News rund um die Festspiele

Zuschauerpreis 2022 für Michael Rotschopf

Die Besucher der 71. Bad Hersfelder Festspiele haben abgestimmt und der begehrte Preis des Publikums geht an Michael Rotschopf, der in diesem Sommer als kluger Lehrer John Keating in „Der Club der toten Dichter" auftrat.

Der Zuschauerpreis wurde im Rahmen des festliche Abschlusses der Saison am Sonntag, den 28. August in der Stiftsruine verliehen.

Im letzten Jahr erhielten Götz Schubert für die Rolle John Keating in „Der Club der toten Dichter“ und Philipp Büttner als „Goethe!“ den Preis. 

Michael Rotschopf und Götz Schubert haben sich in diesem Sommer die Rolle des inspirierenden Lehrers „Der Club der toten Dichter“ geteilt. Beide sind enorm gefragt und beide haben so viele Aufträge, dass es ihnen unmöglich war, den ganzen Sommer lang in allen Aufführungen von „Der Club der toten Dichter“ in Bad Hersfeld aufzutreten. 

Die Festspielbesucher*innen wählten den Preisträger aus allen Darsteller*innen der drei Produktionen in der Stiftsruine der Spielzeit 2022 aus. Abgestimmt werden konnte online -  unterstützt durch die Sparkasse Hersfeld-Rotenburg - und auf den Stimmzetteln im Eingangsbereich der Stiftsruine.

Die Gewinner erhalten einen Ring, den das Atelier des Juweliers Laufer in Bad Hersfeld jeweils anfertigt.

Unter allen Festspielbesucher*innen, die sich an der Abstimmung beteiligt haben, werden Gutscheine für Eintrittskarten für die nächsten, die 72. Bad Hersfelder Festspiele, verlost.

Die Gewinner werden benachrichtigt.

Gutes Ergebnis trotz Krisenjahr

Gleich zwei Stücke, die Intendant Joern Hinkel in der Stiftsruine inszenierte, wurden bei den 71. Bad Hersfelder Festspielen zu Publikumserfolgen: Das Eröffnungsstück „Notre Dame“ und „Der Club der toten Dichter“, der in diesem Sommer seine Wiederaufnahme feierte. Fast 26.000 Zuschauer*innen besuchten die Vorstellungen von „Notre Dame“, das ist für das Schauspiel ein großartiges Ergebnis und entspricht einer Gesamtauslastung von über 86 Prozent. Den „Club der toten Dichter“ sahen über 17.600 Besucher*innen, mit einer Auslastung von über 75 Prozent. 

Insgesamt besuchten über 75.600 Menschen die Veranstaltungen der Bad Hersfelder Festspiele, bei einer Gesamtkapazität von 105.868 Tickets entspricht das einer Gesamtauslastung von über 71 Prozent. Ein Ergebnis, mit dem die Bad Hersfelder Festspiele nach zwei Corona-Sommern gefolgt vom Jahr der ,,Zeitenwende“ und der deutschlandweit schwierigen Situation in der Kulturbranche zufrieden sein können. Joern Hinkel: „Als die Planungen für diesen Sommer gemacht wurden, hatte jeder damit gerechnet, dass wir einen ,normalen‘ Sommer erleben würden, niemand hätte sich im letzten Jahr vorstellen können, dass die Zeiten noch schwieriger werden und alles ganz anders kommt. Corona-Sommerwelle, Krieg in der Ukraine, steigende Preise, das sind traurige Faktoren, die eine Planung am Ende unberechenbar gemacht haben.“

Es sei ein Wunder, dass die Festspiele überhaupt fast reibungslos stattfinden konnten, so der Intendant, die Corona-Sommerwelle habe alle Pläne durcheinandergewirbelt, ständig habe es auf und hinter der Bühne Umbesetzungen gegeben. „Dass nur eine Vorstellung in der fast zweimonatigen Aufführungszeit der Festspiele ausfallen musste, ist einem phänomenalem, motiviertem Ensemble und dem gesamtem Festspiel-Team zu verdanken, die gemeinsam mit den Helfer*innen der Stadtverwaltung, Institutionen und Vereinen Atemberaubendes geleistet haben.“ 

Trotz der Begeisterungstürme bei Medien und Publikum blieb die Wiederaufnahme des Musicals „Goethe!“ in der Stiftsruine mit 15.000 Zuschauer*innen (Auslastung über 55 Prozent) hinter den Erwartungen zurück. Das preisgekrönte, temporeiche Musical von Gil Mehmert (Buch und Regie), Martin Lingnau (Musik) und Frank Ramond (Song-Texte) wurde überall gefeiert und hochgelobt, viele, die es gesehen haben, kamen sogar mehrmals.

Auch das Rahmenprogramm (Konzerte und Lesungen) mit insgesamt 3791 Besucher*innen (Auslastung über 63 Prozent) blieb trotz des ,,Rekord“-Sommerwetters während der gesamten Festspielzeit hinter den Erwartungen zurück. „Möglicherweise haben wir da auch zu spüren bekommen, dass deutschlandweit insgesamt weniger Menschen den Weg in Theater- und Kulturveranstaltungen finden“, mutmaßt Intendant Joern Hinkel. Ein Grund dafür sei auch, dass „nach zwei Jahren Corona viele Familien zum ersten Mal wieder in den Urlaub gefahren sind.“

Deswegen freut er sich umso mehr, dass ein weiteres Schauspiel bei den Festspielen einen Erfolg vermelden kann. Gute Nachrichten gibt es von Schloss Eichhof, der zweiten Freilichtbühne der Festspiele mit 228 Plätzen. Dort inszenierte Christine Bossert, die bei den Festspielen auch das Künstlerische Betriebsbüro leitet, das Stück „Volpone“ von Shakespeares Zeitgenosse Ben Jonson. Die rasante Komödie um Geld und Gier erfreute Publikum und Kritiker gleichermaßen. Über 5100 Menschen (Gesamtauslastung: 86 Prozent) sahen das bitterböse und komische Spiel um die Gier nach Geld und Reichtum.

Bürgermeister Thomas Fehling, für den es die letzte Festspielsaison im Amt ist, da er bei der Bürgermeisterwahl im September in Bad Hersfeld nicht mehr kandidiert, hebt das Engagement der städtischen Mitarbeiter*innen besonders hervor. Denn es war Dank des Fachbereichs Stadtmarketing trotz kurzfristiger Absage des ursprünglichen Caterers gelungen, schnell einen Ersatz für die Bewirtung im Stiftspark zu bekommen und für das richtige Festspiel-Flair zu sorgen. „Das war eine Meisterleistung, die ohne den großen Einsatz des Fachbereichs Stadtmarketing, sechs Spitzenköchen aus der Region und Hessen sowie der vielen Helferinnen und Helfer nicht möglich gewesen wäre.“ Er habe die letzte Festspielsaison genossen und freue sich, dass die Bad Hersfelder Festspiele wieder zu den Top-Festspielorten in Deutschland gehörten. Thomas Fehling: „Wir sind Bundesliga, dieser Status muss jedes Jahr erneut verteidigt werden, das muss der Anspruch aller sein. Ich danke dem Intendanten Joern Hinkel und dem gesamten Festspielteam für die unermüdliche Arbeit und wünsche den Bad Hersfelder Festspielen alles Gute für die Zukunft.“

Goethe! als Doppel-CD!

Das Musical erzählt rasant von Goethes Liebe zu Charlotte Buff, dem Beginn seiner Karriere und der Entstehung von „Die Leiden des jungen Werther“.

 „So haben wir den klassischen Dichterfürsten wohl noch nie gesehen: vom historischen Edelrost befreit, jung, gutaussehend, ein vor Phantasie und Kraft strotzender Rebell!“ sagt Intendant Joern Hinkel zur Uraufführung des Musicals.. 

Die Meinung teilten Publikum und viele Kritiker: „Es geht wild und stellenweise durchaus spektakulär zu ... Goethe-Liebhaber werden erstaunt sein, wie draufgängerisch ihr Idol während seiner Sturm-und-Drang-Phase (womöglich) war, während literaturferne und junge Leute merken werden, dass der Weimarer Klassiker in seiner Jugend wahrlich kein Langweiler war ...“ stand zum Beispiel in der FAZ. Blickpunkt Musical befand: „`Goethe!´ ist temporeich leicht erzählt und ein akustisches und optisches Kunstwerk, wie man es in heutigen Musicalproduktionen viel zu selten zu sehen bekommt“, und die Zeitschrift Musicals schrieb: „Regisseur Gil Mehmert ... hat ein rasantes, lautes und hochexpressives Musical auf die Bühne gebracht, das zu keinem einzigen Zeitpunkt langweilt“.

Preisgekrönt

Für seine Hauptrolle Johann Goethe erhielt Philipp Büttner den Zuschererpreis des Jahres 2021.

Im Oktober machte das Musical „Goethe!“ erneut Schlagzeilen. In drei Kategorien wurde es mit dem Deutschen Musical Theater Preis 2020/21 ausgezeichnet: Beste Liedtexte (Frank Ramond), Beste Choreographie (Kim Duddy) und  Bestes Kostüm- und Maskenbild (Claudio Pohle, Ute Mai, Stephanie Hanf).

Im Juli 2022 bekam des Tanszensemble von "Goethe!" dann ausserdem den Großen Hersfeldpreis!

Zum Musical ist auch eine Doppel-CD erschienen!

Beim Anhören des großartigen Musicals auf CD kann man in Erinnerungen schwelgen.

Der Original Cast der Uraufführung des rasanten Musicals von Komponist Martin Lingnau, Autor Frank Ramond und Gil Mehmert (Buch und Regie) in Bad Hersfeld wurde im letzten Sommer live mitgeschnitten und präsentiert auf zwei CDs 31 Songs in erstklassiger Qualität.

Die CDs kosten 20,00 Euro und können vor Ort und Online gekauft werden.

 

 

 

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