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Insgesamt rund 73.000 Euro für Hochwasser-Opfer

10.08.2021

Dank an alle Beteiligten: Die Versteigerung zu Gunsten der Hochwasseropfer bringt 12.767 Euro - insgesamt rund 73.000 Euro gesammelt!

Hier ist Kunst zur Herzensangelegenheit geworden. 42 Bilder, gemalt und gestaltet von Festspiel-Stars und prominenten Festspiel-Förder*innen haben neue Besitzer*innen gefunden.
Nach einem spannenden Bieterwettbewerb können nun nur aus der Versteigerung noch einmal 12.767 Euro zu Gunsten der Hochwasser-Opfer an das “Aktionsbündnis Katastrophenhilfe“ überwiesen werden.

Anlässlich des 70. Bestehens der Bad Hersfelder Festspiele hatten Festspiel-Stars wie Götz Schubert, Abla Alaoui, Daniela Ziegler, Hannes Hellmann, Gerit Kling, Stephan Schad, Roland Riebeling, Elisabeth Degen und Pierre Sanoussi-Bliss und prominente Förder*innen wie Henry Maske, Petra Roth, Michael Roth, Jule Gölsdorf, Dieter Voss und viele andere Bilder gemalt und gestaltet.

Sollte der Erlös zunächst zugunsten der Bad Hersfelder Festspiele verwendet werden, so war nach der Flutkatastrophe in Deutschland schnell klar: Der Erlös aus der Versteigerung geht komplett an das „Aktionsbündnis Katastrophenhilfe“, um den Wiederaufbau in den betroffenen Regionen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zu unterstützen. Alle Künstler*innen waren sofort mit der Umwidmung des Erlöses einverstanden.

Drei Wochen lang konnte für die 42 Bilder auf der Website der Bad Hersfelder Festspiele www.bad-hersfelder-festspiele.de geboten werden. Die Resonanz war überwältigend. Den höchsten Preis bei der Versteigerung erzielte das Bild „Box-Dino“ von Henry Maske mit 3000 Euro. Die Gebote kamen aus ganz Deutschland und auch aus Österreich.

Bereits bekannt geben konnten die Bad Hersfelder Festspiele in der vergangenen Woche:
Vom 21.Juli bis zum 1. August haben Mitwirkende der Produktionen DER CLUB DER TOTEN DICHTER, GOETHE! und EXTRAWURST jeweils nach den Vorstellungen Geld gesammelt und die Besucher*innen der Bad Hersfelder Festspiele haben insgesamt 54.912 Euro gegeben. Die Mitglieder des Orchesters der Bad Hersfelder Festspiele spendeten noch einmal 5.500 Euro.

Nach Abschluss der Versteigerung addiert sich die Gesamtsumme also auf rund 73.000 Euro

Die Bad Hersfelder Festspiele danken ganz herzlich allen, die gesammelt, gespendet und geboten haben, und auch dem Unternehmen „Rhön-Sprudel“, das die Leinwände für die Kunstaktion gestiftet hat.

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Traumhaftes Ergebnis der 70. Bad Hersfelder Festspiele

08.08.2021

Die Geschlossenheit aller Beteiligten machte den Theater-Sommer in der Stiftsruine möglich

Das Eröffnungsstück DER CLUB DER TOTEN DICHTER hatte eine Auslastung von 100 Prozent

Ein großartiges Ergebnis können die 70. Bad Hersfelder Festspiele vermelden, die heute Abend mit der Abschluss-Gala LIEDER ÜBERM REGENBOGEN zu Ende gehen: Über 42.000 Menschen besuchten in der Zeit vom 1. Juli bis zum 8. August 2021 die Aufführungen der Festspiele, die Gesamtauslastung lag bei 94 Prozent (in die Bilanz wurde die Erhöhung der Kapazität um über 300 Plätze pro Aufführung in der Stiftsruine eingerechnet, die seit dem 23. Juli durch die neue Corona-Verordnung in Hessen möglich wurde.) Ursprünglich konnten die Festspiele nur mit 36.750 Karten in den Verkauf gehen, durch die Erhöhung der Sitzplatzkapazität standen nach dem 23. Juli rund 45.000 Plätze zur Verfügung. Vier Stücke wurden bei den Bad Hersfelder Festspielen gezeigt: Die europäische Erstaufführung des CLUB DER TOTEN DICHTER, die Uraufführung des Musicals GOETHE!, das Familienstück MOMO und die Komödie EXTRAWURST in einer Tennishalle. „Ich wollte in dieser Krisenzeit bewusst Stücke präsentieren, die Mut machen, das hat sich ausgezahlt. Ich bin begeistert und sehr glücklich über diese Festspielbilanz“, sagt Intendant Joern Hinkel und betont, dass die Festspielplanung unter solch unsicheren Corona-Bedingungen ein Kraftakt und eine riesige Herausforderung für das gesamte Team gewesen sei. ,,Noch zwei Wochen vor unserem Premierenwochenende war nicht sicher, ob wir überhaupt würden spielen können. Dass wir heute auf ein solch erfolgreiches Ergebnis blicken können, verdanken wir der Geschlossenheit aller Beteiligten: der Stadtpolitik, dem gesamten Team, den Förderern, Sponsoren sowie den vielen ehrenamtlichen Helfern, die die Festspiele mit ganzer Kraft unterstützten. Dafür bin ich sehr dankbar.“

Corona- bedingt wurden während der Festspiele zwei Stücke weniger als üblich gezeigt, ebenso wurde die Festspieldauer um zwei Wochen verkürzt und der Festspieletat daher mit insgesamt sechs Millionen Euro im Vergleich zu 2019 um 1,5 Millionen Euro gekürzt.

Der Bundeszuschuss lag bei 670.000 Euro, der Landeszuschuss bei 770.000 Euro und der Zuschuss des Kreises Hersfeld-Rotenburg bei 200.000 Euro. ,,Dass unsere Förderer uns Zuschüsse in gleicher Höhe zusagten, ohne vorher zu wissen, was für Festspiele unter Corona-Bedingungen überhaupt möglich sein werden, ist ein außerordentlicher Vertrauensbeweis und das Signal, dass Kultur für eine Gesellschaft unverzichtbar ist“, betonen Festspiel-intendant Joern Hinkel und die kaufmännische Leiterin Andrea Jung. Sie freut sich neben der positiven Zuschauer-Bilanz auch darüber, ,,dass die Festspiele in diesem Jahr mehr jüngere Gäste anlocken konnten.“ Das bundesweite Medieninteresse sei riesig gewesen.

Um die Bundesnotbremse zu umgehen, hatten sich die Festspiele gemeinsam mit der Stadtpolitik ganz kurzfristig dazu entschlossen, den Eröffnungs-Termin vom 26. Juni auf den 1. Juli zu verschieben. Die richtige Entscheidung! Dazu Bürgermeister Thomas Fehling: „Die Anstrengungen der Festspiele wurden belohnt, die Menschen haben das kulturelle Angebot mit großer Freude, Dankbarkeit und Disziplin angenommen. Das freut mich sehr. Genauso positiv sind die Rückmeldungen zur Bad Hersfelder Politik: Sie hatte seinerzeit für den jetzigen Festspielerfolg mutig und geschlossen die finanziellen Voraussetzungen geschaffen.“

Die Eröffnung war Dank des prominent besetzten Festaktes trotzdem glanzvoll, auch wenn die Festspiele in diesem Sommer auf den Roten Teppich verzichten mussten. Der hessische Ministerpräsident und Schirmherr der Festspiele Volker Bouffier und die Bundesjustiz- und Familienministerin Christine Lambrecht machten in emotionalen Reden deutlich, wie lebensnotwendig Kultur für die Gesellschaft sei. Dies unterstrich auch die hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst Angela Dorn mit ihrem Besuch.                                               

Einen Bestwert erzielte das Eröffnungsstück DER CLUB DER TOTEN DICHTER mit Götz Schubert als Lehrer John Keating in der Hauptrolle, das am 1. Juli in der Stiftsruine seine europäische Erstaufführung feierte. Alle Plätze waren bereits vor der Premiere ausverkauft, rasend schnell gingen auch die jeweils 300 Plätze weg, die durch die Erhöhung der Sitzplatzkapazität ab 23. Juli zusätzlich angeboten werden konnten. Über 17.000 Menschen besuchten die 22 Aufführungen des CLUB DER TOTEN DICHTER, was einer Auslastung von 100 Prozent entspricht. Joern Hinkel hat das Stück inszeniert und mit dem Dramaturgen Tilman Raabke die Textfassung für die Bad Hersfelder Festspiele geschrieben, nachdem er die Rechte für die europäische Erstaufführung für den Kino-Welterfolg von 1989 erhalten hatte und sich mit dem amerikanischen Drehbuchautor, dem Oscarpreisträger Tom Schulman, stetig austauschte. „In meiner Klasse werden Sie wieder lernen, für sich selbst zu denken! Sie werden lernen, Worte und Sprache zu genießen. Ganz gleich, was man Ihnen auch erzählt: Worte und Gedanken können die Welt verändern.“ Mit diesen Worten beschreibt der Lehrer John Keating in DER CLUB DER TOTEN DICHTER seine Art zu unterrichten und bringt einen Prozess in Gang, der alle verändert. Götz Schubert wurde für seine Darstellung als John Keating mit dem GROSSEN HERSFELDPREIS ausgezeichnet. Außerdem wurden im CLUB DER TOTEN DICHTER Hannes Hellmann, Thorsten Nindel, Till Timmermann, Nico Ramon Kleemann, Philipp Quell, Leonard Dick, Oscar Hoppe, Simon Stache, Manuel Nero, Stefan Reis, Steffen Recks, Nell Pietrzyk, Peter Englert, Eli Riccardi und Constanze Feulner vom Publikum gefeiert.

„Jung, wild und sexy“ – so wurde der Goethe wahrgenommen, den man in diesem Sommer erlebte. Am 3. Juli hatte die Uraufführung des Musicals GOETHE! von Gil Mehmert (Buch und Regie), Martin Lingnau (Musik) und Frank Ramond (Song-Texte) seine von den meisten Kritikern und dem Publikum umjubelte Premiere. Über 15.000 Besucherinnen und Besucher erlebten das Musical GOETHE!, was bei 24 Aufführungen einer Auslastung von 87 Prozent entspricht. ,„Dafür, dass wir ein bis dahin unbekanntes Musical auf die Bühne der Bad Hersfelder Festspiele gebracht haben, bin ich mit den Zuschauerzahlen sehr zufrieden“, meint Festspielintendant Hinkel. Leider habe hier die kurzfristige zusätzliche Mehrkapazität nicht so kraftvoll zu Buche geschlagen wie beim CLUB DER TOTEN DICHTER. Joern Hinkel weiter: „Das Musical besuchen erfahrungsgemäß Fans aus dem ganzen deutschsprachigen Raum. Manche nehmen weite Anreisen auf sich. Da wir mit den ursprünglich kommunizierten 600 Sitzplätzen von GOETHE! und einer Auslastung von 95 Prozent nahezu ausverkauft waren, hat die plötzliche Aufstockung um 300 Plätze vermutlich nicht mehr jeden Musical-Gast von außerhalb so schnell erreicht.“

Das Musical in Kooperation mit Stage Entertainment erzählt von Goethes Liebe zu Charlotte Buff und dem Beginn seiner Karriere. Auch hier eroberte das Ensemble schnell die Herzen der Zuschauer. Abla Alaoui und Philipp Büttner spielten, sangen und tanzten die Hauptrollen, weitere bekannte Musical-Darsteller wie Christof Messner, Thomas Hohler, Rob Pelzer, Karen Müller, Detlef Leistenschneider, Mischa Mang, Peter Knauder, Pascal Cremer, Florian Minnerop, Leon Petzold, Claudio Gottschalk-Schmidt, Jurriaan Bles, Inga Krischke, Eva Zamostny, Isabel Waltsgott, Claudia Artner, Marije Louise Maliepaard und Lina Gerlitz gehörten zum Ensemble. Es spielte das Orchester der Bad Hersfelder Festspiele unter der Leitung von Christoph Wohlleben.

Für kleine und große Festspielbesucher hat Intendant Joern Hinkel MOMO nach dem Roman von Michael Ende vom 2. bis 18. Juli auf den Spielplan gesetzt. Unter der Regie von Georg Büttel spielten Janina Stopper, Günter Alt, Sebastian Brummer, Nadine Germann, Otto Beckmann, Andreas Bittl, Thomas Pfertner, Veronika Hörmann, Anna Knott, Pia Kolb, Aki Tougiannidis, Kiara Brunken und die Band der Bad Hersfelder Festspiele unter der Leitung von Christoph Wohlleben für Zuschauer aus allen Altersgruppen. Ein großer Erfolg! 4527 Personen kamen in die Stiftsruine, um Momos Kampf und Abenteuer um die gestohlene Zeit zu erleben, bei acht Aufführungen lag die Auslastung bei 94 Prozent.

Die moderne Komödie EXTRAWURST (Regie: Bettina Wilts), die an einem ganz ungewöhnlichen Spielort gezeigt wurde, riss das Publikum jeden Abend zu wahren Lachsalven hin, die bei aller Komik aber auch manches Mal im Halse stecken blieben. Vom 4. Juli bis zum 1. August luden die Schauspieler Carsten Hentrich, Dirk Hoener, Parbet Chugh, Laura Puscheck und Johann Anzenberger zu einer Mitgliederversammlung eines Tennisclubs der ganz besonderen Art in die Bad Hersfelder Tennishalle auf der Unteraue ein. Der Vorstand des Vereins muss über die Anschaffung eines neuen Grills entscheiden. Eigentlich keine große Sache - bis Vorstandsmitglied Melanie Pfaff den Vorschlag macht, einen zweiten, eigenen Grill für Erol Oturan, das einzige türkische Mitglied des Clubs zu finanzieren… 2785 Personen ließen sich bei einer Kapazität von 156 Plätzen die EXTRAWURST in der Tennishalle schmecken, was bei 24 Aufführungen und insgesamt 3744 Plätzen eine Auslastung von rund 74 Prozent ergibt. ,,Es hat etwas gedauert, bis sich herumgesprochen hatte, dass es noch ein Stück in der Tennishalle gibt. In den letzten zehn Tagen war das Stück jeden Tag ausverkauft“, analysiert Andrea Jung das Ergebnis.

Gut besucht war auch das Rahmenprogramm der Festspiele: Nachdem zu Beginn der langen Festspielgeschichte JEDERMANN in der Stiftsruine gezeigt wurde, stand JEDERMANN auch im Jubiläumsjahr auf dem Programm der 70. Bad Hersfelder Festspiele. Der JEDERMANN, den man in diesem Sommer sah, war allerdings ganz anders: Philipp Hochmair zeigte am 26. Juli in der Stiftsruine JEDERMANN RELOADED! Begleitet von seiner Band DIE ELEKTROHAND GOTTES hat er Hofmannsthals Stück als apokalyptisches Sprech-Konzert, getrieben von Gitarrenriffs und experimentellen Sounds der Band angesiedelt. Ein besonderes Erlebnis! DER KARNEVAL DER TIERE von Camille Saint-Saëns wurde am 30. Juli vom Orchester der Bad Hersfelder Festspiele unter der Leitung von Christoph Wohlleben in der Stiftsruine als Familienkonzert aufgeführt, Hannes Hellmann las die Texte aus dem Kinderbuch von Michael Quast und Sybille Hein dazu.

Der Late-Night-Talk NACHTEULEN mit Gastgeber Dominic Mäcke avanciert immer mehr zur Kultveranstaltung. Im kleinen Kreise um Mitternacht gestaltete er die Gespräche mit den Künstlern der Festspiele ganz persönlich, es wurde gesungen, improvisiert, rezitiert. Wegen des schlechten Wetters mussten alle vier Veranstaltungen der NACHTEULEN von der Wiese im Park in die Stiftsruine verlegt werden. 80 eingefleischte Late-Night-Fans ließen sich pro Abend von den NACHTEULEN faszinieren.

Festspielintendant Joern Hinkel und die kaufmännische Leiterin Andrea Jung machen darauf aufmerksam, dass es in Krisenzeiten für Veranstalter keinesfalls selbstverständlich sei, einen Erfolg zu verbuchen. Wichtig sei schon früh die richtige Weichenstellung bei Planung und Organisation, so seien drei Aspekte für die gute Bilanz der Festspiele entscheidend gewesen:

  • Die Festspiele haben die Tribüne so gebaut, dass ohne Umbauten, die Zeit und Geld kosten, es jederzeit möglich war, die Sitzplatzkapazität zu erhöhen.
     
  • Als absolut richtig hat sich herausgestellt, nach der Absage der Festspiele 2020 alle Tickets zurückzunehmen und den Vorverkauf für 2021 komplett neu zu starten. Dadurch gab es keine unerwarteten Kartenrückgaben in der laufenden Spielzeit wegen kurzfristiger Terminverschiebungen oder anderer Änderungen.
     
  • Das umfangreiche und gut funktionierende Hygienekonzept garantierte dem Team und den Festspielgästen beste Sicherheit – ein zusätzlicher Attraktiitätsfaktor.

,,Die Sicherheit des Publikums und des gesamten Teams hatte für uns oberste Priorität. Insgesamt wurden während der Proben- und Festspielzeit hinter den Kulissen über 6000 Corona-Tests durchgeführt. Wir hatten keinen einzigen Corona-Fall unter den 300 Mitarbeitern“, erklärt Andrea Jung und fügt hinzu: ,,Ohne die vielen freiwilligen Helfer und das große Engagement des DRK, die die Festspiele bei der Umsetzung des Hygienekonzeptes unterstützten, wären die Festspiele  nicht möglich gewesen. Dafür unseren herzlichsten Dank!“

Die 70.Bad Hersfelder Festspiele enden heute, am 8. August mit der Abschluss-Gala LIEDER ÜBERM REGENBOGEN - moderiert wird die Veranstaltung vom Intendanten der Bad Hersfelder Festspiele, Joern Hinkel. Dabei sein werden u.a., Christof Messner, Inga Krischke, Florian Minnerop (GOETHE!), Simon Stache (DER CLUB DER TOTEN DICHTER) und als Gäste Bettina Mönch, die zuletzt in HAIR in Bad Hersfeld auftrat und David Arnsperger, den das Publikum aus TITANIC kennt.

Wegen der Corona-Pandemie konnte im Park in diesem Sommer keine Festspiellounge aufgebaut werden. Frank Bücking vom gleichnamigen Catering-Unternehmen musste sich nicht nur mit einem strengen Hygienekonzept auseinandersetzen, sondern auch mit verregneten und kühlen Sommerabenden. ,,Die Stammgäste haben uns die Treue gehalten, dafür bin ich dankbar“, sagt er.

Der andauernde Regen und die kalten Tage haben dazu geführt, dass nicht so viele Menschen wie sonst im Park rund um die Ruine flanierten. ,,Dass in den sechs Wochen kaum die Sonne schien, hat aber zum Glück der guten Stimmung bei den Besuchern in der Stiftsruine keinen Abbruch getan“, so die Festspielleitung.


Zuschauerpreis für Götz Schubert und Philipp Büttner

08.08.2021

Die Besucher der 70. Bad Hersfelder Festspiele haben abgestimmt und zwei Hauptdarsteller liegen gleich hoch in der Gunst des Publikums.

Philipp Büttner, der den jungen wilden Goethe im Musical GOETHE! gespielt hat und Götz Schubert, der als kluger Lehrer John Keating in DER CLUB DER TOTEN DICHTER auftrat, erhalten den begehrten Preis.

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!

Der Zuschauerpreis wurde im Rahmen des festliche Abschlusses der Saison in der Stiftsruine verliehen.

Der begehrte Zuschauerpreis wurde in diesem Jahr zum 26. Mal vergeben. In den vielen Jahren haben erst einmal zwei Darsteller*innen den Preis gleichzeitig erhalten. Im Jahr 2009 bekamen ihn Leah Delos Santos und Christian Alexander Müller für ihre Rollen in WEST SIDE STORY.

Die Festspielbesucher*innen wählen den oder die Preisträger*in aus allen Darsteller*innen der Neuproduktionen in der Stiftsruine der Spielzeit 2021 aus. Abgestimmt werden konnte online - unterstützt durch die Sparkasse Hersfeld-Rotenburg - und auf den Stimmzetteln im Eingangsbereich der Stiftsruine.

Die Gewinner erhalten einen Ring, den das Atelier des Juweliers Laufer-Klitsch in Bad Hersfeld jeweils anfertigt. Unter allen Festspielbesucher*innen, die sich an der Abstimmung beteiligt haben, werden Gutscheine für Eintrittskarten für die nächsten, die 71. Bad Hersfelder Festspiele, verlost.


Hersfeldpreise für Götz Schubert, Till Timmermann und Nico Kleemann

06.07.2021

Herzlichen Glückwunsch!

Der Große Hersfeldpreis 2021 wird verliehen an Götz Schubert für seine Darstellung des Lehrers John Keating in Joern Hinkels Inszenierung der Bühnenfassung des Filmklassikers DER CLUB DER TOTEN DICHTER. Mit seiner ersten Rolle in der Stiftsruine wird er zur prägenden Figur der 70. Festspiele.
Götz Schubert brilliert als nachdenklicher und überaus couragierter Lehrer für englische Literatur. Er zeichnet das Psychogramm eines klugen, charismatischen Mannes, den seine innere Haltung, die Kraft von Worten und die Magie der Poesie leiten. Schubert zeigt die erschreckende Aktualität eines Lehrers aus vergangenen Zeiten, der sich mit Rückgrat und Heiterkeit über die kleinlichen Regeln enger Denkmauern hinwegsetzt.
Sein perfektes Instrumentarium schauspielerischer Mittel setzt Schubert unaufdringlich ein. Damit lässt er den anderen Ensemblemitgliedern Raum, ihre Rollen zu gestalten. Dank seiner Glaubwürdigkeit schenkt er dem Publikum das Miterleben der Bühnenfigur. Die zeitlose, lässige Eleganz seines Spiels unterstreicht die Ernsthaftigkeit Keatings. Gerade in den eindringlich gespielten filigran-leisen Momenten entsteht eine Wahrhaftigkeit, die noch lange nachhallt.

Hersfeldpreis für Till Timmermann und Nico Kleemann
Der Hersfeldpreis 2021 wird verliehen an Till Timmermann als Neil Perry und Nico Kleemann als Todd Anderson in Joern Hinkels Inszenierung der Bühnenfassung des Filmklassikers DER CLUB DER TOTEN DICHTER.
Den jungen Schauspielern gelingt bei ihrem Hersfeld-Debüt die differenzierte Darstellung zweier unterschiedlicher Charaktere auf dem Weg zur Selbstfindung. Till Timmermann verkörpert mitreißend und erschütternd den an den rigiden Karriereplänen seines Vaters scheiternden Sohn. Nico Kleemann berührt mit seiner Wandlung vom scheuen Duckmäuser zum selbstbewussten, mutigen Jugendlichen.
Jeder der beiden Darsteller kreiert einen magischen Moment: Timmermann beim Spiel im Spiel als Puck aus Shakespeares SOMMERNACHTSTRAUM, Kleemann als Initiator des finalen Aufbegehrens gegen das rigide Schulsystem und als Huldigung für Keating, der die Schüler eigenständiges Denken lehrte. Timmermanns Neil Perry wird zum tragischen Helden, Kleemanns Todd Anderson zur ermutigenden Identifikationsfigur.
Nico Kleemann und Till Timmermann vereinen erfrischende Spielfreude und darstellerisches Können.

Die undotierten Hersfeldpreise werden von der Stadt Bad Hersfeld und der Gesellschaft der Freunde der Stiftsruine alljährlich vergeben. Eine unabhängige Jury entscheidet über die Vergabe der Preise. Die Hersfeldpreis-Jury: Martina Mattick-Stiller (ZDF/3sat), Bettina Fraschke (HNA/Vorsitzende der Jury), Christoph Brandner (Fuldaer Zeitung), Hermann Diel (hr) und Pit Rampelt (ZDF).

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Corona: Dank für Ihre Unterstützung

01.12.2020

Da die pandemische Lage noch nicht überstanden ist, fanden die Bad Hersfelder Festspiele unter den Maßgaben der gesetzlichen Corona-Regelungen statt. Für die Durchführung der Festspiele wurde ein umfassendes Hygiene-Konzept erstellt, welches die Sicherheit von Mitarbeitenden und Besuchern gleichermaßen gewährleisten soll.

Zutritt zur Stiftsruine hatten nur Gäste mit vollständigem Impfschutz, Genesenennachweis oder Nachweis eines tagesaktuellen negativen Schnelltests.

Vor Vorstellungsbeginn konnten die Besucher*innen diese Dokumente an verschiedenen Check-In-Punkten rund um die Stiftsruine vorlegen. Sie bekamen dort nach Prüfung ein Einlassbändchen; nur mit diesem konnte der Einlassbereich betreten werden. Im Einlassbereich und in der Stiftsruine mussten Masken getragen werden.

Wir danken allen, die sich diese Mühen gemacht haben und damit dazu beigetragen haben, dass die 70. Bad Hersfelder Festspiele sicher stattfinden konnten.



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Schon rund 60 000 Euro für Hochwasser-Opfer!

21.07.2021

Ensemble- und Team-Mitglieder der Bad Hersfelder Festspiele sind überwältigt und beindruckt von der großen Resonanz auf ihre Spendenaktion zu Gunsten der Hochwasser-Opfer.

Vom 21.Juli bis zum 1. August haben Mitwirkende der Produktionen DER CLUB DER TOTEN DICHTER, GOETHE! und EXTRAWURST jeweils nach den Vorstellungen Geld gesammelt und die Besucher*innen der Bad Hersfelder Festspiele haben insgesamt 54.912 Euro gespendet.

Die Mitglieder des Orchesters der Bad Hersfelder Festspiele spenden noch einmal 5.500 Euro, damit addiert sich die Summe auf 60.412 Euro.

Den Erlös geht, wie angekündigt, an das “Aktionsbündnis Katastrophenhilfe“ (ein Zusammenschluss der Hilfsorganisationen DRK, Caritas, Unicef und der Diakonie).

Anlässlich des 70. Bestehens der Bad Hersfelder Festspiele haben Festspiel-Stars wie Götz Schubert, Abla Alaoui, Daniela Ziegler, Hannes Hellmann, Gerit Kling, Stephan Schad, Roland Riebeling, Elisabeth Degen und Pierre Sanoussi-Bliss und prominente Förder*innen wie Henry Maske, Petra Roth, Michael Roth, Jule Gölsdorf, Dieter Voss und viele andere Bilder für eine Versteigerung gemalt und gestaltet, die unter dem Link https://www.bad-hersfelder-festspiele.de/versteigerung.html noch bis zum 9. August laufen wird.
Aber schon jetzt liegen Gebote in einer Gesamthöhe von rund 9000 Euro vor.

Die Festspiele danken ganz herzlich allen, die gesammelt und gespendet haben und auch dem Unternehmen „Rhön-Sprudel“, das die Leinwände für die Kunstaktion gestiftet hat.

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Die NACHTEULEN haben viel Spaß gemacht

15.07.2021

Der Late-Night-Talk NACHTEULEN mit Gastgeber Dominic Mäcke avanciert immer mehr zur Kultveranstaltung.

Im kleinen Kreise um Mitternacht gestaltete er die Gespräche mit den Künstlern der Festspiele ganz persönlich, es wurde gesungen, improvisiert, rezitiert.

Wegen des schlechten Wetters mussten alle vier Veranstaltungen der NACHTEULEN von der Wiese im Park in die Stiftsruine verlegt werden. 80 eingefleischte Late-Night-Fans ließen sich pro Abend von den NACHTEULEN faszinieren.

Am letzten Samstag der aktuellen Festspielsaison waren Götz Schubert, Nico Kleemann und Till Timmermann (DER CLUB DER TOTEN DICHTER) zu Gast.

 

 

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Heute das FAMILIENKONZERT

28.07.2021

KARNEVAL DER TIERE – mit dem Orchester der Bad Hersfelder Festspiele und Hannes Hellmann heute (Freitag) in der Stiftsruine!

„Einmal sich zu unterscheiden,

und sich witzig zu verkleiden, 

einmal jemand anders sein!“ … das wünschen sich auch die Tiere. Und sie veranstalten einen Karneval, bei dem jedes Tier in eine andere Rolle schlüpft.

DER KARNEVAL DER TIERE von Camille Saint-Saëns steht am Freitag um 15 Uhr auf dem Programm des Orchesters der Bad Hersfelder Festspiele unter der Leitung von Christoph Wohlleben in der Stiftsruine. Der französische Komponist Camille Saint- Saëns schrieb die Musik im Jahr 1886 eigentlich, um sich damit über seine Kollegen lustig zu machen. Weil die Stücke so komisch waren und dem Publikum gut gefielen, erfanden später verschiedene Autoren Geschichten dazu.

Eine davon, die Geschichte von Michael Quast, die viele aus seinem Kinderbuch mit Sybille Hein kennen, wird Hannes Hellmann am Freitag vortragen.
Hannes Hellmann, der in DER CLUB DER TOTEN DICHTER den strengen Schuldirektor Nolan spielt, wird sich hier von einer ganz anderen, seiner heiteren Seite zeigen.

Außerdem spielt das Orchester CLAIRE DE LUNE von Claude Debussy.

Schon im vergangenen Sommer zauberte das Orchester der Bad Hersfelder Festspiele während der Aufführung von PETER UND DER WOLF ein Leuchten in die Augen der Besucher*innen. Auch in dieser Saison wird es also nach dem großen Erfolg ein Konzert für junge und junggebliebene Zuhörer*innen in der Stiftsruine geben.

KARNEVAL DER TIERE
Ein Konzert für die ganze Familie
Musikalische Leitung Christoph Wohlleben
Es spielt das Orchester der Bad Hersfelder Festspiele und es liest Hannes Hellmann
Freitag, 30. Juli 2021
15:00 Uhr | Stiftsruine Bad Hersfeld

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Es gibt wieder Karten für alle Vorstellungen!

23.07.2021

Neue Corona-Schutzverordnung macht’s möglich. 

Schnell waren die Karten für die Stücke der Bad Hersfelder Festspiele vergriffen, die am 1. Juli mit der Europäischen Erstaufführung Der CLUB DER TOTEN DICHTER und Götz Schubert in der Hauptrolle eine umjubelte Eröffnung feierten. Die Erweiterung der Sitzplatzkapazität macht die neue hessische Coronavirus-Schutzverordnung möglich, die am Donnerstag (22.07.2021) in Kraft trat. Sie sieht weitere Lockerungen bei Veranstaltungen vor und gilt in allen Landkreisen in Hessen, in denen die Inzidenz unter 35 liegt.

,,Endlich gibt es wieder Karten, und wir können wieder vor vollen Rängen spielen! Natürlich ist die Ankündigung kurzfristig, aber in diesen besonderen Zeiten haben wir uns alle ja schon an außergewöhnliche Maßnahmen gewöhnt. Also: zugreifen! Noch zweieinhalb Wochen besteht die Chance, zwei Stücke zu sehen, die unser Publikum schon an den Premierenabenden ins Herz geschlossen haben und die jeden Tag für Standing Ovations sorgen“, sagt Festspiel-Intendant Joern Hinkel.

Die Pandemie ist noch nicht vorbei, deswegen hat Ihre Sicherheit für die Bad Hersfelder Festspiele weiterhin oberste Priorität! ,,Mit dem Gesundheitsamt haben wir unser Hygiene- und Sicherheitskonzept abgestimmt, damit man trotz der Lockerungen unbeschwert unsere Aufführungen genießen kann,“ betont die kaufmännische Leiterin der Festspiele Andrea Jung.
Das Hygienekonzept sieht ein Zwei-Stufen-Modell vor, es bleibt für den Einlass bei der sogenannten 3-G-Pflicht: getestet, geimpft oder genesen. Das Tragen eines medizinischen Mund-Nasenschutzes während der Aufführung wird wieder Pflicht, da nun Personen aus mehreren Haushalten ohne Abstandsregeln nebeneinander sitzen dürfen. Um auch bei erhöhter Sitzplatzkapazität eine reibungslose Organisation zu ermöglichen, werden die Bad Hersfelder Festspiele beim Einlass und Check-In ihr Personal erhöhen.

Wir bitten Sie, die Hinweise hier auf unserer Homepage vor Ihrem Besuch der Bad Hersfelder Festspiele zu lesen.

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Zusatzvorstellungen von der CLUB DER TOTEN DICHTER und des Musicals GOETHE!

16.07.2021

Nachdem alle Vorstellungen von DER CLUB DER TOTEN DICHTER mit Götz Schubert, Hannes Hellmann, Thorsten Nindel, Till Timmermann, Nico Kleemann und vielen anderen und des Musicals GOETHE! mit Abla Alaoui und Philipp Büttner in den Hauptrollen schnell ausverkauft waren, werden nun zwei Zusatzvorstellungen angeboten:

Am Montag, den 02.08. um 20.30 Uhr GOETHE! und am Freitag, den 6.8. und Samstag, den 07.08. um 15.00 Uhr DER CLUB DER TOTEN DICHTER.

„In meiner Klasse werden Sie wieder lernen, für sich selbst zu denken! Sie werden lernen, Worte und Sprache zu genießen. Ganz gleich, was man Ihnen auch erzählt: Worte und Gedanken können die Welt verändern.“ Mit diesen Worten beschreibt der Lehrer John Keating in DER CLUB DER TOTEN DICHTER seine Art zu unterrichten und bringt einen Prozess in Gang, der alle verändern wird.
Intendant Joern Hinkel hat die europäische Uraufführung des Filmstoffes auf die Bühne der Stiftsruine gebracht und Kritiker als auch Publikum sind von seiner Inszenierung jeden Abend begeistert.

„So haben wir den klassischen Dichterfürsten wohl noch nie gesehen: vom historischen Edelrost befreit, jung, gutaussehend, ein vor Phantasie und Kraft strotzender Rebell!“ sagte Intendant Joern Hinkel zur Uraufführung des Musicals GOETHE! in Bad Hersfeld und versprach nicht zu viel. Auch die Uraufführung von GOETHE! von Gil Mehmert (Buch und Regie), Martin Lingnau (Musik), Frank Ramond (Song-Texte) über Goethes Liebe zu Charlotte Buff und den Beginn seiner Karriere wird jeden Abend in der Stiftsruine bejubelt und viele haben bedauert, nicht früh genug Karten bestellt zu haben.

Um so mehr können sich nun alle Besucher freuen, denn es gibt wieder Tickets!

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EXTRAWURST in der Tennishalle

04.07.2021

Dr. Heribert Bräsemann (im Bild), der Chef des Tennisclubs TUS Eichhof hat einen ganz schweren Abend vor sich. Die Mitgliederversammlung läuft völlig aus dem Ruder, als die Frage gestellt wird, ob man einen zweiten Grill für das Sommerfest braucht – denn das einzige türkische Vereinsmitglied Erol isst ja kein Schweinefleisch und das Fleisch für ihn sollte nicht auf einem Grill mit Schweinswürstchen liegen – meinen zumindest einige Mitglieder des Vereins.

Es entbrennt eine hitzige Diskussion und plötzlich geht es um Fragen wie: Kann und soll die Mehrheit bestimmen, ob nur die „Mehrheits-Bratwurst“ auf den Grill kommt? Wie politisch korrekt, tolerant oder respektvoll sind wir wirklich? Gibt es am Grill eine deutsche Leitkultur? Und sind auch Vegetarier eine Glaubensgemeinschaft, die einen eigenen Grill braucht? Und was ist eigentlich mit den Veganern ... ?

Bräsemann vergeht das Lachen - Die Zuschauer werden um so mehr Spaß haben ...

Regie führt Bettina Wilts. Im Sommer 2019 wurde ihre Fassung von LONG WAY DOWN im Schloss Eichhof gezeigt, und sie inszenierte NIPPLEJESUS im Museum im Stift. Im letzten Sommer brachte sie im Rahmen von EIN ANDERER SOMMER u.a. MARRAKESCH - MADRID auf die Bühne der Stiftsruine.

Bettina Wilts hat die optimale Besetzung gefunden: Carsten Hentrich spielt den Präsidenten vom TuS Eichhof 09, Dr. Heribert Bräsemann, der um Versöhnung bemüht ist und plötzlich die Welt nicht mehr versteht. Er erkennt im Laufe des Abends: „Sarkasmus ist das Tor zur Hölle“.
Dirk Hoener ist Matthias Scholz, der als kleinbürgerlicher Logistiker eigentlich gerne Vorsitzender des Vereins wäre. Er schlägt den neuen Grill vor, nachdem er sich ordentlich in die Grill-Materie eingefuchst („ich hab da mal eine Präsentation vorbereitet ...“) hat. Er nimmt kein Blatt vor den Mund und stachelt die Diskussionen immer wieder an.
Parbet Chugh tritt als Erol Oturan, erfolgreicher Anwalt mit türkischen Wurzeln, auf. Um dessen Unterstützung mit einem zweiten Grill geht es eigentlich. Er kann die ganze Auseinandersetzung zunächst nicht nachvollziehen, sieht sich dann aber doch genötigt, deutlich (und sarkastisch) zu werden und damit ordentlich Öl ins Feuer zu gießen.
Erols Tennis-Doppelpartnerin Melanie Pfaff, gespielt von Laura Puscheck, meint es scheinbar gut - bald zeigt sich aber, dass gut gemeint nicht gut gedacht heißen muss.
Ihr Ehemann Torsten wird von Johann Anzenberger gespielt. Torsten hält sich für den tolerantesten Menschen auf dem Planeten und muss schmerzlich erkennen, dass da so einiges in seiner Ehe und in seinem Lebens nicht ganz rund läuft.

Das „Eichhof-Stück“ wird in diesem Jahr nicht im Hof des Schlosses Eichhof gezeigt, sondern in der Tennishalle auf der Unteraue in Bad Hersfeld.



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Die 70. Bad Hersfelder Festspiele sind eröffnet!

02.07.2021

Vier Premieren an vier Tagen! Eine Europäische Erstaufführung, eine Uraufführung, ein Familienstück und eine Komödie: Das sind die 70. Bad Hersfelder Festspiele, die am Donnerstag, 1. Juli 2021 mit der Europäischen Uraufführung DER CLUB DER TOTEN DICHTER in einer Inszenierung von Festspiel-Intendant Joern Hinkel in der Stiftsruine ihre Eröffnung gefeiert haben und am Sonntag, den 8. August 2021, mit einer Abschiedsgala enden. Außer dem CLUB DER TOTEN DICHTER mit Götz Schubert in der Hauptrolle werden bei den 70. Bad Hersfelder Festspielen das Musical GOETHE!, Michael Endes MOMO und die Komödie EXTRAWURST gezeigt. „Besonders bei den Stücken in der Stiftsruine stehen Persönlichkeiten im Mittelpunkt, die sich für freies und kreatives Denken einsetzen, die althergebrachte gesellschaftliche Normen in Frage stellen, ohne irgendwelche Verschwörungstheorien in die Welt zu setzen, und für Vernunft und Mitmenschlichkeit plädieren“, sagt Joern Hinkel. Er ist sehr glücklich darüber, dass die 70. Festspiele stattfinden können und alle Beteiligten in Pandemie-Zeiten an einem Strang ziehen, um einen Festspielsommer möglich zu machen. Intendant Joern Hinkel: „Die Freude beim gesamten Team, den Ensembles und den Festspielfans ist so groß, dass sie alle Einschränkungen und Widrigkeiten überstrahlt. Wir wollen ein leuchtendes Signal für die Kultur setzen!“

Vor der Eröffnungs-Premiere DER CLUB DER TOTEN DICHTER hat Christine Lambrecht, die Bundesministerin für Justiz und für Verbraucherschutz sowie Familie, Frauen, Senioren und Jugend, die Festrede gehalten. Der Ministerpräsident des Landes Hessen und Schirmherr der Bad Hersfelder Festspiele Volker Bouffier hat die Festspiele danach im Rahmen des Festaktes offiziell eröffnet.

Die Verantwortlichen und die Stadtpolitik in Bad Hersfeld waren bereit, ins Risiko zu gehen und beschlossen auch schnell, die Festspiele um eine Woche zu verschieben, um der Bundesnotbremse zu entgehen. Zu diesem Zeitpunkt war völlig unklar, unter welchen Bedingungen Festspiele überhaupt veranstaltet werden können. Dazu Bürgermeister Thomas Fehling: ,,Der Ausfall der Festspiele im letzten Jahr war ein schwerer Verlust für unsere Stadt: wirtschaftlich, kulturell und gesellschaftlich. Die große Einigkeit in der Politik, eine disziplinierte Bevölkerung und die anhaltende Unterstützung unserer Sponsoren, Förderer und Freunde haben den Weg geebnet, dass die Zwangspause der Festspiele beendet ist. Es macht mich sehr glücklich, dass unsere 70. Spielzeit heute beginnen darf.“

Nach dem CLUB DER TOTEN DICHTER wird die Uraufführung des Musicals GOETHE! von Gil Mehmert (Buch und Regie), Martin Lingnau (Musik) und Frank Ramond (Song-Texte) gezeigt. Es erzählt Goethes Liebe zu Charlotte Buff und den Beginn seiner Karriere (Premiere: 3. Juli 21:00 Uhr/ Stiftsruine).
Für kleine und große Festspielbesucher hat Intendant Joern Hinkel MOMO nach dem Roman von Michael Ende mit der Musik von Wilfried Hiller neu auf den Spielplan gesetzt (Premiere: 2. Juli 20 Uhr/ Stiftsruine).
Die Komödie EXTRAWURST wurde vom Schloss Eichhof in der Tennishalle Auf der Unteraue verlegt. Sie spielt in einem Tennisclub und konnte somit keinen besseren Platz für die Aufführungen (ab dem 4. Juli, 20:30 Uhr) finden.
Im Rahmenprogramm wird am 26. Juli Philipp Hochmair mit JEDERMANN RELOADED zu Gast sein.
Das Orchester der Bad Hersfelder Festspiele unter der Leitung von Christoph Wohlleben spielt am 30. Juli für große und kleine Besucher den KARNEVAL DER TIERE und begleitet am 8. August in der beliebten ABSCHLUSS-GALA Ensemblemitglieder dieses Sommers mit ihren Lieblingsliedern.

Die 70. Bad Hersfelder Festspiele finden unter strengen Sicherheitsmaßnahmen und Hygieneauflagen statt. So wurde die Sitzplatzkapazität um die Hälfe reduziert, um die Sicherheitsabstände zu gewährleisten, 600 Menschen sind nun auf der Open-Air-Bühne mit Zeltdach in der Stiftsruine zugelassen. Es herrscht während der gesamten Aufführungen Pflicht zum Tragen medizinischer Masken oder FFP2-Masken. Voraussetzung für den Besuch der Vorstellungen der Bad Hersfelder Festspiele ist ein negativer SARS-COV-2-TEST der Zuschauer*innen, der vorgelegt werden muss und nicht älter als 24 Stunden sein darf.
Vollständig Geimpfte und Genesene sind von der Testpflicht ausgenommen, müssen aber einen offiziellen Nachweis hierzu im Original vorlegen.

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DER CLUB DER TOTEN DICHTER - die Premiere

02.07.2021

„Nutze den Tag!“: Der lateinische Ausdruck dafür ist ,,carpe diem“- das ist das Credo des Lehrers John Keating in DER CLUB DER TOTEN DICHTER, der zum ersten Mal auf einer europäischen Bühne gezeigt wird. „Carpe diem“, das sagten sich alle, die für die Bad Hersfelder Festspiele Verantwortung tragen. Intendant Joern Hinkel gelang es, die Rechte für die Europäische Uraufführung von DER CLUB DER TOTEN DICHTER nach Bad Hersfeld zu holen. Er inszeniert das Drama um den lustvollen Zugang zur Sprache und die Macht der Poesie nach dem Drehbuch von Tom Schulman. Joern Hinkel steht schon länger mit dem Amerikaner in Kontakt: „Er ist ein unglaublich freundlicher Mann, zu dem ich sofort einen guten Draht hatte. Wir haben uns die unterschiedlichen Fassungen hin- und hergeschickt und uns auch sehr offen über den Stoff ausgetauscht. Für Keating gab es übrigens reale Vorbilder.“ Tom Schulmann hat in dem Stück seine eigene Schulzeit an der Montgomery Bell Academy verarbeitet, er erhielt für sein Drehbuch zahlreiche Auszeichnungen wie beispielsweise den César und wurde dafür mit dem Oscar ausgezeichnet.

Natürlich hat Joern Hinkel im Vorfeld darüber nachgedacht, ob man die Handlung modernisieren sollte, Mädchen in die Klasse aufnehmen, Computer und Handys im Unterricht mitnehmen sollte. Das hätte eine interessante neue Variante ergeben. ,,Das wäre dann aber nicht mehr DER CLUB DER TOTEN DICHTER gewesen. Mir scheint das Original immer noch die beste Geschichte. Ich habe im Einvernehmen mit Tom Schulman und in Zusammenarbeit mit dem Dramaturgen Tilman Raabke reine Filmszenen an die Gegebenheiten des Theaters angepasst, Handlungsstränge zusammengefasst oder an andere Spielorte verlegt, Nuancen innerhalb der Szenen verschoben, habe mich aber im Wesentlich am Original orientiert, weil ich dem Publikum seine eigene Fantasie und seine eigenen Gedanken zutraue: Was ist heute, siebzig Jahre nach dem Zeitpunkt, an dem die Handlung spielt, immer noch so? Was hat sich verändert, und was nicht? Gott sei Dank oder leider?“

Dass das Stück in der Zeit von 1959 spielt, mache die Aktualität des Stoffes noch deutlicher, findet Joern Hinkel. „Wir haben teilweise immer noch ein sehr veraltetes Schulsystem, das stupide Wissen eintrichtert, ohne kreatives, eigenständiges Denken zu fördern. Es gibt natürlich wie überall auch vorbildliche Ausnahmen. Wir stecken bei der Bildung dennoch in einer Sackgasse. Das finde ich alarmierend. 45-minütige Schulstunden und viel zu wenig fächerübergreifendes Unterrichten passen einfach nicht zu meinem Verständnis von Bildung, die ja eigentlich Zusammenhänge vermitteln, Dinge hinterfragen und Kreativität wecken soll.“ Joern Hinkel weiter: „Die junge Generation ist auf Fantasie angewiesen, anstatt nachzubeten, was ihnen die ältere Generation einbläut. Unsere Demokratie funktioniert nur, wenn die Wähler über genügend Bildung verfügen, um Sachverhalte zu prüfen und sich ihre eigene Meinung zu bilden.“

„In meiner Klasse werden Sie wieder lernen, für sich selbst zu denken! Sie werden lernen, Worte und Sprache zu genießen. Ganz gleich, was man Ihnen auch erzählt: Worte und Gedanken können die Welt verändern.“ Mit diesen Worten beschreibt der Lehrer John Keating in DER CLUB DER TOTEN DICHTER seine Art zu unterrichten und bringt einen Prozess in Gang, der alle verändern wird.

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JEDERMANN RELOADED in der Stiftsruine

11.06.2021

Philipp Hochmair am 26. Juli mit JEDERMANN RELOADED in der Stifsruine!

Zu Beginn der langen Festspielgeschichte wurde JEDERMANN in der Stiftsruine gezeigt und JEDERMANN steht nun auch im Jubiläumsjahr auf dem Programm der 70. Bad Hersfelder Festspiele. Der JEDERMANN, den man in diesem Sommer sehen wird, ist allerdings anders: Moderner, wilder! Denn Philipp Hochmair kommt nach Bad Hersfeld und zeigt am 26. Juli JEDERMANN RELOADED!

Fernsehzuschauer kennen Philipp Hochmair zum Beispiel aus VORSTADTWEIBER, CHARITÈ oder in der Hauptrolle der Krimireihe BLIND ERMITTELT. Theaterfans haben den großartigen Schauspieler vielleicht bei den Salzburger Festspielen oder am Burgtheater in Wien erlebt.
Während der Salzburger Festspiele 2018 sprang er kurzfristig für den erkrankten Tobias Moretti ein und spielte fast ohne Vorbereitungszeit einen überzeugenden Jedermann.

JEDERMANN fasziniert ihn und lässt ihn nicht mehr los. Begleitet von seiner Band DIE ELEKTROHAND GOTTES wird er Hofmannsthals Stück auf die Bühne der Stiftsruine bringen und alle Rollen spielen! Sein Jedermann ist ein apokalyptisches Sprech-Konzert, getrieben von Gitarrenriffs und experimentellen Sounds der Band, irgendwo „zwischen Guerillero und Rockstar angesiedelt“ (ORF) und ein besonderes Erlebnis.

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Zwei großartige Konzerte im Rahmenprogramm

11.06.2021

Auch in diesem Jahr werden Sie wieder zwei wunderbare Kozerte erleben.

Am 30. Juli können große und kleine Gäste ab 15 Uhr ein musikalisches Märchen unter dem Titel KARNEVAL DER TIERE erleben. Nachdem im letzten Sommer das Konzert PETER UND DER WOLF so viele Besucher*innen in allen Altersgruppen begeistert hat, soll es auch in diesem Jahr einen Nachmittag für die ganze Familie mit schönen Geschichten und viel Musik geben.

Am 8. August werden Schauspieler*innen, Sänger*innen und Tänzer*innen des Festspiel-Ensembles in der ABSCHLUSS-GALA auftreten. Sie präsentieren ihre Lieblings-Songs aus Musicals und Filmen - vom Chanson über Jazz-Standards bis hin zu Rock und Pop. An diesem Abend wird auch wieder der beliebte Zuschauerpreis verliehen. Beendet wird die Gala mit einem spektakulären Feuerwerk.

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Die Proben haben begonnen

14.05.2021


Die Proben für die 70. Bad Hersfelder Festspiele haben wie geplant begonnen. Nachdem Bühnenbildner, Techniker, Kostüm- und Maskenbildner schon seit einigen Wochen mit den Vorbereitungen beschäftigt sind, reist nun eine illustre Schar bekannter Schauspielerinnen und Schauspieler in die Hessische Festspielstadt, aber auch viele neue Gesichter werden zu sehen sein.

Intendant Joern Hinkel: „Götz Schubert, Hannes Hellmann, Janina Stopper oder Thorsten Nindel kennen viele Zuschauer von ihren Rollen im Fernsehen oder auf großen Bühnen. Aber auch einige unserer jugendlichen Darsteller sind keine Unbekannten: Nico Kleemann und Oscar Hoppe, die beide in der Uraufführung vom CLUB DER TOTEN DICHTER mitwirken, standen schon mehrmals vor der Kamera. Nico beispielsweise in KÄSTNER UND DER KLEINE DIENSTAG, Oscar, den Enkel von Rolf Hoppe, haben viele Millionen Zuschauer in der Serie BAD BANKS gesehen. Philipp Büttner, einer der erfolgreichsten und gefragtesten Stars auf deutschsprachigen Musicalbühnen spielt in der Uraufführung von GOETHE! gemeinsam mit der bezaubernden Abla Alaoui das berühmte Liebespaar Lotte und Johann, dessen Beziehung zu der jungen Frau den angehenden Dichter zu seinem Weltbestseller DIE LEIDEN DES JUNGEN WERTHER inspirierte.“

Im Bild: Abla Alaoui (Lotte in GOETHE!), Intendant  Joern Hinkel, Götz Schubert (Keating in DER CLUB DER TOTEN DICHTER), Bürgermeister Thomas Fehling und Philipp Büttner (Goethe in GOETHE!).                                             (c) BHF/S. Sennewald



.Alle Namen finden Sie hier auf unserer Homepage unter „Mitwirkende“.

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Die Komödie EXTRAWURST

12.05.2021

Die rasante, witzige und schräge Komödie EXTRAWURST könnte nirgendwo besser hinpassen als auf einen Tennisplatz. Deswegen wird sie ab dem 4. Juli 2021 in den Bad Hersfelder Tennisanlagen Auf der Unteraue gezeigt. Erfreulicher Nebeneffekt: Die Corona-Abstandsregeln und alle nötigen Sicherheitsvorkehrungen können eingehalten werden, und der Spielort bietet rund 200 Zuschauern sichere Plätze.

Für Intendant Joern Hinkel ist dies die beste Lösung, die in diesen Zeiten gefunden werden konnte: „Das Schloss Eichhof ist ein wunderbarer Spielort und soll es in Zukunft auch wieder sein. Natürlich hätten wir auch EXTRAWURST gerne dort gezeigt. Aber der Innenhof ist zu klein, um einen Zuschauerraum mit ausreichendem Sicherheitsabstand zu bieten. Die Tennisanlagen passen bei dem Stück natürlich wie die Faust aufs Auge! Das Publikum wird eine irrwitzige Mitgliederversammlung, die vollkommen aus dem Ruder läuft und bei der am Ende jeder gegen jeden spielt, hautnah miterleben.“

EXTRAWURST ist die sehr aktuelle Komödie der Comedy-Autoren Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob (u. a. DIE WOCHENSHOW, LADYKRACHER, DAS AMT, STROMBERG). Regie führt Bettina Wilts.

 

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Eröffnung der Festspiele am 1. Juli!

29.04.2021

„Carpe diem“ ist ein Schlüsselzitat aus dem ,CLUB DER TOTEN DICHTER, es bedeutet so viel wie: „Nutze den Tag“. Keating erklärt seinen Schülern: „Alles hat seine Zeit. Es gibt eine Zeit für Wagemut und es gibt eine Zeit für Vorsicht.“

Damit Sie die Bad Hersfelder Festspiele auch in Pandemie-Zeiten genießen können, wird die Eröffnung mit der Europäischen Erstaufführung DER CLUB DER TOTEN DICHTER auf den 1. Juli verschoben. Ursprünglich war die Premiere für den 25. Juni geplant. Die Uraufführung des Musicals GOETHE! wird am 3. Juli und die Premiere des Stückes MOMO am 2. Juli stattfinden.

Intendant Joern Hinkel und die kaufmännische Leiterin Andrea Jung gehen fest davon aus, dass sich die Lage durch Impfen, Testangebote und den achtsamen Umgang miteinander in den nächsten Wochen entspannt und im Juli die Rückkehr zu Theater, vor allem auch zu Theater unter freiem Himmel in der herrlichen Bad Hersfelder Stiftsruine, wieder möglich sein wird. ,,Wir freuen uns auf den Festspiel-Sommer und sind zuversichtlich, dass die Aufführungen unter Einhaltung der Hygienevorschriften wie geplant stattfinden können,“ betont Joern Hinkel.

Durch die Verschiebung gewinnen die Festspiele wertvolle Zeit, denn man erhofft sich, dass bis Ende Juni viel mehr Menschen geimpft sind und ab Juli mit Impfausweis und aktuellem Negativtest der Eintritt zu Veranstaltungen wieder erlaubt wird.

Bürgermeister Thomas Fehling begrüßt den Vorschlag der Festspielleitung für einen Beginn nach der Corona-Notbremse. „Auch die Verdichtung des Programms, also die Verschiebung auf bislang freie Spielabende, ist organisatorisch besser zu lösen als eine Verlängerung der gesamten Saison um eine Woche. Mein Dank gilt den Stadtpolitiker*innen, die diese Entscheidung mitgetragen haben.“

Die Festspielleitung bittet um Verständnis dafür, dass zurzeit noch nicht alle organisatorischen Fragen, die mit der Verschiebung verbunden sind, geklärt werden können. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran und werden schon in einigen Tagen alle Informationen veröffentlichen können. Wir möchten jeden betroffenen Kunden anschreiben und werden für gute individuelle Lösungen sorgen. Aber schon jetzt ist klar, dass die Tickets ihre Gültigkeit behalten und für einen neuen Termin getauscht werden können“, sagt Andrea Jung.

Der Intendant und die kaufmännische Leiterin bitten noch um etwas Geduld, detaillierte Informationen zum weiteren Spielplan und Ticketfragen werden zeitnah bekanntgegeben.

 


Götz Schubert in DER CLUB DER TOTEN DICHTER

05.03.2021

Götz Schubert, einer der renommiertesten und gefragtesten deutschen Schauspieler, wird die Hauptrolle in der europäischen Uraufführung DER CLUB DER TOTEN DICHTER im kommenden Sommer (Premiere: 25. Juni 2021) in der Stiftsruine in Bad Hersfeld übernehmen. Er spielt die Rolle des Lehrers John Keating.

Götz Schubert ist regelmäßig im TV zu sehen, spielt an großen Theatern und wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet: Er wurde von Theater heute zum Schauspieler des Jahres gewählt, mehrfach mit dem Deutschen Fernsehpreis und dem Grimme-Preis geehrt. Er erhielt auch den begehrten Publikums-Bambi für seine schauspielerische Leistung.

Intendant und Regisseur Joern Hinkel ist schon länger mit Götz Schubert im Gespräch: „Ich habe Götz Schubert vor über eineinhalb Jahren nach einer seiner Aufführungen im Hamburger Schauspielhaus besucht und von meinen Plänen zur europäischen Uraufführung vom CLUB DER TOTEN DICHTER in Bad Hersfeld berichtet. Er war sofort begeistert und erzählte mir, was für eine große Bedeutung der Film für ihn damals zur Zeit der Wiedervereinigung hatte. Eine Zusammenarbeit mit ihm hätte im Sommer 2020 aus terminlichen Gründen nicht funktioniert. Umso glücklicher bin ich, dass er nun den Lehrer Keating spielen wird.“

Für Joern Hinkel ist er die Ideal-Besetzung: „Götz Schubert ist für mich einer der vielschichtigsten und fantasievollsten Schauspieler, den ich kennengelernt habe. Er stürzt sich voller Elan in die Probenarbeit, ist neugierig und spielfreudig wie ein Kind, kann über sich selbst lachen und ist dabei gleichzeitig unglaublich kollegial. Ihm geht es nicht zuerst um seine eigene Wirkung auf der Bühne, sondern immer auch um das ganze Ensemble, um das Zusammenspiel mit den Kollegen. Er entdeckt gerne Neuland. Ich habe ihn in so unterschiedlichen Rollen gesehen, mal kraftstrotzend und egozentrisch, dann wieder verletzlich, lyrisch oder auch unfassbar komisch. All das kommt der Darstellung unseres Lehrers im CLUB DER TOTEN DICHTER zugute - eine schillernde, mitreißende, tiefgründige Figur, die übrigens auch ihre Schattenseiten hat. Ich freue mich ganz besonders auf unsere Zusammenarbeit und bin glücklich darüber, dass er zum ersten Mal bei den Bad Hersfelder Festspielen auf der Bühne zu erleben sein wird.“

Die Inszenierung hat für Götz Schubert eine besondere Bedeutung: „Immer wenn ich gefragt werde, welcher Film das Lebensgefühl von damals in der DDR für mich am glaubwürdigsten widerspiegelt, antworte ich: DER CLUB DER TOTEN DICHTER. Der Film kam im Januar 1990 in die deutschen Kinos. Ein paar Monate vorher sind Millionen Menschen auf die Straßen gegangen und haben sich gegen bestehende Verhältnisse zur Wehr gesetzt. Das ist über 30 und die Geschichte im Film sogar über 60 Jahre her, aber an Aktualität hat der Stoff nichts verloren. Individualität, Selbsterfahrung, Selbstbestimmung, Mut, Solidarität und Gemeinschaft - das sind Themen, denen sich jeder Mensch irgendwann stellen muss.“ Götz Schubert weiter: „Ich freue mich darauf, diese gute alte Geschichte erneut zu erzählen und ich verneige mich damit vor den Keatings dieser Welt, denen auch ich im Laufe meines Lebens begegnen durfte.“

Seit den Anfängen seiner Karriere überzeugt Götz Schubert mit seiner spielerischen Bandbreite und ausgeprägten Intuition für die Rollen, die er darstellt. Immer findet er mit einem tiefen Gespür für die Eigenarten der Charaktere seinen eigenen Zugang, um das Zerbrechliche, das Menschliche und das Humorvolle der Figuren herauszuarbeiten und ihnen Lebensnähe und Wahrhaftigkeit zu verleihen.
Seine differenzierte, männliche und sensible Ausführung ihrer Wesenszüge, mit denen er ihnen ein glaubhaftes Eigenleben gibt, haben Regisseure am Theater wie Alexander Lang, Amélie Niermeyer, Herbert Fritsch, Jürgen Gosch, Karin Beier, Peter Stein, Philipp Stölzl oder Thomas Langhoff früh erkannt und den Schauspieler immer wieder in ihren beeindruckenden Inszenierungen besetzt. Im Film überzeugte er in den Zusammenarbeiten mit Ben Verbong, Christian Schwochow, Edward Berger, Francis Meletzky, Isabell Kleefeld, Matti Geschonneck, Robert Schwentke, Till Franzen oder Lars Kraume, mit dem es über die Jahre zu vielen preisgekrönten Filmen gekommen ist, wie DAS SCHWEIGENDE KLASSENZIMMER, DER STAAT GEGEN FRITZ BAUER oder GOTT nach Ferdinand Von Schirach.

Er spielt an wichtigen deutschsprachigen Theatern, darunter Berliner Ensemble, Deutsches Theater Berlin, Maxim Gorki Theater, Residenztheater München, Schauspielhaus Hamburg, und ist seit Anbeginn seiner Karriere in zahlreichen anspruchsvollen Kino- und Fernsehproduktionen zu sehen, darunter in DER TURM, MEINE TOCHTER ANNE FRANK, TAGE DIE BLEIBEN und UNSERE MÜTTER, UNSERE VÄTER sowie in seriellen Publikumserfolgen wie DIE VERLORENE TOCHTER, KDD und WOLFSLAND.



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Hannes Hellmann als Nolan in der Stiftsruine

26.03.2021

Hannes Hellmann wird in der europäischen Uraufführung von DER CLUB DER TOTEN DICHTER (Premiere: 25. Juni 2021) die Rolle des Schuldirektors Nolan übernehmen. Mit Hannes Hellmann engagiert Intendant Joern Hinkel einen Schauspieler mit enormer Ausstrahlung.

Joern Hinkel führt auch Regie und schaut erwartungsvoll auf den Probenbeginn Mitte Mai und die Zusammenarbeit: „Direktor Nolan herrscht mit eiserner Hand, unbeirrbar, niemals vom Kurs abweichend über ein restriktives Schulimperium. 'Das Gesetz bin ich´, lautet sein Mantra, ähnlich wie Kreon in der ANTIGONE. Mit Hannes Hellmann konnten die Bad Hersfelder Festspiele einen Schauspieler gewinnen, der über eine enorme Bühnenausstrahlung und eine natürliche Autorität verfügt, dem ich den Hüter des Gesetzes sofort zutraue, ohne dass er zum Unmenschen wird. Ich bin glücklich, dass es endlich zu einer gemeinsamen Arbeit kommt. Nach unseren ersten spannenden Gesprächen bin ich überzeugt, dass er eine Bereicherung für unser Ensemble sein wird.“

Nachdem Hannes Hellmann in den letzten Jahren wegen seiner vielen Fernsehrollen (EINSATZ IN HAMBURG, TATORT, SOLO FÜR WEISS, DIE CHEFIN und sehr viele andere) wenig Zeit für Theaterauftritte hatte, ist dieses Engagement für ihn besonders: „Endlich wieder Theater! Endlich wieder die große Bühne! Und endlich, endlich jetzt auch einmal in Bad Hersfeld! Ich freue mich riesig! DER CLUB DER TOTEN DICHTER wird uns allen zu Herzen gehen. Bedrückend und befreiend zugleich, nachdenklich und heiter und lebensmutig.“

Hannes Hellmann überzeugt schon lange Theaterbesucher (Thalia Theater, Kammerspiele München u.v.a), Fernsehzuschauer und Kinofans (WERK OHNE AUTOR, MÄNNERPENSION, u.v.a.).
Als Priester reüssiert er zudem in der Web-Serie DER MANN FÜR DIE SÜNDE, der in einem Container die „Beichte to go“ anbietet und mit vielen, auch skurrilen Geschichten konfrontiert wird. Die Comedy-Serie wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet.

Dass er ein Mann mit vielen Begabungen ist, beweist er auch als Karikaturist. Er unterhält mit HELLMANNs ERHELLENDE FABELN auf der Internetseite www.hellmanns-erhellende-fabeln.de und auf facebook sein Publikum.
Außerdem spricht er Hörbücher, synchronisiert, arbeitet als Coach und lehrt an diversen Hochschulen.

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