News rund um die Festspiele

Aktuelles

Olaf Scholz hält Festrede zur Eröffnung - Karten jetzt

in der Ticketzentrale in Bad Hersfeld für 5 Euro.

Der Bundesfinanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz wird am Freitag, 6. Juli, zum Auftakt der 68. Bad Hersfelder die Festrede im Festakt (ab 18:00 Uhr) halten. „Wie hoch Olaf Scholz die Bedeutung von Kultur für die Identität und die Außenwirkung einer Stadt schätzt, hat er mit seinem Einsatz für die Fertigstellung der Elbphilharmonie gegen alle Widerstände und Sparauflagen unter Beweis gestellt. Dass er nun als Bundesminister die Festrede zur Eröffnung der Bad Hersfelder Festspiele halten wird, ist für die Stadt, das gesamte Ensemble und für mir persönlich eine ganz besondere Ehre“, sagt Festspiel-Intendant Joern Hinkel. Er unterstreiche damit die bundesweite Bedeutung der Festspiele. Der Festspiel-Intendant weiter: „Ich freue mich, dass Olaf Scholz gemeinsam mit dem Schirmherrn Ministerpräsident Volker Bouffier die Saison eröffnen wird. Besonders dankbar bin ich dem Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt Michael Roth für seinen unermüdlichen, leidenschaftlichen Einsatz für die Festspiele und seine Vermittlung bei der Einladung von Olaf Scholz nach Bad Hersfeld. Besser kann die 68. Spielzeit kaum beginnen!“

Die Bad Hersfelder Festspiele finden vom 6. Juli bis zum 3. September statt und starten mit Premiere von PEER GYNT in einer Inszenierung des Regisseurs Robert Schuster. Auf der Bühne der beeindruckenden Stiftsruine steht ein Ensemble von renommierten Bühnen- und Filmschauspielern. Darunter: Christian Nickel, Corinna Pohlmann, Nina Petri, Andreas Schmidt-Schaller, Pierre Sanoussi-Bliss, Anouschka Renzi, Claude-Oliver Rudolph, André Hennicke und viele andere.

Zur Eröffnung der Bad Hersfelder Festspiele werden weitere namhafte Gäste aus Politik, Kultur, Fernsehen, Wirtschaft, Medien und Sport erwartet, die vor der Premiere von PEER GYNT über den Roten Teppich schreiten werden, wie beispielsweise der ehemalige Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung, Hermann Otto Solms, Petra Roth, Manfred Krupp (HR-Intendant), Frank Plasberg (ARD), Jan Hofer (ARD), die Schauspieler Martin Semmelrogge, Horst Janson, Walter Plathe, Joseph Hannesschläger (Rosenheim Cops), Box- Legende Henry Maske, Helen Schneider und viele andere.

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HZ-Matinee: erste Einblicke in die aktuellen Produktionen

am Sonntag, den 24. Juni ab 11.30 Uhr in der Stiftsruine.

Intendant Joern Hinkel, Regisseure, Schauspieler und Musiker gewähren einen intimen Einblick in ihre Probenarbeit und zeigen erste Szenen zum Beispiel aus PEER GYNT, SHAKESPEARE IN LOVE und mehr ...

Moderiert wird die Veranstaltung von HZ-Geschäftsführer Markus Pfromm und HZ-Redaktionsleiter Kai A. Struthoff.

Karten bekommen Sie zum Preis von 5 Euro nur in der Kartenzentrale am Markt in Bad Hersfeld.

Die Proben zu SHAKESPEARE IN LOVE haben begonnen - erste Kostüme

wurden gezeigt.

Dennis Herrmann, Natalja Joselewitsch, Brigitte Grothum, Martin Semmelrogge, Roland Riebeling, Robert Joseph Bartl, Bettina Hauenschild, Maximilian Wigger, Tilo Keiner, Hanns Jörg Krumpholz, Jens Schäfer, Uwe Dag Berlin, Christian Schmidt, Kjell Brutscheidt, Günter Alt, Martin Trippensee, Andrés Mendez, Philipp Rosenthal, Roland Schreglmann, Peter Englert, Ute Reiber, Simone Kabst und Hund Ginger spielen in SHAKESPEARE IN LOVE!

Nachdem in den letzten Wochen bereits die gesamte Besetzung der deutschen Erstaufführung von SHAKESPEARE IN LOVE (Premiere am 20. 7. 2018) in der Stiftsruine in Bad Hersfeld bekannt gegeben wurde, gab es in der Pressekonferenz zum Probenbeginn einen weiteren und neuen Namen: Ginger! Der Hund Ginger wird ebenfalls auftreten und einen Hund spielen, der nicht tut, was er tun soll. Besonders das Chaos muss geprobt und einstudiert werden, damit es Abend für Abend in allen Vorstellungen zuverlässig und kontinuierlich stattfinden kann. Dafür sorgt Hundetrainerin Gabi Ruß aus Schenklengsfeld, der Ginger gehört.

Ginger und alle zweibeinigen Schauspieler versetzen das Publikum in die Zeit zum Ende des 16. Jahrhunderts. Der aufstrebende Schriftsteller Will Shakespeare befindet sich in einer Schaffenskrise. Ausgerechnet jetzt verliebt er sich in eine junge Frau, die das Unmögliche will: Viola de Lesseps will Schauspielerin sein. Das aber ist nur Männern erlaubt. Also schlüpft Viola in Männerkleidung und schafft es auf Shakespeares Bühne – und in sein Herz. Die geliebte Schöne ist aber einem anderen versprochen! Und als wäre das nicht genug: Königin Elisabeth verlangt nach Amüsement und einem neuen Stück. Inspiriert von Viola schreibt Will wie im Rausch: eine große Liebesgeschichte, die traurig endet (ROMEO UND JULIA) und gleich darauf eine heitere Liebeskomödie die ein gutes Ende findet (WAS IHR WOLLT).

Wie bunt und opulent die deutsche Erstaufführung von SHAKESPEARE IN LOVE in der Stiftsruine werden wird, konnte man im Laufe der Pressekonferenz erahnen. Die Leiterin der Kostümabteilung, Kerstin Micheel zeigte erste Gewänder der Kostümbildnerin Erika Landertinger und gab Einblicke in ihre Arbeit.

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Hersfeld-Preis-Träger Christian Nickel und die Hauptrolle in PEER GYNT

Die Proben für PEER GYNT haben begonnen und Hauptdarsteller Christian Nickel und das wunderbare Ensemble werden in einer Fassung für die Bad Hersfelder Festspiele zu sehen sein.

Christian Nickel dazu: „Grundsätzlich spiele ich immer so Theater, dass ich sage „Du brauchst dich nicht vorbereiten“. Peer Gynt ist ein altes Märchen, das Ibsen aufgegriffen hat, von einem Kind, das ganz große Träume hat, das Kaiser der Welt werden will. Auf seine Weise versucht er, seinen Kinderträumen näherzukommen. Dass man seine Visionen oder die Ziele, die man sich gesteckt hat, verliert, das ist glaube ich für jeden Menschen nachvollziehbar.
In Theaterkreisen ist dieses Stück wahnsinnig beliebt, das Publikum ist damit bisher aber noch nicht so vertraut. Unsere Aufgabe ist, die Geschichte so zu erzählen, dass sie in ihrer ganz einfachen Art und Kraft als Märchen erhalten bleibt und sie trotzdem den modernen Diskurs betrifft. Und ich glaube, es ist sehr unterhaltsam, sich so etwas in zweieinhalb Stunden anzusehen anstatt dafür komplizierte Bücher wälzen zu müssen.“

Vor rund 20 Jahren haben er und Robert Schuster bereits gemeinsam PEER GYNT in Frankfurt inszeniert. Nun nähern sie sich dem Stoff neu an und werden uns einen ganz eigenen PEER GYNT zeigen. Christian Nickel sagt:

„Dieses Stück hat mich nie ganz losgelassen, in meiner ganzen Erinnerung nicht. Es gibt Dinge, die haben eine Bedeutung weit über das hinaus, was man sich vorgenommen hat oder was auf der ersten Ebene ist. Wie bestimmte Reisen, bestimmte Erlebnisse immer wieder in der Erinnerung eine große Rolle spielen. Dieses Stück ist für mich eine Art Kraftspeicher, aus dem sich meine Fantasie speist.“

Das Publikum der Bad Hersfelder Festspiele kennt und liebt Christian Nickel. Für seine Hauptrollen in HEXENJAGD (John Proctor) und MARTIN LUTHER-DER ANSCHLAG (Martin Luther, Reformator und Wutbürger) erhielt er zudem 2016 und 2017 den Großen Hersfeldpreis, den eine Jury aus Kritikern vergibt.


Das Bild zeigt Christian Nickel in der ersten Probe zu PEER GYNT/ (c) BHF/ Sennewald

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Intendant Joern Hinkel eröffnet Probenzeit mit vielen Stars

Brigitte Grothum, Horst Janson, Christian Nickel, Pierre Sanoussi-Bliss, Corinna Pohlmann, Andreas Schmidt-Schaller, Nina Petri, Anouschka Renzi, Claude-Oliver Rudolph, André Hennicke, Martin Semmelrogge, und viele andere treten in diesem Sommer in Bad Hersfeld auf.

Mit einer ersten Probe von Regisseur Robert Schuster, seinem PEER-GYNT-Ensemble und vielen Journalisten startete offiziell die Probenzeit der 68. Bad Hersfelder Festspiele, die mit vielen weiteren Stars und prominenten Gästen auf dem roten Teppich und der Premiere von PEER GYNT am 6. Juli 2018 eröffnet werden. Neben den Darstellern der Inszenierung PEER GYNT kamen auch Brigitte Grothum, Martin Semmelrogge, Horst Janson und Robert Joseph Bartl.

Neben Christian Nickel als Peer spielt Corinna Pohlmann die reiche Bauerntochter Ingrid und die Trollprinzessin. Christian Nickel und Corinna Pohlmann haben sie sich in den letzten beiden Jahren in die Herzen der Besucher der Bad Hersfelder Festspiele gespielt. Sie bekamen für ihre Rollen in HEXENJAGD und in MARTIN LUTHER-DER ANSCHLAG nicht nur viel Applaus, sondern auch großes Kritikerlob.

Pierre Sanoussi-Bliss ist eines der bekanntesten Gesichter des deutschen Fernsehens - u.a. spielte er in DERRICK, TATORT und von 1997 bis 2015 war er in der ZDF-Serie DER ALTE der Assistent Axel Richter. Er arbeitete mehrfach mit Regisseurin Doris Dörrie zusammen, u.a. 1994 in einer Hauptrolle in ihrer Komödie KEINER LIEBT MICH. Er übernimmt in Bad Hersfeld die Rolle des Herrn von Eberkopf in PEER GYNT und schöpft dafür auch aus großer Bühnenerfahrung. Er gehörte sechs Jahre lang zum Ensemble des Staatsschauspiels Dresden und war in Gastrollen am Deutsches Theater Berlin oder bei den Salzburger Festspielen unter der Regie von Thomas Langhoff und Peter Stein zu sehen.

Andreas Schmidt-Schaller spielt den Haegstadtbauer und den Trollkönig. Als Hauptkommissar Hajo Trautzschke in der ZDF-Krimiserie SOKO LEIPZIG ist er einem Millionen-Publikum bekannt. Der Schauspieler wuchs in Weimar und Gera auf und war bereits zu DDR-Zeiten populär. Er begann seine Karriere am Theater und spielte in den 80er Jahren in der Krimi-Reihe POLIZEIRUF 110 des DDR-Fernsehens, nach der Wiedervereinigung wurde die Reihe im gesamtdeutschen Fernsehen fortgesetzt.

Nina Petri steht als Dr. Begriffenfeldt, die Direktorin eines Irrenhauses, und Peers Mutter Aase auf der Bühne der Stiftsruine. Nina Petri trat an vielen großen Bühnen im deutschsprachigen Raum und in vielen Kino- und Fernsehproduktionen auf, für die sie auch zahlreiche Preise erhielt: Zum Beispiel den Hessischen Filmpreis für DIE KONFERENZ, den Deutschen Filmpreis für BIN ICH SCHÖN und LOLA RENNT oder den Bayrischer Filmpreis für TÖDLICHE MARIA.

Die Rolle der Anitra übernimmt Anouschka Renzi. Am Theater arbeitete die Schauspielerin zum Beispiel mit Peter Zadek zusammen. In seiner PEER-GYNT-Inszenierung 2004 in Berlin spielte sie ebenfalls die Anitra. Neben ihren TV-Rollen trat sie an vielen deutschen Theatern auf - zuletzt brillierte sie in einer gefeierten Inszenierung der KAMELIENDAME in Bonn und am Schlossparktheater Berlin.

Das markante Gesicht von André Hennicke kennt man aus sehr vielen TV- und Kinoproduktionen. Das Hersfelder Publikum bejubelte ihn 2016 und 2017 in HEXENJAGD. Er tritt in PEER GYNT als Master Cotton auf.

Nachdem Claude-Oliver Rudolph im Sommer 2017 in Dieter Wedels MARTIN LUTHER-DER ANSCHLAG als Ablasshändler Tetzel im Jeep stehend über die riesige Bühne der Stiftsruine fuhr, wird er in PEER GYNT das Ruder eines Schiffes übernehmen – er spielt in PEER GYNT den Kapitän.

In ihrer Heimat Afghanistan ist Leena Alam als SHEEREN im gleichnamigen TV-Drama um eine starke Frau im Kampf gegen gesellschaftliche Tabus berühmt geworden - nicht nur für ihre Rolle, sondern auch für den Mut, sie überhaupt zu spielen. Denn sie engagiert sich in ihren Arbeiten zum Missfallen von Ultrakonservativen gegen Kinder-Heirat, für Frauenrechte und gegen soziale Ungerechtigkeit. Leena Alam wird in Bad Hersfeld in Robert Schusters PEER GYNT (Premiere: 6. Juli 2018/21:00 Uhr) die Solveig spielen. Ihr Landsmann und Kollege Nasir Formuli tritt als einer ihrer Begleiter auf, Solveig stellt ihn als ihren Vater vor.

Den jungen Peer und den Knopfgießer spielt Gloria Iberl-Thieme, Simone Kabst und Ute Reiber treten u.a. als Krankenschwestern auf, Tilo Keiner als Monsieur Ballon, Maximilian Wigger als Herr Trumpeterstrale und Torsten Kublank ist als Mads Moen dabei.

Brigitte Grothum wird in der deutschen Erstaufführung von SHAKESPEARE IN LOVE als Königin Elisabeth auf der Bühne der Stiftsruine stehen. In rund 20 Film-Rollen und 200 TV-Rollen war sie in jedem Genre, vom Charakterfach bis zum Boulevard, erfolgreich. Besondere Popularität erlangte sie in DREI DAMEN VOM GRILL, der Vorabend-Serie der ARD, die 16 Jahre lang lief. Auch am Theater war sie von Beginn an mehr als überzeugend, nicht nur als Schauspielerin, sondern auch als Regisseurin. Außerdem wird sie in LENAS GEHEIMNIS, dem Theaterstück von Franziska Reichenbacher für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in der Stiftsruine zu sehen sein: “Ich mag sehr gern Märchen, und die Oma von Lena ist das ganze Gegenteil von der Queen; ich liebe es, zwei so verschiedene Rollen zu verkörpern und freue mich auf mein Bad Hersfelder Festspieljahr“.
Dennis Herrmann spielt William Shakespeare. Ihn kennt das Fernsehpublikum zum Beispiel aus SOKO LEIPZIG oder NOTRUF HAFENKANTE. Der Schwerpunkt des facettenreichen Schauspielers aber liegt im Theater, derzeit ist er am Schauspiel Bochum engagiert. Zuvor war er u.a. an den Wuppertaler Bühnen, am Bayrischen Staatsschauspiel und am Hans Otto Theater in Potsdam.
Viola, die nicht nur die Bretter, die die Welt bedeuten, sondern auch Shakespeares Herz im Sturm erobert, wird von Natalja Joselewitsch dargestellt. Natalja Joselewitsch ist derzeit am Theater Münster engagiert. Sie war dort unter anderem als Mariedl in PRÄSIDENTINNEN, als Lena in LEONCE UND LENA oder als Barblin in ANDORRA zu sehen. Auch sie spielte bereits Fernsehrollen, zum Beispiel in SOKO Leipzig/ZDF oder TATVERDACHT-TEAM FRANKFURT ERMITTELT/RTL.

Martin Semmelrogge spielt in SHAKESPEARE IN LOVE Wabash, einen stotternden Handwerker, der das erste Mal in seinem Leben auf der Bühne steht. Von seinem Eingangsmonolog hängt der ganze Erfolg von Wills Aufführung ab – ob er allerdings im entscheidenden Augenblick die Nerven bewahrt, ist mehr als ungewiss. Außerdem wird Semmelrogge in LENAS GEHEIMNIS - VON MENSCHEN, MÄUSEN, ZAUBERWESEN, dem Theaterstück von Franziska Reichenbacher für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in der Stiftsruine als „Mäusekönig“ zu sehen sein.
Mit seiner unverwechselbaren Stimme und seinem verschmitzten Charme ist er Erzkomödiant und Tragiker gleichzeitig, und das macht ihn zu einem der glaubwürdigsten deutschen Bühnen- und TV-Darsteller – das zeigte er auch im letzten Jahr in DIE 39 STUFEN. DAS BOOT und BANG BOOM BANG sind Filme, die Martin Semmelrogge auch international bekannt machten.

Außerdem können sich große und kleine Besucher von LENAS GEHEIMNIS für Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf Horst Janson als grimmigen Hausmeister freuen. Als BASTIAN in der gleichnamigen TV-Serie wurde Horst Janson zu einer TV-Ikone, die er bis heute geblieben ist. Dem jüngeren Publikum wurde er vor allem durch seine Mitwirkung bei der SESAMSTRASSE bekannt. Horst Janson wird ab dem 26. August auch in DER ALTE MANN UND DAS MEER im Schloss Eichhof zu sehen sein.

Robert Joseph Bartl hat im letzten Sommer den Zuschauerpreis der Bad Hersfelder Festspiele für seine Rolle in MARTIN LUTHER - DER ANSCHLAG bekommen. In Joern Hinkels KRABAT-Inszenierung spielte er den Meister, das Ensemble erhielt dafür den Hersfeld-Preis der Kritiker 2016. Der beliebte Schauspieler, den das Fernsehpublikum auch als Gerichtsmediziner Dr. Steinbrecher im München TATORT kennt, wird in SHAKESPEARE IN LOVE als Fennyman Schulden eintreiben und in INDIEN im Schloss Eichhof als Kurt Fellner von Indien träumen. Sein Gegen- und Mitspieler in INDIEN ist Mathias Znidarec als Bösel. Nach vielen anderen Stationen, unter anderem als Mitglied am Berliner Ensemble, ist er seit der Spielzeit 2014/15 am Staatstheater Darmstadt engagiert. Dort kann man derzeit die hessische Fassung von INDIEN sehen. Regie führte Mathias Znidarec!

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Hessisches Staatsorchester Wiesbaden - Konzertabend ROMEO & JULIA

exklusiv für die Bad Hersfelder Festspiele am 24. und 25. August in der Stiftsruine.

Das renommierte Hessische Staatsorchester der Stadt Wiesbaden und des Landes Hessen unter der Leitung seines Generalmusikdirektors Patrick Lange hat eigens für die Bad Hersfelder Festspiele ein Programm zusammengestellt, das die beiden großen Schauspiele dieser Spielzeit reflektiert. Die Orchesterwerke gehören zu den bekanntesten und beliebtesten des russischen Repertoires: Prokofjews Ballett-Suite und Tchaikowskys Ouvertüre zu ROMEO UND JULIA sind Referenzen an SHAKESPEARE IN LOVE, Rimsky-Korsakows sinfonische Suite SCHEHERAZADE nimmt Bezug auf PEER GYNT, der wie die Prinzessin aus TAUSENDUNDEINER NACHT im Orient unterwegs ist und wie sie ein großer Geschichtenerzähler.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein zeigt sich erfreut darüber, dass das Hessische Staatsorchester Wiesbaden am 24. und 25. August in zwei Konzerten erstmals zu Gast bei den Bad Hersfelder Festspielen ist: „Die erstmalige Zusammenarbeit eines hessischen Staatstheaters mit den größten hessischen Sommerfestspielen sind ein Meilenstein in der Weiterentwicklung der Bad Hersfelder Festspiele. Ich bin sehr glücklich über das Zustandekommen der beiden Konzerte und danke allen Beteiligten sehr herzlich. Ich freue mich besonders darüber, dass Generalmusikdirektor Patrick Lange am Pult stehen und diese Konzerte dirigieren wird. Für unser Hessisches Staatsorchester Wiesbaden ist das Gastspiel eine hervorragende Gelegenheit, seine herausragende Arbeit auch in anderen Landesteilen bekannt zu machen. Diese Kooperation ist nicht nur das Signal für die neue Gestaltung des Musikprogramms bei den Bad Hersfelder Festspielen, sie ist darüber hinaus der Start eines Netzwerks, das sich auch in den kommenden Jahren im Festspiel-Programm wiederfinden soll.“

„Das Hessische Staatsorchester und ich freuen uns sehr auf die zwei Sommerkonzerte bei den Bad Hersfelder Festspielen und auf das besondere Ambiente der Stiftsruine – open air unter Sternen an diesem stimmungsvollen Ort zu spielen, wird uns ein Vergnügen sein,“ sagt Patrick Lange.

„Ich freue mich außerordentlich, dass es in diesem Jahr zu einer Zusammenarbeit zwischen dem Hessischen Staatsorchester und den Bad Hersfelder Festspielen kommt – für mich ein Zeichen dafür, dass die Festspiele in der Stiftsruine zu den renommiertesten Bühnen des Landes gehören, wenn sie ein so wundervolles und anerkanntes Orchester bei sich zu Gast begrüßen dürfen“, betont Intendant Joern Hinkel. – „Darüber hinaus bin ich Patrick Lange besonders dankbar, dass er trotz Saisonstart und großer anstehender Premieren in Wiesbaden ein eigenes Programm für die Festspiele entworfen hat, mit drei virtuosen, beeindruckenden Kompositionen, die für jedes Orchester eine besondere Herausforderung darstellen, sei es durch Prokofjews rhythmische Komplexität und seine brillante, vielschichtige Instrumentierung, sei es durch den überbordenden und fantasievollen Einsatz von Solisten in Rimsky-Korsakows zauberhafter, farbiger Orchester-Träumerei oder Tchaikowskys sehnsüchtige Cello-Kantilenen mit dem weltberühmten ROMEO UND JULIA-Thema. – Ein schöneres Programm kann man sich in diesem Sommer für ein klassisches Konzert in der Stiftsruine vor dem aufgehenden Mond in der Apsis kaum wünschen!“

(c) Anna Meuer

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Intendant Joern Hinkel

Vorwort des Intendanten Joern Hinkel

Einmal ein anderer Mensch sein! Das alte Leben hinter sich lassen! Neuen Menschen begegnen, die mich unvoreingenommen beurteilen, die mich nehmen, wie ich bin! Einmal neu anfangen! ...

Ein Traum, der so alt ist wie die Menschen selbst, zieht sich wie ein roter Faden durch die Stücke der diesjährigen Bad Hersfelder Festspiele. Dass wir sie auf einer Bühne spielen, die wir jedes Jahr inmitten einer zerstörten Basilika auf- und wieder abbauen, ist uns bei der Wahl der Stoffe immer wieder bewusst:

PEER GYNT will weg von zuhause, weg aus dem Mief der Provinz, will endlich unabhängig sein von Tradition und Erbe, will die Welt erobern, und je mehr er schwindelt, desto mehr glaubt er an die eigene Lebenslüge. - Viola de Lesseps will in SHAKESPEARE IN LOVE aus dem strengen Sitten-Codex des Elisabethanischen Hofes ausbrechen, will, was sonst nur Männer vorbehalten ist, als Schauspielerin arbeiten, will endlich ihre Selbstbeherrschung aufgeben dürfen, will sich berauschen! - Auch Claude lehnt sich im Musical HAIR gegen sein Elternhaus auf, unversehens findet er sich in der Protestbewegung gegen die Vietnam-Politik der USA wieder, und aus dem überzeugten Soldaten wird ein glühender Kriegsdienstverweigerer. - Alice Beane kann sich nichts Schöneres vorstellen, als im Speisesaal der TITANIC mit den Passagieren der Ersten Klasse am selben Tisch sitzen und das Gefühl haben, dazu zu gehören. In Josef Haders Wirtshaus-Odyssee INDIEN sehnt sich Kurt Fellner, gefangen in seinem billigen Anzug von der Stange und seiner zu engen Krawatte, nach einer Indischen Hochzeitszeremonie, will zur Sita-Musik tanzen und „so richtig ausflippen“. Der namenlose Fischer in DER ALTE MANN UND DAS MEER will einmal in seinem Leben den jüngeren Fischern beweisen, dass er es noch mit ihnen aufnehmen kann und die Kraft hat, den ganz großen Fisch zu angeln. Und die kleine Lena träumt in LENAS GEHEIMNIS davon, wie ihre berühmte Großmutter auf der Bühne zu stehen. 

Vermutlich arbeiten wir alle – Schauspieler, Regisseure, Autoren – in diesem Beruf, weil wir solche Sehnsüchte aus den verschiedensten Gründen teilen und sie zu unserer Berufung gemacht haben. Wir genießen das Privileg, in andere Rollen schlüpfen zu dürfen, andere Lebensläufe zu recherchieren, ihre Widersprüche zu erforschen, zu simulieren, sie nachzuempfinden. Auf diese Recherche-Reise nehmen wir unsere Zuschauer mit, entführen und verführen sie, machen uns – wie Peer Gynt – auf die Suche nach dem eigenen inneren Kern. Wer steckt inmitten all der Häute und Schalen, der Masken und Verkleidungen? Peer befürchtet, keinen Kern zu finden. Und lügt weiter, und rennt wieder davon, bittet wieder um Aufschub. [Weiterlesen]

Die Sehnsucht, jemand anders sein zu wollen, ist immer auch zweischneidig. Schon in dem Wort „Sehnsucht“ stecken die beiden Begriffe „Sehnen“ und „Sucht“. Im Fall von Viola de Lesseps endet ihre Affäre mit William Shakespeare mit der bitteren Erkenntnis, dass sie den finanziellen und politischen Tatsachen ins Auge blicken und einer Vernunftsehe zustimmen muss. Sie hat die Kraft, die Illusion hinter sich zu lassen und sich zu arrangieren. – Andere Figuren bleiben gefangen in ihren Tagträumen, sind nicht mehr bereit, das Leben anzunehmen und gehen lieber unter, als ihre Lebenslüge aufzudecken.

Wie viele Menschen den Kontakt zur Wirklichkeit verlieren, betonte neulich auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der sich besorgt darüber äußerte, dass viele keine Zeitungen mehr lesen, „sondern sich in den Echokammern des Internets bewegen“, „die Fähigkeit zum Kompromiss als Schwäche“ abtun und an eine „Welt ohne Politik glauben“, an eine Welt, „die ihnen weder etwas nehmen noch geben kann.“

Weil sie enttäuscht sind über eine verlorene Liebe, eine entgangene Arbeit, das eigene Unvermögen, fliehen diese Menschen in Illusionswelten, basteln sich ihre eigene Wahrheit zurecht, erliegen politischen „Glücks- und Heilsversprechungen“, sind eher bereit, der Übertreibung, der Banalisierung, der einfachen Formel, der simplifizierenden Talkshow zu glauben, als der differenzierten und mühseligen Diskussion.

Theater sollte sich in meinen Augen bei allem Zauber, aller Verführung, allem Genuss immer auch mit der Welt auseinandersetzen, in der wir leben. Träumen ja – aber mit geöffneten Augen! Die Figuren mit liebendem Blick darstellen, sie verteidigen, ohne sie bloßzustellen, ohne Zynismus, aber auch, ohne rosa Brillen aufzusetzen! 

Ich habe in den vergangenen drei Jahren, in denen ich für die Festspiele tätig sein durfte, erfahren, dass unsere Zuschauer differenzieren wollen, dass sie unterhalten, aber nicht zerstreut werden möchten, dass sie dem Diskurs nicht ausweichen, sondern ihn suchen, dass sie Interesse an Geschichten haben, die sich mit ihrer eigenen Wirklichkeit auseinandersetzen, ohne belehrt oder bevormundet zu werden. An das, was die Festspiele in den letzten Spielzeiten erreicht haben, wollen meine Mitarbeiter und ich anknüpfen, und wir freuen uns auf einen inspirierenden, unvergesslichen Festspielsommer, voller Schattierungen und voller Farben! 

Joern Hinkel
Intendant

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