News rund um die Festspiele

Aktuelles

Eröffnung der Festspiele am 1. Juli!

„Carpe diem“ ist ein Schlüsselzitat aus dem ,CLUB DER TOTEN DICHTER, es bedeutet so viel wie: „Nutze den Tag“. Keating erklärt seinen Schülern: „Alles hat seine Zeit. Es gibt eine Zeit für Wagemut und es gibt eine Zeit für Vorsicht.“

Damit Sie die Bad Hersfelder Festspiele auch in Pandemie-Zeiten genießen können, wird die Eröffnung mit der Europäischen Erstaufführung DER CLUB DER TOTEN DICHTER auf den 1. Juli verschoben. Ursprünglich war die Premiere für den 25. Juni geplant. Die Uraufführung des Musicals GOETHE! wird am 3. Juli und die Premiere des Stückes MOMO am 2. Juli stattfinden.

Intendant Joern Hinkel und die kaufmännische Leiterin Andrea Jung gehen fest davon aus, dass sich die Lage durch Impfen, Testangebote und den achtsamen Umgang miteinander in den nächsten Wochen entspannt und im Juli die Rückkehr zu Theater, vor allem auch zu Theater unter freiem Himmel in der herrlichen Bad Hersfelder Stiftsruine, wieder möglich sein wird. ,,Wir freuen uns auf den Festspiel-Sommer und sind zuversichtlich, dass die Aufführungen unter Einhaltung der Hygienevorschriften wie geplant stattfinden können,“ betont Joern Hinkel.

Durch die Verschiebung gewinnen die Festspiele wertvolle Zeit, denn man erhofft sich, dass bis Ende Juni viel mehr Menschen geimpft sind und ab Juli mit Impfausweis und aktuellem Negativtest der Eintritt zu Veranstaltungen wieder erlaubt wird.

Bürgermeister Thomas Fehling begrüßt den Vorschlag der Festspielleitung für einen Beginn nach der Corona-Notbremse. „Auch die Verdichtung des Programms, also die Verschiebung auf bislang freie Spielabende, ist organisatorisch besser zu lösen als eine Verlängerung der gesamten Saison um eine Woche. Mein Dank gilt den Stadtpolitiker*innen, die diese Entscheidung mitgetragen haben.“

Die Festspielleitung bittet um Verständnis dafür, dass zurzeit noch nicht alle organisatorischen Fragen, die mit der Verschiebung verbunden sind, geklärt werden können. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran und werden schon in einigen Tagen alle Informationen veröffentlichen können. Wir möchten jeden betroffenen Kunden anschreiben und werden für gute individuelle Lösungen sorgen. Aber schon jetzt ist klar, dass die Tickets ihre Gültigkeit behalten und für einen neuen Termin getauscht werden können“, sagt Andrea Jung.

Der Intendant und die kaufmännische Leiterin bitten noch um etwas Geduld, detaillierte Informationen zum weiteren Spielplan und Ticketfragen werden zeitnah bekanntgegeben.

 

Götz Schubert in DER CLUB DER TOTEN DICHTER

Götz Schubert, einer der renommiertesten und gefragtesten deutschen Schauspieler, wird die Hauptrolle in der europäischen Uraufführung DER CLUB DER TOTEN DICHTER im kommenden Sommer (Premiere: 25. Juni 2021) in der Stiftsruine in Bad Hersfeld übernehmen. Er spielt die Rolle des Lehrers John Keating.

Götz Schubert ist regelmäßig im TV zu sehen, spielt an großen Theatern und wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet: Er wurde von Theater heute zum Schauspieler des Jahres gewählt, mehrfach mit dem Deutschen Fernsehpreis und dem Grimme-Preis geehrt. Er erhielt auch den begehrten Publikums-Bambi für seine schauspielerische Leistung.

Intendant und Regisseur Joern Hinkel ist schon länger mit Götz Schubert im Gespräch: „Ich habe Götz Schubert vor über eineinhalb Jahren nach einer seiner Aufführungen im Hamburger Schauspielhaus besucht und von meinen Plänen zur europäischen Uraufführung vom CLUB DER TOTEN DICHTER in Bad Hersfeld berichtet. Er war sofort begeistert und erzählte mir, was für eine große Bedeutung der Film für ihn damals zur Zeit der Wiedervereinigung hatte. Eine Zusammenarbeit mit ihm hätte im Sommer 2020 aus terminlichen Gründen nicht funktioniert. Umso glücklicher bin ich, dass er nun den Lehrer Keating spielen wird.“

Für Joern Hinkel ist er die Ideal-Besetzung: „Götz Schubert ist für mich einer der vielschichtigsten und fantasievollsten Schauspieler, den ich kennengelernt habe. Er stürzt sich voller Elan in die Probenarbeit, ist neugierig und spielfreudig wie ein Kind, kann über sich selbst lachen und ist dabei gleichzeitig unglaublich kollegial. Ihm geht es nicht zuerst um seine eigene Wirkung auf der Bühne, sondern immer auch um das ganze Ensemble, um das Zusammenspiel mit den Kollegen. Er entdeckt gerne Neuland. Ich habe ihn in so unterschiedlichen Rollen gesehen, mal kraftstrotzend und egozentrisch, dann wieder verletzlich, lyrisch oder auch unfassbar komisch. All das kommt der Darstellung unseres Lehrers im CLUB DER TOTEN DICHTER zugute - eine schillernde, mitreißende, tiefgründige Figur, die übrigens auch ihre Schattenseiten hat. Ich freue mich ganz besonders auf unsere Zusammenarbeit und bin glücklich darüber, dass er zum ersten Mal bei den Bad Hersfelder Festspielen auf der Bühne zu erleben sein wird.“

Die Inszenierung hat für Götz Schubert eine besondere Bedeutung: „Immer wenn ich gefragt werde, welcher Film das Lebensgefühl von damals in der DDR für mich am glaubwürdigsten widerspiegelt, antworte ich: DER CLUB DER TOTEN DICHTER. Der Film kam im Januar 1990 in die deutschen Kinos. Ein paar Monate vorher sind Millionen Menschen auf die Straßen gegangen und haben sich gegen bestehende Verhältnisse zur Wehr gesetzt. Das ist über 30 und die Geschichte im Film sogar über 60 Jahre her, aber an Aktualität hat der Stoff nichts verloren. Individualität, Selbsterfahrung, Selbstbestimmung, Mut, Solidarität und Gemeinschaft - das sind Themen, denen sich jeder Mensch irgendwann stellen muss.“ Götz Schubert weiter: „Ich freue mich darauf, diese gute alte Geschichte erneut zu erzählen und ich verneige mich damit vor den Keatings dieser Welt, denen auch ich im Laufe meines Lebens begegnen durfte.“

Seit den Anfängen seiner Karriere überzeugt Götz Schubert mit seiner spielerischen Bandbreite und ausgeprägten Intuition für die Rollen, die er darstellt. Immer findet er mit einem tiefen Gespür für die Eigenarten der Charaktere seinen eigenen Zugang, um das Zerbrechliche, das Menschliche und das Humorvolle der Figuren herauszuarbeiten und ihnen Lebensnähe und Wahrhaftigkeit zu verleihen.
Seine differenzierte, männliche und sensible Ausführung ihrer Wesenszüge, mit denen er ihnen ein glaubhaftes Eigenleben gibt, haben Regisseure am Theater wie Alexander Lang, Amélie Niermeyer, Herbert Fritsch, Jürgen Gosch, Karin Beier, Peter Stein, Philipp Stölzl oder Thomas Langhoff früh erkannt und den Schauspieler immer wieder in ihren beeindruckenden Inszenierungen besetzt. Im Film überzeugte er in den Zusammenarbeiten mit Ben Verbong, Christian Schwochow, Edward Berger, Francis Meletzky, Isabell Kleefeld, Matti Geschonneck, Robert Schwentke, Till Franzen oder Lars Kraume, mit dem es über die Jahre zu vielen preisgekrönten Filmen gekommen ist, wie DAS SCHWEIGENDE KLASSENZIMMER, DER STAAT GEGEN FRITZ BAUER oder GOTT nach Ferdinand Von Schirach.

Er spielt an wichtigen deutschsprachigen Theatern, darunter Berliner Ensemble, Deutsches Theater Berlin, Maxim Gorki Theater, Residenztheater München, Schauspielhaus Hamburg, und ist seit Anbeginn seiner Karriere in zahlreichen anspruchsvollen Kino- und Fernsehproduktionen zu sehen, darunter in DER TURM, MEINE TOCHTER ANNE FRANK, TAGE DIE BLEIBEN und UNSERE MÜTTER, UNSERE VÄTER sowie in seriellen Publikumserfolgen wie DIE VERLORENE TOCHTER, KDD und WOLFSLAND.



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Hannes Hellmann als Nolan in der Stiftsruine

Hannes Hellmann wird in der europäischen Uraufführung von DER CLUB DER TOTEN DICHTER (Premiere: 25. Juni 2021) die Rolle des Schuldirektors Nolan übernehmen. Mit Hannes Hellmann engagiert Intendant Joern Hinkel einen Schauspieler mit enormer Ausstrahlung.

Joern Hinkel führt auch Regie und schaut erwartungsvoll auf den Probenbeginn Mitte Mai und die Zusammenarbeit: „Direktor Nolan herrscht mit eiserner Hand, unbeirrbar, niemals vom Kurs abweichend über ein restriktives Schulimperium. 'Das Gesetz bin ich´, lautet sein Mantra, ähnlich wie Kreon in der ANTIGONE. Mit Hannes Hellmann konnten die Bad Hersfelder Festspiele einen Schauspieler gewinnen, der über eine enorme Bühnenausstrahlung und eine natürliche Autorität verfügt, dem ich den Hüter des Gesetzes sofort zutraue, ohne dass er zum Unmenschen wird. Ich bin glücklich, dass es endlich zu einer gemeinsamen Arbeit kommt. Nach unseren ersten spannenden Gesprächen bin ich überzeugt, dass er eine Bereicherung für unser Ensemble sein wird.“

Nachdem Hannes Hellmann in den letzten Jahren wegen seiner vielen Fernsehrollen (EINSATZ IN HAMBURG, TATORT, SOLO FÜR WEISS, DIE CHEFIN und sehr viele andere) wenig Zeit für Theaterauftritte hatte, ist dieses Engagement für ihn besonders: „Endlich wieder Theater! Endlich wieder die große Bühne! Und endlich, endlich jetzt auch einmal in Bad Hersfeld! Ich freue mich riesig! DER CLUB DER TOTEN DICHTER wird uns allen zu Herzen gehen. Bedrückend und befreiend zugleich, nachdenklich und heiter und lebensmutig.“

Hannes Hellmann überzeugt schon lange Theaterbesucher (Thalia Theater, Kammerspiele München u.v.a), Fernsehzuschauer und Kinofans (WERK OHNE AUTOR, MÄNNERPENSION, u.v.a.).
Als Priester reüssiert er zudem in der Web-Serie DER MANN FÜR DIE SÜNDE, der in einem Container die „Beichte to go“ anbietet und mit vielen, auch skurrilen Geschichten konfrontiert wird. Die Comedy-Serie wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet.

Dass er ein Mann mit vielen Begabungen ist, beweist er auch als Karikaturist. Er unterhält mit HELLMANNs ERHELLENDE FABELN auf der Internetseite www.hellmanns-erhellende-fabeln.de und auf facebook sein Publikum.
Außerdem spricht er Hörbücher, synchronisiert, arbeitet als Coach und lehrt an diversen Hochschulen.

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Coronavirus: Umfangreiche und weitsichtige Planung

Die Planung der kommenden Spielzeit war eine besondere Herausforderung, weil niemand sagen konnte und kann, welche Sicherheitsmaßnahmen nötig sein werden.

Die Bad Hersfelder Festspiele können auf die guten Erfahrungen im letzten Sommer zurückgreifen. EIN ANDERER SOMMER bot ein umfangreiches Programm unter „Corona-Bedingungen“. Besucher und Künstler – so zahlreiche Rückmeldungen – fühlten sich auch an und in der Stiftsruine immer sicher. Bürgermeister Thomas Fehling dazu: „Was an „magischen Momenten“ in schwierigen Zeiten möglich ist, haben viele Kulturschaffende mit dem ANDEREN SOMMER bewiesen. Mit dem gleichen Elan und Engagement haben sich Intendant Joern Hinkel und sein Team in die Vorbereitung der 70. Bad Hersfelder Festspiele gestürzt – auch wenn heute niemand voraussagen kann, welche konkreten Möglichkeiten 2021 bieten wird. Aber wir sind vorbereitet: Die Festspielmannschaft hat aber einige clevere Ideen und Verfahren für den Stiftsbezirk entwickelt, um flexibel auf die Rahmenbedingungen im nächsten Sommer reagieren zu können.“

Die kaufmännische Leiterin der Bad Hersfelder Festspiele, Andrea Jung, erläutert: „Wir starten den Vorverkauf mit weniger als der Hälfte der sonst in einer Vorstellung in der Stiftsruine üblichen 1300 Plätze. Diese werden wie auf einem Schachbrett gruppiert. So können zum Schutz unserer Gäste die Sicherheitsabstände in alle Richtungen eingehalten werden. Natürlich hoffen wir, dass sich die Lage bis Ende Juni entspannt. In dem Fall könnten wir die Reihen auffüllen und mehr Plätze anbieten. Ein großer Vorteil ist natürlich, dass die Vorstellungen im Freien stattfinden.“

Und Bürgermeister Thomas Fehling ergänzt: „Wir setzen alles daran, in der kommenden Saison möglichst vielen Besucherinnen und Besucher aufregende und künstlerisch hochklassige, vor allem aber auch sichere Aufführungen zu präsentieren. Wir sind zuversichtlich - und freuen uns darauf, unsere Jubiläumsspielzeit auf die Bühne zu bringen: Wir machen wieder Festspiele – und blicken erwartungsfroh auf eine tolle Saison 2021!“

 

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Das Programm 2021

DER CLUB DER TOTEN DICHTER, das Musical GOETHE! und MOMO! 70. Bad Hersfelder Festspiele feiern Jubiläum mit einer europäischen Erstaufführung, einer Uraufführung und einem wunderschönen Stück für die ganze Familie!

Die Bad Hersfelder Festspiele begehen nun endlich, nachdem dies im Sommer 2020 nicht möglich war, vom 25. Juni bis zum 08. August 2021 das große Jubiläum: Die 70. Spielzeit.

Für Intendant Joern Hinkel nach wie vor ein besonderer Auftrag, vor allem auch, weil derzeit niemand die weitere Entwicklung des Pandemie-Geschehens einschätzen kann: „Wir bringen weniger Stücke auf die Bühne, als sonst üblich. Die Zuschauertribüne wird angepasst, damit wir in der Lage sind, die gebotenen Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten. Die Gesundheit unseres Publikums, der Mitarbeiter und des gesamten Ensembles steht für uns an erster Stelle.“

Es werden eine europäische Erstaufführung, eine Uraufführung und ein wunderbares Angebot für die ganze Familie in der Stiftsruine Premiere feiern.
Joern Hinkel ist es gelungen, die Rechte für die europäische Erstaufführung von DER CLUB DER TOTEN DICHTER zu bekommen und darüber in direktem Austausch mit dem Autor Tom Schulman des Hollywood-Kino-Erfolges zu stehen, der 1990 für das Drehbuch mit einem Oscar ausgezeichnet wurde.
Die Uraufführung ist das Musical GOETHE! von Gil Mehmert (Buch und Regie), Martin Lingnau (Musik) und Frank Ramond (Song-Texte). Es erzählt Goethes Liebe zu Charlotte Buff und den Beginn seiner Karriere.
Für kleine und große Festspielbesucher hat Intendant Joern Hinkel MOMO nach dem Roman von Michael Ende neu auf den Spielplan gesetzt.

Joern Hinkel zur Zusammenstellung des Programmes: „Das Leitmotiv für alle drei Stücke könnte „Ich habe einen Traum!“ lauten. Unsere drei Helden, John Keating, Johann Wolfgang von Goethe und Momo verbindet, dass sie sich nicht mit althergebrachten Strukturen abfinden, sondern sich nach einer anderen, in ihren Augen besseren Welt sehnen und dafür zu kämpfen bereit sind.“
John Keating fordert im CLUB DER TOTEN DICHTER seine Schüler auf, einen anderen Blickwinkel einzunehmen und Autoritäten Widerstand zu leisten. „Er setzt damit etwas in Gang, was er nicht mehr kontrollieren kann,“ so Joern Hinkel. „GOETHE lehnt sich gegen das bürgerliche Selbstverständnis des Vaters auf und landet, weil er sich in die falsche Frau verliebt und deswegen in ein Duell verwickelt wird, im Gefängnis. MOMO riskiert, dass die Zeit aller Menschen für immer stehenbleibt, um sie aus den Fängen der Grauen Herren zu befreien.“ Ein Zitat aus DER CLUB DER TOTEN DICHTER fasst es gut zusammen, sagt der Intendant: ,,Ganz gleich, was man Ihnen erzählt; Wörter und Gedanken können die Welt verändern..!“

Die Bad Hersfelder Festspiele empfehlen in der aktuellen Situation, Tickets per Telefon, per Fax oder online zu bestellen. Der Ticket-Service in Bad Hersfeld ist derzeit für Besucher geschlossen.

Den aktuellen Saalplan finden Sie unter Service/Media-Downloads oder unter Tickets/Eintrittspreise und Sitzpläne.

 

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EIN ANDERER SOMMER: Ergebnis übertrifft alle Erwartungen

15.000 Zuschauer an fünf Wochenenden - Gesamtauslastung in der Stiftsruine liegt bei 95 Prozent

Was für ein Sommer in Bad Hersfeld! EIN ANDERER SOMMER übertrifft alle Erwartungen: etwa 15.000 Zuschauer (3000 Besucher pro Wochenende) lockte das Festival mit rund 100 Terminen und vielen prominenten Künstler*innen an den fünf Wochenenden vom 17. Juli bis 16. August 2020 in die Stiftsruine, in den Stiftspark, das buchcafé, die Stadtkirche, in das Johann-Sebastian-Bach-Haus sowie an zahlreiche andere Veranstaltungsorte in der gesamten Innenstadt. 8000 Tickets betrug die Gesamtkapazität, davon 6500 Karten für Veranstaltungen der Festspiele, 1500 Tickets hatten die sonstigen Veranstalter im Angebot. Insgesamt wurden beim ANDEREN SOMMER 7400 Karten verkauft, das entspricht einer Gesamtauslastung von hervorragenden 92 Prozent. In der Stiftruine selbst lag die Auslastung bei 95 Prozent. Fast alle 26 Termine in der Stiftsruine (240 Plätze) und Krypta (70 Plätze) waren ausverkauft. Festspiel-Intendant Joern Hinkel und die Kaufmännische Leiterin Andrea Jung bewiesen Mut zum Risiko und eine große Kreativität, Neues zu wagen und dabei alle Aufführungen den „Corona“-bedingten Schutzmaßnahmen anzupassen. Sehr gut angenommen (schätzungsweise 7500 Besucher) wurden auch die kostenfreien Veranstaltungen, Lesungen, Ausstellungen und Konzerte, wie beispielsweise die Frühschoppenkonzerte auf dem Linggplatz.

Der Bad Hersfelder Bürgermeister Thomas Fehling ist glücklich über den ANDEREN SOMMER: „Es hat mich total beeindruckt, was da in so kurzer Zeit entstanden ist. Jeder, mit dem ich gesprochen habe, war begeistert. Für mich lagen der Reiz und der Charme des Festivals darin, dass vieles improvisiert war, wir erlebten Theater pur und konnten in der Stiftsruine noch magische Orte wie beispielsweise die Krypta entdecken, die normalerweise dem Publikum verborgen bleiben. Ich sage allen, die an diesem Kultur-Sommer mitgewirkt haben, meinen herzlichsten Dank!“

DER ANDERE SOMMER schreibt im 70sten Jahr der Festspiele tatsächlich eine andere Erfolgs-Geschichte! Alle zogen an einem Strang, um nach der „Corona“-bedingten Absage der Festspiele doch noch ein attraktives Kulturprogramm für diesen Sommer in Bad Hersfeld zu bieten, die Innenstadt an den Wochenenden zu beleben und gleichzeitig alle Hygiene-Regeln zu beachten. In nur sechs Wochen Vorbereitungszeit entwickelte der Fachbereich Stadtmarketing in enger Abstimmung mit Vereinen, Institutionen, Bürger*innen und den Bad Hersfelder Festspielen, die einen Großteil der Veranstaltungen organisiert haben, ein prächtiges Programm mit Konzerten, Schauspiel, Kabarett, Lesungen, Malaktionen, Gastspielen, Talkrunden, Ausstellungen und Liederabenden. ,,Ich habe nur positive Resonanz bekommen, die Menschen in Bad Hersfeld waren dankbar und glücklich, dass nach der Absage der Festspiele so schnell ein Kulturprogramm über fünf Wochen auf die Beine gestellt wurde“, sagt Markus Heide vom Fachbereich Stadtmarketing.

Festspiel-Intendant Joern Hinkel zum ANDEREN SOMMER: ,,Wir haben uns auf das besonnen, was Theater ausmacht, sind zu den Wurzeln zurückgekehrt, ohne opulente Bühnenbilder, Requisiten, Technik. Im Focus stand allein das Handwerk unserer brillanten Bühnendarsteller*innen, diese Kunst verwoben mit besonderen Stoffen und Stücken, hat das Publikum berührt und im ANDEREN SOMMER auch honoriert. Ich bin froh und dankbar darüber, dass uns die Künstler*innen, die Zuschauer und unsere Förderer von Anfang an unglaublich unterstützt haben – alle wollten der „Corona“- bedingten Absage der Festspiele etwas entgegensetzen. Namhafte Künstler haben zugesagt, ohne vorher Stücke und Texte zu kennen, dieser Vertrauensvorschuss, hat mich beflügelt, inspiriert und glücklich gemacht,“ erklärt Joern Hinkel und richtet seinen Dank an die Stadtpolitik, den Bund, das Land und den Kreis, die zugesichert haben, die Fördermittel zu erhalten und so die Veranstaltung überhaupt erst möglich machten.
Die Kaufmännische Leiterin Andrea Jung sieht die Hauptziele des Festivals mehr als erreicht: „Wir haben mit dem ANDEREN SOMMER Leben in die Stadt gebracht und ein vielfältiges Kulturprogramm geboten, über 100 Künstler*innen konnten wir auch in Notzeiten Arbeit geben. Das Festival war auch ein finanzieller Erfolg für die von den Festspielen zu verantworteten Bereiche.“ Die Zusatzkosten für den ANDEREN SOMMER seien, so die Kaufmännische Leiterin, durch Einnahmen, Sponsorenerlöse und Spenden getragen. Andrea Jung erläutert, dass sich diese Zusatzkosten für das Festspiel-Programm des ANDEREN SOMMERS auf 350.000 Euro belaufen, wobei die tatsächlichen Kosten wesentlich höher liegen, „weil wir all unsere Ressourcen plus Infrastruktur der Festspiele eingebracht haben. Diese laufenden Kosten sind durch die Zuschüsse von Bund, Land, Kreis und Stadt gedeckt.“

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