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Nachrichtenarchiv

FUNNY GIRL und HAIR sind die Musicals des Sommers

05.11.2018

 

Das Musical FUNNY GIRL feiert am 12. Juli 2019 Premiere. Stefan Huber (zuletzt hat er TITANIC mit riesigem Erfolg in Bad Hersfeld inszeniert) bringt die Geschichte der Fanny Brice auf die Bühne der Siftsruine: Die Entwicklung eines unscheinbaren Mädchens zu einem Star, vom hässlichen Entlein zum Broadway-Schwan. Alle Träume scheinen in Erfüllung zu gehen. Eine große Karriere, ein wunderbarer Mann – der sich dann aber als ruinöser Spieler entpuppt ...

Viele kennen die Geschichte und die Songs aus FUNNY GILR aus den Filmen mit Babara Streisand und wissen: mitreißende Songs wie PEOPLE, eine berührende Story aber auch bissiger Humor erwartet sie im kommenden Sommer. In Bad Hersfeld spielt die wunderbare Katherine Mehrling die Hauptrolle und auch die musikalische Leitung von Christoph Wohlleben und das Live-Orchester garantieren wieder höchste Qualität.

Und auch das Musical HAIR, inszeniert von Erfolgsregisseur Gil Mehmert, war im letzten Sommer ein riesiger Erfolg und komplett ausverkauft. HAIR wird noch einmal gezeigt (Premiere: 16. August 2019); auch in 2019 erklingen Songs wie LET THE SUNSHINE IN, AQUARIUS und GOOD MORNING, STARSHINE in der Stiftsruine.

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ABSCHLUSSGALA mit Katherine Mehrling

13.03.2019

und dem Ensemble & dem Orchester der Bad Hersfelder Festspiele am Sonntag, den 1. September 2019 in der Stiftsruine Bad Hersfeld

In den vergangenen Spielzeiten hat sich die Abschluss-Gala zum Publikums-Renner entwickelt: Die Zuschauer erleben die Stars der Festspiele von einer völlig anderen Seite: ganz nah und persönlich.

In diesem Jahr sehen den Berliner Bühnen-Star Katharine Mehrling gemeinsam mit Schauspielern, Sängern und Tänzern des Festspiel-Ensembles. Sie singen Lieblings-Songs, vom Chanson über Jazz-Standards bis hin zu Rock und Pop.

Das Konzert beendet die Festspielsaison wieder mit einem spektakulären Feuerwerk in der Apsis der Stiftsruine.

Weitere Infos und Tickets

 


Samuel Koch, Christian Nickel u.a. Nachts im Museum

15.03.2019

Und NACHTS IM MUSEUM heißen auch die neuen Angebote der Bad Hersfelder Festspiele in den Gebäuden direkt an der Stiftsruine.

Sie sehen zum Beispiel Samuel Koch und Robert Lang in EIN BERICHT FÜR EINE AKADEMIE von Franz Kafka 
im Kapitelsaal im Museum an der Stiftsruine.

Christian Nickel liest aus BRIEF AN DEN VATER von Franz Kafka.

NACHTEULEN
 ist die Festspiel-Late-Night-Show im Museum überschrieben.
Gastgeber Dominic Mäcke lädt Samstagabend immer andere Schauspieler, Sänger und Musiker der Festspiele nachts ins Museum ein! Die Bar ist eröffnet! Es wird gesungen, getalkt, improvisiert, rezitiert. Tauchen Sie mit uns ein ins Nachtleben, erleben Sie die NACHTEULEN in skurrilen, herzzerreißenden, komischen, ganz persönlichen Geschichten, Gedichten und Liedern. Lernen Sie unsere Künstler im „Wohnzimmer“ auf dem Sofa näher kennen, in tiefsinnigen oder banalen Gesprächen.

Ein Höhepunkt wird mit Sicherheit auch NIPPLEJESUS von Nick Hornby in der Inszenierung von Bettina Wilts in der Kapelle im Museum.
Dave, ehemals Rausschmeißer in einem Nachtclub arbeitet als Wärter im Museum. Dort wird ein Kunstwerk mit dem Titel NippleJesus gezeigt. Von weitem sieht man eine Darstellung des gekreuzigten Heilands, aus der Nähe ist es eine Collage von Bildern, ausgeschnitten aus Pornoheften. Das Kunstwerk heizt eine wüste Debatte an. Dave, der mit Kunst bisher wenig am Hut hatte, beschäftigt sich damit und verteidigt plötzlich „sein“ Kunstwerk ...

Alle Informationen und Termine finden Sie unter Programm auf dieser Homepage.

Im Bild: Samuel Koch und Robert Lang © Robert Schlttko

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Landkreis fördert die Bad Hersfelder Festspiele großzügig

10.04.2019

In der Stiftsruine hat der Bühnenaufbau begonnen, die Kreisstadt Bad Hersfeld rüstet sich für die 69. Festspiele. Passend dazu hat der Landkreis im aktuellen Haushalt seine Förderung für die Festspiele deutlich erhöht - von 20.000 Euro auf 200.000 Euro. Den Bescheid übergab Landrat Dr. Michael Koch jetzt in Wiesbaden an Bürgermeister Thomas Fehling und Intendant Joern Hinkel.

„Der gesamte Kreis profitiert kulturell und wirtschaftlich von den Bad Hersfelder Festspielen, nicht nur die Kreisstadt selbst“, erklärt Landrat Koch die Intention des Kreisausschusses. „Wir wollen den Festspielen etwas zurückgeben“, so Koch, „deshalb halte ich es für angemessen, die Festspielförderung zu erhöhen.“ Die Mitglieder des Kreistags haben dem im Rahmen der Haushaltsberatungen Ende des Jahres mit großer Mehrheit zugestimmt.

„Die Bad Hersfelder Festspiele tragen ganz wesentlich zur kulturellen Identität der gesamten Region bei. Die Festspiel-Förderung durch den Landkreis bestätigt meine Mitarbeiter und mich in unserem Bemühen, die Festspiele in der Region zu verankern und gleichzeitig Besucher aus ganz Deutschland und über die Landesgrenzen hinaus zu einem Besuch in der Region zu bewegen", freut sich Intendant Joern Hinkel. Anerkennende Wort findet Hinkel für den Landrat persönlich: "Dr. Michael Koch hat sich für die Aufstockung der Förderung für die Bad Hersfelder Festspiele durch den Landkreis eingesetzt, und dafür gilt ihm mein ganz besonderer Dank."

„Die ökonomische und mediale Wirkung der Festspiele geht deutlich über Bad Hersfeld hinaus“, argumentiert auch Bad Hersfelds Bürgermeister Thomas Fehling: „Wir freuen uns sehr, dass der Landkreis als langjähriger Partner der Festspiele dieser Bedeutung für die Nachbargemeinden durch seine deutlich erhöhte finanzielle Unterstützung Rechnung trägt.“

Auch in Wiesbaden weiß man um die Bedeutung der Festspiele, das Land Hessen unterstützt das Theaterereignis ebenfalls. Das loben auch die beiden regionalen Landtagsabgeordneten der schwarz-grünen Regierung. Lena Arnold (CDU): „Der ländliche Raum kann auch Kunst und Kultur! Darauf bin ich stolz und freue mich, dass die Landesregierung ihre weitere Unterstützung noch einmal bekräftigt hat."
Das sieht auch ihre Grünen-Kollegin Kaya Kinkel so: „Die Bad Hersfelder Festspiele sind etwas ganz besonderes und eine wichtige kulturelle Institution in Hessen. Für unseren Landkreis haben sie eine besondere Bedeutung. Für die Menschen vor Ort, die nicht weit fahren müssen, um außergewöhnliche Inszenierungen anzuschauen, aber auch durch Besucherinnen und Besucher aus der Ferne, die unsere wunderbare Region kennenlernen."

Neben der Kreisstadt als Veranstalter profitieren vor allem Hotellerie, Gastronomie, Einzelhandel, Verkehrsbetriebe und Betreiber touristischer Sehenswürdigkeiten in der Region von den Festspielen. Eine Rentabilitäts-Studie, die die Festspiele in Auftrag gegeben hatten, zeigt zudem, wie stark nicht nur die Stadt, sondern auch der Landkreis von den Festspielen profitieren. Die Studie belegt, dass die touristischen Einnahmen die investierten Fördermittel um ein Vielfaches übersteigen.


DER PROZESS und SHAKESPEARE IN LOVE im Sommer 2019

05.11.2018

Zwei hochkarätige Schauspiele erwarten Sie im kommenden Sommer in der Stiftsruine.

Joern Hinkel inszeniert DER PROZESS von Franz Kafka - einen der ersten Psychothriller der Weltliteratur.

Er wird den PROZESS von Franz Kafka eigens für die riesige Bühne der Bad Hersfelder Stiftsruine bearbeiten: „Kafka ist ein lustvoller Beschwörer der kleinen Absurditäten des Alltags, ganz klar ein Vorbild für die peniblen Wortverwicklungen eines Loriot, für den schwarzen Humor der Coen-Brüder oder die surrealen Traumlandschaften eines René Magritte. Sein PROZESS ist ein Fest der Poesie des Scheiterns, ein Sammelsurium außergewöhnlicher Liebesszenen in leeren Gerichtssälen, dunklen Gängen, Nachbarszimmern, Büros und verwinkelten Küchenschränken, ein Zeremoniell des bürokratischen Irrsinns, ein schillerndes Panoptikum zärtlicher, hilfloser, finsterer, lebenshungriger Figuren und ein Plädoyer gegen die Verletzung der Grundrechte." sagt Joern Hinkel. 

SHAKESPEARE IN LOVE in der Regie von Antoine Uitdehaag hat das Publikum im Sommer 2018 amüsiert, berührt und überzeugt.  Wer es verpasst hat oder noch einmal sehen möchte, der wird sich freuen: SHAKESPEARE IN LOVE wird im kommenden Jahr (Premiere: 6. Juli 2019) wieder gezeigt.

Das Programm für Kinder, Jugendliche und die ganze Familie und die Inszenierung im Schloss Eichhof wird demnächst bekannt gegeben.

Nutzen Sie den Frühbucherrabatt von 10 % bis zum 31. Dezember 2018 bei Sofortkauf von Karten für Schauspiele und Musicals auf nicht bereits ermäßigte Tickets.

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Komisch, rasant und mit schwarzem Humor: A LONG WAY DOWN

07.12.2018

Im Schloss Eichhof sehen Sie die Erstaufführung nach einem Bestseller von Nick Hornby: A LONG WAY DOWN (Uraufführung: 20. Juli 2019/ 20:30 Uhr).

Die Dramaturgin der Bad Hersfelder Festspiele, Dr. Bettina Wilts hat den Roman erstmals für die Bühne bearbeitet und eine kurzweilige, amüsante, aber auch tiefgründige Fassung geschaffen. Christian Nickel wird A LONG WAY DOWN inszenieren. In den letzten Jahren stand er in Bad Hersfeld in Hauptrollen auf der Bühne der Stiftsruine. Für seine Rollen in HEXENJAGD und MARTIN LUTHER-DER ANSCHLAG erhielt er 2016 und 2017 den Großen Hersfeldpreis und in diesem Jahr für PEER GYNT den Zuschauerpreis.

A LONG WAY DOWN – schon der Titel ist doppeldeutig – ist die Geschichte von vier Menschen, die sich in einer Silvesternacht zufällig auf dem Dach eines Londoner Hochhauses treffen. Martin ist ein gefallener Medienstar, er hatte Sex mit einer Minderjährigen, im Gefängnis gesessen und Familie und Karriere ruiniert; Maureen pflegt seit fast 20 Jahren alleine und überlastet ihren schwer behinderten Sohn; John Julius, genannt JJ, wäre gerne ein Rockstar, fährt aber Pizza aus, und Jess, die aufmüpfige Politikertochter, weiß nicht, warum ihr Freund sie verlassen hat ...

Alle vier sind gekommen, um A LONG WAY DOWN, den LANGEN WEG NACH UNTEN zu nehmen. Das Hochhaus ist bekannt dafür, sich für Selbstmord besonders zu eignen. Aber sie entschließen sich, von ihren Plänen abzurücken und machen sich zunächst gemeinsam auf die Suche nach dem Freund von Jess, denn da gibt es einiges zu klären! Und sie vereinbaren, den Selbstmord erst einmal zu verschieben.

Vier fremde, sehr unterschiedliche Menschen, ihre Geschichten, Erfahrungen und Motive prallen aufeinander. Auf dem Weg zurück ins Leben entstehen berührende, komische und skurrile Szenen mit viel englischem Humor.

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Intendant Joern Hinkel unterschreibt Vertrag bis 2022

15.12.2018

Der Magistrat der Kreisstadt und der 48-jährige Festspielleiter einigten sich auf eine vorzeitige Vertragsverlängerung.

Bürgermeister Thomas Fehling und Joern Hinkel unterzeichneten den neuen Vertrag auch bereits.

Joern Hinkel arbeitet seit 2014 für die Festspiele und ist seit Februar 2018 Intendant. Nach Ansicht des Magistrates habe er „das Intendantenamt unter schwierigen Umständen übernommen und die Festspiele mit Umsicht und Kompetenz durch eine sehr erfolgreiche Spielzeit 2018 geführt.“

Nachdem Joern Hinkel mit der Spielzeit 2019 seine ersten eigenen Planungen als Intendant vorlegte und sein Konzept sich durch einen hervorragenden Vorverkaufsstart bestätigt hat, beschloss der Magistrat der Kreisstadt Bad Hersfeld, den Vertrag des Intendanten vorzeitig zu verlängern.

Dazu Bürgermeister Thomas Fehling, Vorsitzender des Gremiums: „Wir freuen uns sehr, dass Herr Hinkel dieses Angebot angenommen hat. Damit haben wir nun Kontinuität bis 2022 und können mit ihm den eingeschlagenen Weg der Modernisierung der Festspiele weiter voranbringen. Wir werden zielgerichtet daran arbeiten, die Bad Hersfelder Festspiele als hessischen kulturellen Leuchtturm zu erhalten und zum führenden Freiluft-Theater in Deutschland zu machen.“
Im Namen des Magistrates hatte Fehling zuvor die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Kulturstaatsministerin Monika Grütters, und den hessischen Ministerpräsidenten Bouffier über die Entscheidung unterrichtet.
Auch in diesem Schreiben machte er das volle Vertrauen der Stadt in Joern Hinkel deutlich: „Nicht nur auf der Bühne hat Joern Hinkel dabei eigene Akzente gesetzt; auch in der Bad Hersfelder Bürgerschaft, bei den politischen Entscheidungsträgern, den Partnern und den Medien hat er sich durch sein engagiertes Bekenntnis zu den Festspielen, seine Zugänglichkeit und seinen klugen Humor in kürzester Zeit großen Respekt und Anerkennung verschafft.“

Intendant Joern Hinkel: "Dem Magistrat und Bürgermeister Thomas Fehling bin ich dankbar für das Vertrauen, das sie in meine Arbeit setzen, und freue mich auf eine konstruktive und kreative Zusammenarbeit. Dass die Stadt Bad Hersfeld meinen Vertrag bis zur Spielzeit 2022 verlängert hat, ermöglicht es mir nun, längerfristig zu planen. Ich kann jetzt die Vorgespräche, die ich mit Regisseuren, Autoren, Komponisten und Schauspielern für die kommenden Jahre geführt habe, konkretisieren.

© K. Schönholtz


ANNETT LOUISAN kommt im Juli in die Stiftsruine

05.11.2018

Die Bad Hersfelder Festspiele werden auch im kommenden Sommer wieder Live-Konzerte anbieten und freuen sich, bereits den ersten Termin bekannt geben zu können. Annett Louisan, eine der erfolgreichsten deutschen Popsängerinnen kehrt 2019 auf die großen Live-Bühnen und am 29. Juli 2019 in die Stiftsruine zurück. Mit ihrem Mix aus Chansons und Pop made in Germany nimmt Annett Louisan nicht nur künstlerisch eine Ausnahmestellung ein. Über 10 Jahre nach ihrem Debüt gehört sie zu den prägenden Persönlichkeiten der deutschen Popmusik und gibt mit ihren Liedern immer wieder neue Impulse. Ihre sechs Alben platzierten sich durchgehend in den Top 10 der deutschen Charts.

 



(c) Thomas Faehnrich

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Hervorragendes Ergebnis für die 68. Bad Hersfelder Festspiele

04.09.2018

Gesamtauslastung von rund 86 Prozent - Punktlandung bei den Einnahmenzielen: Großer Erfolg für Intendant Joern Hinkel

Intendant Joern Hinkel hat in seiner ersten Spielzeit bei den Bad Hersfelder Festspielen eine Punklandung erzielt. Die Festspiele 2018 gingen mit einer hervorragenden Gesamtauslastung zu Ende, insgesamt wurden rund 86 Prozent aller Karten (Gesamtkapazität rund 110.000) verkauft, über 94.000 Besucher kamen in diesem Sommer zu den Bad Hersfelder Festspielen. Auch das Einnahmeziel von über 4,2 Millionen Euro wurde erreicht, das belegen die aktuellen Zahlen. Festspiel-Intendant Joern Hinkel ist glücklich über dieses erfolgreiche Ergebnis: ,,Meine Erwartungen wurden übertroffen, ich bin sehr zufrieden. Dass wir unseren Zuschauern so unglaublich unterschiedliche, kraftvolle und mitreißende Inszenierungen zeigen konnten, verdanke ich einem phantastischen Team auf und hinter der Bühne. Darsteller und Gewerke haben voller Hingabe und Hand in Hand zusammengearbeitet, mit einer unfassbaren Liebe zum Detail. Und einen strahlenderen Sommer konnte man sich für Theaterfestspiele kaum wünschen! Selten wurde das Zeltdach über der Zuschauertribüne so oft geöffnet wie in dieser Saison!“

Krisensituation gemeistert

Bei diesen Festspielen ging es um viel mehr als nur um Zahlen, es ging Anfang des Jahres um die Frage, ob sie in diesem Sommer überhaupt stattfinden würden. Denn nach dem unerwarteten Rücktritt von Dieter Wedel als Intendant im vergangenen Januar war unklar, wie sich die Festspiele entwickeln würden. Die kaufmännische Leiterin Andrea Jung dankte Bürgermeister Thomas Fehling und dem Magistrat für die schnelle und einmütige Entscheidung, Joern Hinkel ein Mandat für zwei Jahre zu erteilen. Damit wurden die Weichen auf Erfolg gestellt. Mit dem Engagement von Joern Hinkel, der den Mut hatte, in dieser Krisensituation das Amt des Intendanten der Bad Hersfelder Festspiele zu übernehmen, wurde eine Spielzeit 2018 ohne Abstriche und Einbußen wieder möglich. Durch die schwierige Situation Anfang des Jahres ist diese Bilanz zunächst in keiner Weise mit anderen Festspieljahren zu vergleichen – trotzdem wurden die geplanten Einnahmen erreicht. Es wäre nicht seriös, diese Saison mit der vergangenen zu vergleichen. Denn mit dem populären Lutherjahr 2017 entstand schon im Vorfeld ein besonderes Interesse an der Inszenierung MARTIN LUTHER – DER ANSCHLAG, das man in der Geschichte der Festspiele als einmalig bezeichnen kann (bereits vier Monate vor der Premiere war das Schauspiel ausverkauft). Nimmt man das Jahr 2016 zum Vergleich, in der das erste Mal die HEXENJAGD in einer Inszenierung von Dieter Wedel gezeigt wurde, kommt man auf eine Gesamtauslastung von 88 Prozent, damals besuchten rund 94.000 Zuschauer die Veranstaltungen der Festspiele (abzüglich der Vorstellungen auf der Spielwiese, die heute als Aufführungsort nicht mehr existiert).

Der neue Intendant hatte viele Hürden zu überwinden, denn bei Mitarbeitern und Publikum herrschte gleichermaßen große Unsicherheit. Würden die angefragten Darsteller und Teammitglieder für einen neuen Intendanten und einen geänderten Spielplan zur Verfügung stehen? Würden bei der Eröffnungspremiere weiterhin prominente Gäste über den Roten Teppich vor der Stiftsruine laufen? Kann das riesige bundesweite Medieninteresse gehalten werden? Würden die Zuschauer wie in den letzten Jahren aus dem gesamten deutschsprachigen Raum anreisen?

„Mit einer unglaublichen Ruhe und Gelassenheit gab Joern Hinkel den Ton an, damit schaffte er es, das Vertrauen in die Bad Hersfelder Festspiele nach innen und nach außen in kürzester Zeit wieder zu stärken“, erklärt die kaufmännische Leiterin Andrea Jung. Ein ganzes Team, von den Gewerken über die Schauspieler bis hin zur Verwaltung, stehe geschlossen hinter Joern Hinkel, so Jung. Bürgermeister Thomas Fehling hob bereits in seiner Rede bei der Festspiel-Eröffnung am 6. Juli den unermüdlichen Einsatz, und auch den hohen künstlerischen Anspruch des neuen Intendanten hervor. „Wir freuen uns auf die nächste Spielzeit mit ihm“, erklärt der Bürgermeister und hofft, dass bis dahin endlich die Weichen für die Umwandlung der Festspiele in eine gGmbH gestellt sind. Ende September soll in der Stadtverordnetenversammlung darüber entschieden werden. „Das würde die Organisation von Festspielen dieser Größenordnung wesentlich erleichtern. Denn die kommunalen Richtlinien und die Art des modernen Managements, die ein solcher Kultur-Event braucht, passen einfach nicht zusammen“, erklärt Thomas Fehling.

Der neue Intendant Joern Hinkel führt die Bad Hersfelder Festspiele nach dem Konzept von Dieter Wedel weiter und entwickelt dabei seine eigene künstlerische Handschrift, bescheinigen ihm die Medien. Er schafft Netzwerke, begeistert durch unkonventionelle Reden, wie beispielsweise bei der Verleihung der Abiturzeugnisse in der Stiftsruine oder beim Festakt zur Eröffnung der Festspiele, und beeindruckt mit seinem Führungsstil und hoher künstlerischer Qualität auch die Medien regional und überregional.

Alle reden über PEER GYNT

Zu Hinkels schwierigsten Entscheidungen zählte gleich am Anfang, DAS KARLOS-KOMPLOTT von Dieter Wedel aus dem Programm nehmen zu müssen. Zwei ausschlaggebende Gründe hatte es dafür gegeben: Ein Wedel-Stück ohne Wedel wäre in der kurzen Zeit einfach nicht umsetzbar gewesen. Und: Das Stück hätte nach den Vorwürfen gegen Dieter Wedel wohl kaum die Chance auf eine objektive künstlerische Betrachtung gehabt. So wurde PEER GYNT von Henrik Ibsen kurzfristig auf den Spielplan gesetzt. Zur Eröffnung der Festspielsaison 2018 kamen neben zahlreichen Prominenten aus Fernsehen, Theater, Wirtschaft, Sport und Politik auch der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier sowie der Vize-Kanzler und Bundesfinanzminister Olaf Scholz. Regisseur Robert Schuster inszenierte PEER GYNT in einer neuen modernen Fassung für die Bad Hersfelder Festspiele mit einem ungewöhnlichen, international besetzten Ensemble (mit Christian Nickel, Andreas Schmidt-Schaller, Nina Petri, Anouschka Renzi, Pierre Sanoussi-Bliss, André Hennicke, Claude-Oliver Rudolph, Corinna Pohlmann, Leena Alam u.a.) und beeindruckender Bühnentechnik mit zwei mobilen Leinwänden.

Der zweifache Hersfeld Preisträger Christian Nickel wurde als PEER GYNT bejubelt, Corinna Pohlmann erhielt für ihre Darstellung der Ingrid und der Trollprinzessin den Hersfeldpreis 2018. Das Stück, das eine ganz neue Sicht auf die Suche des Peer nach Erfüllung seiner Träume, nach Bedeutung und Reichtum wagte, erhielt viele positive Kritiken. So bezeichnete beispielsweise Judith von Sternburg von der Frankfurter Rundschau PEER GYNT als „schauwertes, schönes Theater“, und Bettina Fraschke von der HNA Kassel sah in dem Stück einen „modernen, opulenten Bilderbogen“. Auch sie lobte das ,,großartig aufspielende Ensemble“. Beeindruckt vom Stück zeigte sich ebenso Christoph A. Brandner von der Fuldaer Zeitung: ,,Die Inszenierung – eine, wenn nicht gar die mutigste, ja die kühnste in der Festivalhistorie – ist eine Demonstration beindruckenden Regie-Theaters und rückt die Bühne in das Zentrum spannender Dispute.“ Die Premiere beglücke, irritiere und provoziere mit einer bildmächtigen, hochaktuellen, aber auch verwirrenden Bedeutung von PEER GYNT.

Selten wurde über ein Stück in den letzten Jahren so lebendig diskutiert, während viele Zuschauer jubelten, blieben aber auch einige irritiert zurück. Peer Gynt erzielt trotz eines zweieinhalb- monatigen Marketing- und PR-Rückstandes aufgrund der kurzfristigen Planung eine Auslastung von 63 Prozent in 18 Aufführungen. Dazu Joern Hinkel: ,,PEER GYNT hat natürlich die Gemüter gespalten, aber es freut mich, dass die Inszenierung die Menschen so bewegt hat. Selten haben die Leute so nachhaltig über ein Stück geredet und diskutiert. Fast jeden Tag habe ich Mails von Zuschauern bekommen nach ihrem Besuch von PEER GYNT, die meisten davon waren positiv. “

Die kaufmännische Leiterin Andrea Jung ist mit dieser Auslastung zufrieden: „In Anbetracht der Tatsache, dass für PEER GYNT überhaupt erst am 17. Mai das Ensemble der Öffentlichkeit vorgestellt werden konnte, sind 63 Prozent Auslastung ein gutes Ergebnis!“

Große Erfolge im Schloss Eichhof

Neues wagte Intendant Joern Hinkel auch im Schloss Eichhof, der kleinen Festspielbühne mit 230 Plätzen, mit dem Hemingway-Bestseller DER ALTE MANN UND DAS MEER (Sieben Aufführungen, 100 Prozent Auslastung) und Horst Janson in der Hauptrolle, indem er dort erstmals ein ernstes Stück auf den Spielplan setzte. Die Kritiker lobten Horst Jansons wunderbare Darstellung als Fischer Santiago. Außerdem inszenierte Joern Hinkel im Eichhof mit großem Erfolg die Komödie INDIEN (22 Veranstaltungen, 90 Prozent Auslastung) von Josef Hader und Alfred Dorfer über zwei „Grantler“, die sich mühsam während einer Wirtshaus-Odyssee zusammenraufen, über Träume von einem besseren Leben. In der Rolle der zwei unterschiedlichen Restauranttester begeisterten Robert Joseph Bartl als Kurt Fellner und Mathias Znidarec als Heinz Bösel Publikum und Kritiker gleichermaßen.

SHAKESPEARE IN LOVE: Das erste Mal auf einer deutschen Bühne

Als Joern Hinkel von einer Aufführung von SHAKESPEARE IN LOVE im Wiener Theater in der Josefstadt erfuhr, sicherte er sich durch rasche Verhandlungen und mit dem Hinweis auf den einmaligen Aufführungsort, die Hersfelder Stiftsruine, beim Rowohlt-Verlag und den Vertretern von Disney die Aufführungs-Rechte des Stückes. SHAKESPEARE in LOVE in der Bühnenfassung von Lee Hall nach dem Oscar-prämierten Drehbuch von Tom Stoppard wurde in der Stiftsruine in Bad Hersfeld zum ersten Mal in Deutschland gezeigt.
Mit 88 Prozent Auslastung und jubelnden Besuchern ist die Geschichte um den jungen Will Shakespeare in jeder Hinsicht ein Erfolg. Die positiven Kritiken wurden durch den Großen Hersfeldpreis für die beiden Hauptdarsteller Natalja Joselewitsch und Dennis Herrmann bestätigt. Regisseur Antoine Uitdehaag und Intendant Joern Hinkel stellten ein hinreißendes Ensemble aus begabten jungen Nachwuchstalenten und bekannten Darstellern wie Brigitte Grothum und Martin Semmelrogge zusammen, das alle überzeugte.

Ausverkaufte Musicals

Ein riesiger Erfolg ist das Musical HAIR mit Bettina Mönch als Sheila. Es erreichte eine Auslastung von 99 Prozent und war nach wenigen Wochen ausverkauft.
„HAIR ist vor allem eine Ensembleleistung und überzeugt mit ausgelassener Spielfreude und tänzerischem Körpereinsatz.“ schrieb Kai A. Struthoff von der Hersfelder Zeitung. Ob Ensembleleistung oder Kostümbild, alle sind sich einig: Gil Mehmerts HAIR-Inszenierung in der Stiftsruine ist großartig: „Neben dem stimmigen Kostümbild - mit Mode der Flower-Power-Generation - zeigte das Ensemble temporeiche Tänze. Choreographin Melissa King zeigte einmal mehr ihre Klasse und versetzte das etwa 20-köpfige Team der Akteure nahezu fortwährend in Bewegung“, schreibt Joern Perske von dpa, und Matthias Witzel von osthessennews bestätigt: „Die Choreografien von Melissa King im geschickten Überall-Bühnenbild von Jens Kilian waren atemberaubend, und die Kostüme von Dagmar Morell passten voll ins Bild.“

Außerdem stand das Musical TITANIC in der spektakulären Inszenierung von Stefan Huber bereits in der zweiten Saison auf dem Spielplan. 93 Prozent der Plätze waren belegt, auch dies ein großer Erfolg.

LENAS GEHEIMNIS für kleine und große Festspielbesucher begeisterte

Immer wieder wurde von vielen Besuchern der Wunsch nach einem Stück für Kinder in der Stiftsruine an die Festspiele herangetragen. Franziska Reichenbacher schrieb und inszenierte die märchenhafte Geschichte um LENAS GEHEIMNIS – VON MENSCHEN, MÄUSEN, ZAUBERWESEN für Kinder, Jugendliche und Erwachsene und sorgte für begeisterte Reaktionen der großen und kleinen Zuschauer. Erstmals standen prominente Ensemblemitglieder aus den Schauspiel- und Musicalproduktionen in einem Kinderstück gemeinsam auf der Bühne, unter anderem Brigitte Grothum, Horst Janson, Martin Semmelrogge, Uwe Dag Berlin, Ute Reiber, Diana Margolina, Amelie Hinkel, Alicia Hohmann und Mitglieder des HAIR-Ensembles.
Die Produktion entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Projekt „Künste öffnen Welten“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung, unter Beteiligung der Konrad-Duden-Schule (KulturSchule des Landes Hessen unter der Koordination von Andrea Exner). Rund 30 Kinder aus diesem Projekt spielten gemeinsam mit Schauspielern, Sängern und Tänzern und sorgten für eine Auslastung von fast 93 Prozent!

Konzert ROMEO UND JULIA: Ein Highlight in der Stiftsruine

Mit Standing Ovations gefeiert wurde der Konzert-Abend ROMEO UND JULIA in der Stiftsruine. Das renommierte Hessische Staatsorchester der Stadt Wiesbaden und des Landes Hessen unter der Leitung seines Generalmusikdirektors Patrick Lange hat eigens für die Bad Hersfelder Festspiele das Musik-Programm für diesen Abend zusammengestellt. Intendant Joern Hinkel gelang es, Weltstar Marianne Sägebrecht und den Hersfelder Publikumspreisträger 2017 Robert Joseph Bartl für die musikalische Lesung zu gewinnen. Die beiden trugen Texte aus ROMEO UND JULIA von William Shakespare passend zu Sergej Prokofievs gleichnamiger Ballett-Suite und Peter Tschaikowskys Ouvertüre vor. Marianne Sägebrecht begleitete Nikolai Rimsky-Korsakows Orchester-Fantasie „Scheherazade“ auch mit Geschichten aus TAUSEND UND EINE NACHT. Die Auslastung des Abends lag bei 66 Prozent.

Konzerte von MICHAEL PATRICK KELLY, GREGOR MEYLE, DIE PRINZEN

Die drei Pop-Konzerte dieses Sommers lassen sich kurz und knapp zusammenfassen: Sie waren blitzschnell ausverkauft und die Besucher waren mehr als begeistert.

FOYER IM GRÜNEN noch beliebter

Das gute Wetter hat das FOYER IM GRÜNEN in diesem Sommer natürlich noch attraktiver gemacht. Das Catering-Unternehmen der Familie Bücking zeigte sich besonders erfreut, dass inzwischen viele Hersfelder unabhängig vom Besuch einer Vorstellung das zauberhafte Ambiente und das gastronomische Angebot genossen. Vor und nach den Vorstellungen blieben viele Zuschauer länger in der Festspiel-Lounge als in den vergangenen Spielzeiten, sodass Frank Bücking mit dem Gesamtergebnis mehr als zufrieden sein kann.

Abschluss-Gala und Publikumspreis

SUMMERSONGS war die Abschluss-Gala der 68. Bad Hersfelder Festspiele überschrieben und begeisterte auch in diesem Jahr die Besucher (Auslastung 72 Prozent).
Mathias Schlung moderierte das Konzert des Orchesters der Bad Hersfelder Festspiele unter Leitung des Hersfeld-Preisträgers 2017 Christoph Wohlleben. Die vielseitigen Musiker, die sich aus Orchestern in ganz Deutschland zusammensetzen, sich jedes Jahr wieder in Bad Hersfeld einfinden und in geradezu jedem Genre zuhause sind, von der Oper über Musical bis hin zu Rock- und Pop-Musik, begleiteten Gast-Star Katja Ebstein, Bettina Mönch, Riccardo Greco, Christof Messner (HAIR), Roland Riebeling, Günter Alt (SHAKESPEARE IN LOVE), Ute Reiber (SHAKESPEARE IN LOVE/ PEER GYNT / LENAS GEHEIMNIS) und Corinna Pohlmann (PEER GYNT/ Hersfeld-Preisträgerin 2018), die ihre ganz persönlichen SUMMERSONGS präsentierten.
Im Rahmen der Gala wurde der Zuschauerpreis 2018 an Christian Nickel für seine Rolle Peer in PEER GYNT verliehen. Das ist bereits der dritte Preis in Folge, den der Schauspieler in Bad Hersfeld erhalten halt – in den letzten beiden Jahren ist er für seine Darstellung in HEXENJGAD und in MARTIN LUTHER –DER ANSCHLAG mit dem Großen Hersfeldpreis ausgezeichnet worden.

Dass die Festspiele auch ein enormer Wirtschaftsfaktor für die Stadt Bad Hersfeld und die Region sind, hat die wissenschaftliche Studie zur Umwegrentabilität der Festspiele gezeigt, die die renommierte Hochschule Worms im April dieses Jahres vorstellte. Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass die Bad Hersfelder Festspiele im Jahr 2017 eine Gesamt-Wertschöpfung von 6,5 Millionen Euro generiert haben. Diese Wertschöpfung übersteigt den öffentlichen Zuschuss der Stadt, der in diesem Jahr 1,4 Millionen Euro beträgt, deutlich.

Der Gesamt-Etat der 68. Bad Hersfelder Festspiele beläuft sich auf acht Millionen Euro, eine Million Euro weniger als im vergangenen Jahr. Intendant Joern Hinkel: „Ich danke allen Freunden, Förderern und Sponsoren. Ich bin sehr froh über die Förderung durch den Bund, das Land Hessen, den Landkreis Hersfeld-Rotenburg und die Stadt Bad Hersfeld. Dass sie mir durch ihre Zuwendungen ihr Vertrauen ausgesprochen haben, betrachte ich keineswegs als selbstverständlich, im Gegenteil: in einer Zeit, in der oft als Erstes am Kulturetat gespart wird, ist es ein besonderes Zeichen für die Festspiele, dass sie durch öffentliche Mittel gestärkt werden. Nur durch diese Unterstützung kann das hohe Niveau, für das die Festspiele über die Grenzen hinweg bekannt sind, überhaupt gehalten werden.“
Eine seriöse Geschäftsbilanz der Festspiele 2018 kann erst im Winter gezogen werden, da das Geschäftsjahr der Saison bis zum 31. Dezember 2018 läuft und viele Buchungsvorgänge noch nicht abgeschlossen sind.


Hersfeldpreise für Dennis Herrmann, Natalja Joselewitsch und Corinna Pohlmann

09.08.2018

Der Große Hersfeldpreis geht an Dennis Herrmann und Natalja Joselewitsch. Der Hersfeldpreis wurde Corinna Pohlmann verliehen.

Es war keine leichte Entscheidung, denn alle Neu-Produktionen der Bad Hersfelder Festspiele werden sowohl Abend für Abend vom Publikum in der Stiftsruine mit sehr viel Applaus gefeiert als auch fast durchgehend von den Kritikern gelobt. Doch die Jury ist wieder zu einem Ergebnis gekommen.

Mit dem Großen Hersfeldpreis 2018 werden Dennis Herrmann und Natalja Joselewitsch ausgezeichnet, die in Antoine Uitdehaags Inszenierung von SHAKESPEARE IN LOVE als deutsche Erstaufführung die Hauptrollen spielen.

Die Begründung der Jury:

Sie strahlen große Glaubwürdigkeit aus, jugendliche Frische und unbändige Energie. Jeder auf seine Weise und beide gemeinsam, versuchen sie konsequent und kompromisslos ihre Lebenswege zu finden.

Die Viola von Natalja Joselewitsch ist eine mutige Frau in einer Welt, die ihr viele Beschränkungen auferlegt. Warmherzig, temperamentvoll, liebenswert und berührend spielt sie verschiedene, ineinander verwobene Rollen gleichermaßen souverän und authentisch.

Der Shakespeare von Dennis Herrmann ist ein verzweilfelt-grandioser Autor und ein vom Eros überwältigter Mann. Dank seiner markant-sensiblen Darstellung gelingt ihm der Spagat zwischen Draufgänger und Zauderer.

Beide wechseln souverän zwischen dem Romeo-und-Julia-Original und der modernen Komödie. Ihre Harmonie und Leichtigkeit bestimmen das perfekt aufeinander abgestimmte Spiel im Spiel im Spiel.

Mit dem Großen Hersfeldpreis werden Darstellerinnen und Darsteller ausgezeichnet, die die weiträumige Bad Hersfelder Festspielstätten in Spiel und Sprache beherrschen und die sich in ihr als rollenausschöpfende Schauspielerpersönlichkeiten erweisen. Der erste Preisträger war im Jahr 1962 Hans Caninenberg. Zu den Preisträgern gehörten seitdem unter anderem auch Volker Lechtenbrink, Uwe Friedrichsen, Mario Adorf, Tilly Lauenstein, Helen Schneider, Christian Schmidt und in den beiden letzten Jahren Christian Nickel für seine Rollen in HEXENJAGD und MARTIN LUTHER-DER ANSCHLAG.

Mit dem Hersfeldpreis 2018 wird Corinna Pohlmann ausgezeichnet, die in PEER GYNT die Rollen der Ingrid und der Trollprinzessin spielt.

Die Begründung der Jury:

Ihr gelingt es, zwei grundverschiedene Figuren mit hoher Emotionalität und Glaubwürdigkeit zu füllen. Zu Gebote stehen ihr dabei sprachliche Variationsbreite, ausgeprägte Wandlungsfähigkeit und artistische Spiellust.

Corinna Pohlmann hat bereits in den beiden vergangenen Jahren in den Festspiel-Inszenierungen von HEXENJAGD und MARTIN LUTHER – DER ANSCHLAG mit überzeugenden Interpretationen auf sich aufmerksam gemacht. Sie bestätigt in der aktuellen Inszenierung ihr großes schauspielerisches Können.

Der Hersfeldpreis wird an Darstellerinnen und Darsteller vergeben, die sich durch ihre Leistung profiliert haben, wobei die Auszeichnung insbesondere den Nachwuchs-Schauspielern und für „beste Nebenrolle“ zuerkannt werden soll. Der Hersfeld Preis wurde 1969 zum ersten Mal vergeben: Albert Hormann erhielt ihn. Im Laufe der Jahre kamen Namen wie Cornelia Froboess, Uwe Friedrichsen, Dietlinde Turban, Jutta Speidel, Marie-Therese Futterknecht und im letzten Jahr Christoph Wohlleben dazu.

Die undotierten Preise werden von der Stadt Bad Hersfeld und der Gesellschaft der Freunde der Stiftsruine alljährlich vergeben. Eine unabhängige Jury entscheidet über die Vergabe der Preise. Die Hersfeldpreis-Jury 2018: Martina Mattick-Stiller (ZDF/3sat, Vorsitz), Bettina Fraschke (HNA), Christoph Brandner (Fuldaer Zeitung), Hermann Diel (hr), Pit Rampelt (ZDF).


Cristian Nickel erhält den Zuschauerpreis 2018

02.09.2018

für seine Rolle Peer Gynt in PEER GYNT von Robert Schuster.

Wir gratulieren ganz herzlich!

Der Preis wurde im Rahmen der Abschluss-Gala SUMMERSONGS der 68. Bad Hersfelder Festspiele verliehen.

Christian Nickel wuchs in Hamburg auf, studierte Schauspiel an der Hochschule „Ernst Busch“ in Berlin und debütierte 1997 bei den Salzburger Festspielen in Grillparzers LIBUSSA in der Regie von Peter Stein. Im gleichen Jahr wurde er ans Schauspiel Frankfurt engagiert und spielte dort u.a. PEER GYNT, Regisseur war damals auch Robert Schuster.

Überregional bekannt wurde er als Goethes FAUST in der Inszenierung des Gesamtstoffes durch Peter Stein auf der Expo2000 in Hannover, in Berlin und in Wien.

Fünf Jahre lang gehörte Nickel dem Ensemble des Burgtheaters in Wien an, weitere Stationen waren das Residenztheater in München, das Berliner Ensemble, das Schauspiel Köln, das TAT Frankfurt/Main, das Maxim-Gorki-Theater in Berlin und seit 2012 das Theater in der Josefstadt in Wien, wo er derzeit engagiert ist.

Seit 2003 ist er auch regelmäßig selbst als Regisseur tätig.

Neben einigen Filmarbeiten überwiegend fürs Kino wurde er zu zahlreichen Lesungen eingeladen, oft auch in Verbindung mit Musik.

Unter der Regie von Dieter Wedel spielte er 2006 und 2014 bei den Nibelungenfestspielen in Worms – und bereits in den letzten Jahren in Bad Hersfeld.

Für seine Hauptrollen in HEXENJAGD (John Proctor) und MARTIN LUTHER-DER ANSCHLAG (Martin Luther, Reformator und Wutbürger) erhielt er 2016 und 2017 den Großen Hersfeldpreis, den eine Jury aus Kritikern vergibt.

Der Zuschauerpreis
Seit 1995 wird der undotierte Zuschauerpreis der Bad Hersfelder Festspiele verliehen.

Seit vorletztem Jahr kann auch online gevoted werden. Dank der Unterstützung der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg, die eine entsprechende Programmierung zur Verfügung gestellt hat.

Der Bad Hersfelder Goldschmied Matthias Laufer-Klitsch hat den Preis, einen Ring gemeinsam mit Volker Lechtenbrink, der von 1995 bis 1997 Intendant der Bad Hersfelder Festspiele war, entwickelt. Der Ring wird im Atelier des Juweliers alljährlich gefertigt. Er zeigt die Bögen der Stiftsruine, eine lachende und eine weinende Maske als Symbol für das Theater sowie die Schwurhand Karls des Großen (die sich einst als steinerne Skulptur über der unversehrten Stiftskirche befand) als Symbol für die (reichs-)klösterliche Vergangenheit der Spielstätte

Preisträger im letzten Jahr war Robert Joseph Bartl für seine Rolle in MARTIN LUTHER - DER ANSCHLAG.

 


Joern Hinkel inszeniert DER HERR DER FLIEGEN

24.10.2018

mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen der Sommernachtsträumer e.V./ Premiere am 2. November/ Karten ab Samstag!

DER HERR DER FLIEGEN! – William Goldings weltberühmte Parabel auf den kalten Krieg, für die er 1983 den Nobelpreis für Literatur erhielt, ist heute wieder von erschreckender Aktualität.
Eine Gruppe von Schülern stürzt nach einem Raketenangriff mit einem Flugzeug über einer verlassenen, paradiesisch schönen Südsee-Insel ab. Fernab von jeglicher Zivilisation versuchen sie zu überleben. Zunächst tun sie alles dafür, sich an selbst festgelegte Regeln zu halten und sich demokratisch untereinander abzustimmen. Aber je größer der Hunger, je verzweifelter die Angst vor wilden, unbekannten Tieren, desto mehr setzen sich die Stärkeren gegenüber den Schwächeren durch. Eifersucht macht sich breit, Konkurrenzdenken führt zu erbitterten Machtkämpfen, bis die Kinder schließlich unkontrolliert ihre Aggressionen ausleben und übereinander herfallen. Es wird ein Kampf ums nackte Überleben, der schon bald seine ersten Opfer fordert.

Sommernachtsträumer e.V.
Nachdem Joern Hinkel 2014 mit vielen Jugendlichen im Rahmen der Bad Hersfelder Festspiele SOMMERNACHTSTRÄUMEREIEN und danach KRABAT inszeniert hatte, entstand der Wunsch, auch außerhalb der Festspielzeit Theaterprojekte umzusetzen und durchgehend mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten. Der Verein wurde 2016 in Bad Hersfeld gegründet, fördert seitdem junge Talente in Workshops unter professioneller Anleitung und bietet ihnen Auftrittsmöglichkeiten. Zu den letzten Inszenierungen der Sommernachtsträumer gehörten DIE WELLE, KLASSENFEIND und FRÜHLINGSERWACHEN.

DER HERR DER FLIEGEN
Dramatisierung des gleichnamigen Romans von William Golding von Nigel Williams / Deutsch von Astrid Windorf.
Inszenierung: Joern Hinkel
Es spielen: Mitglieder des Vereins Sommernachtsträumer e.V.

2. / 3. / 4. November 2018, 19 Uhr
Probenhalle der Bad Hersfelder Festspiele
an der Stadthalle (Wittastraße – Ecke Lutherstraße)

Unkostenbeitrag 10 Euro, ermäßigt 5 Euro.
Karten ab Samstag, den 27.10. beim Ticketservice der Stadt, in der Hoehl’schen Buchhandlung, bei tausendschoen (Johannesstrasse 10) und an der Abendkasse.

 


Abschlussgala SUMMERSONGS mit Feuerwerk in der Stiftsruine

22.08.2018

Zum Abschluss der Bad Hersfelder Festspiele  präsentierte Mathias Schlung (TITANC) SUMMERSONGS, die Große Abschluss-Gala der 68. Bad Hersfelder Festspiele mit dem Orchester der Bad Hersfelder Festspiele unter Leitung des Hersfeld-Preisträgers 2017, Christoph Wohlleben, Katja Ebstein und Sängerinnen und Sängern und Schauspielerinnen und Schauspielern der aktuellen Festspiel-Produktionen.

Aus HAIR waren Bettina Mönch, Riccardo Greco und Christof Messner dabei. Aus den Schauspiel-Ensembles haben Darsteller wie Roland Riebeling, Günter Alt (SHAKESPEARE IN LOVE), Ute Reiber (SHAKESPEARE IN LOVE/ PEER GYNT/ LENAS GEHEIMNIS) Corinna Pohlmann (PEER GYNT/ Hersfeld-Preisträgerin 2018) ihr Können erneut unter Beweis gestellt.

Und ebenfalls wie im letzten Jahr durften sich die Besucher zum Abschluss des großartigen SUMMERSONGS-Abends über ein Feuerwerk in und an der Stiftsruine freuen.

Im Rahmen dieser Gala wird auch der Zuschauerpreis 2018 verliehen. Er ging an Christian Nickel, der die Hauptrolle in PEER GYNT gespielt hat. Mit Unterstützung der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg wurde dafür ein Online-Portal geschaffen, in dem jeder Besucher seiner Favoritin oder seinem Favoriten aus einer der beiden Neuproduktionen in der Stiftsruine seine Stimme geben kann. Im letzten Jahr erhielt Robert Joseph Bartl den begehrten Preis.

© J. Rakete

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Welt-Star Marianne Sägebrecht in der Stiftsruine

07.08.2018

Mit Robert Joseph Bartl trat sie in dem Konzert ROMEO UND JULIA des Hessischen Staatsorchesters der Stadt Wiesbaden und des Landes Hessen unter der Leitung seines Generalmusikdirektors Patrick Lange auf.

Zusammen lasen die beiden passend zu Peter Tschaikowskys Ouvertüre aus „Romeo und Julia“. Ausserdem gab es Texte von William Shakespare zu Sergej Prokofievs Ballett-Suite und und Nikolai Rimsky-Korsakows Orchester-Fantasie „Scheherazade“ mit Geschichten aus TAUSEND UND EINE NACHT.

Es war ein großer wundervoller Abend mit begeisternden Musikern und grandiosen Erzählern.

"„Großartig“ – so könnte man das Konzert „Romeo und Julia“ bei den „Bad Hersfelder Festspielen“ beschreiben, wenn man nur ein einziges Wort zur Verfügung hätte. Das grandiose „Hessische Staatsorchester Wiesbaden“ unter der Leitung von Patrick Lange verzauberte das Publikum am Samstagabend in der gut gefüllten Stiftsruine." (lokalo24/Kreisanzeiger/FuldaAktuell)


"Staatsorchester, Sägebrecht und Bartl verzaubern - Selbst daran schuld, wer keine Karten für das Klassik-Konzert der Bad Hersfelder Festspiele erstanden hat: Er hat einen wundervollen, bezaubernden Abend – gespickt mit liebreizenden, tragischen und magischen Momenten – verpasst.     ... Alles fließt ineinander. Die Grenzen zwischen gesprochenem Wort und Musik schwinden. Es entsteht ein großes Ganzes, das Gänsehaut erzeugt. Das Publikum pfeift, klatscht und trampelt vor Begeisterung." (osthessennews)  


""Ist Lieb’ ein zartes Ding? Sie ist zu rau!“ Ein Satz aus Shakespeares Drama, „Romeo und Julia“, der den Konzertabend am Samstag in der Stiftsruine durchzog. Zartheit und Rauheit, tödliches Drama und märchenhaftes Happy End bildeten die Gegensatzpunkte eines ungewöhnlichen Programms, dem Schauspiel-Ikone Marianne Sägebrecht und Hersfeld-Star Robert Joseph Bartl mit ihren Textbeiträgen den besonderen Reiz verliehen. ... Wie sehr es nicht nur das Drama selbst, sondern Shakespeares Sprache ist, die uns heute noch berührt, ließen Marianne Sägebrecht und Robert Joseph Bartl in ihren fein ausgewählten Textausschnitten spüren. ... Märchen statt Drama, Happy End statt tödlicher Tragödie, hieß es im zweiten, der Märchenwelt von „Tausend und einer Nacht“ gewidmeten Teil. Nikolai Rimski-Korsakows Suite „Scheherazade“, ein Wunder an harmonischem wie melodischem Erfindungsreichtum und virtuoses Feuerwerk zugleich, bildete den eindrucksvollen Rahmen, bei dem das Orchester auch solistische Glanzpunkte setzte, allen voran Konzertmeister Karl-Heinz Schultz mit seinem Violinsoli." (HNA/HZ)

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"Lustvoller Bilderbogen" HAIR begeistert Publikum und Kritiker

03.08.2018

„„Hair“ in Bad Hersfeld ist ein praller Bilderbogen, farbig und rasant – und zugleich eine Zeitreise durch die amerikanische Popkultur. ... „Hair“ ist vor allem eine Ensemble-Leitung und überzeugt mit ausgelassener Spielfreude und tänzerischem Körpereinsatz. Die Songs kann jeder mitsingen. Atemlos jagt ein Evergreen den anderen: „Aquarius“, „Hair“, „Good Morning Starshine“, „Let the Sunshine in“ oder „Hippie Life“ – die Hymne an die Zeit. Rasant ist die Choreografie (Melissa King), fantasievoll bunt die Kostüme (Dagmar Morell).
Trotzdem stechen einige Akteure heraus – allen voran Bettina Mönch als Sheila, die mit weißer Seele und schwarzer Soulstimme bezaubert. Auch Claude, Berger, Jeanie (Martina Lechner) Woof (Nils Klitsch), Hud (Victor Hugo Barreto) Crissy und die wie wild wirbelnden Girls vom Electric Blues Trio (Eva Zamostny, Karen Müller, Tamara Pascual) tanzen und singen sich in die Herzen. ... Zehn Minuten Applaus, Jubel, stehende Ovationen und zwei Zugaben sind der verdiente Lohn für zwei pralle Stunden Hippie-Life in Bad Hersfeld. Am Ende tanzt auch das Publikum auf der Bühne. Denn der Traum von Liebe und Frieden wird nie sterben.“ (HZ)

„Neben dem stimmigen Kostümbild - mit Mode der Flower-Power-Generation - zeigte das Ensemble temporeiche Tänze. Choreographin Melissa King zeigte einmal mehr ihre Klasse und versetzte das etwa 20-köpfige Team der Akteure nahezu fortwährend in Bewegung. Mal lässig, lustvoll oder zugedröhnt im Drogen- und Liebesrausch, mal energetisch. Und auch mal nackt. Es ist ein provozierender und nackter Protest der Hippies gegen die Staatsmacht bei einer Demonstration.“ (dpa)

„Mehmert kann sich glücklich schätzen ein solch energiegeladenes Ensemble zur Verfügung zu haben und es wäre ungerecht, einen davon herauszuheben. Klar, dass die drei Hauptprotagonisten den meisten Beifall hatten, aber jeder machte seine Sache top. Nicht alle hinter der Bühne können hier genannt werden. Die Choreografien von Melissa King im geschickten Überall-Bühnenbild von Jens Kilian waren atemberaubend, und die Kostüme von Dagmar Morell passten voll ins Bild.“ (osthessennews)

„Provokant-frech lässt Mehmert eine Ku-Klux-Klan- Truppe zu „Black boys are de- licious“ über die Bühne wirbeln. Auch ein Weg, um sich dem Rassismusproblem zu nähern. Als Friedensengel ist Sheila unterwegs, die mal auf einem Schimmel einreitet, mal nur mit einer Gitarre beschürzt der martialischen Gewalt der Polizei bei einer Anti-Kriegsdemonstration begegnet. Bettina Mönch geht förmlich in ihrer Rolle auf und erntet besonders viel Applaus. Es ist dieser lustvolle, manchmal skurrile Bilderbogen, der die Hersfelder Hair-Inszenierung so kurzweilig macht. Melissa Kings Choreographien sind mit-reißend und zeigen ein schönes Ganzes.“ (Wetzlarer Neue Zeitung, Weilburger Tageblatt u.a.)

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Horst Janson in DER ALTE MANN UND DAS MEER im Schloss Eichhof

26.08.2018

„Der Kahn des alten Mannes segelt im Schloss Eichhof über ein Meer aus Plastikflaschen, das dank farbiger Beleuchtung ästhetisch anspricht, mit Blick auf die zunehmende Vermüllung der Ozeane gleichzeitig auch erschreckt – ein gelungener Kontrast. Eine Strandbar aus Treibholz und die Bretterbude des alten Fischers komplettieren das Bühnenbild. Das passende karibische Flair liefern die Musiker einer vierköpfige Liveband, die im Laufe des Stücks auch als Kneipenbesucher oder Fischerdorfbewohner herhalten müssen: Diogenes Nordarse (Percusssion/Gesang), Ralf Wüstneck (Akkordeon), Michael Herrmann (Akkordeon/Kontrabass) sowie Regisseur Jens Hasselmann an der Gitarre verhelfen dem Stück zum richtigen Drive, lassen ihre Instrumente mal melancholisch-verträumt, mal bedrohlich tosend erklingen – und unterstreichen so eindrucksvoll die Gefühlslage des Fischers. Dessen Rolle scheint Horst Janson geradezu auf den Leib geschrieben zu sein: Im Wechselbad der Gefühle zwischen Hoffen und Bangen, Glück, Euphorie, Verzweiflung und Resignation zeichnet er das Bild eines greisen Mannes, dessen Kräfte zwar schwinden, der aber zu keinem Zeitpunkt seine Würde verliert. Ihm zur Seite gestellt ist einerseits Barfrau, Erzählerin und Sängerin Marie-Luise Gunst, die mit klarer Stimme die Handlung vorantreibt, mal etwas mehr, mal etwas weniger und manchmal auch genau das wiedergibt, was gerade auf der Bühne passiert.“ (HZ)


„Alles andere als ein Ein-Mann-Stück erwartet die Zuschauer, vielmehr hat die Inszenierung Jens Hasselmanns, wie sie bereits vor acht Jahren auf Rügen uraufgeführt wurde, fast Musicalcharakter. Wie könnte man Zeit- und Lokalcholorit Kubas der 50er Jahre, wo die Novelle entstand, besser transportieren, als mit der Musik Kubas und einer Liveband. Dezent und zugleich charakteristisch stimmt das Quartett mit Jens Hasselmann (Gitarre), Michael Hermann (Kontrabass), Ralf Wüstneck (Akkordeon) und Diogenes Nodarse (Percussion, Gesang) das Publikum auf das Stück ein und begleitet danach die Szenen musikalisch. ... Jansons jugendlicher Charme, den er sich auch im Alter bewahrt hat, ist tragend für seine Rolle und baut die Brücke zu dem Jungen Manolo (Romeo Hinkel), der den Alten umsorgt und verehrt, auf seiner Fahrt jedoch nicht begleiten darf. So ist Santiago auf sich allein gestellt und bietet alle seine Kräfte auf, um dem riesigen Schwertfisch einen würdevollen Kampf zu liefern. Kraftvoll und ohne Brutalität ringt der alte Fischer mit dem Fisch, kommt ihm nah, versetzt sich in seine Lage, nimmt fast liebevoll Kontakt mit ihm auf.“ (osthessennews)

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"Geniale Ideen" - "Modernes sehenswertes Stück": Kritiker zu Peer Gynt

08.07.2018

„Besseres als diese Produktion ... kann dem Theater im Allgemeinen und den Festspielen im Besonderen nicht passieren. Die Inszenierung – eine, wenn nicht gar die mutigste, ja die kühnste in der Festivalhistorie – ist eine Demonstration beeindruckenden Regie-Theaters und rückt die Bühne in das Zentrum spannender Dispute. ... Aus der Fülle nahezu genialer Ideen in Schusters mitunter komplex-komplizierten Inszenierung/Fassung einige herausragende Beispiele: Der junge Peer wird mittel einer Puppe dargestellt (Gestaltet von Suse Wächter, geführt und gesprochen von Gloria Iberl-Thieme). In der bewegenden Schlussszene gesellt sich der junge zum alten Peer und zu Solveig. Mit dieser Figur vermittelt Leena Alam (in ihrer Heimat Afghanistan ein Star) die aktuelle Flüchtlingsproblematik und fasziniert als Frau, die Jahrzehnte lang voller Hoffnung, Glaube und Liebe auf Peer gewartet hat. Solveigs Lied singt sie in ihrer Muttersprache. Eine weitere ungewöhnliche Idee: Frau Dr. Begriffengfeld, Leiterin eines Selbstfindungsseminars für Führungskräfte und Chefin eines Irrenhauses (im Original ein Herr Dr.) und Peers Mutter Aase werden von einer Schauspielerin interpretiert, von der vorzüglichen Nina Petri. Ibsens Troll-König regiert als König des Internets (Andreas Schmidt-Schaller, stets souverän) ein virtuelles Reich, in dem es aberwitzig, brutal und ordinär zugeht. Ebenso spektakulär gestaltet hat Regisseur Schuster die Szene auf dem Meer, in der zwei große, ferngesteuerte Video-Wände frappierende Bilder ermöglichen. ...“ (Fuldaer Zeitung)

„Faust des Nordens» wird das dramatische Gedicht des norwegischen Lyrikers Henrik Ibsen von 1867 auch genannt. Dem Berliner Regisseur Robert Schuster gelang ein modernes, sehenswertes Stück mit adaptiertem Text und lediglich zweieinhalb Stunden Länge. ...
Die Folgen der Digitalisierung sind eines seiner Themen. Märchenhafte Trolle aus dem Original werden zu zombiehaft wirkenden Trollen aus der Welt des Internets mit einem Stecker im Allerwertesten. ... Christian Nickel spielt die Hauptrolle eindringlich. Der herausragende Akteur zeigt einmal mehr seine Klasse bei den Festspielen. ... Eingearbeitet wird in die Bad Hersfelder Fassung auch viel Gesellschaftskritik: der Selbstoptimierungswahn, der Talkshow-Betrieb und die Egoismen unter US-Präsident Donald Trump («America First», «Fake News»). Das passt gut zu «Peer Gynt», der sich auch gern an erster Stelle sieht und mit alternativen Fakten hantiert." (dpa)

„Mit einer starken Setzung inszeniert Robert Schuster bei den Bad Hersfelder Festspielen Henrik Ibsens Sinnsucher-Klassiker „Peer Gynt“ (1867). Er dekonstruiert die Stationendramtaturgie und setzt das Stück in vollkommen anderem Kontext neu zusammen. Keine Betulichkeitsfolklore, keine Höhlenromantik, kein Norwegenidyll. Bei der Premiere am Freitag in der ausverkauften Stiftsruine gab es viel, aber nicht übermäßig euphorischen Applaus. Mit einem großartig aufspielenden Ensemble, dem charismatisch-ausdrucksstarken Christian Nickel als Titelheld, mit präzis eingesetzter Videotechnik und Puppenspielerin Gloria Iberl-Thieme, die für die emotional bewegenden Höhepunkte sorgt, entsteht ein mutiger Abend mit einem stringent durchgestalteten Konzept von jemandem, der genau weiß, worauf er inhaltlich hinaus will.“ (HNA)

„Die Bad Hersfelder Festspiele 2018 wurden mit Henrik Ibsens "Peer Gynt" in einer mutigen Inszenierung von Robert Schuster eröffnet. Dafür gab es viel Beifall. ... Aus dem durchweg hochkarätig besetzten Ensemble stechen vor allem Christian Nickel und Nina Petri hervor. Nickel schafft es, dem großspurigen, rücksichtlosen, egomanen Peer Gynt auch nachdenkliche, ja sogar sympathische Züge zu verleihen und eine vielschichtige Figur zu zeigen. Und Nina Petri ist als Dr. Begriffenfeld sein rationaler Gegenpart. Zudem spielt sie als Aase eine überforderte Mutter für den jungen Peer, die sich schließlich im Alter mit anrührender Intensität von ihm verabschiedet. Gegenentwürfe zur lauten, spielerischen Selbstsuche sind zum einen Leena Alams Solveig, die einfach sie selbst ist, geradlinig und ernsthaft und bedingungslos zu Peer Gynt steht und Anouschka Renzis Anitra, eine geheimnisvolle Frau ohne Seele. Mit großer Spielfreude und Wandlungsfähigkeit sind Pierre Sanoussi-Bliss, André M. Hennicke, Tilo Keiner, Maximilian Wigger und Thorsten Kublank in verschiedenen Rollen zu sehen, als Peer Gynts Freunde, Trolle oder Bewohner eines Altenheims. Und auch Corinna Pohlmann begeistert als eigenwillige Trollprinzessin. Ein würdiger Trollkönig ist Andreas Schmidt-Schaller, während Claude-Oliver Rudolph einen sehr norddeutschen Kapitän gibt. Beeindruckend die Leistung von Gloria Iberl-Thieme, die der Puppe Peer Stimme und Ausdruck verleiht.“ (Hersfelder Zeitung)

„Intendant Joern Hinkel ist mit Peer Gynt als Eröffnungsstück sicher nicht den einfachen Weg gegangen ... Den einfachen Weg sicher nicht, aber einen richtigen, vielleicht den einzig richtigen. ... es präsentiert sich in der Inszenierung von Robert Schuster auch als durchweg aktuelles Stück. Die Macht der Informationssammler, der Nachrichtenmacher und Influencer bestimmt die gegenwärtige Alltagswelt wie nie zuvor. Im Internet werden Realitäten vermittelt und erschaffen und im Darknet üben die Trolle unserer Zeit ihre alles durchdringende Macht aus. ... Die faszinierende Bühnentechnik mit zwei beweglichen Großbildschirmen und Videofilmen (Torge Möller), die dynamisch in das Bühnenspiel einbezogen werden, es ergänzen, erweitern, überzeichnen und um eine Handlungsebene ergänzen. Mutter Aase (Nina Petri in Doppelrolle) oder Peer als Kind, verkörpert durch eine Puppe, gespielt von Gloria Iberl-Thieme fügen die Perspektive auf das innere Kind des erwachsenen Peer hinzu und schaffen Raum für psychologische Deutungsansätze oder die Freiheit sich einfach Illusion und Wirklichkeit in harmonischem Miteinander hinzugeben." (osthessennews)

Und über den Festakt:
„Der beste Moment am Eröffnungsabend der 68. Bad Hersfelder Festspiele ist nicht etwa, wenn Peer Gynt seiner sterbenden Mutter (hier: seiner Therapeutin) eine himmlische Schlittenfahrt vorgaukelt - diese berühmte Lügenboldszene zum Herzerwärmen. Der beste Moment ist auch nicht am Ende, in der nicht weniger berühmten Schlussszene von Henrik Ibsens "Peer Gynt", wenn der egomanische Titelheld von seiner Lebensirrfahrt zurückkehrt und sein greises Haupt im Schoß der treuen Solveig bettet (hier: eine Flüchtlingsfrau aus Afghanistan), lernend, dass diese Frau seine Heimat war. Nein, der beste, menschlichste, kunstfreundlichste Moment bei der Eröffnung der diesjährigen Festspiele in der schönen Stiftsruine von Bad Hersfeld ereignete sich gleich beim Festakt am Anfang, als der neue Intendant Joern Hinkel ein großes "Wir" beschwor - im betonten Gegensatz zur "Ich"-Proklamation eines Peer Gynt. "Wir, das sind ...", und statt den Satz zu vollenden, gab der Intendant einen Wink, woraufhin alle diesem "Wir" Zugehörigen auf die Bühne strömten: Schauspieler, Techniker, Musiker, Sänger, Bühnenmeister, Requisiteure, jung und alt, männlich, weiblich, eine fröhliche, bunte Festspieltruppe. Und alle gemeinsam stimmten sie dann den Song "Stand by me" an, mit Joern Hinkel am Klavier. Da dürfte so manche Gänsehaut aufgeprickelt sein.“ (Süddeutsche Zeitung)

 


Bild (c) BHF/S.Sennewald

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SHAKESPEARE IN LOVE begeistert: Pressestimmen

19.07.2018

Regisseur Uitdehaag hat dabei sehr genau darauf geachtet, die Balance zu halten: Er gibt dem Affen hemmungslos Zucker, wenn Shakespeare und Marlowe im Duett dichten oder die Theatertruppe Klaus Figges Fecht-Choreografien mit begeisternder Rasanz und Slapstick-Einlagen umsetzt. Wenn sich im nächsten Moment der Fokus alleine auf Shakespeare und seine Angebetete Viola de Lesseps richtet, die die Unmöglichkeit ihrer Liebe realisieren, dann entsteht trotz des Tempo- und Stimmungswechsels kein Bruch. So wie man vorher schallend gelacht hat, so leidet man nun mit und wischt sich nun verlegen ein Tränchen aus dem Augenwinkel. Das Mysterium Theater eben. ... Es gab kräftigen Applaus, Jubel und minutenlang stehende Ovationen. (Hersfelder Zeitung)

Herausragend ist die Leistung von Natalja Joselewitsch, die als Viola überzeugt. Ihr nimmt man die energische junge Frau, die um ihren großen Traum kämpft und dabei auch noch die große Liebe findet, zweifelsfrei ab. Dennis Herrmann spielt William Shakespeare mit einer Freude und Energie, die das Publikum von der ersten Minute an mitnimmt. Bezaubernd spielt Bettina Hauenschild Violas Amme, die stets besorgt um das Wohl ihres Schützlings ist, später zu dessen engster Vertrauten und Verbündeten wird. ... Herrlich komische Dialoge, abgewechselt mit hoffnungsloser Romantik – all das wird am Ende des Abends dann doch noch mit lang anhaltendem Applaus vom Publikum gebührend gewürdigt. (osthessennews)

Ein Märchen für Erwachsene war versprochen worden - und ein Märchen für Erwachsene wurde geboten. Das Theaterstück "Shakespeare in Love", das Antoine Uitdehaag erstmals auf einer deutschen Bühne inszeniert, hat die Zuschauer bei den Bad Hersfelder Festspielen begeistert. ... Neben auch aus dem Fernsehen bekannten Akteuren wie Brigitte Grothum,
Martin Semmelrogge, Robert Joseph Bartl oder Bettina Hauenschild standen mit den beiden Hauptdarstellern zwei noch junge Schauspieler auf der Bühne: Dennis Herrmann (Jahrgang 1986) als Will Shakespeare und Natalja Joselewitsch (1991) als Viola spielten ihre Parts mit
viel Charme und harmonierten auf der Bühne. ... Gelungen sind auch die vielfältigen Kostüme genau wie die fließenden Übergänge zwischen den Szenen. Mal leisere, mal lautere Töne, auch Tanzszenen oder wilde Kämpfe, mal ernst, dann wieder heiter: "Shakespeare in Love" zeigt die bunte Welt des Theaters - vereint in einem Stück. (dpa)

Turbulente Verwicklungen, Slapstick, Witz, Charme und ein entzückendes Liebespaar sind die Bestandteile eines heiter-gefühlvollen Komödienabends, der das Publikum zur Premiere am Freitag in der ausverkauften Stiftsruine in Bad Hersfeld zu minutenlangen Ovationen hinriss. (HNA)

Ein turbulent-unterhaltsames und besinnliches Stück für Shakespeare-Kenner und Einsteiger: Die deutsche Erstaufführung der Komödie "Shakespeare in Love" in der Stiftsruine ergötzte das Publikum, das nach drei Stunden heftig applaudierte ... Gemessen an ihren guten Leistungen müssen alle 22 Schauspieler genannt werden ... Die Komödie endet mit Wills Hinweis auf das Ende seines künftigen Werkes "Was ihr wollt" mit dem Versprechen: "Es ist ein Mysterium". "Shakespeare in Love" in der Stiftsruine ist ein Gesamtkunstwerk und ein Mysterium, wie es uns allen gefällt. (Fuldaer Zeitung)

Der Niederländer Antoine Uitdehaag hat groß angelegtes Ensembletheater inszeniert, mit 26 Schauspieler (und 30 Statisten), das dem Film zur Halbzeit emotional einigermaßen nahe kommt, um im zweiten Akt ein starkes Eigenleben zu entwickeln. Das gewinnt immer mehr Tempo und Temperatur, wird höchst unterhaltsam und sehr romantisch, nie aber albern, nie aber kitschig. Klaus Figge, Meister seines Fachs, hat mit den Schauspielern vorzüglich arrangierte Fecht- und sonstige Kampfszenen einstudiert. Erika Landertingers Kostüme tragen die 1593 siedelnde Handlung durch alle möglichen Epochen zu uns heran. ... Am Ende des Abends, kurz nach Mitternacht, stehen aber 1300 Festspielzuschauer wie ein Mann, der auch eine Frau sein kann. Das Theater hat sich wirklich selbst gefeiert – und kann sich nunmehr rechtmäßig feiern lassen. (Thüringer Allgemeine)

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Kritiken zu LENAS GEHEIMNIS - VON MENSCHEN, MÄUSEN, ZAUBERWESEN

16.08.2018

für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in der Stiftsruine!


„„Lenas Geheimnis – von Menschen, Mäusen, Zauberwesen“, das Kinderstück der 68. Bad Hersfelder Festspiele, ist eine kurzweilige, interessante und gelungene Melange aus Sprechtheater und Musical, Dramatik und Komik. Die Harmonie beziehungsweise das Zusammenspiel zwischen Jung und Alt, Laien und Profis, stimmt und gelingt. ... Die etwas mehr als 60 Minuten vergehen wie im Flug – als Erwachsener ist man fast enttäuscht, dass das Stück so schnell vorbei ist. Das Premierenpublikum spendete reichlich Applaus samt lautem Getrampel, wobei sich das Ensemble auch beim Schlussapplaus als Gemeinschaft inszenierte.“ (HZ) 

"Neben bedeutenden Schauspieler-Größen wie Brigitte Grothum als „Oma Gertrude“, Horst Janson als Hausmeister „Knauster“ und Martin Semmelrogge als Mäusekönig „Roderich XXVIII.“ standen die Nachwuchsschauspieler auf der Bühne. Dazu ein Teil des Musical-Ensembles von „Hair“ – eine solche Mischung aus Schauspiel, Musical und Kindertheater hat es bisher bei den „Bad Hersfelder Festspielen“ noch nicht gegeben. ... „Lenas Geheimnis“ ist nicht „nur“ ein Kinderstück, sondern eine wundervolle Produktion, die die Herzen des Publikums erreicht. Reichenbacher, die zuerst „ein riesiges Stück Käse auf der Bühne und ein paar Mäuse“ als Idee hatte, bringt in dem Stück einen Teil des alljährlichen Festspielbetriebes auf die Bühne und schlägt gleichzeitig einen Bogen zu anderen Inszenierungen dieses Jahres. Der lange Beifall für das brillante Ensemble spricht für sich und die Regisseurin hat ihr Ziel erreicht, das Publikum einen ganz neuen Blick auf das Spiel im Spiel im Theater werfen zu lassen. ... Eines sei noch gesagt: Wer „Lenas Geheimnis“ nicht gesehen hat, hat definitiv etwas verpasst.“(lokalo24/ Fulda Aktuell/ Kreisanzeiger)

„Viel Gesang, die von Jurriaan Bles entzückend choreografierten Tänze der wuselnden Mäuse, die sogar vor der Apsis nicht zurückschrecken, sorgen für gute Laune. Ein absolut tänzerisch mitreißender und akustischer Höhepunkt waren die Proben der neun in diesem Stück mitwirkenden Ensemblemitglieder von „Hair“. Amelie Hinkel und Alicia Hohmann, die bühnenerfahrenen Schülerinnen, glänzen mit Präsenz, Textsicherheit und Spielfreude. Das gilt auch für die Obermaus Diana Margolina und alle Mäuse, die es verdient haben, namentlich genannt zu werden. ... Auch die Kommentare der Besucher nach der Vorstellung sprechen für sich: „Das war so toll“, „Und lustig“, „Gut, dass wir da waren“. Wenn dann noch mehrere Schülerinnen und Schüler im Klassenverbund den gehörten Ohrwurm "Let the sunshine in" anstimmen, ist der Funke übergesprungen.“
(osthessennews)

Letzte Vorstellung:

21. August/ 10:30 Uhr

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SUMMERSONGS: Mathias Schlung präsentiert die Große Abschluss-Gala

23.07.2018

mit Bettina Mönch, Christof Messner, Roland Riebeling und vielen anderen

Nach dem riesigen Erfolg der ersten Abschluss-Gala der Bad Hersfelder Festspiele im letzten Jahr wird es auch am Ende dieser, der 68. Festpielsaison, einen Abend mit dem Orchester der Bad Hersfelder Festspiele unter Leitung von Hersfeld-Preisträger 2017, Christoph Wohlleben und Stars der aktuellen Musical- und Schauspiel-Produktionen geben.

SUMMERSONGS ist der Abend überschrieben, an dem die großartigen Sänger, Tänzer und Schauspieler der aktuellen Produktionen ihre SUMMERSONGS präsentieren werden. Aus HAIR werden zum Beispiel Bettina Mönch, Riccardo Greco und Christof Messner dabei sein. Aber auch aus den Schauspiel-Ensembles werden Darsteller wie Roland Riebeling, Günter Alt (SHAKESPEARE IN LOVE), Ute Reiber (SHAKESPEARE IN LOVE/ PEER GYNT/ LENAS GEHEIMNIS) Corinna Pohlmann (PEER GYNT) und andere ihr Können erneut unter Beweis stellen.

Mathias Schlung wird als Moderator durch diesen Abend führen. Er hat das Publikum der Bad Hersfelder Festspiele auch in diesem Sommer als Henry Etches in TITANIC begeistert. Vielen ist der gebürtige Göttinger auch aus dem Fernsehen bekannt, u.a. aus DIE DREISTEN DREI, HAPPY FRIDAY(SAT1) oder POLIZEIRUF 110 (ARD). Seine große Liebe aber gehört dem Theater. So war er unter anderem von 1996 bis 1999 am Deutschen Theater in Göttingen engagiert, wirkt seit 1995 immer wieder bei den Salzburger Festspielen mit (JEDERMANN, EIN SOMMERNACHTSTRAUM) und spielte von 2001 bis 2006 am GRIPS Theater in Berlin. 2009 übernahm er bei den Nibelungenfestspielen in Worms unter der Regie von Gil Mehmert die Hauptrolle in DAS LEBEN DES SIEGFRIED und immer öfter spielte er auch im Musiktheaterbereich. So holte ihn Roman Polanski z.B. 2006 für seine Inszenierung DER TANZ DER VAMPIRE ans Theater des Westens in Berlin und Stefan Huber engagierte ihn eben für TITANIC in Bad Hersfeld.

Und ebenfalls wie im letzten Jahr dürfen sich die Besucher zum Abschluss des großartigen SUMMERSONGS-Abends am 2. September ab 21.00 Uhr auf ein Feuerwerk in und an der Stiftsruine freuen.

Im Rahmen dieser Gala wird auch der Zuschauerpreis 2018 verliehen. Mit Unterstützung der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg wurde dafür ein Online-Portal geschaffen, in dem jeder Besucher seiner Favoritin oder seinem Favoriten aus einer der beiden Neuproduktionen in der Stiftsruine seine Stimme geben kann. Im letzten Jahr erhielt Robert Joseph Bartl den begehrten Preis.

SUMMERSONGS
Abschluss-Gala der Bad Hersfelder Festspiele
2. September/ 21:00 Uhr
Stiftsruine

(c) J.Degraa



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