Nachrichtenarchiv

Nina Hoger, Ilja Richter und mehr im Rahmenprogramm

13.05.2022

Während sich das Musical „Goethe!“ in der Stiftsruine mit Goethes unglücklicher Liebe zu Lotte Buff in jungen Jahren beschäftigt, gehen Nina Hoger und Ilja Richter auf eine spätere und lange Beziehung des  Dichters ein. Die beiden bekannten Schauspieler werden mit ihrem Programm „Lebe wohl und liebe mich!“ in der Probenbühne im Park (Wittastraße, Ecke Lutherstraße/an der Stadthalle) auftreten. Am 12. und 13. August 2022 lesen sie aus den vielen Briefen, die sich Goethe und Christiane Vulpius geschrieben haben. Zeitgenossen nannten die Beziehung zwischen dem großen Dichter und der einfachen Christiane „abenteuerlich“: Goethe lobte Würste und Schweinskopf, die Christiane ihm schickte und sie träumte von gemeinsamen „Schlampampstündchen“.

Auch Ingrid Steeger und Joern Hinkel beschäftigen sich mit Goethe, aber auch anderen Autoren. „Herzgeschichten - Von Goethe bis Marilyn Monroe“ ist der Abend im Kapitelsaal im Museum am 14. August um 18 Uhr überschrieben, 

Simon Mazouri werden die  Besucher der Bad Hersfelder Festspiele nicht nur in der Komödie „Volpone“ im Schloss Eichhof erleben. Er wird am 1. August um 2100 Uhr in der Probenbühne im Park auch sein musikalisches Solo-Programm „Hamlet-Variationen“ frei nach William Shakespeare zeigen. Hamlet ist eine der komplexesten Figuren der Weltliteratur. Er ist Philosoph, Freund, gekränkter Sohn, Schauspieler, tragischer Held und kaltblütiger Mörder. Diesen verschiedenen Facetten seines Wesens, sozusagen seinen „Persönlichkeits-Variationen“ wird an diesem Theaterabend auf neuartige Weise auf die Spur gegangen.  

Wer schon einmal dabei war, schmunzelt und amüsiert sich auch im Rückblick, denn die Gespräche, die Dominic Mäcke in seiner Late-Night-Show „Nachteulen“ mit Schauspieler*innen  der Festspielsaison führt, sind lustig, informativ und auch berührend. Auch im kommenden Sommer werden sich die „Nachteulen“ wieder um Mitternacht zu einem Haselnussschnaps treffen (16. und 30. Juli/ 6. und 20. August).

Auch für Kinder und Jugendliche und deren Familien und Freunde haben die Bad Hersfelder Festspiele wieder ein attraktives Programm. Bekannt ist bereits, dass In der Stiftsruine der „Der klein Glöckner“ für alle ab 10 Jahre gespielt wird. Für kleinere Festspielgäste ab 5 Jahre zeigen die Schauspieler Linard Bardill und Peter Waros „Heute Abend Zirkus des Jahrhunderts - mit Bär“ in der Probenbühne im Park am 05.,  06. und  07. Juli 2022 jeweils um 11 Uhr. Luki, der Direktor vom Zirkus Salamabra, hat eine ganz tolle Idee: eine Zirkusvorstellung mit Bär! Und schon hat er sie auf großen Plakaten in der ganzen Stadt angekündigt. Aber er hat noch gar keinen Bären - und so beginnt die Suche mit viel Musik.

Der Vorverkauf für alle Vorstellungen hat begonnen.


Bild Nina Hoger (c) Mario Erdmann

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Cassandra Steen in der Stiftsruine

10.05.2022

Sie  wird am  19. August um 20:00 Uhr mit ihrer Band auftreten!

Cassandra Steen ist eine der größten Pop- und R'n'B-Sängerinnen Deutschlands, die sowohl als Solokünstlerin, Frontfrau der Band „Glashaus“ und auch immer wieder als Duettpartnerin mit namenhaften Künstlern, wie Adel Tawil und zuletzt Seven, bekannt ist. 

Ihre einzigartige, gefühlvolle und zeitgleich auch kraftvolle Stimme sowie ein Lächeln, das die Sonne aufgehen lässt, zeichnen sie aus.

Bis heute veröffentlichte die in Stuttgart lebende Musikerin fünf Studioalben. Ebenfalls wirkte 

Cassandra Steen an vielen Musikproduktionen, u.a. „Disney in Concert“ und „Küss den Frosch“ mit und gewann zahlreiche Musikpreise.

Im vergangenen Jahr wurde die Sängerin lange unter dem Kostüm der Leopardin in der fünften Staffel Fernsehshow „The Masked Singer“ auf ProSieben vermutet. Die Rate-Füchse vor den Bildschirmen behielten Recht: Cassandra Steen nahm im Finale ihre Maske ab und wurde Zweite.

Der Vorverkauf hat begonnen.

Schüler und Studenten erhalten einen Rabatt von 20 %.

 

© Maria Poursanido


Mobile Tickets und 20% Rabatt bis 13. Mai

02.05.2022

Es ist gut für die Umwelt, einfacher für Festspiel-Gäste und ein neuer Baustein im Smart-City-Konzept der Stadt: Der Ticketkauf für die Vorstellungen der Bad Hersfelder Festspiele wird mit dem Mobile Ticket noch umweltbewusster und bietet mehr Service, 

Und zum Muttertag und zur Einführung der neuen, papierlosen elektronischen Eintrittskarten gewähren die Bad Hersfelder Festspiele ab Dienstag, den 3. Mai (morgen) auf alle Tickets, die bis zum 13. Mai für das großartige Musical „Goethe!“ online gekauft werden, einen Einführungsrabatt von 20%! Um diesen Rabatt zu erhalten muss nur einfach der Rabatt-Code
Smart-HEF
 
eingegeben werden.

„Gemeinsam ist es gelungen, auch den letzten Schritt für dieses zusätzliche Angebot der digitalen Eintrittskarte technisch umzusetzen“,  freut sich Harald Benz, der neue kaufmännische Leiter der Bad Hersfelder Festspiele,

Die Mobile Tickets können im Web-Shop auf der Internetseite der Bad Hersfelder Festspiele gebucht, auf dem Smartphone gespeichert und dann im Sommer auch auf dem Smartphone am Eingang der Stiftsruine vorgezeigt werden. Ein großer Vorteil ist auch, dass Mobile Tickets bis kurz vor Beginn der Vorstellungen gebucht werden können.

Das Erfolgs-Musical „Goethe!“ von Gil Mehmert (Buch und Regie), Martin Lingnau (Musik) und Frank Ramond (Songtexte) wird ab dem 15. Juli 2022 in der Stiftsruine gezeigt. Es erlebte im letzten Sommer seine umjubelt Uraufführung.  

Im Oktober machte das Musical erneut Schlagzeilen. In drei Kategorien wurde „Goethe!“ mit dem Deutschen Musical Theater Preis 2020/21 ausgezeichnet: Beste Liedtexte (Frank Ramond), Beste Choreographie (Kim Duddy) und  Bestes Kostüm- und Maskenbild (Claudio Pohle, Ute Mai, Stephanie Hanf).

Das Musical erzählt rasant von Goethes Liebe zu Charlotte Buff und dem Beginn seiner Karriere, ist ein „Muss“ nicht nur für Musical-Fans und Karten für das Musical sind ein großartiges Geschenk.

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„Schiller-Balladen-Rave“ mit Philipp Hochmair

01.04.2022

Im letzten Sommer rockte er die Stiftsruine mit seinem Programm „Jedermann Reloaded“ so großartig, dass viele Besucher und Besucherinnen sich wünschten, ihn wieder in Bad Hersfeld zu erleben. Der Wunsch geht in Erfüllung. Philipp Hochmair kommt am 5. Juli 2022 (21:00 Uhr) in die Stiftruine und wird seinen „Schiller-Balladen-Rave“ mit seiner Band „Die Elektrohand Gottes“ spielen.

Auch Intendant Joern Hinkel freut sich auf den Abend: „Bei Philipp Hochmair steht quasi die ganze Bühne unter Strom. Er stürzt sich gemeinsam mit seiner Band `Die Elektrohand Gottes´  hingebungsvoll ins Schiller-Universum, schafft atemberaubende Wort-, Klang- und Gedankenströme. Der Abend gipfelt in seiner Interpretation von  `Die Glocke´ - in unserem ` `Notre-Dame´-Jahr und in unmittelbarer Nähe zur ältesten Glocke Deutschlands könnte es kaum einen besseren Rahmen geben.“

Philipp Hochmair nimmt sich diesmal also Schillers Balladen vor, macht sie mit der Band zu einem Rave-Event, zu einem exzessiven Rock-Konzert, das zum Beispiel im Wiener Burgtheater zurecht frenetisch bejubelt wurde. „Denn Hochmair arbeitet sich an Schiller im wahrsten Sinne des Wortes ab. Als Bauarbeiter mit Helm, Mikrofon und Megafon kommen da `Der Ring des Polykrates´, `Die Bürgschaft´, `Der Handschuh`, `Der Taucher´, außerdem (gut eingeschmuggelt) Goethes `Erlkönig´ zu ihrem dramatischen Recht.“ (Kurier)

„Man folgt diesen aus der eigenen Schulzeit vertrauten Zeilen, nimmt ihren Inhalt neu wahr und überlässt sich einem spannungsgeladenen Sprach-Rausch zu Industrial-, Post- Rock- und Techno-Klängen“ schreibt das Hamburger Abendblatt und die Dresdner Neuen Nachrichten befinden: „Ein rauschhaftes Sprachkonzert“

Fernsehzuschauer kennen Philipp Hochmair zum Beispiel aus „Vorstadtweiber“, „Charité“ in der Hauptrolle der Krimireihe „Blind ermittelt“ oder haben ihn zuletzt in „Wannseekonferenz“ gesehen. Theaterfans haben den großartigen Schauspieler vielleicht im letzten Jahr in der Stiftsruine in Bad Hersfeld, bei den Salzburger Festspielen oder am Burgtheater in Wien erlebt.

Karten gibt es ab sofort. Schüler und Studenten erhalten einen Rabatt von 20%.

(c) Heike Blenk

 

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Richy Müller spielt in „Notre Dame“

29.03.2022

Der „Tatort“-Star tritt als Claude Frollo in dem Eröffnungsstück in der Stiftsruine auf 

Richy Müller ist unbestritten einer der renommiertesten und auch gefragtesten deutschen Theater- und Filmschauspieler. Umso mehr freut es den Intendanten der Bad Hersfelder Festspiele, Joern Hinkel, dass es ihm gelungen ist, Richy Müller für seine Inszenierung „Notre Dame“ zur Eröffnung der 71. Bad Hersfelder Festspiele zu gewinnen: „Es ist ein Phänomen. Richy Müller betritt die Bühne und erfüllt den Raum. Aber das genau ist ein Teil seines Geheimnisses. Er ist in der Lage, in seine Rollen einzutauchen, ohne sich zu verstellen,“ so Joern Hinkel – und weiter: „Er ist klug und hat Humor, eine wundervolle, seltene Kombination! Man kann ihm auf der Bühne beim Denken und Fühlen zusehen. Proben bedeutet für ihn, allmählich alles Überflüssige, allen Zierrat wegzulassen, um zur Essenz der Rolle vorzudringen.“

Und die Rolle, die Richy Müller in der Fassung von „Notre Dame“ von Joern Hinkel und Tilman Raabke übernimmt ist anspruchsvoll, denn Claude Frollo ist eine jener großen Gestalten der Literatur des 19. Jahrhunderts, die an ihrer Zerrissenheit zerbrechen. Er hat nicht nur den Glauben an Gott verloren und den Glauben an die Weisheit der Welt, sondern wird getrieben von der Begierde nach der jungen und schönen Tänzerin Esmeralda. Selbst vor einem Mord schreckt er nicht zurück. Aber Liebe kann man nicht erzwingen. Und so gesellt sich zu seiner unerfüllbaren Begierde ein zweites Gespenst: das Gefühl der Ohnmacht, das ihn jedoch nicht lähmt, sondern atemlos voranpeitscht zu immer irrwitzigeren Versuchen, Esmeralda zu beherrschen. 

„Notre Dame“ wird am 1. Juli 2022 die 71. Bad Hersfelder Festspiele eröffnen. Festspiel-Intendant Joern Hinkel wird gemeinsam mit dem Dramaturgen Tilman Raabke eine eigene Fassung des weltberühmten Romans „Der Glöckner von Notre-Dame“ auf die Bühne der Stiftsruine bringen. 

Am 3. April, dem verkaufsoffenen Sonntag, gewähren die Bad Hersfelder Festspiele allen Kunden, die Karten für die drei Haupt-Produktionen „Notre Dame“, „Der Club der toten Dichter“ und „Goethe!“ in der Stiftsruine vor Ort kaufen einen Frühlingsrabatt von 10 %. Alle Käufer bekommen außerdem noch eine besondere Überraschung: ein Exemplar des wunderbaren Bildbandes „Ein unglaublicher Zauber“, der die 70-jährige Festspielgeschichte beschreibt.

© BHF/S.Sennewald 2017

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Julia Engelmann kommt in die Stiftsruine

11.03.2022

Sie ist Deutschlands berühmteste Poetry-Slammerin, sechsfache SPIEGEL-Besteller Autorin und die Stimme ihrer Generation.  Am 4. August 2022 kommt Julia Engelmann mit neuer Poesie und Musik unter dem Titel „Glücksverkatert“ nach Bad Hersfeld.

Der Intendant der Bad Hersfelder Festspiele Joern Hinkel: „Julia Engelmann hat bereits während ihres Auftrittes 2019 das Hersfelder Publikum verzaubert. Ich freue mich, dass im Jahr, in dem wir den "Club der toten Dichter" noch einmal aufführen, eine Dichterin bei uns auf der Bühne steht, die die Herzen ihrer Gäste im Sturm erobert mit ihrer klaren, direkten, aufrichtigen Lyrik, die nie die Bodenhaftung verliert. Julia Engelmann ist es „wichtiger wach zu bleiben, als zu träumen“ - eine Aussage, die ganz besonders in unsere Zeit passt!“

Die in Elmshorn geborene Wortakrobatin ist ein absolutes Multitalent. Sie ist Dichterin, Musikerin und Schauspielerin. Ihr Gedicht „Eines Tages, Baby“ bezeichnet sie als den „Urknall“ ihrer Karriere - Anfang 2014 wurde das Video ihres Auftritts beim „Bielefelder Hörsaal-Slam“ mit ihrem Gedicht innerhalb von 2 Wochen rund 5 Mio. Mal auf YouTube geklickt – bis heute über 13 Millionen Mal.

2012 begann sie ihr Psychologiestudium, welches sie nach einigen Semestern „erfolgreich abbrach“, um sich voll und ganz dem Schreiben zu widmen. Sie schrieb mehrere Lyrik-Bestseller, die allesamt auf der Spiegel-Bestseller-Liste landeten. Ihre Bücher illustriert sie selbst und auch all ihre Hörbücher wurden persönlich von ihr eingesprochen.

2015 begann sie - mit selbstgebasteltem Bühnenbild, einer Gitarre und ihren Eltern - durch den deutschsprachigen Raum zu touren. 2017 erschien mit „Poesiealbum“ ihr erstes Musikalbum, welches direkt auf Platz 9 der deutschen Albumcharts einstieg und ihr eine Echonominierung einbrachte. Von dort an war Julia mit Band unterwegs, spielte auf verschiedenen Festivals, mehrere ausverkaufte Touren – bis heute waren über 170.000 Menschen auf ihren Live-Konzerten.

Im November 2021 veröffentlichte Julia mit "Lass mal an uns selber glauben: Meine schönsten Gedichte" ihr neuestes Buch. Dieser Band versammelt Gedichte aus ihren ersten sechs Poetry-Büchern und beinhaltet sechs ganz neue Texte.


Schüler und Studenten erhalten einen Rabatt von 20%!

 


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"Gegen den Krieg"

10.03.2022

Stimmen für die Ukraine jeden Dienstag und Donnerstag an der Stiftsruine!

Wie haben Schriftsteller, Philosophen und Musiker in den vergangenen Jahrhunderten in ihren Gedichten, Romanen, Tagebüchern, in Liedern und Reden über den Krieg nachgedacht? Hilft „nur Gewalt, wo Gewalt herrscht?“, wie Bertolt Brecht behauptet, oder ist Gewalt nie „eine Lösung“? 

Jeden Dienstag und Donnerstag beginnt um 18 Uhr eine etwa halbstündige Veranstaltung am Katharinenturm, die jedes Mal von anderen Künstlern gestaltet wird. Im Anschluss werden auch Geldspenden für die Opfer des Krieges gesammelt – die Spenden gehen an „Aktion Deutschland Hilft“.

An der Stiftsruine haben alle die Gelegenheit, ihre eigenen Wünsche, Sorgen und Gedanken auszudrücken – auf kleinen Zetteln, Stoffbändern oder auf bemalten Steinen. So soll mit der Zeit ein „Ort der Wünsche“ an der Stiftsruine entstehen – mit vielen Stimmen für die Ukraine.

Veranstalter sind die Bad Hersfelder Festspiele in Zusammenarbeit mit dem Bad Hersfelder Stadtmarketing, dem Arbeitskreis für Musik, der Kantorei der Stadtkirche, dem Sommernachtsträumer e.V., dem Buchcafé, dem Bad Hersfelder Jazz-Festival, dem Kunstverein und anderen.


(c) S. Sennewald


Vorverkauf Hersfeldpreise hat begonnen

25.02.2022


Der Vorverkauf für die Verleihung der Hersfeldpreise am 17. Juli 2022 um 11 Uhr in der Stiftsruine hat begonnen. 

Diese Preisverleihung ist immer wieder einer der Höhepunkte der Festspiel-Saison und nun kann man sich frühzeitig Karten zum Preis von 5 Euro sichern.

Jedes Jahr fiebern nicht nur alle Ensemblemitglieder dem Termin an einem Sonntag-Vormittag entgegen, auch die Festspielgäste sind gespannt, wem die Jury aus Kultur-Journalisten und -Journalistinnen die begehrten Preise zuerkennt. Aber auch das kurzweilige Bühnen-Programm rund um die Preisverleihung begeistert immer wieder.

Im letzten Jahr ging der Große Hersfeldpreis an Götz Schubert. Er erhielt ihn für seine Darstellung des Lehrers John Keating in Joern Hinkels Inszenierung der Bühnenfassung des Filmklassikers „Der Club der toten Dichter“. Mit seiner ersten Rolle in der Stiftsruine wurde er zur prägenden Figur der 70. Bad Hersfelder Festspiele - so die Jury.
Der Hersfeldpreis 2021 wurde an Till Timmermann als Neil Perry und Nico Kleemann als Todd Anderson in „Der Club der toten Dichter“ verliehen. Den jungen Schauspielern gelang bei ihrem Hersfeld-Debüt die differenzierte Darstellung zweier unterschiedlicher Charaktere auf dem Weg zur Selbstfindung – so die Jury.

Die undotierten Hersfeldpreise werden von der Stadt Bad Hersfeld und der Gesellschaft der Freunde der Stiftsruine alljährlich vergeben. Eine unabhängige Jury entscheidet über die Vergabe der Preise.

 

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Auch Harald Benz begrüßt Richy Müller

07.02.2022

Erster offizieller Pressetermin mit Harald Benz (links), dem neuen kaufmännischen Leiter der Bad Hersfelder Festspiele. Gemeinsam mit Gunter Grimm (Erster Stadtrat) und Intendant Joern Hinkel begrüßte er Richy Müller, der in „Notre Dame“ Claude Frollo spielen wird.

Harald Benz ist seit Mitte März kaufmännischer Leiter der Bad Hersfelder Festspiele und hat den Bad Hersfelder Magistrat im Rahmen des Ausschreibungsverfahrens überzeugt. Bürgermeister Fehling dazu: „Harald Benz ist ein Theatermacher mit großer Erfahrung in den Besonderheiten eines Festspielbetriebs. Ein Profi, der weiß, wovon er spricht und bei der Weiterentwicklung unserer Festspiele wertvolle Impulse setzen wird. Mit seinem starken kaufmännischen Hintergrund ist er für uns genau richtig in der Schnittstelle zwischen Kunden, Politik und Sponsoren. Ich bin sehr froh, dass wir ihn gewinnen konnten!“

Festspiel-Intendant Joern Hinkel freut sich auf die Zusammenarbeit: ,,In den vergangenen Jahren habe ich Harald Benz bei den Treffen der 10 Deutschen Festspielorte bereits mehrmals getroffen und in ihm einen Kaufmännischen Leiter mit ausgesprochen viel Sachverstand kennengelernt. Er hat sich auch im Deutschen Bühnenverein um eine neue Regelung für Sommerfestspielstätten engagiert, hat über das rein professionelle Interesse hinaus die Bad Hersfelder Festspiele immer wieder besucht, weil ihn der Spielort und die Aufführungen so begeistert haben.“ Er habe in seiner Biografie viel Theatererfahrung gesammelt und bringe, so Joern Hinkel die seltene Kombination aus künstlerischem und kaufmännischem Wissen mit und sei mit Herz und Seele bei der Sache.

Nach eigenen Worten ist für Harald Benz die Position in Bad Hersfeld besonders reizvoll, weil er die Festspiele und die Inszenierungen sehr schätzt, in den letzten vier Jahren war er regelmäßiger Gast in Bad Hersfeld. Die Bad Hersfelder Festspiele sind für ihn die Sommerfestspiele mitten im Herzen der Republik. ,,Sie bestechen mit ihrer hohen künstlerischen Qualität gekoppelt mit Aktualität, haben eine bedeutende bundesweite Strahlkraft und mit der Stiftsruine eine der magischsten Bühnen überhaupt.“ sagt er.

Harald Benz möchte gemeinsam mit Intendant Joern Hinkel und den städtischen Vertretern die Festspiele als kulturellen Leuchtturm weiter festigen und dafür gute und sichere Rahmenbedingungen schaffen. ,,Ich bin zwar gebürtiger Schwabe, aber gerade für die Kunst bedarf es hier eines sehr spezifischen Verständnisses von Sparen und von Effizienz, das ich aufgrund meiner langjährigen Erfahrung mitbringe. Ich freue mich auf meine neue Aufgabe in Bad Hersfeld!“
Der 53-jährige Baden-Württemberger ist zuletzt sechs Jahre sehr erfolgreich als kaufmännischer Theater- und Verwaltungsleiter für die Luisenburg-Festspiele im bayrischen Wunsiedel tätig gewesen.

Nach dem Abitur in seinem Geburtsort Heidenheim hatte Benz sein Studium als Wirtschaftsingenieur erfolgreich abgeschlossen. Danach folgten mehrere Jahre im Stuttgarter Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation mit Schwerpunkten in Controlling und Projektmanagement. In der Zeit am Lehrstuhl für Personal- und Organisationsentwicklung der Universität Paderborn lehrte er zu Themen Teamentwicklung, Konfliktmanagement und Projektorganisation. Schließlich war er knapp 10 Jahre in einem großen Wirtschaftsunternehmen in leitender Position in den Bereichen Großkundenmanagement, Vertrieb und Controlling tätig.

Parallel zu seinen wirtschaftlichen Berufserfahrungen ist Harald Benz bereits seit den 1990er Jahren bei Opernfestspielen und für zahlreiche Theater-, Musical- und Kulturprojekte für die Beratung, Organisation und Durchführung tätig gewesen - bevor er beide Lebenswelten 2015 in seiner Position bei den Luisenburg-Festspielen professionell zusammenführte. 

© Steffen Sennewald


Werden Sie Teil des Festspiel-Teams

04.02.2022

Die Vorbereitungen laufen und Bad Hersfelder Festspiele 2022 werden am 1. Juli eröffnet.

Wir suchen für viele unserer Teams Verstärkung. Nicht nur für die Festspielzeit, sondern schon früher. Denn der Aufbau der Bühne und der Tribüne in der Stiftsruine beginnt bald, die Proben für die Inszenierungen werden spätestens im Mai starten.

Alle aktuellen Ausschreibungen finden Sie unter Service/Jobs hier auf unserer Homepage (s.a. link unten).

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

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Notre Dame in der Stiftsruine!

18.11.2021

Klassiker von Victor Hugo eröffnet Bad Hersfelder Festspiele

Notre Dame wird am 1. Juli 2022 die 71. Bad Hersfelder Festspiele eröffnen und das Publikum wird die Stiftsruine ganz neu erleben - so wie es sie noch nie in der über 70-jährigen Festspielgeschichte gesehen hat. Festspiel-Intendant Joern Hinkel wird gemeinsam mit dem Dramaturgen Tilman Raabke im nächsten Sommer eine eigene Fassung des weltberühmten Romans Der Glöckner von Notre-Dame unter dem Titel Notre Dame auf die Bühne der Stiftsruine bringen.

Victor Hugos Roman erschien 1831 unter dem Titel Notre-Dame de Paris. 1482 und wurde sofort ein Bestseller. Der Roman gehört mit seiner poetischen Sprache zu den bedeutendsten Werken der Weltliteratur, viele kennen den Klassiker von Victor Hugo aus dem 1956 gedrehten Film mit Gina Lollobrigida als Esmeralda und Anthony Quinn als Quasimodo, als schwülstige Liebesgeschichte inszeniert, die den Fokus stark auf das ungleiche Paar richtet. Bei den Bad Hersfelder Festspielen wird die Geschichte von Quasimodo und Esmeralda nur ein Teil der Inszenierung sein. Joern Hinkel wird mit seinem Team die romantischen, manchmal auch grotesken Szenen sowie die historischen und philosophischen Betrachtungen des Romans einbeziehen. „Die darin aufgeworfenen Fragen zu Ausgrenzung, Vorurteilen und gesellschaftlicher Stimmungsmache sind heute aktueller denn je“, betont Joern Hinkel. Quasimodo sei nicht der einzige, der um die Liebe der geheimnisvollen Tänzerin wirbt. Sein Gegenspieler, der Erzdiakon Claude Frollo, gehört zu den interessantesten und widersprüchlichsten Charakteren der Literaturgeschichte. Auch der eitle Hauptmann Phöbus und der erfolglose Dichter und Schauspieler Gringoire gehören zu den Bewerbern, jeder mit seinen ganz eigenen Interessen.

Mit Hilfe des sogenannten „Mapping“ werden Sie die Stiftsruine ganz neu erleben. „Wir wollen zum ersten Mal eine Technik zum Einsatz bringen, die mit computeranimierten Projektionen arbeitet, die direkt auf die Architektur der Stiftsruine zugeschnitten sind. Das „Mapping“ macht es möglich, dass sich die historischen Sandsteinwände zu bewegen scheinen, dass plötzlich Steine aus dem Mauerwerk fallen oder das ganze Kirchenschiff in Brand steht. Wenn Sie so wollen: eine Fortführung der „Laterna Magica“ mit den Mitteln modernster Technik.“

Bürgermeister Thomas Fehling ist neuer Technik gegenüber immer aufgeschlossen und begrüßt die Pläne sehr: „Der Stiftsruine können wir aus guten Gründen kein Härchen krümmen – ihrem „digitalen Zwilling“ eventuell schon! Wenn die Verantwortlichen der Festspiele neue technische Wege gefunden haben, um bestimmte künstlerische Vorstellungen an historischem Ort trotzdem umzusetzen, finde ich das clever und spannend. Das ist nicht nur innovativ, sondern erfüllt auch meine Erwartung, dass sich die Festspiele jedes Jahr weiterentwickeln müssen. Ich freue mich auf das Ergebnis!“

Der Vorverkauf hat begonnen.

Mehr zu Notre Dame

Der kleine Glöckner für alle ab 10 Jahre

Das Familienstück des Jahres 2022 ist „Der kleine Glöckner“ für alle ab dem 10. Lebensjahr.
Joern Hinkel und Tilman Raabke bearbeiten und kürzen „Notre Dame“ nach Victor Hugos Roman passend für die ganze Familie und zeigen die Inszenierung an Vor- und Nachmittagen.

Mehr zu Der kleine Glöckner

 


Das Festspiele-Buch

06.07.2021


EIN UNGLAUBLICHER ZAUBER
70 Jahre Bad Hersfelder Festspiele
20 Euro


Das Buch zum Jubiläum mit mehr als 100 Seiten und vielen schönen und auch noch nie gesehenen Bildern. Ob Schauspiel oder Musical, große Stars oder besonders beeindruckende Menschen: Das Buch weckt Erinnerungen und erzählt unterhaltend und kurzweilig von großen aber auch von heiteren Szenen auf und hinter der Bühne.
Ein „must-have“ – nicht nur für Festspielfans!

Schauen Sie doch auch auf die Seite unserer Homepage zu Gutscheinen und Präsenten (Link unten).

Dort finden sie weitere schöne Präsente.

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Der Club der toten Dichter im Sommer 2022

18.11.2021

Nachdem Der Club der toten Dichter, der im letzten Sommer seine europäische Erstaufführung in der Stiftsruine feierte, ständig ausverkauft war und die Kartennachfrage nicht abriss, zeigen die Bad Hersfelder Festspiele die Inszenierung von Intendant Joern Hinkel ab dem 2. Juli 2022 noch einmal.

Joern Hinkel hat das Stück nicht nur inszeniert, sondern auch mit dem Dramaturgen Tilman Raabke die Textfassung für die Bad Hersfelder Festspiele geschrieben, nachdem er die Rechte für die europäische Erstaufführung für den Kino-Welterfolg von 1989 erhalten hatte und sich mit dem amerikanischen Drehbuchautor, dem Oscarpreisträger Tom Schulman, stetig austauschte.

„In meiner Klasse werden Sie wieder lernen, für sich selbst zu denken! Sie werden lernen, Worte und Sprache zu genießen. Ganz gleich, was man Ihnen auch erzählt: Worte und Gedanken können die Welt verändern.“ Mit diesen Worten beschreibt der Lehrer John Keating in „Der Club der toten Dichter“ seine Art zu unterrichten und bringt einen Prozess in Gang, der alle verändert.
Götz Schubert wurde für seine Darstellung als John Keating 2021 mit dem Großen Hersfeldpreis ausgezeichnet.

Mehr zu Der Club der toten Dichter

 


GOETHE! noch einmal in der Stiftsruine

01.09.2021

Das Musical Goethe! von Gil Mehmert (Buch und Regie), Martin Lingnau (Musik) und Frank Ramond (Songtexte) wird 2022 noch einmal in der Stiftsruine gezeigt. Es erlebte im letzten Sommer von den meisten Kritikern und dem Publikum umjubelt seine Uraufführung.

Im Oktober machte das Musical erneut Schlagzeilen: 

In gleich drei Kategorien wurde Goethe! mit dem Deutschen Musical Theater Preise 2020/21 ausgezeichnet:

Beste Liedtexte (Frank Ramond),
Beste Choreographie (Kim Duddy) und
Bestes Kostüm- und Maskenbild (Claudio Pohle, Ute Mai, Stephanie Hanf).

Der Deutsche Musical Theater Preis ist der einzige Musical-Preis im deutsch-sprachigen Raum, der von Musicalprofis an Musicalprofis verliehen wird. Jeweils im Herbst wählen die Mitglieder der DEUTSCHEN MUSICALAKADEMIE e.V. und eine ehrenamtliche Fachjury die Gewinner.

Die Bekanntgabe und Auszeichnung der Gewinner fand im Rahmen einer großen Gala am 4. Oktober 2021 im „Schmidts Tivoli Theater“ in Hamburg statt.

Mehr zu Goethe!


Volpone im Schloss Eichhof

18.11.2021


Im Hof des romantischen Schlosses Eichhof wird im Sommer 2022 endlich wieder eine Komödie gezeigt: Volpone von Ben Jonson, einem Zeitgenossen von Shakespeare.

Der Venezianer Volpone ist ein Fuchs, der sich todkrank stellt, um mit Hilfe seines gerissenen Dieners Mosca die Erbschleicher, die ihn umlauern, zum Narren zu halten.

Die Regisseurin Christine Bossert inszeniert zum ersten Mal in Bad Hersfeld und freut sich auf den Spielort und die Aufgabe: „'Volpone´ ist ein großartiger Theaterspaß aus dem 17. Jahrhundert und passt wunderbar in die Kulisse des schönen Schlosses Eichhof. Das bitterböse und komische Spiel um die Gier nach Geld und Reichtum ist und bleibt aktuell und zeitlos: 'Geld ist geil´, würde man heute wahrscheinlich sagen. Die Demaskierung der Speichellecker und unterwürfigen Erbschleicher wird mit Sicherheit sehr komisch, aber wird uns auch zum Nachdenken anregen. “

Christine Bossert ist seit dem letzten Jahr künstlerische Betriebsdirektorin der Bad Hersfelder Festspiele. Sie bringt viel Erfahrung aus allen Bereichen des Theaters und besonders auch als Regisseurin mit. Sie hat zum Beispiel in Stuttgart, Berlin, München oder zuletzt an der Landesbühne Sachsen Regie geführt.



Mehr zu Volpone


Zu Ihrer Sicherheit

18.11.2021

Die Gesundheit und Sicherheit unserer Gäste und Mitwirkenden hat für uns auch in der nächsten Spielzeit höchste Priorität. Niemand kann jetzt die Situation im nächsten Sommer einschätzen. Wir werden unser bestehendes Hygienekonzept kontinuierlich den aktuellen Regelungen und Empfehlungen anpassen.

Der Saalplan der Saison 2022 ist im Wesentlichen wieder dem der Saison 2019 angepasst worden. Der Kartenvorverkauf unterliegt der allgemeinen 2G-Regelung; der Status über den Impf-/Genesenenstatus muss am Vorstellungstag nachgewiesen werden. Wir behalten uns die Voraussetzungen für den Kartenverkauf sowie den Zutritt zur Stiftsruine je nach Pandemielage vor.

Wegen der Möglichkeit zur Nachverfolgung von Corona-Verdachtsfällen werden wir die Eintrittskarten beim Kauf personalisieren und Ihre persönlichen Daten sowie die Daten aller Begleitpersonen aufnehmen.

Die Karten sind nicht übertragbar. Bitte halten Sie am Vorstellungstag beim Einlass ein Ausweisdokument bereit. Die persönlichen Informationen werden nach Datenschutzvorschriften gespeichert und vier Wochen nach der Veranstaltung bzw. nach der vorgeschriebenen Aufbewahrungsfrist vernichtet.

Viele traditionelle und beliebte Programmpunkte wie Konzerte, Lesungen und das Sommerfest sind in Planung und werden voraussichtlich im Frühjahr bekannt gegeben. Auch der Kartenvorverkauf für das Familienstück wird im Frühjahr starten.


Insgesamt rund 73.000 Euro für Hochwasser-Opfer

10.08.2021

Dank an alle Beteiligten: Die Versteigerung zu Gunsten der Hochwasseropfer bringt 12.767 Euro - insgesamt rund 73.000 Euro gesammelt!

Hier ist Kunst zur Herzensangelegenheit geworden. 42 Bilder, gemalt und gestaltet von Festspiel-Stars und prominenten Festspiel-Förder*innen haben neue Besitzer*innen gefunden.
Nach einem spannenden Bieterwettbewerb können nun nur aus der Versteigerung noch einmal 12.767 Euro zu Gunsten der Hochwasser-Opfer an das “Aktionsbündnis Katastrophenhilfe“ überwiesen werden.

Anlässlich des 70. Bestehens der Bad Hersfelder Festspiele hatten Festspiel-Stars wie Götz Schubert, Abla Alaoui, Daniela Ziegler, Hannes Hellmann, Gerit Kling, Stephan Schad, Roland Riebeling, Elisabeth Degen und Pierre Sanoussi-Bliss und prominente Förder*innen wie Henry Maske, Petra Roth, Michael Roth, Jule Gölsdorf, Dieter Voss und viele andere Bilder gemalt und gestaltet.

Sollte der Erlös zunächst zugunsten der Bad Hersfelder Festspiele verwendet werden, so war nach der Flutkatastrophe in Deutschland schnell klar: Der Erlös aus der Versteigerung geht komplett an das „Aktionsbündnis Katastrophenhilfe“, um den Wiederaufbau in den betroffenen Regionen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zu unterstützen. Alle Künstler*innen waren sofort mit der Umwidmung des Erlöses einverstanden.

Drei Wochen lang konnte für die 42 Bilder auf der Website der Bad Hersfelder Festspiele www.bad-hersfelder-festspiele.de geboten werden. Die Resonanz war überwältigend. Den höchsten Preis bei der Versteigerung erzielte das Bild „Box-Dino“ von Henry Maske mit 3000 Euro. Die Gebote kamen aus ganz Deutschland und auch aus Österreich.

Bereits bekannt geben konnten die Bad Hersfelder Festspiele in der vergangenen Woche:
Vom 21.Juli bis zum 1. August haben Mitwirkende der Produktionen DER CLUB DER TOTEN DICHTER, GOETHE! und EXTRAWURST jeweils nach den Vorstellungen Geld gesammelt und die Besucher*innen der Bad Hersfelder Festspiele haben insgesamt 54.912 Euro gegeben. Die Mitglieder des Orchesters der Bad Hersfelder Festspiele spendeten noch einmal 5.500 Euro.

Nach Abschluss der Versteigerung addiert sich die Gesamtsumme also auf rund 73.000 Euro

Die Bad Hersfelder Festspiele danken ganz herzlich allen, die gesammelt, gespendet und geboten haben, und auch dem Unternehmen „Rhön-Sprudel“, das die Leinwände für die Kunstaktion gestiftet hat.

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Traumhaftes Ergebnis der 70. Bad Hersfelder Festspiele

08.08.2021

Die Geschlossenheit aller Beteiligten machte den Theater-Sommer in der Stiftsruine möglich

Das Eröffnungsstück DER CLUB DER TOTEN DICHTER hatte eine Auslastung von 100 Prozent

Ein großartiges Ergebnis können die 70. Bad Hersfelder Festspiele vermelden, die heute Abend mit der Abschluss-Gala LIEDER ÜBERM REGENBOGEN zu Ende gehen: Über 42.000 Menschen besuchten in der Zeit vom 1. Juli bis zum 8. August 2021 die Aufführungen der Festspiele, die Gesamtauslastung lag bei 94 Prozent (in die Bilanz wurde die Erhöhung der Kapazität um über 300 Plätze pro Aufführung in der Stiftsruine eingerechnet, die seit dem 23. Juli durch die neue Corona-Verordnung in Hessen möglich wurde.) Ursprünglich konnten die Festspiele nur mit 36.750 Karten in den Verkauf gehen, durch die Erhöhung der Sitzplatzkapazität standen nach dem 23. Juli rund 45.000 Plätze zur Verfügung. Vier Stücke wurden bei den Bad Hersfelder Festspielen gezeigt: Die europäische Erstaufführung des CLUB DER TOTEN DICHTER, die Uraufführung des Musicals GOETHE!, das Familienstück MOMO und die Komödie EXTRAWURST in einer Tennishalle. „Ich wollte in dieser Krisenzeit bewusst Stücke präsentieren, die Mut machen, das hat sich ausgezahlt. Ich bin begeistert und sehr glücklich über diese Festspielbilanz“, sagt Intendant Joern Hinkel und betont, dass die Festspielplanung unter solch unsicheren Corona-Bedingungen ein Kraftakt und eine riesige Herausforderung für das gesamte Team gewesen sei. ,,Noch zwei Wochen vor unserem Premierenwochenende war nicht sicher, ob wir überhaupt würden spielen können. Dass wir heute auf ein solch erfolgreiches Ergebnis blicken können, verdanken wir der Geschlossenheit aller Beteiligten: der Stadtpolitik, dem gesamten Team, den Förderern, Sponsoren sowie den vielen ehrenamtlichen Helfern, die die Festspiele mit ganzer Kraft unterstützten. Dafür bin ich sehr dankbar.“

Corona- bedingt wurden während der Festspiele zwei Stücke weniger als üblich gezeigt, ebenso wurde die Festspieldauer um zwei Wochen verkürzt und der Festspieletat daher mit insgesamt sechs Millionen Euro im Vergleich zu 2019 um 1,5 Millionen Euro gekürzt.

Der Bundeszuschuss lag bei 670.000 Euro, der Landeszuschuss bei 770.000 Euro und der Zuschuss des Kreises Hersfeld-Rotenburg bei 200.000 Euro. ,,Dass unsere Förderer uns Zuschüsse in gleicher Höhe zusagten, ohne vorher zu wissen, was für Festspiele unter Corona-Bedingungen überhaupt möglich sein werden, ist ein außerordentlicher Vertrauensbeweis und das Signal, dass Kultur für eine Gesellschaft unverzichtbar ist“, betonen Festspiel-intendant Joern Hinkel und die kaufmännische Leiterin Andrea Jung. Sie freut sich neben der positiven Zuschauer-Bilanz auch darüber, ,,dass die Festspiele in diesem Jahr mehr jüngere Gäste anlocken konnten.“ Das bundesweite Medieninteresse sei riesig gewesen.

Um die Bundesnotbremse zu umgehen, hatten sich die Festspiele gemeinsam mit der Stadtpolitik ganz kurzfristig dazu entschlossen, den Eröffnungs-Termin vom 26. Juni auf den 1. Juli zu verschieben. Die richtige Entscheidung! Dazu Bürgermeister Thomas Fehling: „Die Anstrengungen der Festspiele wurden belohnt, die Menschen haben das kulturelle Angebot mit großer Freude, Dankbarkeit und Disziplin angenommen. Das freut mich sehr. Genauso positiv sind die Rückmeldungen zur Bad Hersfelder Politik: Sie hatte seinerzeit für den jetzigen Festspielerfolg mutig und geschlossen die finanziellen Voraussetzungen geschaffen.“

Die Eröffnung war Dank des prominent besetzten Festaktes trotzdem glanzvoll, auch wenn die Festspiele in diesem Sommer auf den Roten Teppich verzichten mussten. Der hessische Ministerpräsident und Schirmherr der Festspiele Volker Bouffier und die Bundesjustiz- und Familienministerin Christine Lambrecht machten in emotionalen Reden deutlich, wie lebensnotwendig Kultur für die Gesellschaft sei. Dies unterstrich auch die hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst Angela Dorn mit ihrem Besuch.                                               

Einen Bestwert erzielte das Eröffnungsstück DER CLUB DER TOTEN DICHTER mit Götz Schubert als Lehrer John Keating in der Hauptrolle, das am 1. Juli in der Stiftsruine seine europäische Erstaufführung feierte. Alle Plätze waren bereits vor der Premiere ausverkauft, rasend schnell gingen auch die jeweils 300 Plätze weg, die durch die Erhöhung der Sitzplatzkapazität ab 23. Juli zusätzlich angeboten werden konnten. Über 17.000 Menschen besuchten die 22 Aufführungen des CLUB DER TOTEN DICHTER, was einer Auslastung von 100 Prozent entspricht. Joern Hinkel hat das Stück inszeniert und mit dem Dramaturgen Tilman Raabke die Textfassung für die Bad Hersfelder Festspiele geschrieben, nachdem er die Rechte für die europäische Erstaufführung für den Kino-Welterfolg von 1989 erhalten hatte und sich mit dem amerikanischen Drehbuchautor, dem Oscarpreisträger Tom Schulman, stetig austauschte. „In meiner Klasse werden Sie wieder lernen, für sich selbst zu denken! Sie werden lernen, Worte und Sprache zu genießen. Ganz gleich, was man Ihnen auch erzählt: Worte und Gedanken können die Welt verändern.“ Mit diesen Worten beschreibt der Lehrer John Keating in DER CLUB DER TOTEN DICHTER seine Art zu unterrichten und bringt einen Prozess in Gang, der alle verändert. Götz Schubert wurde für seine Darstellung als John Keating mit dem GROSSEN HERSFELDPREIS ausgezeichnet. Außerdem wurden im CLUB DER TOTEN DICHTER Hannes Hellmann, Thorsten Nindel, Till Timmermann, Nico Ramon Kleemann, Philipp Quell, Leonard Dick, Oscar Hoppe, Simon Stache, Manuel Nero, Stefan Reis, Steffen Recks, Nell Pietrzyk, Peter Englert, Eli Riccardi und Constanze Feulner vom Publikum gefeiert.

„Jung, wild und sexy“ – so wurde der Goethe wahrgenommen, den man in diesem Sommer erlebte. Am 3. Juli hatte die Uraufführung des Musicals GOETHE! von Gil Mehmert (Buch und Regie), Martin Lingnau (Musik) und Frank Ramond (Song-Texte) seine von den meisten Kritikern und dem Publikum umjubelte Premiere. Über 15.000 Besucherinnen und Besucher erlebten das Musical GOETHE!, was bei 24 Aufführungen einer Auslastung von 87 Prozent entspricht. ,„Dafür, dass wir ein bis dahin unbekanntes Musical auf die Bühne der Bad Hersfelder Festspiele gebracht haben, bin ich mit den Zuschauerzahlen sehr zufrieden“, meint Festspielintendant Hinkel. Leider habe hier die kurzfristige zusätzliche Mehrkapazität nicht so kraftvoll zu Buche geschlagen wie beim CLUB DER TOTEN DICHTER. Joern Hinkel weiter: „Das Musical besuchen erfahrungsgemäß Fans aus dem ganzen deutschsprachigen Raum. Manche nehmen weite Anreisen auf sich. Da wir mit den ursprünglich kommunizierten 600 Sitzplätzen von GOETHE! und einer Auslastung von 95 Prozent nahezu ausverkauft waren, hat die plötzliche Aufstockung um 300 Plätze vermutlich nicht mehr jeden Musical-Gast von außerhalb so schnell erreicht.“

Das Musical in Kooperation mit Stage Entertainment erzählt von Goethes Liebe zu Charlotte Buff und dem Beginn seiner Karriere. Auch hier eroberte das Ensemble schnell die Herzen der Zuschauer. Abla Alaoui und Philipp Büttner spielten, sangen und tanzten die Hauptrollen, weitere bekannte Musical-Darsteller wie Christof Messner, Thomas Hohler, Rob Pelzer, Karen Müller, Detlef Leistenschneider, Mischa Mang, Peter Knauder, Pascal Cremer, Florian Minnerop, Leon Petzold, Claudio Gottschalk-Schmidt, Jurriaan Bles, Inga Krischke, Eva Zamostny, Isabel Waltsgott, Claudia Artner, Marije Louise Maliepaard und Lina Gerlitz gehörten zum Ensemble. Es spielte das Orchester der Bad Hersfelder Festspiele unter der Leitung von Christoph Wohlleben.

Für kleine und große Festspielbesucher hat Intendant Joern Hinkel MOMO nach dem Roman von Michael Ende vom 2. bis 18. Juli auf den Spielplan gesetzt. Unter der Regie von Georg Büttel spielten Janina Stopper, Günter Alt, Sebastian Brummer, Nadine Germann, Otto Beckmann, Andreas Bittl, Thomas Pfertner, Veronika Hörmann, Anna Knott, Pia Kolb, Aki Tougiannidis, Kiara Brunken und die Band der Bad Hersfelder Festspiele unter der Leitung von Christoph Wohlleben für Zuschauer aus allen Altersgruppen. Ein großer Erfolg! 4527 Personen kamen in die Stiftsruine, um Momos Kampf und Abenteuer um die gestohlene Zeit zu erleben, bei acht Aufführungen lag die Auslastung bei 94 Prozent.

Die moderne Komödie EXTRAWURST (Regie: Bettina Wilts), die an einem ganz ungewöhnlichen Spielort gezeigt wurde, riss das Publikum jeden Abend zu wahren Lachsalven hin, die bei aller Komik aber auch manches Mal im Halse stecken blieben. Vom 4. Juli bis zum 1. August luden die Schauspieler Carsten Hentrich, Dirk Hoener, Parbet Chugh, Laura Puscheck und Johann Anzenberger zu einer Mitgliederversammlung eines Tennisclubs der ganz besonderen Art in die Bad Hersfelder Tennishalle auf der Unteraue ein. Der Vorstand des Vereins muss über die Anschaffung eines neuen Grills entscheiden. Eigentlich keine große Sache - bis Vorstandsmitglied Melanie Pfaff den Vorschlag macht, einen zweiten, eigenen Grill für Erol Oturan, das einzige türkische Mitglied des Clubs zu finanzieren… 2785 Personen ließen sich bei einer Kapazität von 156 Plätzen die EXTRAWURST in der Tennishalle schmecken, was bei 24 Aufführungen und insgesamt 3744 Plätzen eine Auslastung von rund 74 Prozent ergibt. ,,Es hat etwas gedauert, bis sich herumgesprochen hatte, dass es noch ein Stück in der Tennishalle gibt. In den letzten zehn Tagen war das Stück jeden Tag ausverkauft“, analysiert Andrea Jung das Ergebnis.

Gut besucht war auch das Rahmenprogramm der Festspiele: Nachdem zu Beginn der langen Festspielgeschichte JEDERMANN in der Stiftsruine gezeigt wurde, stand JEDERMANN auch im Jubiläumsjahr auf dem Programm der 70. Bad Hersfelder Festspiele. Der JEDERMANN, den man in diesem Sommer sah, war allerdings ganz anders: Philipp Hochmair zeigte am 26. Juli in der Stiftsruine JEDERMANN RELOADED! Begleitet von seiner Band DIE ELEKTROHAND GOTTES hat er Hofmannsthals Stück als apokalyptisches Sprech-Konzert, getrieben von Gitarrenriffs und experimentellen Sounds der Band angesiedelt. Ein besonderes Erlebnis! DER KARNEVAL DER TIERE von Camille Saint-Saëns wurde am 30. Juli vom Orchester der Bad Hersfelder Festspiele unter der Leitung von Christoph Wohlleben in der Stiftsruine als Familienkonzert aufgeführt, Hannes Hellmann las die Texte aus dem Kinderbuch von Michael Quast und Sybille Hein dazu.

Der Late-Night-Talk NACHTEULEN mit Gastgeber Dominic Mäcke avanciert immer mehr zur Kultveranstaltung. Im kleinen Kreise um Mitternacht gestaltete er die Gespräche mit den Künstlern der Festspiele ganz persönlich, es wurde gesungen, improvisiert, rezitiert. Wegen des schlechten Wetters mussten alle vier Veranstaltungen der NACHTEULEN von der Wiese im Park in die Stiftsruine verlegt werden. 80 eingefleischte Late-Night-Fans ließen sich pro Abend von den NACHTEULEN faszinieren.

Festspielintendant Joern Hinkel und die kaufmännische Leiterin Andrea Jung machen darauf aufmerksam, dass es in Krisenzeiten für Veranstalter keinesfalls selbstverständlich sei, einen Erfolg zu verbuchen. Wichtig sei schon früh die richtige Weichenstellung bei Planung und Organisation, so seien drei Aspekte für die gute Bilanz der Festspiele entscheidend gewesen:

  • Die Festspiele haben die Tribüne so gebaut, dass ohne Umbauten, die Zeit und Geld kosten, es jederzeit möglich war, die Sitzplatzkapazität zu erhöhen.
     
  • Als absolut richtig hat sich herausgestellt, nach der Absage der Festspiele 2020 alle Tickets zurückzunehmen und den Vorverkauf für 2021 komplett neu zu starten. Dadurch gab es keine unerwarteten Kartenrückgaben in der laufenden Spielzeit wegen kurzfristiger Terminverschiebungen oder anderer Änderungen.
     
  • Das umfangreiche und gut funktionierende Hygienekonzept garantierte dem Team und den Festspielgästen beste Sicherheit – ein zusätzlicher Attraktiitätsfaktor.

,,Die Sicherheit des Publikums und des gesamten Teams hatte für uns oberste Priorität. Insgesamt wurden während der Proben- und Festspielzeit hinter den Kulissen über 6000 Corona-Tests durchgeführt. Wir hatten keinen einzigen Corona-Fall unter den 300 Mitarbeitern“, erklärt Andrea Jung und fügt hinzu: ,,Ohne die vielen freiwilligen Helfer und das große Engagement des DRK, die die Festspiele bei der Umsetzung des Hygienekonzeptes unterstützten, wären die Festspiele  nicht möglich gewesen. Dafür unseren herzlichsten Dank!“

Die 70.Bad Hersfelder Festspiele enden heute, am 8. August mit der Abschluss-Gala LIEDER ÜBERM REGENBOGEN - moderiert wird die Veranstaltung vom Intendanten der Bad Hersfelder Festspiele, Joern Hinkel. Dabei sein werden u.a., Christof Messner, Inga Krischke, Florian Minnerop (GOETHE!), Simon Stache (DER CLUB DER TOTEN DICHTER) und als Gäste Bettina Mönch, die zuletzt in HAIR in Bad Hersfeld auftrat und David Arnsperger, den das Publikum aus TITANIC kennt.

Wegen der Corona-Pandemie konnte im Park in diesem Sommer keine Festspiellounge aufgebaut werden. Frank Bücking vom gleichnamigen Catering-Unternehmen musste sich nicht nur mit einem strengen Hygienekonzept auseinandersetzen, sondern auch mit verregneten und kühlen Sommerabenden. ,,Die Stammgäste haben uns die Treue gehalten, dafür bin ich dankbar“, sagt er.

Der andauernde Regen und die kalten Tage haben dazu geführt, dass nicht so viele Menschen wie sonst im Park rund um die Ruine flanierten. ,,Dass in den sechs Wochen kaum die Sonne schien, hat aber zum Glück der guten Stimmung bei den Besuchern in der Stiftsruine keinen Abbruch getan“, so die Festspielleitung.


Zuschauerpreis für Götz Schubert und Philipp Büttner

08.08.2021

Die Besucher der 70. Bad Hersfelder Festspiele haben abgestimmt und zwei Hauptdarsteller liegen gleich hoch in der Gunst des Publikums.

Philipp Büttner, der den jungen wilden Goethe im Musical GOETHE! gespielt hat und Götz Schubert, der als kluger Lehrer John Keating in DER CLUB DER TOTEN DICHTER auftrat, erhalten den begehrten Preis.

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!

Der Zuschauerpreis wurde im Rahmen des festliche Abschlusses der Saison in der Stiftsruine verliehen.

Der begehrte Zuschauerpreis wurde in diesem Jahr zum 26. Mal vergeben. In den vielen Jahren haben erst einmal zwei Darsteller*innen den Preis gleichzeitig erhalten. Im Jahr 2009 bekamen ihn Leah Delos Santos und Christian Alexander Müller für ihre Rollen in WEST SIDE STORY.

Die Festspielbesucher*innen wählen den oder die Preisträger*in aus allen Darsteller*innen der Neuproduktionen in der Stiftsruine der Spielzeit 2021 aus. Abgestimmt werden konnte online - unterstützt durch die Sparkasse Hersfeld-Rotenburg - und auf den Stimmzetteln im Eingangsbereich der Stiftsruine.

Die Gewinner erhalten einen Ring, den das Atelier des Juweliers Laufer-Klitsch in Bad Hersfeld jeweils anfertigt. Unter allen Festspielbesucher*innen, die sich an der Abstimmung beteiligt haben, werden Gutscheine für Eintrittskarten für die nächsten, die 71. Bad Hersfelder Festspiele, verlost.


Hersfeldpreise für Götz Schubert, Till Timmermann und Nico Kleemann

06.07.2021

Herzlichen Glückwunsch!

Der Große Hersfeldpreis 2021 wird verliehen an Götz Schubert für seine Darstellung des Lehrers John Keating in Joern Hinkels Inszenierung der Bühnenfassung des Filmklassikers DER CLUB DER TOTEN DICHTER. Mit seiner ersten Rolle in der Stiftsruine wird er zur prägenden Figur der 70. Festspiele.
Götz Schubert brilliert als nachdenklicher und überaus couragierter Lehrer für englische Literatur. Er zeichnet das Psychogramm eines klugen, charismatischen Mannes, den seine innere Haltung, die Kraft von Worten und die Magie der Poesie leiten. Schubert zeigt die erschreckende Aktualität eines Lehrers aus vergangenen Zeiten, der sich mit Rückgrat und Heiterkeit über die kleinlichen Regeln enger Denkmauern hinwegsetzt.
Sein perfektes Instrumentarium schauspielerischer Mittel setzt Schubert unaufdringlich ein. Damit lässt er den anderen Ensemblemitgliedern Raum, ihre Rollen zu gestalten. Dank seiner Glaubwürdigkeit schenkt er dem Publikum das Miterleben der Bühnenfigur. Die zeitlose, lässige Eleganz seines Spiels unterstreicht die Ernsthaftigkeit Keatings. Gerade in den eindringlich gespielten filigran-leisen Momenten entsteht eine Wahrhaftigkeit, die noch lange nachhallt.

Hersfeldpreis für Till Timmermann und Nico Kleemann
Der Hersfeldpreis 2021 wird verliehen an Till Timmermann als Neil Perry und Nico Kleemann als Todd Anderson in Joern Hinkels Inszenierung der Bühnenfassung des Filmklassikers DER CLUB DER TOTEN DICHTER.
Den jungen Schauspielern gelingt bei ihrem Hersfeld-Debüt die differenzierte Darstellung zweier unterschiedlicher Charaktere auf dem Weg zur Selbstfindung. Till Timmermann verkörpert mitreißend und erschütternd den an den rigiden Karriereplänen seines Vaters scheiternden Sohn. Nico Kleemann berührt mit seiner Wandlung vom scheuen Duckmäuser zum selbstbewussten, mutigen Jugendlichen.
Jeder der beiden Darsteller kreiert einen magischen Moment: Timmermann beim Spiel im Spiel als Puck aus Shakespeares SOMMERNACHTSTRAUM, Kleemann als Initiator des finalen Aufbegehrens gegen das rigide Schulsystem und als Huldigung für Keating, der die Schüler eigenständiges Denken lehrte. Timmermanns Neil Perry wird zum tragischen Helden, Kleemanns Todd Anderson zur ermutigenden Identifikationsfigur.
Nico Kleemann und Till Timmermann vereinen erfrischende Spielfreude und darstellerisches Können.

Die undotierten Hersfeldpreise werden von der Stadt Bad Hersfeld und der Gesellschaft der Freunde der Stiftsruine alljährlich vergeben. Eine unabhängige Jury entscheidet über die Vergabe der Preise. Die Hersfeldpreis-Jury: Martina Mattick-Stiller (ZDF/3sat), Bettina Fraschke (HNA/Vorsitzende der Jury), Christoph Brandner (Fuldaer Zeitung), Hermann Diel (hr) und Pit Rampelt (ZDF).

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