinkel nach Franz Kafka oder Sie erleben, wie eine Szene des Musicals FUNNY GIRL (14 Uhr) geprobt wird.

Auf der Bühne werden aber auch die stehen, die sonst hinter der Bühne arbeiten. Kostüm- und Maskenbildner, Ton- und Lichtspezialisten, Bühnenmeister und Requisiteure werden den Moderatoren Rede und Antwort stehen und ihre Arbeit zeigen.

Alle zwei Stunden beginnen die exklusiven und frühen Einblicke in die Neuproduktionen.  

Nach den Shows können die Besucher ebenfalls einen Rundgang über und hinter die Bühne machen.

Mehr informationen, alle Termine und die Öffnungszeiten des Ticket-Services während des Hessentages finden Sie hier:

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ABSCHLUSSGALA mit Katherine Mehrling

13.03.2019

und dem Ensemble & dem Orchester der Bad Hersfelder Festspiele am Sonntag, den 1. September 2019 in der Stiftsruine Bad Hersfeld

In den vergangenen Spielzeiten hat sich die Abschluss-Gala zum Publikums-Renner entwickelt: Die Zuschauer erleben die Stars der Festspiele von einer völlig anderen Seite: ganz nah und persönlich.

In diesem Jahr sehen den Berliner Bühnen-Star Katharine Mehrling gemeinsam mit Schauspielern, Sängern und Tänzern des Festspiel-Ensembles. Sie singen Lieblings-Songs, vom Chanson über Jazz-Standards bis hin zu Rock und Pop.

Das Konzert beendet die Festspielsaison wieder mit einem spektakulären Feuerwerk in der Apsis der Stiftsruine.

Weitere Infos und Tickets

 


Samuel Koch, Christian Nickel u.a. Nachts im Museum

15.03.2019

Und NACHTS IM MUSEUM heißen auch die neuen Angebote der Bad Hersfelder Festspiele in den Gebäuden direkt an der Stiftsruine.

Sie sehen zum Beispiel Samuel Koch und Robert Lang in EIN BERICHT FÜR EINE AKADEMIE von Franz Kafka 
im Kapitelsaal im Museum an der Stiftsruine.

Christian Nickel liest aus BRIEF AN DEN VATER von Franz Kafka.

NACHTEULEN
 ist die Festspiel-Late-Night-Show im Museum überschrieben.
Gastgeber Dominic Mäcke lädt Samstagabend immer andere Schauspieler, Sänger und Musiker der Festspiele nachts ins Museum ein! Die Bar ist eröffnet! Es wird gesungen, getalkt, improvisiert, rezitiert. Tauchen Sie mit uns ein ins Nachtleben, erleben Sie die NACHTEULEN in skurrilen, herzzerreißenden, komischen, ganz persönlichen Geschichten, Gedichten und Liedern. Lernen Sie unsere Künstler im „Wohnzimmer“ auf dem Sofa näher kennen, in tiefsinnigen oder banalen Gesprächen.

Ein Höhepunkt wird mit Sicherheit auch NIPPLEJESUS von Nick Hornby in der Inszenierung von Bettina Wilts in der Kapelle im Museum.
Dave, ehemals Rausschmeißer in einem Nachtclub arbeitet als Wärter im Museum. Dort wird ein Kunstwerk mit dem Titel NippleJesus gezeigt. Von weitem sieht man eine Darstellung des gekreuzigten Heilands, aus der Nähe ist es eine Collage von Bildern, ausgeschnitten aus Pornoheften. Das Kunstwerk heizt eine wüste Debatte an. Dave, der mit Kunst bisher wenig am Hut hatte, beschäftigt sich damit und verteidigt plötzlich „sein“ Kunstwerk ...

Alle Informationen und Termine finden Sie unter Programm auf dieser Homepage.

Im Bild: Samuel Koch und Robert Lang © Robert Schlttko

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Landkreis fördert die Bad Hersfelder Festspiele großzügig

10.04.2019

In der Stiftsruine hat der Bühnenaufbau begonnen, die Kreisstadt Bad Hersfeld rüstet sich für die 69. Festspiele. Passend dazu hat der Landkreis im aktuellen Haushalt seine Förderung für die Festspiele deutlich erhöht - von 20.000 Euro auf 200.000 Euro. Den Bescheid übergab Landrat Dr. Michael Koch jetzt in Wiesbaden an Bürgermeister Thomas Fehling und Intendant Joern Hinkel.

„Der gesamte Kreis profitiert kulturell und wirtschaftlich von den Bad Hersfelder Festspielen, nicht nur die Kreisstadt selbst“, erklärt Landrat Koch die Intention des Kreisausschusses. „Wir wollen den Festspielen etwas zurückgeben“, so Koch, „deshalb halte ich es für angemessen, die Festspielförderung zu erhöhen.“ Die Mitglieder des Kreistags haben dem im Rahmen der Haushaltsberatungen Ende des Jahres mit großer Mehrheit zugestimmt.

„Die Bad Hersfelder Festspiele tragen ganz wesentlich zur kulturellen Identität der gesamten Region bei. Die Festspiel-Förderung durch den Landkreis bestätigt meine Mitarbeiter und mich in unserem Bemühen, die Festspiele in der Region zu verankern und gleichzeitig Besucher aus ganz Deutschland und über die Landesgrenzen hinaus zu einem Besuch in der Region zu bewegen", freut sich Intendant Joern Hinkel. Anerkennende Wort findet Hinkel für den Landrat persönlich: "Dr. Michael Koch hat sich für die Aufstockung der Förderung für die Bad Hersfelder Festspiele durch den Landkreis eingesetzt, und dafür gilt ihm mein ganz besonderer Dank."

„Die ökonomische und mediale Wirkung der Festspiele geht deutlich über Bad Hersfeld hinaus“, argumentiert auch Bad Hersfelds Bürgermeister Thomas Fehling: „Wir freuen uns sehr, dass der Landkreis als langjähriger Partner der Festspiele dieser Bedeutung für die Nachbargemeinden durch seine deutlich erhöhte finanzielle Unterstützung Rechnung trägt.“

Auch in Wiesbaden weiß man um die Bedeutung der Festspiele, das Land Hessen unterstützt das Theaterereignis ebenfalls. Das loben auch die beiden regionalen Landtagsabgeordneten der schwarz-grünen Regierung. Lena Arnold (CDU): „Der ländliche Raum kann auch Kunst und Kultur! Darauf bin ich stolz und freue mich, dass die Landesregierung ihre weitere Unterstützung noch einmal bekräftigt hat."
Das sieht auch ihre Grünen-Kollegin Kaya Kinkel so: „Die Bad Hersfelder Festspiele sind etwas ganz besonderes und eine wichtige kulturelle Institution in Hessen. Für unseren Landkreis haben sie eine besondere Bedeutung. Für die Menschen vor Ort, die nicht weit fahren müssen, um außergewöhnliche Inszenierungen anzuschauen, aber auch durch Besucherinnen und Besucher aus der Ferne, die unsere wunderbare Region kennenlernen."

Neben der Kreisstadt als Veranstalter profitieren vor allem Hotellerie, Gastronomie, Einzelhandel, Verkehrsbetriebe und Betreiber touristischer Sehenswürdigkeiten in der Region von den Festspielen. Eine Rentabilitäts-Studie, die die Festspiele in Auftrag gegeben hatten, zeigt zudem, wie stark nicht nur die Stadt, sondern auch der Landkreis von den Festspielen profitieren. Die Studie belegt, dass die touristischen Einnahmen die investierten Fördermittel um ein Vielfaches übersteigen.


DER PROZESS und SHAKESPEARE IN LOVE im Sommer 2019

05.11.2018

Zwei hochkarätige Schauspiele erwarten Sie im kommenden Sommer in der Stiftsruine.

Joern Hinkel inszeniert DER PROZESS von Franz Kafka - einen der ersten Psychothriller der Weltliteratur.

Er wird den PROZESS von Franz Kafka eigens für die riesige Bühne der Bad Hersfelder Stiftsruine bearbeiten: „Kafka ist ein lustvoller Beschwörer der kleinen Absurditäten des Alltags, ganz klar ein Vorbild für die peniblen Wortverwicklungen eines Loriot, für den schwarzen Humor der Coen-Brüder oder die surrealen Traumlandschaften eines René Magritte. Sein PROZESS ist ein Fest der Poesie des Scheiterns, ein Sammelsurium außergewöhnlicher Liebesszenen in leeren Gerichtssälen, dunklen Gängen, Nachbarszimmern, Büros und verwinkelten Küchenschränken, ein Zeremoniell des bürokratischen Irrsinns, ein schillerndes Panoptikum zärtlicher, hilfloser, finsterer, lebenshungriger Figuren und ein Plädoyer gegen die Verletzung der Grundrechte." sagt Joern Hinkel. 

SHAKESPEARE IN LOVE in der Regie von Antoine Uitdehaag hat das Publikum im Sommer 2018 amüsiert, berührt und überzeugt.  Wer es verpasst hat oder noch einmal sehen möchte, der wird sich freuen: SHAKESPEARE IN LOVE wird im kommenden Jahr (Premiere: 6. Juli 2019) wieder gezeigt.

Das Programm für Kinder, Jugendliche und die ganze Familie und die Inszenierung im Schloss Eichhof wird demnächst bekannt gegeben.

Nutzen Sie den Frühbucherrabatt von 10 % bis zum 31. Dezember 2018 bei Sofortkauf von Karten für Schauspiele und Musicals auf nicht bereits ermäßigte Tickets.

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