Nachrichtenarchiv

Trauer um Dieter Wedel

20.07.2022

,,Mit großer Bestürzung haben wir erfahren, dass unser ehemaliger Intendant Dieter Wedel verstorben ist. Die Bad Hersfelder Festspiele haben seinem leidenschaftlichen Einsatz und Mut sehr viel zu verdanken. Ihr Ansehen in der Theater- und Festspiellandschaft ist auf sein Ringen um künstlerische Qualität, zeitgemäße Themen verbunden mit hohem Unterhaltungswert zurückzuführen. Er hat durch aufsehenerregende Inszenierungen, neue Stückentwicklungen, die Erschließung des Stiftsparks als Foyer im Grünen, die neue Bestuhlung im Zuschauerraum und prominent besetzte Schauspielensembles bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt.
Seiner Familie gilt unser tiefstes Mitgefühl.“

(Joern Hinkel, Intendant der Bad Hersfelder Festspiele)


(c) BHF/ U. Zucchi


Hersfeldpreis für Goethe!, Robert Nickisch und Karla Sengteller

17.07.2022

Der Große Hersfeldpreis 2022 geht an das Tanzensemble des Musicals „Goethe!“ von Gil Mehmert (Buch und Regie), Martin Lingnau (Musik) und Frank Ramond (Songtexte) in der einfallsreichen Choreographie von Kim Duddy und Dance Captain Jurriaan Bles.

Die Tänzerinnen und Tänzer stellen mit ihrer jungen Bewegungssprache und ansteckender Energie buchstäblich den Erfolg der Produktion „auf die Beine“.

Kraftvoll, leidenschaftlich, aber zugleich mit großer Präzision, karikieren sie Juristen ebenso wie Jäger, Fabelwesen oder Studenten. Atemberaubend schnelle Kostümwechsel und akrobatische Körperbeherrschung ermöglichen es ihnen, in großen Ensemblebildern und mit individuellen Akzenten das prägende dramatische Element zu werden.

 Mit dem Großen Hersfeldpreis werden Darstellerinnen und Darsteller ausgezeichnet, die die weiträumige Bad Hersfelder Festspielstätte in Spiel und Sprache beherrschen und die sich in ihr als rollenausschöpfende Schauspielerpersönlichkeiten erweisen. Der erste Preisträger war im Jahr 1962 Hans Caninenberg. 

Der Hersfeldpreis 2022 wird verliehen an Robert Nickisch als Quasimodo und Karla Sengteller als Ziege Djali in Joern Hinkels Inszenierung und Bühnenfassung von „Notre Dame“ nach dem Roman von Victor Hugo.

In ihren mehr oder minder stummen Rollen erzeugen sie große Glaubwürdigkeit und beeindruckende Bühnenpräsenz. Als Außenseiterfiguren ziehen Robert Nickisch und Karla Sengteller die Blicke und Anteilnahme auf sich. Die Schicksale des Glöckners und der Gefährtin Esmeraldas berühren durch das körperliche Spiel und die Emotionalität der beiden Darsteller.

Der Hersfeldpreis wird an Darstellerinnen und Darsteller vergeben, die sich durch ihre Leistung profiliert haben, wobei die Auszeichnung insbesondere den Nachwuchs-Schauspielern und/oder für „beste Nebenrolle“ zuerkannt werden soll. Der Hersfeld Preis wurde 1969 zum ersten Mal vergeben: Albert Hormann erhielt ihn. 

Im letzten Jahr ging der Große Hersfeldpreis an Götz Schubert. Er erhielt ihn für seine Darstellung des Lehrers John Keating in Joern Hinkels Inszenierung der Bühnenfassung des Filmklassikers „Der Club der toten Dichter“. Mit seiner ersten Rolle in der Stiftsruine wurde er zur prägenden Figur der 70. Bad Hersfelder Festspiele - so die Jury. Der Hersfeldpreis 2021 wurde an Till Timmermann als Neil Perry und Nico Kleemann als Todd Anderson in „Der Club der toten Dichter“ verliehen. Den jungen Schauspielern gelang bei ihrem Hersfeld-Debüt die differenzierte Darstellung zweier unterschiedlicher Charaktere auf dem Weg zur Selbstfindung befand die Jury.

Die undotierten Hersfeldpreise werden seit 1961 von der Stadt Bad Hersfeld und der Gesellschaft der Freunde der Stiftsruine e.V. alljährlich vergeben. Eine unabhängige Jury entscheidet über die Vergabe der Preise. Die Hersfeldpreis-Jury: Bettina Fraschke (HNA), Marion Schwarzmann (z.B. Die Deutsche Bühne), Thomas Kobbe (WLZ), Hermann Diel (HR) und Pit Rampelt (ZDF).

 


Goethe! - Das Musical mit neuem Schwung

14.07.2022

Das Musical „Goethe!“ wurde im letzten Jahr vom Publikum gefeiert: Es gab sogar Fans, die sechs Mal in die Vorstellungen gingen. In diesem Jahr wird es noch einmal spannend, denn Regisseur und Autor Gil Mehmert startet (ab 15. Juli in der Stiftsruine) mit einem neuen Traumpaar in den Hauptrollen in die neue Festspielsaison. 

Iréna Flury spielt in diesem Jahr die Lotte an der Seite von Philipp Büttner, der erneut als junger Goethe brilliert. Auch Jonas Hein ist neu im Ensemble. Gil Mehmert: „Unser Musical GOETHE! bekommt durch die Neubesetzungen der Musicalstars Iréna Flury als Lotte und Jonas Hein als Wilhelm natürlich noch einmal einen neuen Schub, aber insbesondere die nun mögliche Pause tut der Wiederaufnahme ausgesprochen gut, da zwischen den beiden rasanten Teilen nun eine Zäsur für das nötige Durchatmen bei diesem intensiven Abend sorgt.“

Iréna Flury die zuletzt auch durch ihre Hauptrolle bei den Vereinigten Bühnen Wien in „I Am from Austria“ ein riesiges Publikum erreichen konnte, verkörperte auch die Rolle der Maria in Gil Mehmerts Magdeburger Open-Air- und der Dortmunder Opernproduktion von „West Side Story“. Gil Mehmert: „Das war  stimmlich und darstellerisch eine absolute Hollywood-Besetzung.“ Sie hat nicht nur in ihren vielen Musical-Rollen überzeugt: Mit „Wait until Dark“ feierte sie 2020 in den USA ihr Schauspieldebüt am Lakeshore Player Theatre in Minnesota. Iréna Flury ist außerdem regelmäßig im österreichischen und deutschen Fernsehen zu sehen, zum Beispiel in der ORF Serie „Die Detektive“, in „Soko Kitzbühl“, in „Der Winzerkönig“ oder auch im israelisch-österreichischen Kinofilm „Das Testament“.

Neu im Ensemble ist in diesem Sommer auch Jonas Hein als Wilhelm Jerusalem. Jonas Hein spielte direkt nach dem Abschluss seines Studiums schnell in vielen Musicals und wurde einem Millionen Publikum dann 2012 durch die Teilnahme an der TV-Musikshow „The Voice Of Germany“ bekannt. 

Er war in „The Rocky Horror Show“ in Magdeburg zu sehen, spielte in „Hello Dolly“ am Grenzlandtheater Aachen, er war Quasimodo in Disney's „Der Glöckner von Notre Dame“ im Stage Apollo Theater Stuttgart, Jacob Grimm in der Uraufführung von „Jacob & Wilhelm“ in Hanau  - um nur einige seiner vielen Rollen zu nennen. Zuletzt trat in der Uraufführung von „Knockin' On Heaven's Door“ am Stadttheater Fürth und in „Jane Eyre“ am Theater Nordhausen auf.

„Goethe!“ – das Musical von Gil Mehmert (Buch und Regie), Martin Lingnau (Musik), Frank Ramond (Song-Texte) erzählt die Liebe des Dichters zu Charlotte Buff und den Beginn seiner Karriere. Die Premiere findet am 15. Juli 2022 in der Stiftsruine in Bad Hersfeld statt. Mit Iréna Flury und Philipp Büttner werden erneut weitere bekannte und beliebte Musicaldarsteller*innen singen und tanzen: Christof Messner, Rob Pelzer, Karen Müller, Detlef Leistenschneider, Mischa Mang, Pascal Cremer, Florian Minnerop, Loek Meijer, Claudio Gottschalk-Schmidt, Jurriaan Bles, Inga Krischke, Claudia Artner und Marije Louise Maliepaard. Neu hinzu kommen sind neben Iréna Flury und Jonas Hein auch Anton Schweizer und Maja Sikora als Studenten und in weiteren Rollen. 

Inzwischen ist auch die Doppel-CD „Goethe!“ erschienen und u.a. im Ticket-Service der Bad Hersfelder Festspiele für 20 Euro erhältlich. Zu hören sind 31 Titel, die im letzten Sommer in der Stiftsruine aufgezeichnet wurden.

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Volpone im Schloss Eichhof noch bis 11. August

09.07.2022

„Wenn Sie wüssten, was das für ein Spaß ist, die habgierigen Erbschleicher zu prellen ...“ sagt der gewitzte Mosca, Diener des nicht minder gerissenen Volpone und zieht fortan die Fäden in einem rasanten Spiel um Geld und Gier. Bis zum 11. August kann man "Volpone" noch sehen!

Den großartigen Spaß auf der Bühne des Schlosses Eichhof inszeniert Christine Bossert mit einem brillanten Ensemble um Simon Mazouri als Volpone und Manuel Struffolino als listigen Diener Mosca in den Hauptrollen. 

„`Volpone´ ist ein großartiger Theaterspaß aus dem 17. Jahrhundert und passt wunderbar in die Kulisse des schönen Schlosses,“ sagt Christine Bossert. „Das bitterböse und komische Spiel um die Gier nach Geld und Reichtum ist und bleibt aktuell und zeitlos: `Geld ist geil´, würde man heute wahrscheinlich sagen. Die Demaskierung der Speichellecker und unterwürfigen Erbschleicher ist nicht nur urkomisch, sondern regt auch zum Nachdenken an,“ so die Regisseurin, die auch Leiterin des Künstlerischen Betriebsbüros der Bad Hersfelder Festspiele ist.

Das wilde und bunte Spiel beginnt damit, dass Volpone, der Fuchs beschließt, seinen Reichtum zu mehren. Er stellt sich todkrank und lässt verbreiten, dass es ein Testament gibt, aber keinen Erben! Der Name eines Freundes oder einer Freundin als Begünstigte*r muss noch eingesetzt werden. Und schon geben sich nach und nach „Freunde“ und „Freundinnen“ die Klinke der Tür zum vermeintlichen Krankenzimmer in die Hand, um Volpones Gunst mit Geschenken zu gewinnen - immer gelenkt vom listigen Diener Mosca. Gold und Silber schleppen Frau Rabe (Wibke Frost), Herr Geier (Mathias Renneisen) und Herr Krähe (Marius Marx) an – und Herr Krähe geht sogar so weit, dass er seine junge Frau Celia anbietet. Nur Leo, der Sohn von Frau Rabe (Chris Swientek), spielt nicht so richtig mit, denn seine Mutter will ihn enterben, um Volpone zu beschenken. Er sorgt dafür, dass Volpone vor dem Richter (Hennig Kallweit) landet - aber was zählt die Gerechtigkeit schon, wenn es um Geld geht? Und weiter hecheln alle danach, die Alleinerben Volpones zu werden, der sich schließlich tot stellt, um das neidische Gezänk all derer mitzuerleben, die er betrogen hat ...

In der Tragödie wird bekanntlich gestorben; in der Komödie darf man sich vom Happy End niemals täuschen lassen. Zwar wird Volpone zum betrogenen Betrüger, aber Mosca ist, wie er selbst sagt, zum „gelehrigen Schüler“ geworden ...

Der Autor der Komödie „Volpone“, Ben Jonson (1572-1637) führt uns in einen zivilisierten Zoo der Habgier und Heuchelei. Er gilt nach Shakespeare (1564-1616) als bedeutendster der Autoren seiner Zeit, der vor allem durch die beiden Gaunerkomödien „Volpone“ und „Der Alchemist“ berühmt wurde. Volpone spielt wie Shakespeares „Kaufmann von Venedig“ in der damaligen Hauptstadt des Handels und damit auch des Betrugs; aber bei Jonson sind die Figuren an die antike Tierfabel angelehnt und in ein viel grelleres Licht gerückt. 

Das nimmt auch die Bühnen- und Kostümbildnerin Ulrike Reinhard wunderbar auf und spielt damit. Die Kostüme zitieren und parodieren mit angedeuteten Reifröcken und phantasievollen Perücken Jonsons Zeit und spielen mit grellen Farben, die den Figuren zugeordnet werden; Mosca erscheint in grünem Kostüm mit passender Perücke, Frau Rabe trägt Rosa und Pink, Frau Krähe erschient in Gelb – um einige Beispiele zu nennen.

Die Zuschauer können sich also auf ein rasantes, buntes und tierisches Vergnügen mit Tiefgang freuen.

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Notre Dame wurde begeistert aufgenommen

04.07.2022

"Notre Dame" in der Regie von Joern Hinkel mit wunderbaren Darstellern wie Richy Müller, Cathrine Sophie Dumont, Robert Nickisch, Anouschka Renzi, Thorsten Nindel und vielen anderen hat das Publikum begeistert.

Auch viele Kritiker waren voll des Lobes:

hessenschau.de

„Altes Gemäuer, neues Gewand: Die Stiftsruine wird zum Start der Bad Hersfelder Festspiele mit technischer Magie verzaubert. Die Uraufführung von "Notre Dame" gelingt – die Themen des Klassikers sind aktueller denn je.“ 

„Viel Applaus spendeten die knapp 1.300 Gäste in der fast vollbesetzten Stiftsruine für die gelungene und vor allem atmosphärisch dichte und eindringliche Inszenierung von "Notre Dame". Intendant und Regisseur Hinkel zeigte den Klassiker aus der Weltliteratur in einer ansprechenden modernen Fassung. Vor allem die neuen Technik-Highlights überzeugten, die so in der Festspiel-Geschichte noch nie zu sehen waren.“

ZDF heute

„Schwerer Stoff, der aber wie gemacht scheint für die alter Klosterruine“... „Prominent die Besetzung, den bösen Priester Claude Frollo spielt Richy Müller“ … „Notre Dame‘ spielt Ende des 15. Jahrhunderts – eine Zeitenwende wie heute. Vielleicht wirkt das Stück von Victor Hugo auch deshalb bedrückend aktuell.“

HR3 und HR4

„Computergesteuerte Projektionen lassen die Wände der Stiftsruine scheinbar erbeben und in Flammen aufgehen – das Publikum ist begeistert.“

HR2 Kultur, Frühkritik

Dort wurde das Stück als sehr sehenswert eingestuft. Die Stiftsruine sei der perfekte Rahmen für das Stück ,,Notre Dame“, das Mapping sei beeindruckend. Die Schauspielerische Leistung wurde gelobt, dabei Robert Nickisch als Quasimodo sogar als preisverdächtig bezeichnet. 

Deutsche Presseagentur dpa/ erschienen in sehr vielen Zeitungen in ganz Deutschland

Unter der Überschrift „Notre Dame ‘ in Bad Hersfeld gefeiert“ heißt es:

„Mit dem Stück "Notre Dame" sind die Bad Hersfelder Festspiele in ihre 71. Spielzeit gestartet. Gekonnt hält die Inszenierung der Gesellschaft den Spiegel vor.“ 

„Das diesjährige Eröffnungsstück «Notre Dame» der Bad Hersfelder Festspiele wirft große Fragen des Menschseins auf in einer Zeit, in der Solidarität und gesellschaftlicher Zusammenhalt nötiger denn je sind. Zur Premiere am Freitagabend gibt es viel Beifall für die Inszenierung von Intendant Joern Hinkel und das Ensemble um «Tatort»-Star Richy Müller und Anouschka Renzi, auch Jubelrufe mischen sich in den Applaus.“

FAZ

„Das scheinbar Unmögliche ist gelungen. An vielen Stellen gut, an manchen sogar hervorragend. Der Trick des Regisseurs Hinkel besteht darin, den Fortgang der zuweilen komplizierten Handlung von wechselnden Erzählern in Originalsätzen Hugos vortragen zu lassen, wobei diese Erzähler sich oft sekundenschnell in Darsteller verwandeln und damit vom Berichten ins Spielen wechseln. Nach und nach nimmt die Geschichte Fahrt auf, wird immer dichter und läuft nach der Pause auf einen optischen und dramatischen Höhepunkt zu, den Angriff des Pöbels auf die Kathedrale von Paris.“ ...

„Von den vielen Darstellern, die wie Günter Alt als Richter und Bettlerkönig auch in Nebenrollen hinreißende Auftritte hinlegen, seien Nickisch als Quasimodo und Oliver Urbansky als Phöbus hervorgehoben. Nickisch gelingt es, den menschlichen Kern in dem scheinbar tierhaften Glöckner freizulegen, während Urbansky den dumm-arroganten Widerling Phöbus herrlich aasig spielt. Besonders auffällig war zudem der kluge Einsatz der Musik, die Stimmungen verstärkt und die Wahrnehmung des Publikums an wichtigen Stellen lenkt.“

Frankfurter Rundschau

„Im Detail gelingt vieles: eine bunte Szenenfolge, bei der die Kostüme von Daniela Selig nicht zu eindeutig festlegen, wann und wo das alles geschieht. Auch die Vermeidung des Z-Worts (das nur ein paar dummen Gänsen aus der besseren Gesellschaft in den Mund gelegt wird) trägt dazu bei, dass unter den Elenden und Beladenen eher eine Dreigroschenoper-Stimmung herrscht. Man sieht gut, wer hat und wer nicht hat, also Geld.“

„Das wirklich sehr große Ensemble: agil. Robert Nickisch ist der tüchtig schiefgewickelte Glöckner, Cathrine Sophie Dumont die liebliche Esmeralda, Karla Sengteller die hinreißende Ziege (die schönste stumme Rolle, die sich denken lässt). Mathias Schlung ist die ebenfalls integre Erzählerfigur, die sich begreiflicherweise übrigens ihrerseits vor allem in die Ziege verguckt. Oliver Urbanski ist der Mann, der es nicht wert ist (Phöbus). Der Stuttgarter Tatort-Ermittler Richy Müller schließlich muss sich als arger Frollo nicht gerade von seiner subtilsten Seite zeigen, man schaut ihm aber gerne zu, wie er finster über die Bühne huscht.“

Hersfelder Zeitung

Es sind die Bilder, die beeindrucken und in Erinnerung bleiben. Wenn zum Beispiel eine schwarz gekleidete Gestalt von hoch oben Esmeralda beim Tanzen zusieht. Oder wenn aus allen Ecken schräge Gestalten auf die Bühne geschlichen, gehumpelt oder gekrochen kommen. Vor allem aber ist es das grandiose Zusammenspiel der Mapping-Technik, die die Stiftsruine zu einer gotischen Kathedrale oder in einen heruntergekommenen Königspalast verwandelt, mit den vor dieser Kulisse agierenden Darstellern, das in Joern Hinkels Inszenierung von „Notre Dame“ immer wieder fasziniert.“

„Joern Hinkel und Tilman Raabke haben aus Victor Hugos Roman aus dem Jahr 1831 ein dichtes und vielschichtiges Theaterstück gemacht, das bei den Bad Hersfelder Festspielen seine Uraufführung erlebte und vom Publikum mit lang anhaltendem Beifall, Jubelrufen, Trampeln und zuletzt auch stehend gefeiert wurde.“

Fuldaer Zeitung

„Eine Welt im Umbruch, eine Gesellschaft fast ohne Empathie und eine Liebe, die in den Wahnsinn führt. Mit dem gewichtigen und bilderstarken Drama „Notre Dame“ wurden die diesjährigen Bad Hersfelder Festspiele eröffnet.“

„Die zeitlose Bedeutung des Klassikers holt Joern Hinkel, Intendant der Bad Hersfelder Festspiele und Regisseur des Eröffnungsstücks nun wieder hervor. Gemeinsam mit dem Dramaturgen Tilman Raabke destilliert er aus dem Buch ein Sittenportrait, das nur vordergründig historisch ist.“

„Grandios: die Bühne (Jens Kilian,) sie ist ein Konstrukt aus Käfigelementen, die je nach Bedarf in- und auseinander geschoben werden, die Kerker sind und Freudenhaus und immer wieder den Blick frei geben in die Apsis der Stiftsruine. Diese wird vor allem im zweiten Teil dank des gezielten und nicht zu dominant eingesetzten Mappings, also der Projektionen von Maximilian Pfisterer und Sheidan Zeinalov, zu unserer großen Dame von Paris.“

,,Der Glöckner steht nicht im Zentrum dieser Inszenierung. Und doch ist er derjenige bei dem das Publikum miteifert. Robert Nickisch gelingt mit seiner wuchtigen körperbetonten Darstellung eine Glanzleistung. Ja, der Glöckner mag hässlich sein. Aber einer jeden Gesellschaft stünde es gut zu Gesicht, sich mehr Menschen von seinem Schlag in ihrer Mitte zu wünschen, statt sie auszugrenzen, weil sie anders sind. Beim Schlussapplaus wurde Nickisch darum auch am meisten zugejubelt.“

Osthessennews

,,Action auf der Bühne, komödiantische Einlagen und grandios wechselnde visuelle Technik. Diese lässt die Stiftsruine in völlig neuem Licht erscheinen, das Bauwerk noch eindrucksvoller zur Geltung kommen und schafft Seh-Erlebnisse, die den Betrachter staunen lassen.“


Chimærium – lebende Installation im Stiftspark

04.07.2022

Tauchen Sie bereits vor den Vorstellungen von „Notre Dame“ in die Atmosphäre der Welt von Quasimodo, Esmeralda und allen anderen ein und Lassen Sie sich inspirieren. Im Park an der Stiftsruine läd das „Chimærium – eine lebende Installation“ mit phantastischen Wesen zum Rundgang ein. Der Stiftspark wird zu einer Art Jahrmarkt, der 90 Minuten vor den jeweiligen Vorstellungen zum Leben erwacht.

Das Theater ANU, das die Besucher der Festspiele und der Stadt Bad Hersfeld mehrfach mit phantasievollen und aufregenden Installationen und Inszenierungen begeistert hat, hat diese neue Welt im Stiftspark passend zu „Notre Dame“ geschaffen.

Victor Hugos Roman „Der Glöckner von Notre Dame“ und Joern Hinkels Inszenierung „Notre Dame“ in der Stiftsruine beginnen mit dem traditionellen Narrenfest, Das Volk tummelt sich auf den Plätzen und in den Gassen von Paris. Die Stände scheinen für einen Tag aufgehoben zu sein: Bettler spielen Könige, Aussätzige karikieren Geistliche ... Höhepunkt der Feierlichkeiten ist die Wahl zum Narrenpapst. Je hässlicher und skurriler die Bewerber, desto lauter das Geschrei der begeisterten Menge. Der entstellte und fast taube Glöckner von Notre-Dame Quasimodo wird zum Gewinner erklärt und als Papst verkleidet durch die Gassen getragen.
Angelehnt an diese Szene wird der Stiftspark mit dem „Chimærium – eine lebende Installation“ also zu einer Art Jahrmarkt. Dafür wurden fünf unterschiedliche Gehege und Käfige aufgebaut. Darin werden Wesen gezeigt, die der phantastischen Literatur genauso entspringen wie Mythologien aus aller Welt. 

In einem Mix aus Skulpturen, Bühnenräumen, Ausstellungsstücken, wissenschaftlichen Tafeln und Toncollagen entsteht der Eindruck einer Wandermenagerie wie sie auf den Jahrmärkten des 19. und frühen 20. Jahrhunderts zu sehen waren. Das Thema, das Victor Hugo in seinem Roman entwickelt, vom körperlich eingeschränkten Quasimodo, der zunächst beinahe wie ein Tier erzogen und gehalten wird, über Esmeraldas dressierte Ziege Djali bis hin zu den mystischen Skulpturen, die die Kathedrale Notre-Dame „bewohnen“, wird in der Erlebniswelt des Theaters ANU aufgegriffen, reflektiert, gespiegelt und vertieft.

Immer 90 Minuten vor Beginn der Vorstellungen von "Notre Dame" - also:
19.30 – 20.15 Uhr - "Notre Dame" um 21 Uhr
19 – 19.45 Uhr - "Notre Dame" um 20.30 Uhr

Die Chimären:
Nixe: Julia Heß (im Bild von Bille Behr)/ Karen Rémy
Affenmenschen: Joachim Götz, Christopher Seban
Menschenvögel: Sibylle Kramer-Siebert (Paradiesvogel), Heinz Vorbach (Rabe)
Hühnerfrau: Sieglinde Wenzel
Chickenboy: Stefan Rupprecht (in der Generalprobe und am Premierentag)/ Christopher Seban
Schweinefrau: Birgit Siepen
Löwenfrau: Renate Stübing
Hundemann: Jan Büchner
Kokons: Helge Thamm
Cyborg Q1: Harald Schnabel
Cyborg Q2: Jürgen Keilmann

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Festspiel-Eröffnung: Uraufführung Notre Dame

01.07.2022

„Notre Dame“ eröffnet die 71. Bad Hersfelder Festspiele und das Publikum erlebt die Stiftsruine ganz neu - so wie es sie noch nie in der über 70-jährigen Festspielgeschichte gesehen hat. „Ich denke schon seit vielen Jahren darüber nach, den Roman von Victor Hugo inBad Hersfeld auf die Bühne zu bringen“, sagt Festspiel-Intendant Joern Hinkel. Nun hat er gemeinsam mit dem Dramaturgen Tilman Raabke eine eigene Fassung des weltberühmten Romans „Der Glöckner von Notre-Dame“ unter dem Titel „Notre Dame“ auf die Bühne der Stiftsruine gebracht. Jeder Satz, der auf der Bühne gesprochen wird, stammt aus dem Roman und scheint unglaublich aktuell.

In „Notre Dame“ der Bad Hersfelder Festspiele gibt es mehrere Hauptperson. Quasimodo (Robert Nickisch) ist nicht der Einzige, der um die Liebe der geheimnisvollen Tänzerin Esmeralda (Cathrine Sophie Dumont) wirbt. Sein Gegenspieler, der Erzdiakon Claude Frollo (Richy Müller), gehört zu den interessantesten und widersprüchlichsten Charakteren der Literaturgeschichte. Auch der eitle Hauptmann Phöbus (Oliver Urbanski) und der erfolglose Dichter und Schauspieler Gringoire (Mathias Schlung) gehören zu den Bewerbern, jeder mit seinen ganz eigenen Interessen. „Wir haben die kühne, moderne Konstruktion des Romans mit all ihren Abschweifungen, ihren vielfältigen Verästelungen, ihren Zeitsprüngen und Perspektivwechseln und Victor Hugos mehr epische als dramatische Erzählweise in unsere Bühnenfassung einfließen lassen.“ 

Der Stoff habe ihn schon lange interessiert, so Joern Hinkel. Doch wie kann man ein solches Werk, das so eng mit der weltberühmten Kathedrale Notre-Dame in Paris verbunden ist, in der Stiftsruine zeigen? An dem Ort, an dem die älteste Glocke Deutschlands hängt, an dem seit über 70 Jahren Festspiele in einer der größten romanischen Kirchenruinen der Welt stattfinden? Dazu Joern Hinkel: „Ich habe lange gezögert, weil ich mich fragte, wie ich einer der Hauptdarstellerinnen des Romans, der gotischen Kathedrale Notre-Dame gerecht werden könnte.“ Mit Hilfe des sogenannten `Mapping´ ist das möglich. „Wir wollen zum ersten Mal eine Technik zum Einsatz bringen, die mit computeranimierten Projektionen arbeitet, die direkt auf die Architektur der Stiftsruine zugeschnitten sind. Das `Mapping´ macht es möglich, dass sich die historischen Sandsteinwände zu bewegen scheinen, dass plötzlich Steine aus dem Mauerwerk fallen oder das ganze Kirchenschiff in Brand steht. Wenn Sie so wollen: eine Fortführung der `Laterna Magica´ mit den Mitteln modernster Technik.“ Dieses Mapping wurde von Sheidan Zeinalov und Maximilian Pfisterer vom Stuttgarter Animationsstudio Frischvergiftung entworfen und gestaltet. 

Vor der Premiere heute, am 1. Juli gibt es in diesem Jahr nach der Corona-Pause auch endlich wieder einen Festakt um 18 Uhr und danach einen Roten Teppich - beides mit viel Prominenz.

 

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Mit der Familienkarte sparen: Der kleine Glöckner

23.06.2022

 

Wir möchten ausdrücklich darauf hinweisen, dass sich das Stück Der kleine Glöckner an Zuschauerinnen und Zuschauer ab 10 Jahren wendet. Für ein jüngeres Publikum ist die Inszenierung nicht geeignet, viele Szenen sind vermutlich unverständlich für Kinder, die nicht mindestens die vierte Klasse besuchen.


Die Familienkarte:

Richtig Geld sparen mit der Familienkarte! Zwei Erwachsene und zwei Kinder können damit die wunderbare Inszenierung "Der kleine Glöckner" besuchen und  zwischen 16 und 26 Euro sparen:

Preisgruppe Eins: 52,00 € (statt 78,00 €)
Preisgruppe Zwei: 44,00 € (statt 64,00 €)
Preisgruppe Drei: 36,00 € (statt 52,00 €)
jeweils für zwei Erwachsene und zwei Kinder; jedes weitere Kind kostet 5,00 €.

Die Familienkarte gilt für alle Nachmittagsvorstellungen und kann vor Ort im Ticket-Service am Markt in Bad Hersfeld und auch per Telefon oder Mail erstanden werden.

„Der kleine Glöckner“
für alle ab 10 Jahre

Joern Hinkel und Tilman Raabke bearbeiten und kürzen „Notre Dame nach Victor Hugos Roman passend für die ganze Familie und Schulklassen.

Auch in „Der kleine Glöckner“ werden Richy Müller, Cathrine Sophie Dumont, Robert Nickisch, Mathias Schlung, Anouschka Renzi, Jürgen Hartmann und alle anderen großartigen Schauspieler*innen auftreten die auch in „Notre Dame“ spielen. Die jungen Zuschauerinnen und Zuschauer erleben also das Ensemble und das Bühnenbild von „Notre Dame“ in einer gekürzten, kindgerechten Bearbeitung.  Intendant Joern Hinkel sagt zu seiner Fassung für die ganze Familie und junge Besucher: „Wir halten diese große Erzählung der Weltliteratur dafür besonders geeignet. Sie ist ein Plädoyer für einen respektvollen Umgang mit Andersdenkenden oder Menschen aus anderen Kulturkreisen, ein Plädoyer gegen jede Form von Rassismus und Ausgrenzung. Wir versuchen, die Geschichte im Sinne von Victor Hugo zu erzählen: als eine farbenfrohe, abenteuerliche, manchmal ausgesprochen gesellschaftskritische Geschichte über die außergewöhnliche Beziehung zwischen zwei Ausgestoßenen, der Tänzerin Esmeralda, die angeblich aus Ägypten stammt, und Quasimodo, der seit seiner Kindheit unter körperlichen Missbildungen leidet und den seine Arbeit als Glöckner von Notre-Dame beinahe taub gemacht hat.“ 

Der Titel bezieht sich also nicht darauf, dass die Kindheit von Quasimodo erzählt wird, sondern dass eine „kleinere“ bzw. „kürzere“, für ein jüngeres Publikum geeignete Fassung der Originalinszenierung „Notre Dame“ gezeigt wird. 

 


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Erste Einblicke in die aktuellen Produktionen

11.06.2022

Auch die traditionelle HZ-Festspiel-Matinee findet nach der Corona-Pause endlich wieder statt: am Sonntag, den 26. Juni ab 11:30 Uhr in der Stiftsruine!

Wie wird wohl die Uraufführung von Notre Dame? Was sehen Besucher ab dem 10 Lebensjahr in Der kleine Glöckner? Wie wird Volpone im Schloss Eichhof inszeniert? Was ändert sich in Der Club der toten Dichter und Goethe! nach den Umbesetzungen?

Die HZ-Matinee bietet Antworten und die Gelegenheit, erste Szenen aus den Festspiel-Produktionen dieses Sommers zu sehen. Intendant Joern Hinkel, Regisseure, Schauspieler und Musiker gewähren einen Einblick in ihre Probenarbeit. 

Moderiert wird die Veranstaltung von HZ-Geschäftsführer Markus Pfromm und HZ-Redaktionsleiter Kai A. Struthoff. 

Karten zum Preis von fünf Euro gibt es im Ticket-Service am Markt und auch online.

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Michael Rotschopf und Götz Schubert in Der Club der toten Dichter

03.06.2022

Gleich zwei beliebte, bekannte und vielbeschäftigte Schauspieler in einer Hauptrolle! Michael Rotschopf und Götz Schubert werden sich in diesem Sommer die Rolle des inspirierenden Lehrers John Keating in „Der Club der toten Dichter“ (Premiere: 2. Juli/ 21:00 Uhr) teilen. Götz Schubert spielt acht und Michael Rotschopf zehn Vorstellungen. Beide sind enorm gefragt und haben so viele Aufträge, dass es ihnen unmöglich ist, den ganzen Sommer lang in allen Aufführungen von „Der Club der toten Dichter“ in Bad Hersfeld aufzutreten. Also werden sich die großartigen Darsteller abwechseln und sich die Vorstellungen teilen.

Michael Rotschopf kennt man aus sehr vielen Fernsehproduktionen wie „Stralsund“,„Kroatien Krimi“, „SOKO Leipzig“, „Ein starkes Team“, „Tatort“, „Crossing Lines“, „Dead man working“, „Landgericht“, „Der Kommissar und das Kind“, „Harter Brocken“ und zahlreiche mehr. Die Serie „Kriminaldauerdienst (KDD)“, in der er von 2007 bis 2010 als Ermittler zu sehen war, gewann sowohl den Deutschen Fernsehpreis als auch den Grimme-Preis in Gold.

Und er spielt viele Theaterrollen: am Burgtheater, Volkstheater und Akademietheater in Wien, am Schauspiel Frankfurt, am Berliner Ensemble und bei den Salzburger Festspielen – um nur einige zu nennen.

Götz Schubert wurde im letzten Jahr mit dem Großen Hersfeldpreis und dem Zuschauerpreis der Bad Hersfelder Festspiele für die Rolle John Keating ausgezeichnet. Er spielt an vielen wichtigen deutschsprachigen Theatern, darunter Berliner Ensemble, Deutsches Theater Berlin, Maxim Gorki Theater, Residenztheater München, Schauspielhaus Hamburg und ist seit Anbeginn seiner Karriere in zahlreichen Kino- und Fernsehproduktionen zu sehen, darunter in „Der Turm“, „Meine Tochter Anne Frank“, „Tage die Bleiben“ und „Unsere Mütter, Unsere Väter“ sowie in Serien wie „Wolfsland“.

Auch die TV- und Bühnenstars Hannes Hellmann (Direktor Nolan) und Thorsten Nindel (Mr. Perry) spielen wieder in „Der Club der toten Dichter“ mit. Als Neil Perry erlebt das Publikum Till Timmermann, der für sein großartiges Spiel im letzten Jahr den Hersfeldpreis erhielt. Auch Nico Ramon Kleemann wurde für seine Rolle mit dem Hersfeldpreis ausgezeichnet und ist erneut Todd Anderson. Peter Englert wird wieder als strenger Mathematik-Lehrer Mc Alister sein sensationelles Tänzchen hinlegen und auch Constanze Feulner wird tanzen - als Gloria. Manuel Nero spielt wieder Bubba und andere, Stefan Reis wird als Gerald Pitts und in weiteren Rollen zu sehen sein und Eli Riccardi tritt als Chris Noel und Tina auf.

Hauptrolle im Stück ist, wie der Titel schon sagt, auch der „Club“, die Gruppe der Jungen, merkt Joern Hinkel an und weiter: „Mir war schon im vergangenen Sommer klar, dass wir nicht alle jungen Darsteller werden besetzen können, da einige von ihnen nach der Ausbildung gleich nach den Festspielen ihre Festengagements antraten. Andere haben Filmangebote bekommen. Es ist doch besonders inspirierend, dass wir nun mit einer ganz neuen Personenkonstellation, mit neuen Charakteren und einem neuen Verhältnis der Rollen untereinander andere Blickwinkel auf die Geschichte ausprobieren können. Es wird ein vollkommen neuer „Club“ werden - wenngleich ich besonders dankbar und glücklich bin, dass wir die meisten Protagonisten aus dem letzten Sommer dabei haben! Ich freue mich riesig auf die Proben!“ Die Gruppe der Jungen wird in diesem Sommer von Luke Bischof, Fabian Hanis, Claas Johan Lewerenz,, Nils Eric Müller und Constantin Gerhards gespielt.

Bilder und mehr zu allen Schauspieler*innen finden Sie hier auf unserer  Internetseite unter Mitwirkende.

Mehr zur Inszenierung und den Spielterminen von Götz Schubert und Michael Rotschopf (oben im Bild von Mirjam Knickriem) finden Sie hier:

https://www.bad-hersfelder-festspiele.de/spielplan/der-club-der-toten-dichter.html


Neu: Iréna Flury und Jonas Hein in Goethe!

25.05.2022

Das Musical „Goethe!“ wurde im letzten Jahr vom Publikum gefeiert: Es gab sogar Fans, die sechs Mal in die Vorstellungen gingen. In diesem Jahr wird es noch einmal spannend, denn Regisseur und Autor Gil Mehmert startet mit einem neuen Traumpaar in den Hauptrollen in die neue Festspielsaison.

Iréna Flury wird in diesem Jahr die Lotte an der Seite von Philipp Büttner spielen, der erneut als junger Goethe brillieren wird. Gil Mehmert blickt erwartungsvoll auf die Zusammenarbeit und sagt: „Ich freue mich außerordentlich auch auf ein Wiedersehen und Wiederarbeiten mit der großartige Iréna Flury, die zuletzt vor allem durch ihre Hauptrolle bei den Vereinigten Bühnen Wien in `I Am from Austria´ ein riesiges Publikum erreichen konnte. Iréna verkörperte die Rolle der Maria in meiner Magdeburger Open-Air- und der Dortmunder Opernproduktion von `West Side Story´ und das war wirklich stimmlich und darstellerisch eine absolute Hollywood-Besetzung.“

Iréna Flury hat viele Musical-Fans bereits in zahlreichen weiteren Rollen überzeugt, unter anderen als Milena Vakulic in der Uraufführung des Musicals „Die Schweizermacher“, als Julia in „Romeo & Julia“ bei den Thunerseespielen, mit „Wait until Dark“ feierte sie 2020 in den USA ihr Schauspieldebüt am Lakeshore Player Theatre in Minnesota.  Iréna Flury ist außerdem regelmäßig im österreichischen und deutschen Fernsehen zu sehen, zum Beispiel in der ORF Serie „Die Detektive“, in „Soko Kitzbühl“, in „Der Winzerkönig“ oder auch im israelisch-österreichischen Kinofilm „Das Testament“.

Neu im Ensemble ist in diesem Sommer auch Jonas Hein als Wilhelm Jerusalem. Gil Mehmert zu dieser Besetzung: „Jonas war einer meiner ersten Absolventen als Professor an der Folkwang-Universität der Künste und nur seine außerordentliche Vielbeschäftigung hat es verhindert, dass wir in einer gemeinsamen Produktion erst im letzten Herbst bei der Uraufführung von „Knockin’ on heavens door“ erneut zusammen arbeiten konnten. Wie schön, dass sich diese wunderbare Zusammenarbeit nun bei unserem `Goethe!´ - Musical fortsetzt.“

Jonas Hein spielte direkt nach dem Abschluss seines Studiums schnell in vielen Musicals und wurde einem Millionen Publikum dann 2012 durch die Teilnahme an der TV-Musikshow „The Voice Of Germany“ bekannt.

Er war in „The Rocky Horror Show“ in Magdeburg zu sehen, spielte in „Hello Dolly“ am Grenzlandtheater Aachen, er war Quasimodo in Disney's „Der Glöckner von Notre Dame“ im Stage Apollo Theater Stuttgart, Jacob Grimm in der Uraufführung von „Jacob & Wilhelm“ in Hanau  - um nur einige seiner vielen Rollen zu nennen. Zuletzt trat in der bereits erwähnten Uraufführung von „Knockin' On Heaven's Door“ am Stadttheater Fürth und in „Jane Eyre“ am Theater Nordhause auf.

„Goethe!“ – das Musical von Gil Mehmert (Buch und Regie), Martin Lingnau (Musik), Frank Ramond (Song-Texte) erzählt die Liebe des Dichters zu Charlotte Buff und den Beginn seiner Karriere. Die Premiere findet am 15. Juli 2022 in der Stiftsruine in Bad Hersfeld statt und mit Iréna Flury und Philipp Büttner werden erneut weitere bekannte und beliebte Musicaldarsteller*innen singen und tanzen: Christof Messner, Rob Pelzer, Karen Müller, Detlef Leistenschneider, Mischa Mang, Peter Knauder, Pascal Cremer, Florian Minnerop, Claudio Gottschalk-Schmidt, Jurriaan Bles, Inga Krischke, Claudia Artner und Marije Louise Maliepaard. Neu hinzu kommen neben Iréna Flury und Jonas Hein auch Anton Schweitzer und Maja Sikora als Studenten und in weiteren Rollen.

In Kooperation mit Stage Entertainment.

 

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Viele Stars in Notre Dame

17.05.2022

Mit Spannung wurden sie erwartet: die Namen der Schauspieler*innen, die in diesem Sommer zur Eröffnung der 71. Bad Hersfelder Festspiele am 1. Juli in Notre Dame auftreten werden. Und Intendant Joern Hinkel enttäuscht die Besucher auch in dieser Festspiel-Saison nicht! In der Uraufführung von „Notre Dame“ nach dem weltberühmten Roman Der Glöckner von Notre-Dame von Victor Hugo werden bekannte und beliebte Schauspieler*innen auftreten.

Joern Hinkel hatte bereits bekannt gegeben, dass Richy Müller, einer der gefragtesten deutschen Theater- und Filmschauspieler, eine Hauptrolle übernimmt und Claude Frollo spielen wird. Nun freut er sich, das gesamte Ensemble vorstellen zu können: „Victor Hugo hat in seinem Roman Notre Dame de Paris Charaktere geschaffen, die manchmal wie überlebensgroße Archetypen scheinen, alles an ihnen ist absolut, die Schönheit, die Leidenschaft, die Verlassenheit, der Wille zur Zerstörung, die Lust am Untergang. Es gibt viel Licht und viel Schatten in diesem Text. Und da gibt es noch eine Vielzahl von beinahe karikaturhaften Nebenfiguren, grotesk überzeichnet, wie sie gelegentlich auch bei Charles Dickens auftreten, komische Alte, taube Richter, gemeine Waschweiber … So habe ich bei der Besetzung des Stückes darauf geachtet, möglichst starke, gegensätzliche Persönlichkeiten zu finden.“

Eine dieser starken Persönlichkeiten ist Walter Plathe. Er wird zum ersten Mal in Bad Hersfeld auftreten und Ludwig XI spielen.

Für Richy Müller wird es in Bad Hersfeld ein Wiedersehen mit Jürgen Hartmann geben, der die Rolle des Mathias Spicali und andere übernehmen wird. Richy Müller und Jürgen Hartmann spielen seit 2007 Hauptrollen im Stuttgarter Tatort: Richy Müller ist Kommissar Thorsten Lannert, Jürgen Hartmann der Gerichtsmediziners Dr. Vogt. 

Erleben Sie außerdem Mathias SchlungAnouschka Renzi, Bettina HauenschildCathrine Sophie DumontRobert NickischOliver Urbansky, Karla Sengteller, Günter AltPeter Englert, Lara Aylin WinklerKristina Kufner und Luca Lehnert.

Mehr zu allen Schauspieler*innen finden Sie hier auf unserer Homepage unter „Ensemble“.

 

Im Bild: Robert Nickisch, Cathrine Sophie Dumont und Richy Müller / (c) BHF/ S. Sennewald

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Corona: die Regeln wurden angepasst

13.05.2022

Die Gesundheit und Sicherheit unserer Gäste und Mitwirkenden hat für uns auch in der aktuellen Spielzeit höchste Priorität. Wir werden unser bestehendes Hygienekonzept weiterhin kontinuierlich den aktuellen Regelungen und Empfehlungen anpassen.

Die gesetzlichen Auflagen für den Besuch von Veranstaltungen wurden aufgehoben. 

Wir bitten Sie, von einem Theaterbesuch abzusehen, wenn Sie Symptome haben oder Ihr Corona-Test positiv ausgefallen ist. In dem Fall tauschen Sie bitte Ihre Karten (nach Verfügbarkeit) in unserem Ticket-Service um.

Wir bitten alle Besucher*innen darum, sich, andere Gäste und auch unsere Mitarbeiter*innen zu schützen und Rücksicht zu nehmen. Ob freiwillige Tests und/oder das freiwillige Tragen von Masken:  Jeder kann und sollte dazu beitragen, dass sich das Virus nicht weiter oder erneut verbreiten kann.

Bitte halten Sie die allgemeinen Hygieneregeln ein. Wahren Sie bitte die Nies- und Hustenetikette, und denken Sie an die Handhygiene. 

Sie erhalten bei uns weiterhin zu aller Sicherheit personalisierte Tickets. Die persönlichen Informationen werden nach Datenschutzvorschriften gespeichert und vier Wochen nach der Veranstaltung bzw. nach der vorgeschriebenen Aufbewahrungsfrist vernichtet.

Aktuell finden keine Corona-Kontrollen am Eingang statt, d.h. Sie können Ihre personalisierten Tickets problemlos an andere Personen weiter geben. Sollten kurzfristig wieder Kontrollen notwendig werden, haben Sie an der Abendkasse die Möglichkeit, Karten auf andere Personen umschreiben zu lassen.

Für den Fall, dass sich die Infektionslage im Laufe des Sommers verändert, behält sich die Stadt Bad Hersfeld zu Ihrem und zum Schutz unserer Mitarbeiter*innen Regeln vor, wie zum Beispiel eine Maskenpflicht im Rahmen des Hausrechtes. Sollte der Fall eintreten, bitten wir Sie um Verständnis und werden Sie natürlich informieren.


Nina Hoger, Ilja Richter und mehr im Rahmenprogramm

13.05.2022

Während sich das Musical „Goethe!“ in der Stiftsruine mit Goethes unglücklicher Liebe zu Lotte Buff in jungen Jahren beschäftigt, gehen Nina Hoger und Ilja Richter auf eine spätere und lange Beziehung des  Dichters ein. Die beiden bekannten Schauspieler werden mit ihrem Programm „Lebe wohl und liebe mich!“ in der Probenbühne im Park (Wittastraße, Ecke Lutherstraße/an der Stadthalle) auftreten. Am 12. und 13. August 2022 lesen sie aus den vielen Briefen, die sich Goethe und Christiane Vulpius geschrieben haben. Zeitgenossen nannten die Beziehung zwischen dem großen Dichter und der einfachen Christiane „abenteuerlich“: Goethe lobte Würste und Schweinskopf, die Christiane ihm schickte und sie träumte von gemeinsamen „Schlampampstündchen“.

Auch Ingrid Steeger und Joern Hinkel beschäftigen sich mit Goethe, aber auch anderen Autoren. „Herzgeschichten - Von Goethe bis Marilyn Monroe“ ist der Abend im Kapitelsaal im Museum am 14. August um 18 Uhr überschrieben, 

Simon Mazouri werden die  Besucher der Bad Hersfelder Festspiele nicht nur in der Komödie „Volpone“ im Schloss Eichhof erleben. Er wird am 1. August um 2100 Uhr in der Probenbühne im Park auch sein musikalisches Solo-Programm „Hamlet-Variationen“ frei nach William Shakespeare zeigen. Hamlet ist eine der komplexesten Figuren der Weltliteratur. Er ist Philosoph, Freund, gekränkter Sohn, Schauspieler, tragischer Held und kaltblütiger Mörder. Diesen verschiedenen Facetten seines Wesens, sozusagen seinen „Persönlichkeits-Variationen“ wird an diesem Theaterabend auf neuartige Weise auf die Spur gegangen.  

Wer schon einmal dabei war, schmunzelt und amüsiert sich auch im Rückblick, denn die Gespräche, die Dominic Mäcke in seiner Late-Night-Show „Nachteulen“ mit Schauspieler*innen  der Festspielsaison führt, sind lustig, informativ und auch berührend. Auch im kommenden Sommer werden sich die „Nachteulen“ wieder um Mitternacht zu einem Haselnussschnaps treffen (16. und 30. Juli/ 6. und 20. August).

Auch für Kinder und Jugendliche und deren Familien und Freunde haben die Bad Hersfelder Festspiele wieder ein attraktives Programm. Bekannt ist bereits, dass In der Stiftsruine der „Der klein Glöckner“ für alle ab 10 Jahre gespielt wird. Für kleinere Festspielgäste ab 5 Jahre zeigen die Schauspieler Linard Bardill und Peter Waros „Heute Abend Zirkus des Jahrhunderts - mit Bär“ in der Probenbühne im Park am 05.,  06. und  07. Juli 2022 jeweils um 11 Uhr. Luki, der Direktor vom Zirkus Salamabra, hat eine ganz tolle Idee: eine Zirkusvorstellung mit Bär! Und schon hat er sie auf großen Plakaten in der ganzen Stadt angekündigt. Aber er hat noch gar keinen Bären - und so beginnt die Suche mit viel Musik.

Der Vorverkauf für alle Vorstellungen hat begonnen.


Bild Nina Hoger (c) Mario Erdmann

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Cassandra Steen heute in der Stiftsruine

10.05.2022

Sie wird heute (Freitag/19. August) um 20:00 Uhr mit ihrer Band auftreten!

Cassandra Steen ist eine der größten Pop- und R'n'B-Sängerinnen Deutschlands, die sowohl als Solokünstlerin, Frontfrau der Band „Glashaus“ und auch immer wieder als Duettpartnerin mit namenhaften Künstlern, wie Adel Tawil und zuletzt Seven, bekannt ist. 

Ihre einzigartige, gefühlvolle und zeitgleich auch kraftvolle Stimme sowie ein Lächeln, das die Sonne aufgehen lässt, zeichnen sie aus.

Bis heute veröffentlichte die in Stuttgart lebende Musikerin fünf Studioalben. Ebenfalls wirkte Cassandra Steen an vielen Musikproduktionen, u.a. „Disney in Concert“ und „Küss den Frosch“ mit und gewann zahlreiche Musikpreise.

Im vergangenen Jahr wurde die Sängerin lange unter dem Kostüm der Leopardin in der fünften Staffel Fernsehshow „The Masked Singer“ auf ProSieben vermutet. Die Rate-Füchse vor den Bildschirmen behielten Recht: Cassandra Steen nahm im Finale ihre Maske ab und wurde Zweite.

Schüler und Studenten erhalten einen Rabatt von 20 %.

Es gibt noch Karten an der Abendkasse! 

© Maria Poursanido


Mobile Tickets und 20% Rabatt bis 13. Mai

02.05.2022

Es ist gut für die Umwelt, einfacher für Festspiel-Gäste und ein neuer Baustein im Smart-City-Konzept der Stadt: Der Ticketkauf für die Vorstellungen der Bad Hersfelder Festspiele wird mit dem Mobile Ticket noch umweltbewusster und bietet mehr Service, 

Und zum Muttertag und zur Einführung der neuen, papierlosen elektronischen Eintrittskarten gewähren die Bad Hersfelder Festspiele ab Dienstag, den 3. Mai (morgen) auf alle Tickets, die bis zum 13. Mai für das großartige Musical „Goethe!“ online gekauft werden, einen Einführungsrabatt von 20%! Um diesen Rabatt zu erhalten muss nur einfach der Rabatt-Code
Smart-HEF
 
eingegeben werden.

„Gemeinsam ist es gelungen, auch den letzten Schritt für dieses zusätzliche Angebot der digitalen Eintrittskarte technisch umzusetzen“,  freut sich Harald Benz, der neue kaufmännische Leiter der Bad Hersfelder Festspiele,

Die Mobile Tickets können im Web-Shop auf der Internetseite der Bad Hersfelder Festspiele gebucht, auf dem Smartphone gespeichert und dann im Sommer auch auf dem Smartphone am Eingang der Stiftsruine vorgezeigt werden. Ein großer Vorteil ist auch, dass Mobile Tickets bis kurz vor Beginn der Vorstellungen gebucht werden können.

Das Erfolgs-Musical „Goethe!“ von Gil Mehmert (Buch und Regie), Martin Lingnau (Musik) und Frank Ramond (Songtexte) wird ab dem 15. Juli 2022 in der Stiftsruine gezeigt. Es erlebte im letzten Sommer seine umjubelt Uraufführung.  

Im Oktober machte das Musical erneut Schlagzeilen. In drei Kategorien wurde „Goethe!“ mit dem Deutschen Musical Theater Preis 2020/21 ausgezeichnet: Beste Liedtexte (Frank Ramond), Beste Choreographie (Kim Duddy) und  Bestes Kostüm- und Maskenbild (Claudio Pohle, Ute Mai, Stephanie Hanf).

Das Musical erzählt rasant von Goethes Liebe zu Charlotte Buff und dem Beginn seiner Karriere, ist ein „Muss“ nicht nur für Musical-Fans und Karten für das Musical sind ein großartiges Geschenk.

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„Schiller-Balladen-Rave“ mit Philipp Hochmair

01.04.2022

Im letzten Sommer rockte er die Stiftsruine mit seinem Programm „Jedermann Reloaded“ so großartig, dass viele Besucher und Besucherinnen sich wünschten, ihn wieder in Bad Hersfeld zu erleben. Der Wunsch geht in Erfüllung. Philipp Hochmair kommt am 5. Juli 2022 (21:00 Uhr) in die Stiftruine und wird seinen „Schiller-Balladen-Rave“ mit seiner Band „Die Elektrohand Gottes“ spielen.

Auch Intendant Joern Hinkel freut sich auf den Abend: „Bei Philipp Hochmair steht quasi die ganze Bühne unter Strom. Er stürzt sich gemeinsam mit seiner Band `Die Elektrohand Gottes´  hingebungsvoll ins Schiller-Universum, schafft atemberaubende Wort-, Klang- und Gedankenströme. Der Abend gipfelt in seiner Interpretation von  `Die Glocke´ - in unserem ` `Notre-Dame´-Jahr und in unmittelbarer Nähe zur ältesten Glocke Deutschlands könnte es kaum einen besseren Rahmen geben.“

Philipp Hochmair nimmt sich diesmal also Schillers Balladen vor, macht sie mit der Band zu einem Rave-Event, zu einem exzessiven Rock-Konzert, das zum Beispiel im Wiener Burgtheater zurecht frenetisch bejubelt wurde. „Denn Hochmair arbeitet sich an Schiller im wahrsten Sinne des Wortes ab. Als Bauarbeiter mit Helm, Mikrofon und Megafon kommen da `Der Ring des Polykrates´, `Die Bürgschaft´, `Der Handschuh`, `Der Taucher´, außerdem (gut eingeschmuggelt) Goethes `Erlkönig´ zu ihrem dramatischen Recht.“ (Kurier)

„Man folgt diesen aus der eigenen Schulzeit vertrauten Zeilen, nimmt ihren Inhalt neu wahr und überlässt sich einem spannungsgeladenen Sprach-Rausch zu Industrial-, Post- Rock- und Techno-Klängen“ schreibt das Hamburger Abendblatt und die Dresdner Neuen Nachrichten befinden: „Ein rauschhaftes Sprachkonzert“

Fernsehzuschauer kennen Philipp Hochmair zum Beispiel aus „Vorstadtweiber“, „Charité“ in der Hauptrolle der Krimireihe „Blind ermittelt“ oder haben ihn zuletzt in „Wannseekonferenz“ gesehen. Theaterfans haben den großartigen Schauspieler vielleicht im letzten Jahr in der Stiftsruine in Bad Hersfeld, bei den Salzburger Festspielen oder am Burgtheater in Wien erlebt.

Karten gibt es ab sofort. Schüler und Studenten erhalten einen Rabatt von 20%.

(c) Heike Blenk

 

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Richy Müller spielt in „Notre Dame“

29.03.2022

Der „Tatort“-Star tritt als Claude Frollo in dem Eröffnungsstück in der Stiftsruine auf 

Richy Müller ist unbestritten einer der renommiertesten und auch gefragtesten deutschen Theater- und Filmschauspieler. Umso mehr freut es den Intendanten der Bad Hersfelder Festspiele, Joern Hinkel, dass es ihm gelungen ist, Richy Müller für seine Inszenierung „Notre Dame“ zur Eröffnung der 71. Bad Hersfelder Festspiele zu gewinnen: „Es ist ein Phänomen. Richy Müller betritt die Bühne und erfüllt den Raum. Aber das genau ist ein Teil seines Geheimnisses. Er ist in der Lage, in seine Rollen einzutauchen, ohne sich zu verstellen,“ so Joern Hinkel – und weiter: „Er ist klug und hat Humor, eine wundervolle, seltene Kombination! Man kann ihm auf der Bühne beim Denken und Fühlen zusehen. Proben bedeutet für ihn, allmählich alles Überflüssige, allen Zierrat wegzulassen, um zur Essenz der Rolle vorzudringen.“

Und die Rolle, die Richy Müller in der Fassung von „Notre Dame“ von Joern Hinkel und Tilman Raabke übernimmt ist anspruchsvoll, denn Claude Frollo ist eine jener großen Gestalten der Literatur des 19. Jahrhunderts, die an ihrer Zerrissenheit zerbrechen. Er hat nicht nur den Glauben an Gott verloren und den Glauben an die Weisheit der Welt, sondern wird getrieben von der Begierde nach der jungen und schönen Tänzerin Esmeralda. Selbst vor einem Mord schreckt er nicht zurück. Aber Liebe kann man nicht erzwingen. Und so gesellt sich zu seiner unerfüllbaren Begierde ein zweites Gespenst: das Gefühl der Ohnmacht, das ihn jedoch nicht lähmt, sondern atemlos voranpeitscht zu immer irrwitzigeren Versuchen, Esmeralda zu beherrschen. 

„Notre Dame“ wird am 1. Juli 2022 die 71. Bad Hersfelder Festspiele eröffnen. Festspiel-Intendant Joern Hinkel wird gemeinsam mit dem Dramaturgen Tilman Raabke eine eigene Fassung des weltberühmten Romans „Der Glöckner von Notre-Dame“ auf die Bühne der Stiftsruine bringen. 

Am 3. April, dem verkaufsoffenen Sonntag, gewähren die Bad Hersfelder Festspiele allen Kunden, die Karten für die drei Haupt-Produktionen „Notre Dame“, „Der Club der toten Dichter“ und „Goethe!“ in der Stiftsruine vor Ort kaufen einen Frühlingsrabatt von 10 %. Alle Käufer bekommen außerdem noch eine besondere Überraschung: ein Exemplar des wunderbaren Bildbandes „Ein unglaublicher Zauber“, der die 70-jährige Festspielgeschichte beschreibt.

© BHF/S.Sennewald 2017

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Julia Engelmann heute in die Stiftsruine

11.03.2022

Sie ist Deutschlands berühmteste Poetry-Slammerin, sechsfache SPIEGEL-Besteller Autorin und die Stimme ihrer Generation.  Heute, am 4. August 2022 tritt Julia Engelmann mit neuer Poesie und Musik unter dem Titel „Glücksverkatert“  in det Stiftsruine auf.

Der Intendant der Bad Hersfelder Festspiele Joern Hinkel: „Julia Engelmann hat bereits während ihres Auftrittes 2019 das Hersfelder Publikum verzaubert. Ich freue mich, dass im Jahr, in dem wir den "Club der toten Dichter" noch einmal aufführen, eine Dichterin bei uns auf der Bühne steht, die die Herzen ihrer Gäste im Sturm erobert mit ihrer klaren, direkten, aufrichtigen Lyrik, die nie die Bodenhaftung verliert. Julia Engelmann ist es „wichtiger wach zu bleiben, als zu träumen“ - eine Aussage, die ganz besonders in unsere Zeit passt!“

Die in Elmshorn geborene Wortakrobatin ist ein absolutes Multitalent. Sie ist Dichterin, Musikerin und Schauspielerin. Ihr Gedicht „Eines Tages, Baby“ bezeichnet sie als den „Urknall“ ihrer Karriere - Anfang 2014 wurde das Video ihres Auftritts beim „Bielefelder Hörsaal-Slam“ mit ihrem Gedicht innerhalb von 2 Wochen rund 5 Mio. Mal auf YouTube geklickt – bis heute über 13 Millionen Mal.

2012 begann sie ihr Psychologiestudium, welches sie nach einigen Semestern „erfolgreich abbrach“, um sich voll und ganz dem Schreiben zu widmen. Sie schrieb mehrere Lyrik-Bestseller, die allesamt auf der Spiegel-Bestseller-Liste landeten. Ihre Bücher illustriert sie selbst und auch all ihre Hörbücher wurden persönlich von ihr eingesprochen.

2015 begann sie - mit selbstgebasteltem Bühnenbild, einer Gitarre und ihren Eltern - durch den deutschsprachigen Raum zu touren. 2017 erschien mit „Poesiealbum“ ihr erstes Musikalbum, welches direkt auf Platz 9 der deutschen Albumcharts einstieg und ihr eine Echonominierung einbrachte. Von dort an war Julia mit Band unterwegs, spielte auf verschiedenen Festivals, mehrere ausverkaufte Touren – bis heute waren über 170.000 Menschen auf ihren Live-Konzerten.

Im November 2021 veröffentlichte Julia mit "Lass mal an uns selber glauben: Meine schönsten Gedichte" ihr neuestes Buch. Dieser Band versammelt Gedichte aus ihren ersten sechs Poetry-Büchern und beinhaltet sechs ganz neue Texte.


Schüler und Studenten erhalten einen Rabatt von 20%!

 


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"Gegen den Krieg"

10.03.2022

Stimmen für die Ukraine jeden Dienstag und Donnerstag an der Stiftsruine!

Wie haben Schriftsteller, Philosophen und Musiker in den vergangenen Jahrhunderten in ihren Gedichten, Romanen, Tagebüchern, in Liedern und Reden über den Krieg nachgedacht? Hilft „nur Gewalt, wo Gewalt herrscht?“, wie Bertolt Brecht behauptet, oder ist Gewalt nie „eine Lösung“? 

Jeden Dienstag und Donnerstag beginnt um 18 Uhr eine etwa halbstündige Veranstaltung am Katharinenturm, die jedes Mal von anderen Künstlern gestaltet wird. Im Anschluss werden auch Geldspenden für die Opfer des Krieges gesammelt – die Spenden gehen an „Aktion Deutschland Hilft“.

An der Stiftsruine haben alle die Gelegenheit, ihre eigenen Wünsche, Sorgen und Gedanken auszudrücken – auf kleinen Zetteln, Stoffbändern oder auf bemalten Steinen. So soll mit der Zeit ein „Ort der Wünsche“ an der Stiftsruine entstehen – mit vielen Stimmen für die Ukraine.

Veranstalter sind die Bad Hersfelder Festspiele in Zusammenarbeit mit dem Bad Hersfelder Stadtmarketing, dem Arbeitskreis für Musik, der Kantorei der Stadtkirche, dem Sommernachtsträumer e.V., dem Buchcafé, dem Bad Hersfelder Jazz-Festival, dem Kunstverein und anderen.


(c) S. Sennewald


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