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Notre Dame

Theaterfassung von Tilman Raabke und Joern Hinkel
nach dem Roman von Victor Hugo
Regie Joern Hinkel
Mapping Sheidan Zeinalov und Maximilian Pfisterer, Frischvergiftung

Uraufführung 1. Juli 2022
21:00 Uhr/ Stiftsruine Bad Hersfeld
Ca. 2:40 Std. plus 30 Minuten Pause

 

Victor Hugos Roman erschien 1831 unter dem Titel Notre-Dame de Paris. 1482 und wurde sofort ein Bestseller. Der Roman gehört mit seiner poetischen Sprache zu den bedeutendsten Werken der Weltliteratur, viele kennen den Klassiker aus dem 1956 gedrehten Film mit Gina Lollobrigida als Esmeralda und Anthony Quinn als Quasimodo als schwülstige Liebesgeschichte inszeniert, die den Fokus stark auf das ungleiche Paar richtet. Bei den Bad Hersfelder Festspielen wird die Geschichte von Quasimodo und Esmeralda nur ein Teil der Inszenierung sein. Joern Hinkel wird mit seinem Team die romantischen, manchmal auch grotesken Szenen sowie die historischen und philosophischen Betrachtungen des Romans einbeziehen. „Die darin aufgeworfenen Fragen zu Ausgrenzung, Vorurteilen und gesellschaftlicher Stimmungsmache sind heute aktueller denn je“, sagt Joern Hinkel. Quasimodo sei nicht der einzige, der um die Liebe der geheimnisvollen Tänzerin wirbt. Sein Gegenspieler, der Erzdiakon Claude Frollo, gehört zu den interessantesten und widersprüchlichsten Charakteren der Literaturgeschichte. Auch der eitle Hauptmann Phöbus und ein erfolgloser Dichter und Schauspieler sind Bewerber, jeder mit seinen ganz eigenen Interessen. „Wir werden die kühne, moderne Konstruktion des Romans mit all ihren Abschweifungen, ihren vielfältigen Verästelungen, ihren Zeitsprüngen und Perspektivwechseln und Victor Hugos mehr epische als dramatische Erzählweise in unsere Bühnenfassung einfließen lassen.“ Und natürlich wird in Notre Dame wieder ein brillantes Ensemble mit namhaften Bühnen- und Fernseh-Stars auf der Bühne zu sehen sein.

In seiner Inszenierung setzt Joern Hinkel das sogenannte „Mapping“ ein: „Wir brngen zum ersten Mal eine Technik zum Einsatz, die mit computeranimierten Projektionen arbeitet, die direkt auf die Architektur der Stiftsruine zugeschnitten sind. Das „Mapping“ macht es möglich, dass sich die historischen Sandsteinwände zu bewegen scheinen, dass plötzlich Steine aus dem Mauerwerk fallen oder das ganze Kirchenschiff in Brand steht. Wenn Sie so wollen: eine Fortführung der „Laterna Magica“ mit den Mitteln modernster Technik.“

Zum Inhalt

Beim traditionellen Narrenfest tummelt sich das Volk auf den Plätzen und in den Gassen von Paris. Wir schreiben den 6. Januar 1482. Die Stände scheinen für einen Tag aufgehoben zu sein: Bettler spielen Könige, Aussätzige karikieren Geistliche, überall wimmelt es von Menschen. Höhepunkt der Feierlichkeiten ist die Wahl zum Narrenpapst. Je hässlicher und skurriler die Bewerber, desto lauter das Geschrei der begeisterten Menge. Der entstellte und fast taube Glöckner von Notre-Dame, Quasimodo wird zum Gewinner erklärt und als Papst verkleidet durch die Gassen getragen.

In diesem Schmelztiegel von Kulturen, in einer Zeit der Weltenwende, in der Kopernikus den Lauf der Himmelskörper neu beschreibt, der Buchdruck und die Reformation das Volk von seiner Unmündigkeit befreien, in der Kolumbus einen neuen Kontinent entdeckt, nimmt diese Geschichte ihren Anfang. - Erst vierhundert Jahre später wird man dieses Aufblühen einer neuen Epoche als Renaissance beschreiben.

Auf der Mitte des Platzes zieht die Tänzerin Esmeralda die Blicke der Feiernden auf sich. Auch der neue Narrenpapst Quasimodo wird auf sie aufmerksam. Aber er ist nicht der Einzige, der sich an diesem Tag unsterblich in sie verliebt. Auch der finstere Erzdiakon Claude Frollo, der erfolglose Dichter und Schauspieler Pierre Gringoire (in dem sich Victor Hugo schonungslos selbst portraitiert) und der eitle Hauptmann Phöbus fühlen sich auf magische Weise von ihr angezogen. Ist sie womöglich eine Hexe, die die Sinne betäubt? Ist sie mit dem Teufel im Bunde? Ist sie eine Zauberin?

Esmeraldas Tanz auf dem Marktplatz setzt eine Spirale von Leidenschaft, Eifersucht, Erpressung und sogar Mord in Gang, in deren Verlauf die Ereignisse sich bis zu König Ludwig XI. herumsprechen. Die junge Tänzerin wird wegen Hexerei zum Tode verurteilt, aber Quasimodo gelingt es, sie vor dem Galgen zu retten und sie in den Mauern von Notre-Dame zu verstecken. Laut schreit er das eine Wort von den Zinnen der Glockentürme: ,Asyl!“


Phantastische Wesen begrüßen die Besucher der Aufführungen von „Notre Dame“ vor der Stiftsruine.

„Chimærium – eine lebende Installation“ im Stiftspark

Die Besucher von „Notre Dame“ können bereits vor den Vorstellungen in der Stiftsruine in die Atmosphäre der Welt von Quasimodo, Esmeralda und allen anderen eintauchen und sich inspirieren lassen.

Denn im Park an der Stiftsruine ist das „Chimærium – eine lebende Installation“ mit phantastischen Wesen, sogenannten Chimären entstanden. Der Stiftspark ist eine Art Jahrmarkt, der 90 Minuten vor den jeweiligen Vorstellungen zum Leben erwacht.

Das Theater ANU, das die Besucher der Festspiele und der Stadt Bad Hersfeld mehrfach mit phantasievollen und aufregenden Installationen und Inszenierungen begeistert hat, hat diese neue Welt im Stiftspark passend zu „Notre Dame“ geschaffen,

In einem Mix aus Skulpturen, Bühnenräumen, Ausstellungsstücken, wissenschaftlichen Tafeln und Toncollagen entsteht der Eindruck einer Wandermenagerie wie sie auf den Jahrmärkten des 19. und frühen 20. Jahrhunderts zu sehen waren. Das Thema, das Victor Hugo in seinem Roman entwickelt, vom körperlich eingeschränkten Quasimodo, der zunächst beinahe wie ein Tier erzogen und gehalten wird, über Esmeraldas dressierte Ziege Djali bis hin zu den mystischen Skulpturen, die die Kathedrale Notre-Dame „bewohnen“, wird in der Erlebniswelt des Theaters ANU aufgegriffen, reflektiert, gespiegelt und vertieft.

Konzeption: Theater ANU by Bille Behr & Stefan Behr
Regie: Bille Behr
Raum: Martin Thoms
Text: Stefan Behr, Jorge Luis Borges, Victor Hugo | Texte aus den Proben-Improvisationen der Performer*innen, Zeitungsarchive
Toncollagen und Klanginstallation: Bille Behr
Kostüm und Maske: Karen Rémy

Performance Chimäre:
Nixe: Julia Heß/Karen Rémy
Affenmenschen: Joachim Götz, Christopher Seban
Menschenvögel: Sibylle Kramer-Siebert (Paradiesvogel), Heinz Vorbach (Rabe)
Hühnerfrau: Sieglinde Wenzel
Chickenboy: Stefan Rupprecht/ Christopher Seban
Schweinefrau: Birgit Siepen
Löwenfrau: Renate Stübing
Hundemann: Jan Büchner
Kokons: Helge Thamm
Cyborg Q1: Harald Schnabel
Cyborg Q2: Jürgen Keilmann
Pro Vorstellung spielen die Nixe und 7 bis 12 weitere Chimäre.

Im Stiftspark Bad Hersfeld, jeweils 90 Minuten vor den Vorstellungen von „Notre Dame“.


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