News rund um die Festspiele

Aktuelles

Köstliche Komödie in deutscher Erstaufführung: SHAKESPEARE IN LOVE

Dennis Herrmann, Natalja Joselewitsch, Brigitte Grothum, Martin Semmelrogge, Roland Riebeling, Robert Joseph Bartl, Bettina Hauenschild, Maximilian Wigger, Tilo Keiner, Hanns Jörg Krumpholz, Jens Schäfer, Uwe Dag Berlin, Christian Schmidt, Kjell Brutscheidt, Günter Alt, Martin Trippensee, Andrés Mendez, Philipp Rosenthal, Roland Schreglmann, Peter Englert, Ute Reiber, Simone Kabst und Hund Ginger spielen in SHAKESPEARE IN LOVE!

Der Hund Ginger und alle zweibeinigen Schauspieler versetzen das Publikum in die Zeit zum Ende des 16. Jahrhunderts. Der aufstrebende Schriftsteller Will Shakespeare befindet sich in einer Schaffenskrise. Ausgerechnet jetzt verliebt er sich in eine junge Frau, die das Unmögliche will: Viola de Lesseps will Schauspielerin sein. Das aber ist nur Männern erlaubt. Also schlüpft Viola in Männerkleidung und schafft es auf Shakespeares Bühne – und in sein Herz. Die geliebte Schöne ist aber einem anderen versprochen! Und als wäre das nicht genug: Königin Elisabeth verlangt nach Amüsement und einem neuen Stück. Inspiriert von Viola schreibt Will wie im Rausch: eine große Liebesgeschichte, die traurig endet (ROMEO UND JULIA) und gleich darauf eine heitere Liebeskomödie die ein gutes Ende findet (WAS IHR WOLLT).

Regisseur Antoine Uitdehaag sorgt mit einem Ensemble für eine humorvolle, lebendige, amüsante Inszenierung, die aber auch viele Einblicke in Shakespeares Schaffen gibt. In Szenen, die Theater im Theater bieten, wird man so manches Zitat aus Shakespeare-Inszenierungen hören. „Man bekommt quasi zwei Stücke in einem, viel ROMEO UND JULIA und eben SHAKESPEARE IN LOVE“, sagt er mit einem Augenzwinkern.

Erika Landertinger hat dazu wunderbare Kostüme entworfen (allein für das Kleid der Königin Elisabeth aus Satin und Taft wurden 12 Meter Stoff verarbeitet, es wiegt acht Kilogramm. und der Rock hat einen Durchmesser von zwei Metern). Jens Kilian hat das Bühnenbild geschaffen, die Kampfszenen hat Klaus Figge mit den Ensemblemitgliedern einstudiert.

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"Geniale Ideen" - "Modernes sehenswertes Stück": Kritiker zu Peer Gynt

„Besseres als diese Produktion ... kann dem Theater im Allgemeinen und den Festspielen im Besonderen nicht passieren. Die Inszenierung – eine, wenn nicht gar die mutigste, ja die kühnste in der Festivalhistorie – ist eine Demonstration beeindruckenden Regie-Theaters und rückt die Bühne in das Zentrum spannender Dispute. ... Aus der Fülle nahezu genialer Ideen in Schusters mitunter komplex-komplizierten Inszenierung/Fassung einige herausragende Beispiele: Der junge Peer wird mittel einer Puppe dargestellt (Gestaltet von Suse Wächter, geführt und gesprochen von Gloria Iberl-Thieme). In der bewegenden Schlussszene gesellt sich der junge zum alten Peer und zu Solveig. Mit dieser Figur vermittelt Leena Alam (in ihrer Heimat Afghanistan ein Star) die aktuelle Flüchtlingsproblematik und fasziniert als Frau, die Jahrzehnte lang voller Hoffnung, Glaube und Liebe auf Peer gewartet hat. Solveigs Lied singt sie in ihrer Muttersprache. Eine weitere ungewöhnliche Idee: Frau Dr. Begriffengfeld, Leiterin eines Selbstfindungsseminars für Führungskräfte und Chefin eines Irrenhauses (im Original ein Herr Dr.) und Peers Mutter Aase werden von einer Schauspielerin interpretiert, von der vorzüglichen Nina Petri. Ibsens Troll-König regiert als König des Internets (Andreas Schmidt-Schaller, stets souverän) ein virtuelles Reich, in dem es aberwitzig, brutal und ordinär zugeht. Ebenso spektakulär gestaltet hat Regisseur Schuster die Szene auf dem Meer, in der zwei große, ferngesteuerte Video-Wände frappierende Bilder ermöglichen. ...“ (Fuldaer Zeitung)

„Faust des Nordens» wird das dramatische Gedicht des norwegischen Lyrikers Henrik Ibsen von 1867 auch genannt. Dem Berliner Regisseur Robert Schuster gelang ein modernes, sehenswertes Stück mit adaptiertem Text und lediglich zweieinhalb Stunden Länge. ...
Die Folgen der Digitalisierung sind eines seiner Themen. Märchenhafte Trolle aus dem Original werden zu zombiehaft wirkenden Trollen aus der Welt des Internets mit einem Stecker im Allerwertesten. ... Christian Nickel spielt die Hauptrolle eindringlich. Der herausragende Akteur zeigt einmal mehr seine Klasse bei den Festspielen. ... Eingearbeitet wird in die Bad Hersfelder Fassung auch viel Gesellschaftskritik: der Selbstoptimierungswahn, der Talkshow-Betrieb und die Egoismen unter US-Präsident Donald Trump («America First», «Fake News»). Das passt gut zu «Peer Gynt», der sich auch gern an erster Stelle sieht und mit alternativen Fakten hantiert." (dpa)

„Mit einer starken Setzung inszeniert Robert Schuster bei den Bad Hersfelder Festspielen Henrik Ibsens Sinnsucher-Klassiker „Peer Gynt“ (1867). Er dekonstruiert die Stationendramtaturgie und setzt das Stück in vollkommen anderem Kontext neu zusammen. Keine Betulichkeitsfolklore, keine Höhlenromantik, kein Norwegenidyll. Bei der Premiere am Freitag in der ausverkauften Stiftsruine gab es viel, aber nicht übermäßig euphorischen Applaus. Mit einem großartig aufspielenden Ensemble, dem charismatisch-ausdrucksstarken Christian Nickel als Titelheld, mit präzis eingesetzter Videotechnik und Puppenspielerin Gloria Iberl-Thieme, die für die emotional bewegenden Höhepunkte sorgt, entsteht ein mutiger Abend mit einem stringent durchgestalteten Konzept von jemandem, der genau weiß, worauf er inhaltlich hinaus will.“ (HNA)

„Die Bad Hersfelder Festspiele 2018 wurden mit Henrik Ibsens "Peer Gynt" in einer mutigen Inszenierung von Robert Schuster eröffnet. Dafür gab es viel Beifall. ... Aus dem durchweg hochkarätig besetzten Ensemble stechen vor allem Christian Nickel und Nina Petri hervor. Nickel schafft es, dem großspurigen, rücksichtlosen, egomanen Peer Gynt auch nachdenkliche, ja sogar sympathische Züge zu verleihen und eine vielschichtige Figur zu zeigen. Und Nina Petri ist als Dr. Begriffenfeld sein rationaler Gegenpart. Zudem spielt sie als Aase eine überforderte Mutter für den jungen Peer, die sich schließlich im Alter mit anrührender Intensität von ihm verabschiedet. Gegenentwürfe zur lauten, spielerischen Selbstsuche sind zum einen Leena Alams Solveig, die einfach sie selbst ist, geradlinig und ernsthaft und bedingungslos zu Peer Gynt steht und Anouschka Renzis Anitra, eine geheimnisvolle Frau ohne Seele. Mit großer Spielfreude und Wandlungsfähigkeit sind Pierre Sanoussi-Bliss, André M. Hennicke, Tilo Keiner, Maximilian Wigger und Thorsten Kublank in verschiedenen Rollen zu sehen, als Peer Gynts Freunde, Trolle oder Bewohner eines Altenheims. Und auch Corinna Pohlmann begeistert als eigenwillige Trollprinzessin. Ein würdiger Trollkönig ist Andreas Schmidt-Schaller, während Claude-Oliver Rudolph einen sehr norddeutschen Kapitän gibt. Beeindruckend die Leistung von Gloria Iberl-Thieme, die der Puppe Peer Stimme und Ausdruck verleiht.“ (Hersfelder Zeitung)

„Intendant Joern Hinkel ist mit Peer Gynt als Eröffnungsstück sicher nicht den einfachen Weg gegangen ... Den einfachen Weg sicher nicht, aber einen richtigen, vielleicht den einzig richtigen. ... es präsentiert sich in der Inszenierung von Robert Schuster auch als durchweg aktuelles Stück. Die Macht der Informationssammler, der Nachrichtenmacher und Influencer bestimmt die gegenwärtige Alltagswelt wie nie zuvor. Im Internet werden Realitäten vermittelt und erschaffen und im Darknet üben die Trolle unserer Zeit ihre alles durchdringende Macht aus. ... Die faszinierende Bühnentechnik mit zwei beweglichen Großbildschirmen und Videofilmen (Torge Möller), die dynamisch in das Bühnenspiel einbezogen werden, es ergänzen, erweitern, überzeichnen und um eine Handlungsebene ergänzen. Mutter Aase (Nina Petri in Doppelrolle) oder Peer als Kind, verkörpert durch eine Puppe, gespielt von Gloria Iberl-Thieme fügen die Perspektive auf das innere Kind des erwachsenen Peer hinzu und schaffen Raum für psychologische Deutungsansätze oder die Freiheit sich einfach Illusion und Wirklichkeit in harmonischem Miteinander hinzugeben." (osthessennews)

Und über den Festakt:
„Der beste Moment am Eröffnungsabend der 68. Bad Hersfelder Festspiele ist nicht etwa, wenn Peer Gynt seiner sterbenden Mutter (hier: seiner Therapeutin) eine himmlische Schlittenfahrt vorgaukelt - diese berühmte Lügenboldszene zum Herzerwärmen. Der beste Moment ist auch nicht am Ende, in der nicht weniger berühmten Schlussszene von Henrik Ibsens "Peer Gynt", wenn der egomanische Titelheld von seiner Lebensirrfahrt zurückkehrt und sein greises Haupt im Schoß der treuen Solveig bettet (hier: eine Flüchtlingsfrau aus Afghanistan), lernend, dass diese Frau seine Heimat war. Nein, der beste, menschlichste, kunstfreundlichste Moment bei der Eröffnung der diesjährigen Festspiele in der schönen Stiftsruine von Bad Hersfeld ereignete sich gleich beim Festakt am Anfang, als der neue Intendant Joern Hinkel ein großes "Wir" beschwor - im betonten Gegensatz zur "Ich"-Proklamation eines Peer Gynt. "Wir, das sind ...", und statt den Satz zu vollenden, gab der Intendant einen Wink, woraufhin alle diesem "Wir" Zugehörigen auf die Bühne strömten: Schauspieler, Techniker, Musiker, Sänger, Bühnenmeister, Requisiteure, jung und alt, männlich, weiblich, eine fröhliche, bunte Festspieltruppe. Und alle gemeinsam stimmten sie dann den Song "Stand by me" an, mit Joern Hinkel am Klavier. Da dürfte so manche Gänsehaut aufgeprickelt sein.“ (Süddeutsche Zeitung)

 


Bild (c) BHF/S.Sennewald

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TITANIC ist wieder auf der Reise - leicht verändertes Ensemble

Neu im Ensemble: Markus Fetter (Harold Bride), Ansgar Schäfer (J. Bruce Ismay), Denis Riffel (Frederick Fleet u.a.), Dennis Weißert (Charles Lightoller), Lina Gerlitz (Kate Mullins u.a.), Miriam Neumaier (Madeleine Astor u.a.), Barbara Köhler (Eleanor Widener u.a.), Pamela Zottele (Edith Corse Evans u.a.) und Danilo Brunetti (Swing).

Im Sommer 2017 war das Musical TITANIC ein riesiger Erfolg. Alle Vorstellungen waren ausverkauft und Publikum und Kritiker zeigten sich begeistert. Also wird es noch einmal gezeigt. Einige Darsteller haben in diesem Sommer aber andere Verpflichtungen. So hat sich das Ensemble leicht verändert. Neben Ansgar Schäfer, den das Publikum z.B. bereits aus ANATEVKA in Bad Hersfeld kennt, hat Stefan Huber viele junge Darsteller engagiert: „Die Leute werden immer besser, die Ausbildung hat in den letzten zehn Jahren stark an Niveau gewonnen. Es ist enorm, was die, die frisch von der Schauspielausbildung kommen, bereits mitbringen“, freut sich der Regisseur. Ein Beispiel dafür ist Markus Fetter, der Preisträger des „Bundeswettbewerbs Gesang“. Er tritt als Funker Harold Bride auf. Zwei weitere der neuen Musicaldarsteller sind ebenfalls Preisträger dieses Wettbewerbs.

TITANIC, das Musical beginnt mit der Abfahrt des Schiffes. Man erlebt, wie der Kapitän vom Reeder zu immer größerer Eile angetrieben wird, man lernt Passagiere aus der ersten, zweiten und dritten Klasse kennen, ist dabei, wenn der Heizer seiner Braut an Land einen Heiratsantrag über Funk macht, freut sich mit Konstrukteur Andrews über das gewaltige Schiff und erlebt die Kollision mit dem Eisberg ...

(c) BHF/K.Lefebvre

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Hersfeld-Preis-Träger Christian Nickel und die Hauptrolle in PEER GYNT

Die Proben für PEER GYNT haben begonnen und Hauptdarsteller Christian Nickel und das wunderbare Ensemble werden in einer Fassung für die Bad Hersfelder Festspiele zu sehen sein.

Christian Nickel dazu: „Grundsätzlich spiele ich immer so Theater, dass ich sage „Du brauchst dich nicht vorbereiten“. Peer Gynt ist ein altes Märchen, das Ibsen aufgegriffen hat, von einem Kind, das ganz große Träume hat, das Kaiser der Welt werden will. Auf seine Weise versucht er, seinen Kinderträumen näherzukommen. Dass man seine Visionen oder die Ziele, die man sich gesteckt hat, verliert, das ist glaube ich für jeden Menschen nachvollziehbar.
In Theaterkreisen ist dieses Stück wahnsinnig beliebt, das Publikum ist damit bisher aber noch nicht so vertraut. Unsere Aufgabe ist, die Geschichte so zu erzählen, dass sie in ihrer ganz einfachen Art und Kraft als Märchen erhalten bleibt und sie trotzdem den modernen Diskurs betrifft. Und ich glaube, es ist sehr unterhaltsam, sich so etwas in zweieinhalb Stunden anzusehen anstatt dafür komplizierte Bücher wälzen zu müssen.“

Vor rund 20 Jahren haben er und Robert Schuster bereits gemeinsam PEER GYNT in Frankfurt inszeniert. Nun nähern sie sich dem Stoff neu an und werden uns einen ganz eigenen PEER GYNT zeigen. Christian Nickel sagt:

„Dieses Stück hat mich nie ganz losgelassen, in meiner ganzen Erinnerung nicht. Es gibt Dinge, die haben eine Bedeutung weit über das hinaus, was man sich vorgenommen hat oder was auf der ersten Ebene ist. Wie bestimmte Reisen, bestimmte Erlebnisse immer wieder in der Erinnerung eine große Rolle spielen. Dieses Stück ist für mich eine Art Kraftspeicher, aus dem sich meine Fantasie speist.“

Das Publikum der Bad Hersfelder Festspiele kennt und liebt Christian Nickel. Für seine Hauptrollen in HEXENJAGD (John Proctor) und MARTIN LUTHER-DER ANSCHLAG (Martin Luther, Reformator und Wutbürger) erhielt er zudem 2016 und 2017 den Großen Hersfeldpreis, den eine Jury aus Kritikern vergibt.


Das Bild zeigt Christian Nickel in der ersten Probe zu PEER GYNT/ (c) BHF/ Sennewald

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Olaf Scholz und Volker Bouffier haben die Festspiele eröffnet

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hielt die Festrede, Minsterpräsident Volker Bouffier eröffnete die 68. Bad Hersfelder Festspiele.

Zur Eröffnung der Bad Hersfelder Festspiele kamen weitere namhafte Gäste aus Politik, Kultur, Fernsehen, Wirtschaft, Medien und Sport, die vor der Premiere von PEER GYNT über den Roten Teppich gingen, wie beispielsweise der ehemalige Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung, Hermann Otto Solms, Petra Roth, Manfred Krupp (HR-Intendant), Frank Plasberg (ARD), die Schauspieler Martin Semmelrogge, Horst Janson, Walter Plathe, Joseph Hannesschläger (Rosenheim Cops), Box- Legende Henry Maske, Helen Schneider und viele andere.

Die Bad Hersfelder Festspiele finden bis zum 3. September statt und begannen mit der Premiere von PEER GYNT in einer Inszenierung des Regisseurs Robert Schuster. Auf der Bühne der beeindruckenden Stiftsruine steht ein Ensemble von renommierten Bühnen- und Filmschauspielern. Darunter: Christian Nickel, Corinna Pohlmann, Nina Petri, Andreas Schmidt-Schaller, Pierre Sanoussi-Bliss, Anouschka Renzi, Claude-Oliver Rudolph, André Hennicke und viele andere.

 


(c) BHF/ K.Socher

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Amelie Hinkel und Alicia Hohmann in LENAS GEHEIMNIS

 

für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Die elfjährige Amelie Hinkel (im Bild links) aus Fulda übernimmt die Hauptrolle in Franziska Reichenbachers LENAS GEHEIMNIS - VON MENSCHEN, MÄUSEN, ZAUBERWESEN für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Bereits als Dreijährige stand sie mit der Faschingsgarde auf der Bühne. In DIE EISKÖNIGIN spielte sie mit sieben Jahren die Rolle Schneemann Olaf in einem Musical-Dance-Project des Holodeck Dance Centers in Fulda. Gleich im Anschluss trat sie 2016 und 2017 in Fulda im Musical DER MEDICUS als die ältere der beiden Schwestern von Rob Cole auf.  In ihrer Schule (Domgymnasium Fulda) ist sie Mitglied der Musical AG und spielt dort in dem Stück DIE VERTRIMMUNG DER ZEIT die Hauptrolle.
(Die Namensgleichheit mit Intendant Joern Hinkel ist zufällig)

Alicia Hohmann (im Bild rechts neben Brigitte Grothum, Moderator Kai Struthoff und Martin Semmelrogge) aus Burghaun-Steinbach ist ebenfalls 11 Jahre alt und ist in LENAS GEHEIMNIS die Mäuseprinzessin Polly. Auch sie hat bereits viel Bühnenerfahrung gesammelt. Sie spielt schon im dritten Jahr in Fulda in DER MEDiCUS Rob Cole´s kleine Schwester Claire und zum ersten Mal im Musical DIE PÄPSTIN Johanna, die spätere Päpstin in ihren Kinderjahren.
Alicia geht in die 5. Sport-Klasse des Wigbert-Gymnasiums Hünfeld. 

Franziska Reichenbacher bringt LENAS GEHEIMNIS - VON MENSCHEN, MÄUSEN, ZAUBERWESEN mit prominenten Festspiel-Schauspielern, Mitgliedern des Bad Hersfelder HAIR-Ensembles und Kindern und Jugendlichen aus Bad Hersfeld und Umgebung in die Stiftsruine. Das Stück feiert am 16. August Premiere.

Das Kind Lena steht im Mittelpunkt der zauberhaften Geschichte vor realem Hintergrund. Sie kommt mit ihrer Großmutter (Brigitte Grothum) einer ehemals bekannten Schauspielerin zu einem Casting der Bad Hersfelder Festspiele. Unversehens geraten sie in eine Probe zu HAIR, dem Musical des Sommers 2018. Spannend für Lena, das zu erleben - bis plötzlich die Technik ausfällt.

Waren das etwa Mäuse? Der Hausmeister (Horst Janson) ist davon überzeugt und droht mit drastischen Maßnahmen. Lena gerät in die Welt der Ruinen-Mäuse, trifft den unheimlichen Mäusekönig (Martin Semmelrogge) und erkennt die Not der kleinen Tiere ...

 

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Ab dem 6. Juli abstimmen und gewinnen

Intendant Joern Hinkel

Vorwort des Intendanten Joern Hinkel

Einmal ein anderer Mensch sein! Das alte Leben hinter sich lassen! Neuen Menschen begegnen, die mich unvoreingenommen beurteilen, die mich nehmen, wie ich bin! Einmal neu anfangen! ...

Ein Traum, der so alt ist wie die Menschen selbst, zieht sich wie ein roter Faden durch die Stücke der diesjährigen Bad Hersfelder Festspiele. Dass wir sie auf einer Bühne spielen, die wir jedes Jahr inmitten einer zerstörten Basilika auf- und wieder abbauen, ist uns bei der Wahl der Stoffe immer wieder bewusst:

PEER GYNT will weg von zuhause, weg aus dem Mief der Provinz, will endlich unabhängig sein von Tradition und Erbe, will die Welt erobern, und je mehr er schwindelt, desto mehr glaubt er an die eigene Lebenslüge. - Viola de Lesseps will in SHAKESPEARE IN LOVE aus dem strengen Sitten-Codex des Elisabethanischen Hofes ausbrechen, will, was sonst nur Männer vorbehalten ist, als Schauspielerin arbeiten, will endlich ihre Selbstbeherrschung aufgeben dürfen, will sich berauschen! - Auch Claude lehnt sich im Musical HAIR gegen sein Elternhaus auf, unversehens findet er sich in der Protestbewegung gegen die Vietnam-Politik der USA wieder, und aus dem überzeugten Soldaten wird ein glühender Kriegsdienstverweigerer. - Alice Beane kann sich nichts Schöneres vorstellen, als im Speisesaal der TITANIC mit den Passagieren der Ersten Klasse am selben Tisch sitzen und das Gefühl haben, dazu zu gehören. In Josef Haders Wirtshaus-Odyssee INDIEN sehnt sich Kurt Fellner, gefangen in seinem billigen Anzug von der Stange und seiner zu engen Krawatte, nach einer Indischen Hochzeitszeremonie, will zur Sita-Musik tanzen und „so richtig ausflippen“. Der namenlose Fischer in DER ALTE MANN UND DAS MEER will einmal in seinem Leben den jüngeren Fischern beweisen, dass er es noch mit ihnen aufnehmen kann und die Kraft hat, den ganz großen Fisch zu angeln. Und die kleine Lena träumt in LENAS GEHEIMNIS davon, wie ihre berühmte Großmutter auf der Bühne zu stehen. 

Vermutlich arbeiten wir alle – Schauspieler, Regisseure, Autoren – in diesem Beruf, weil wir solche Sehnsüchte aus den verschiedensten Gründen teilen und sie zu unserer Berufung gemacht haben. Wir genießen das Privileg, in andere Rollen schlüpfen zu dürfen, andere Lebensläufe zu recherchieren, ihre Widersprüche zu erforschen, zu simulieren, sie nachzuempfinden. Auf diese Recherche-Reise nehmen wir unsere Zuschauer mit, entführen und verführen sie, machen uns – wie Peer Gynt – auf die Suche nach dem eigenen inneren Kern. Wer steckt inmitten all der Häute und Schalen, der Masken und Verkleidungen? Peer befürchtet, keinen Kern zu finden. Und lügt weiter, und rennt wieder davon, bittet wieder um Aufschub. [Weiterlesen]

Die Sehnsucht, jemand anders sein zu wollen, ist immer auch zweischneidig. Schon in dem Wort „Sehnsucht“ stecken die beiden Begriffe „Sehnen“ und „Sucht“. Im Fall von Viola de Lesseps endet ihre Affäre mit William Shakespeare mit der bitteren Erkenntnis, dass sie den finanziellen und politischen Tatsachen ins Auge blicken und einer Vernunftsehe zustimmen muss. Sie hat die Kraft, die Illusion hinter sich zu lassen und sich zu arrangieren. – Andere Figuren bleiben gefangen in ihren Tagträumen, sind nicht mehr bereit, das Leben anzunehmen und gehen lieber unter, als ihre Lebenslüge aufzudecken.

Wie viele Menschen den Kontakt zur Wirklichkeit verlieren, betonte neulich auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der sich besorgt darüber äußerte, dass viele keine Zeitungen mehr lesen, „sondern sich in den Echokammern des Internets bewegen“, „die Fähigkeit zum Kompromiss als Schwäche“ abtun und an eine „Welt ohne Politik glauben“, an eine Welt, „die ihnen weder etwas nehmen noch geben kann.“

Weil sie enttäuscht sind über eine verlorene Liebe, eine entgangene Arbeit, das eigene Unvermögen, fliehen diese Menschen in Illusionswelten, basteln sich ihre eigene Wahrheit zurecht, erliegen politischen „Glücks- und Heilsversprechungen“, sind eher bereit, der Übertreibung, der Banalisierung, der einfachen Formel, der simplifizierenden Talkshow zu glauben, als der differenzierten und mühseligen Diskussion.

Theater sollte sich in meinen Augen bei allem Zauber, aller Verführung, allem Genuss immer auch mit der Welt auseinandersetzen, in der wir leben. Träumen ja – aber mit geöffneten Augen! Die Figuren mit liebendem Blick darstellen, sie verteidigen, ohne sie bloßzustellen, ohne Zynismus, aber auch, ohne rosa Brillen aufzusetzen! 

Ich habe in den vergangenen drei Jahren, in denen ich für die Festspiele tätig sein durfte, erfahren, dass unsere Zuschauer differenzieren wollen, dass sie unterhalten, aber nicht zerstreut werden möchten, dass sie dem Diskurs nicht ausweichen, sondern ihn suchen, dass sie Interesse an Geschichten haben, die sich mit ihrer eigenen Wirklichkeit auseinandersetzen, ohne belehrt oder bevormundet zu werden. An das, was die Festspiele in den letzten Spielzeiten erreicht haben, wollen meine Mitarbeiter und ich anknüpfen, und wir freuen uns auf einen inspirierenden, unvergesslichen Festspielsommer, voller Schattierungen und voller Farben! 

Joern Hinkel
Intendant

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