News rund um die Festspiele

Aktuelles

Welt-Star Marianne Sägebrecht kommt nach Bad Hersfeld

Sie moderiert am Samstag, den 25. August, das Konzert ROMEO UND JULIA des Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden.

Intendant Joern Hinkel ist ein weiterer Coup gelungen. Er konnte den Welt-Star Marianne Sägebrecht für die Bad Hersfelder Festspiele gewinnen. Marianne Sägebrecht, die nicht zuletzt auch durch Hollywood-Produktionen wie DER ROSENKRIEG mit Michael Douglas und Danny DeVito bekannt wurde, wird durch das Konzert ROMEO UND JULIA am Samstag, den 25. August, in der Stiftsruine führen. Das renommierte Hessische Staatsorchester der Stadt Wiesbaden und des Landes Hessen unter der Leitung seines Generalmusikdirektors Patrick Lange hat eigens für die Bad Hersfelder Festspiele das Musik-Programm für diesen Abend zusammengestellt.

Festspiel-Intendant Joern Hinkel: „Marianne Sägebrecht ist nicht nur eine hervorragende Schauspielerin, sie hat sich auch als phantastische Moderatorin und Erzählerin einen Namen gemacht. Ob sie aus JEDERMANN oder aus Texten von Hilde Domin zitiert, sie löst Begeisterung aus. Sie ist eine warmherzige Frau und beliebt bei Jung und Alt. Ich freue mich unglaublich, dass Marianne Sägebrecht zugesagt hat.“

In Bad Hersfeld wird sie aus ROMEO UND JULIA und anderen Texten von William Shakespare passend zu Sergej Prokofievs Ballett-Suite und Peter Tschaikowskys Ouvertüre zu „Romeo und Julia“ lesen und Nikolai Rimsky-Korsakows Orchester-Fantasie „Scheherazade“ mit Geschichten aus TAUSEND UND EINE NACHT begleiten.

Joern Hinkel lernte Marianne Sägebrecht vor 20 Jahren direkt nach Abschluss seines Studiums der Opern- und Theaterregie bei August Everding an der Bayerischen Theaterakademie während eines Ausfluges in die Filmwelt als Praktikant bei den Dreharbeiten zu GANZ UNTEN, GANZ OBEN von Matti Geschonneck kennen. Beide schätzen sich seitdem sehr.

Die Besucher des Konzertes können sich auf einen wundervollen Abend freuen. Ein renommiertes Orchester mit begeisternden Musikern trifft auf eine grandiose Erzählerin.

Marianne Sägebrecht wurde von Filmregisseur Percy Adlon für die Leinwand entdeckt und drehte vier Filme mit ihr, darunter DIE SCHAUKEL, ZUCKERBABY, OUT OF ROSENHEIM und ROSALIE GOES SHOPPING. Dass Marianne Sägebrecht die Herzen der Zuschauer erobert, bleibt auch in Hollywood nicht unerkannt. Sie steht mit Michael Douglas und Danny DeVito in DER ROSENKRIEG vor der Kamera, spielt mit John Malkovich in DER UNHOLD, mit Michel Piccoli in MARTHA UND ICH und mit Gérard Depardieu in ASTERIX UND OBELIX GEGEN CÄSAR. Nach zahlreichen TV-Produktionen kehrt Sägebrecht 2012 in der Rolle der Oma Marguerita in Tomy Wigands OMAMAMIA auf die Leinwand zurück. 2014 war sie im international preisgekrönten Film DER KREIS von Stefan Haupt zu sehen, der auf den Internationalen Filmfestspielen Berlin Premiere feierte.
Marianne Sägebrecht wurde vielfach ausgezeichnet, 1982 mit dem Schwabinger Kunstpreis, 1986 mit dem Ernst-Lubitsch-Preis für ZUCKERBABY und 1988 mit dem Filmband in Gold und dem Bambi für OUT OF ROSENHEIM. Für ihre Rolle an der Seite von Michel Piccoli in Jirí Weiss’ MARTHA UND ICH wurde Marianne Sägebrecht 1991 auf dem Filmfestival von Seattle als „Beste Darstellerin“ ausgezeichnet. 2003 wird ihr der Bayerische Verdienstorden verliehen.
In PETTERSSON UND FINDUS – FINDUS ZIEHT UM übernimmt Sägebrecht zum dritten Mal die Rolle der Nachbarin Beda. Zu ihren aktuellen Kinorollen gehören außerdem Parts in der österreichischen Produktion ERIK & ERIKA (2017) von Reinhold Bilgeri und in Jeffrey Freedmans Filmbiografie BACH mit Max von Sydow, Gérard Depardieu und Axel Milberg.
Im Fernsehen war Sägebrecht zuletzt in der neuesten Staffel von SOKO MÜNCHEN (2016/17) zu sehen. Bereits abgedreht ist weiterhin der Comedy-Zweiteiler BIER ROYAL für das ZDF mit Gisela Schneeberger, Lisa Maria Potthoff und Ulrike Kriener.

Das Konzert am 24. August fällt aus:

Das Klassik-Konzert am Freitag, 24. August, muss leider aus organisatorischen Gründen abgesagt werden. Bereits gekaufte Karten für Freitag, den 24. August, können im Ticket-Service der Bad Hersfelder Festspiele gegen Karten für das Klassik-Konzert mit Marianne Sägebrecht am Samstag, den 25. August, getauscht werden. Wer am 25. August keine Zeit hat und sein Geld zurückbekommen möchte, kann sich ebenfalls einfach an den Ticket-Service wenden:

Tickets und Informationen:
Telefon +49 6621 640200
ticket-service@bad-hersfelder-festspiele.de
www.bad-hersfelder-festspiele.de

 

 

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Erste Kritiken zu LENAS GEHEIMNIS

- VON MENSCHEN, MÄUSEN, ZAUBERWESEN für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in der Stiftsruine!


„„Lenas Geheimnis – von Menschen, Mäusen, Zauberwesen“, das Kinderstück der 68. Bad Hersfelder Festspiele, ist eine kurzweilige, interessante und gelungene Melange aus Sprechtheater und Musical, Dramatik und Komik. Die Harmonie beziehungsweise das Zusammenspiel zwischen Jung und Alt, Laien und Profis, stimmt und gelingt. ... Die etwas mehr als 60 Minuten vergehen wie im Flug – als Erwachsener ist man fast enttäuscht, dass das Stück so schnell vorbei ist. Das Premierenpublikum spendete reichlich Applaus samt lautem Getrampel, wobei sich das Ensemble auch beim Schlussapplaus als Gemeinschaft inszenierte.“ (HZ) 

"Neben bedeutenden Schauspieler-Größen wie Brigitte Grothum als „Oma Gertrude“, Horst Janson als Hausmeister „Knauster“ und Martin Semmelrogge als Mäusekönig „Roderich XXVIII.“ standen die Nachwuchsschauspieler auf der Bühne. Dazu ein Teil des Musical-Ensembles von „Hair“ – eine solche Mischung aus Schauspiel, Musical und Kindertheater hat es bisher bei den „Bad Hersfelder Festspielen“ noch nicht gegeben. ... „Lenas Geheimnis“ ist nicht „nur“ ein Kinderstück, sondern eine wundervolle Produktion, die die Herzen des Publikums erreicht. Reichenbacher, die zuerst „ein riesiges Stück Käse auf der Bühne und ein paar Mäuse“ als Idee hatte, bringt in dem Stück einen Teil des alljährlichen Festspielbetriebes auf die Bühne und schlägt gleichzeitig einen Bogen zu anderen Inszenierungen dieses Jahres. Der lange Beifall für das brillante Ensemble spricht für sich und die Regisseurin hat ihr Ziel erreicht, das Publikum einen ganz neuen Blick auf das Spiel im Spiel im Theater werfen zu lassen. ... Eines sei noch gesagt: Wer „Lenas Geheimnis“ nicht gesehen hat, hat definitiv etwas verpasst.“(lokalo24/ Fulda Aktuell/ Kreisanzeiger)

„Viel Gesang, die von Jurriaan Bles entzückend choreografierten Tänze der wuselnden Mäuse, die sogar vor der Apsis nicht zurückschrecken, sorgen für gute Laune. Ein absolut tänzerisch mitreißender und akustischer Höhepunkt waren die Proben der neun in diesem Stück mitwirkenden Ensemblemitglieder von „Hair“. Amelie Hinkel und Alicia Hohmann, die bühnenerfahrenen Schülerinnen, glänzen mit Präsenz, Textsicherheit und Spielfreude. Das gilt auch für die Obermaus Diana Margolina und alle Mäuse, die es verdient haben, namentlich genannt zu werden. ... Auch die Kommentare der Besucher nach der Vorstellung sprechen für sich: „Das war so toll“, „Und lustig“, „Gut, dass wir da waren“. Wenn dann noch mehrere Schülerinnen und Schüler im Klassenverbund den gehörten Ohrwurm "Let the sunshine in" anstimmen, ist der Funke übergesprungen.“
(osthessennews)

Letzte Vorstellung:

21. August/ 10:30 Uhr

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Zusatzvorstellung des Musicals HAIR am 24. August in der Stiftsruine

Schon vor der Premiere waren fast alle Vorstellungen ausverkauft, seit der Premiere gibt es keine Karten mehr. Da aber die Nachfrage hoch ist, wird es nun eine Zusatzvorstellung am Freitag, den 24. August um 20:30 Uhr geben. Die Karten ab sofort online, im Ticket-Service in Bad Hersfeld und in allen Eventim-Vorverkaufsstellen.

„„Hair“ in Bad Hersfeld ist ein praller Bilderbogen, farbig und rasant – und zugleich eine Zeitreise durch die amerikanische Popkultur. ... „Hair“ ist vor allem eine Ensemble-Leistung und überzeugt mit ausgelassener Spielfreude und tänzerischem Körpereinsatz.“ schrieb der Kritiker der Hersfelder Zeitung nach der Premiere des Musicals HAIR in der Stiftsruine.

Nicht nur das Publikum applaudiert jeden Abend begeistert, alle Berichte zu HAIR sind positiv ausgefallen. So schreibt die Fuldaer Zeitung: „Das Kult-Musical „Hair“ begeisterte als vierte Premiere der Bad Hersfelder Festspiele dank einer grandiosen Produktion.“ dpa lobt ebenfalls: „Neben dem stimmigen Kostümbild - mit Mode der Flower-Power-Generation - zeigte das Ensemble temporeiche Tänze. Choreographin Melissa King zeigte einmal mehr ihre Klasse und versetzte das etwa 20-köpfige Team der Akteure nahezu fortwährend in Bewegung.“

Regisseur Gil Mehmert und sein Ensemble überzeugen auf allen Ebenen, meint auch osthessennews: „Mehmert kann sich glücklich schätzen ein solch energiegeladenes Ensemble zur Verfügung zu haben und es wäre ungerecht, einen davon herauszuheben.“ Die FAZ hebt besonders hervor: „ ... die Band, auf einer Bühne auf der Bühne platziert, vor der sich das Kommune-Geschehen abspielt, läuft unter der energischen Leitung von Christoph Wohlleben zu Hochform auf. Auch die Sänger, allen voran Bettina Mönch als Sheila, röhren und säuseln, was das Zeug hält.“

lokalo24/ Kreisanzeiger titelt: „Premiere mit "Standing Ovations": Hippies aus "Hair" begeisterten Festspielbesucher.“ und FuldaInfo schreibt „Ein „Hair“-Light der Festspiele“.

 

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Hersfeldpreise für Dennis Herrmann, Natalja Joselewitsch und Corinna Pohlmann

Der Große Hersfeldpreis geht an Dennis Herrmann und Natalja Joselewitsch. Der Hersfeldpreis wurde Corinna Pohlmann verliehen.

Es war keine leichte Entscheidung, denn alle Neu-Produktionen der Bad Hersfelder Festspiele werden sowohl Abend für Abend vom Publikum in der Stiftsruine mit sehr viel Applaus gefeiert als auch fast durchgehend von den Kritikern gelobt. Doch die Jury ist wieder zu einem Ergebnis gekommen.

Mit dem Großen Hersfeldpreis 2018 werden Dennis Herrmann und Natalja Joselewitsch ausgezeichnet, die in Antoine Uitdehaags Inszenierung von SHAKESPEARE IN LOVE als deutsche Erstaufführung die Hauptrollen spielen.

Die Begründung der Jury:

Sie strahlen große Glaubwürdigkeit aus, jugendliche Frische und unbändige Energie. Jeder auf seine Weise und beide gemeinsam, versuchen sie konsequent und kompromisslos ihre Lebenswege zu finden.

Die Viola von Natalja Joselewitsch ist eine mutige Frau in einer Welt, die ihr viele Beschränkungen auferlegt. Warmherzig, temperamentvoll, liebenswert und berührend spielt sie verschiedene, ineinander verwobene Rollen gleichermaßen souverän und authentisch.

Der Shakespeare von Dennis Herrmann ist ein verzweilfelt-grandioser Autor und ein vom Eros überwältigter Mann. Dank seiner markant-sensiblen Darstellung gelingt ihm der Spagat zwischen Draufgänger und Zauderer.

Beide wechseln souverän zwischen dem Romeo-und-Julia-Original und der modernen Komödie. Ihre Harmonie und Leichtigkeit bestimmen das perfekt aufeinander abgestimmte Spiel im Spiel im Spiel.

Mit dem Großen Hersfeldpreis werden Darstellerinnen und Darsteller ausgezeichnet, die die weiträumige Bad Hersfelder Festspielstätten in Spiel und Sprache beherrschen und die sich in ihr als rollenausschöpfende Schauspielerpersönlichkeiten erweisen. Der erste Preisträger war im Jahr 1962 Hans Caninenberg. Zu den Preisträgern gehörten seitdem unter anderem auch Volker Lechtenbrink, Uwe Friedrichsen, Mario Adorf, Tilly Lauenstein, Helen Schneider, Christian Schmidt und in den beiden letzten Jahren Christian Nickel für seine Rollen in HEXENJAGD und MARTIN LUTHER-DER ANSCHLAG.

Mit dem Hersfeldpreis 2018 wird Corinna Pohlmann ausgezeichnet, die in PEER GYNT die Rollen der Ingrid und der Trollprinzessin spielt.

Die Begründung der Jury:

Ihr gelingt es, zwei grundverschiedene Figuren mit hoher Emotionalität und Glaubwürdigkeit zu füllen. Zu Gebote stehen ihr dabei sprachliche Variationsbreite, ausgeprägte Wandlungsfähigkeit und artistische Spiellust.

Corinna Pohlmann hat bereits in den beiden vergangenen Jahren in den Festspiel-Inszenierungen von HEXENJAGD und MARTIN LUTHER – DER ANSCHLAG mit überzeugenden Interpretationen auf sich aufmerksam gemacht. Sie bestätigt in der aktuellen Inszenierung ihr großes schauspielerisches Können.

Der Hersfeldpreis wird an Darstellerinnen und Darsteller vergeben, die sich durch ihre Leistung profiliert haben, wobei die Auszeichnung insbesondere den Nachwuchs-Schauspielern und für „beste Nebenrolle“ zuerkannt werden soll. Der Hersfeld Preis wurde 1969 zum ersten Mal vergeben: Albert Hormann erhielt ihn. Im Laufe der Jahre kamen Namen wie Cornelia Froboess, Uwe Friedrichsen, Dietlinde Turban, Jutta Speidel, Marie-Therese Futterknecht und im letzten Jahr Christoph Wohlleben dazu.

Die undotierten Preise werden von der Stadt Bad Hersfeld und der Gesellschaft der Freunde der Stiftsruine alljährlich vergeben. Eine unabhängige Jury entscheidet über die Vergabe der Preise. Die Hersfeldpreis-Jury 2018: Martina Mattick-Stiller (ZDF/3sat, Vorsitz), Bettina Fraschke (HNA), Christoph Brandner (Fuldaer Zeitung), Hermann Diel (hr), Pit Rampelt (ZDF).

SUMMERSONGS: Mathias Schlung präsentiert die Große Abschluss-Gala

mit Bettina Mönch, Christof Messner, Roland Riebeling und vielen anderen

Nach dem riesigen Erfolg der ersten Abschluss-Gala der Bad Hersfelder Festspiele im letzten Jahr wird es auch am Ende dieser, der 68. Festpielsaison, einen Abend mit dem Orchester der Bad Hersfelder Festspiele unter Leitung von Hersfeld-Preisträger 2017, Christoph Wohlleben und Stars der aktuellen Musical- und Schauspiel-Produktionen geben.

SUMMERSONGS ist der Abend überschrieben, an dem die großartigen Sänger, Tänzer und Schauspieler der aktuellen Produktionen ihre SUMMERSONGS präsentieren werden. Aus HAIR werden zum Beispiel Bettina Mönch, Riccardo Greco und Christof Messner dabei sein. Aber auch aus den Schauspiel-Ensembles werden Darsteller wie Roland Riebeling, Günter Alt (SHAKESPEARE IN LOVE), Ute Reiber (SHAKESPEARE IN LOVE/ PEER GYNT/ LENAS GEHEIMNIS) Corinna Pohlmann (PEER GYNT) und andere ihr Können erneut unter Beweis stellen.

Mathias Schlung wird als Moderator durch diesen Abend führen. Er hat das Publikum der Bad Hersfelder Festspiele auch in diesem Sommer als Henry Etches in TITANIC begeistert. Vielen ist der gebürtige Göttinger auch aus dem Fernsehen bekannt, u.a. aus DIE DREISTEN DREI, HAPPY FRIDAY(SAT1) oder POLIZEIRUF 110 (ARD). Seine große Liebe aber gehört dem Theater. So war er unter anderem von 1996 bis 1999 am Deutschen Theater in Göttingen engagiert, wirkt seit 1995 immer wieder bei den Salzburger Festspielen mit (JEDERMANN, EIN SOMMERNACHTSTRAUM) und spielte von 2001 bis 2006 am GRIPS Theater in Berlin. 2009 übernahm er bei den Nibelungenfestspielen in Worms unter der Regie von Gil Mehmert die Hauptrolle in DAS LEBEN DES SIEGFRIED und immer öfter spielte er auch im Musiktheaterbereich. So holte ihn Roman Polanski z.B. 2006 für seine Inszenierung DER TANZ DER VAMPIRE ans Theater des Westens in Berlin und Stefan Huber engagierte ihn eben für TITANIC in Bad Hersfeld.

Und ebenfalls wie im letzten Jahr dürfen sich die Besucher zum Abschluss des großartigen SUMMERSONGS-Abends am 2. September ab 21.00 Uhr auf ein Feuerwerk in und an der Stiftsruine freuen.

Im Rahmen dieser Gala wird auch der Zuschauerpreis 2018 verliehen. Mit Unterstützung der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg wurde dafür ein Online-Portal geschaffen, in dem jeder Besucher seiner Favoritin oder seinem Favoriten aus einer der beiden Neuproduktionen in der Stiftsruine seine Stimme geben kann. Im letzten Jahr erhielt Robert Joseph Bartl den begehrten Preis.

SUMMERSONGS
Abschluss-Gala der Bad Hersfelder Festspiele
2. September/ 21:00 Uhr
Stiftsruine

(c) J.Degraa



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"Eine der besten Produktionen im Eichhof" - Pressestimmen zu INDIEN

„Die Premiere der vorzüglichen Produktion wurde im kleinen Freilichttheater Schloss Eichhof mit Ovationen gefeiert. ... Die beiden Hauptprotagonisten begeistern als fulminant-sensible Erzkomödianten und versierte Charakterdarsteller von hohen Graden. ... Zudem weiß nach der Premiere wohl ein jeder Festspielfreund, dass „Indien“ eine der weitaus besten Produktionen im Eichhof ist“. (Fuldaer Zeitung)

„Doch hinter der sehr rustikalen Komik lauert die Tragik, werden Sehnsüchte und tiefe Verletzungen offenbar. Das alles erleben die Zuschauer als hochkarätiges Kammerspiel, in dem der derbe Humor Teil geschliffener Dialoge ist. ... Dabei beherrschen Robert Joseph Bartl und Mathias Znidarec nicht nur den brachialen Humor, sondern begeistern vor allem im Detail, mit feiner Mimik und Gestik – bis hin zu Bartls ausdrucksstarkem kleinen Zeh.“ (HZ)

„Hinreißend vollzieht Bartl die Verwandlung vom Spießer zum lockeren Kerl, der im Krankenhaus alle Fünfe gerade sein lässt und es tiefenentspannt hinnimmt, dass er als einziger Patient ausgerechnet in dem Trakt des Klinikums untergebracht ist, der gerade umgebaut wird: man(n) hat schließlich nur noch 14 Tage zu leben … Mit Wiener Schmäh und kongenialer Mimik weiß Mathias Znidarec zu begeistern. Glaubwürdig gibt er den „depperten“ Miesepeter, der in der zweiten Hälfte der Tragikomödie eine ungelenke Charmeoffensive startet, indem er Fellner jeden Wunsch von den Lippen abliest. ... Fein unterlegt wird „Indien“ von schräger, bayerischer Blasmusik. Leo Gmelch und Matthias Trippner geben Vollgas und lassen die Disharmonien nur so sprudeln. Darauf ein kühles Helles. ... Fazit: Joern Hinkels „Indien“ und das Ensemble haben sich ein Schnitzel Wiener Art der obersten Güteklasse verdient.“ (osthessennews)

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Ab dem 6. Juli abstimmen und gewinnen

Intendant Joern Hinkel

Vorwort des Intendanten Joern Hinkel

Einmal ein anderer Mensch sein! Das alte Leben hinter sich lassen! Neuen Menschen begegnen, die mich unvoreingenommen beurteilen, die mich nehmen, wie ich bin! Einmal neu anfangen! ...

Ein Traum, der so alt ist wie die Menschen selbst, zieht sich wie ein roter Faden durch die Stücke der diesjährigen Bad Hersfelder Festspiele. Dass wir sie auf einer Bühne spielen, die wir jedes Jahr inmitten einer zerstörten Basilika auf- und wieder abbauen, ist uns bei der Wahl der Stoffe immer wieder bewusst:

PEER GYNT will weg von zuhause, weg aus dem Mief der Provinz, will endlich unabhängig sein von Tradition und Erbe, will die Welt erobern, und je mehr er schwindelt, desto mehr glaubt er an die eigene Lebenslüge. - Viola de Lesseps will in SHAKESPEARE IN LOVE aus dem strengen Sitten-Codex des Elisabethanischen Hofes ausbrechen, will, was sonst nur Männer vorbehalten ist, als Schauspielerin arbeiten, will endlich ihre Selbstbeherrschung aufgeben dürfen, will sich berauschen! - Auch Claude lehnt sich im Musical HAIR gegen sein Elternhaus auf, unversehens findet er sich in der Protestbewegung gegen die Vietnam-Politik der USA wieder, und aus dem überzeugten Soldaten wird ein glühender Kriegsdienstverweigerer. - Alice Beane kann sich nichts Schöneres vorstellen, als im Speisesaal der TITANIC mit den Passagieren der Ersten Klasse am selben Tisch sitzen und das Gefühl haben, dazu zu gehören. In Josef Haders Wirtshaus-Odyssee INDIEN sehnt sich Kurt Fellner, gefangen in seinem billigen Anzug von der Stange und seiner zu engen Krawatte, nach einer Indischen Hochzeitszeremonie, will zur Sita-Musik tanzen und „so richtig ausflippen“. Der namenlose Fischer in DER ALTE MANN UND DAS MEER will einmal in seinem Leben den jüngeren Fischern beweisen, dass er es noch mit ihnen aufnehmen kann und die Kraft hat, den ganz großen Fisch zu angeln. Und die kleine Lena träumt in LENAS GEHEIMNIS davon, wie ihre berühmte Großmutter auf der Bühne zu stehen. 

Vermutlich arbeiten wir alle – Schauspieler, Regisseure, Autoren – in diesem Beruf, weil wir solche Sehnsüchte aus den verschiedensten Gründen teilen und sie zu unserer Berufung gemacht haben. Wir genießen das Privileg, in andere Rollen schlüpfen zu dürfen, andere Lebensläufe zu recherchieren, ihre Widersprüche zu erforschen, zu simulieren, sie nachzuempfinden. Auf diese Recherche-Reise nehmen wir unsere Zuschauer mit, entführen und verführen sie, machen uns – wie Peer Gynt – auf die Suche nach dem eigenen inneren Kern. Wer steckt inmitten all der Häute und Schalen, der Masken und Verkleidungen? Peer befürchtet, keinen Kern zu finden. Und lügt weiter, und rennt wieder davon, bittet wieder um Aufschub. [Weiterlesen]

Die Sehnsucht, jemand anders sein zu wollen, ist immer auch zweischneidig. Schon in dem Wort „Sehnsucht“ stecken die beiden Begriffe „Sehnen“ und „Sucht“. Im Fall von Viola de Lesseps endet ihre Affäre mit William Shakespeare mit der bitteren Erkenntnis, dass sie den finanziellen und politischen Tatsachen ins Auge blicken und einer Vernunftsehe zustimmen muss. Sie hat die Kraft, die Illusion hinter sich zu lassen und sich zu arrangieren. – Andere Figuren bleiben gefangen in ihren Tagträumen, sind nicht mehr bereit, das Leben anzunehmen und gehen lieber unter, als ihre Lebenslüge aufzudecken.

Wie viele Menschen den Kontakt zur Wirklichkeit verlieren, betonte neulich auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der sich besorgt darüber äußerte, dass viele keine Zeitungen mehr lesen, „sondern sich in den Echokammern des Internets bewegen“, „die Fähigkeit zum Kompromiss als Schwäche“ abtun und an eine „Welt ohne Politik glauben“, an eine Welt, „die ihnen weder etwas nehmen noch geben kann.“

Weil sie enttäuscht sind über eine verlorene Liebe, eine entgangene Arbeit, das eigene Unvermögen, fliehen diese Menschen in Illusionswelten, basteln sich ihre eigene Wahrheit zurecht, erliegen politischen „Glücks- und Heilsversprechungen“, sind eher bereit, der Übertreibung, der Banalisierung, der einfachen Formel, der simplifizierenden Talkshow zu glauben, als der differenzierten und mühseligen Diskussion.

Theater sollte sich in meinen Augen bei allem Zauber, aller Verführung, allem Genuss immer auch mit der Welt auseinandersetzen, in der wir leben. Träumen ja – aber mit geöffneten Augen! Die Figuren mit liebendem Blick darstellen, sie verteidigen, ohne sie bloßzustellen, ohne Zynismus, aber auch, ohne rosa Brillen aufzusetzen! 

Ich habe in den vergangenen drei Jahren, in denen ich für die Festspiele tätig sein durfte, erfahren, dass unsere Zuschauer differenzieren wollen, dass sie unterhalten, aber nicht zerstreut werden möchten, dass sie dem Diskurs nicht ausweichen, sondern ihn suchen, dass sie Interesse an Geschichten haben, die sich mit ihrer eigenen Wirklichkeit auseinandersetzen, ohne belehrt oder bevormundet zu werden. An das, was die Festspiele in den letzten Spielzeiten erreicht haben, wollen meine Mitarbeiter und ich anknüpfen, und wir freuen uns auf einen inspirierenden, unvergesslichen Festspielsommer, voller Schattierungen und voller Farben! 

Joern Hinkel
Intendant

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