News rund um die Festspiele

Aktuelles

GOETHE! gewinnt Musicalpreise

In gleich drei Kategorien wurde unser Musical „GOETHE!“ mit dem Deutschen Musical Theater Preise 2020/21 ausgezeichnet:

Beste Liedtexte (Frank Ramond),
Beste Choreographie (Kim Duddy) und
Bestes Kostüm- und Maskenbild (Claudio Pohle, Ute Mai, Stephanie Hanf).

Das Musical GOETHE!, das in Bad Hersfeld in der Stiftsruine am 3. Juli seine Uraufführung feierte hat also nicht nur Publikum und Kritiker begeistert, sondern auch die Jury überzeugt.

Der Deutsche Musical Theater Preis ist der einzige Musical-Preis im deutsch-sprachigen Raum, der von Musicalprofis an Musicalprofis verliehen wird. Jeweils im Herbst wählen die Mitglieder der DEUTSCHEN MUSICALAKADEMIE e.V. und eine ehrenamtliche Fachjury die Gewinner.

Die Bekanntgabe und Auszeichnung der Gewinner fand im Rahmen einer großen Gala am 4. Oktober 2021 im „Schmidts Tivoli Theater“ in Hamburg statt.

 

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Das Festspielbuch zum Jubiläum

EIN UNGLAUBLICHER ZAUBER
70 Jahre Bad Hersfelder Festspiele

ist der Titel des Buches der Bad Hersfelder Festspiele zum Jubiläum.

Das Buch mit mehr als 100 Seiten und vielen schönen und auch noch nie gesehenen Bildern lassen
aufregende und besondere Festspielmomente Revue passieren.

Ob Schauspiel oder Musical, große Stars oder besonders beeindruckende Menschen: Das Buch weckt Erinnerungen und erzählt unterhaltend und kurzweilig von großen aber auch von heiteren Szenen auf und hinter der Bühne.

Ein „must-have“ – nicht nur für Festspielfans!

Sie bekommen es im Ticket-Service am Markt (auch per Mail, Fax oder telefonische Bestellung), an der Abendkasse im Stiftsbezirk und in der Hoehlschen Buchhandlung in der City-Galerie. Es kostet 20 Euro.

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Insgesamt rund 73.000 Euro für Hochwasser-Opfer

Dank an alle Beteiligten: Die Versteigerung zu Gunsten der Hochwasseropfer bringt 12.767 Euro - insgesamt rund 73.000 Euro gesammelt!

Hier ist Kunst zur Herzensangelegenheit geworden. 42 Bilder, gemalt und gestaltet von Festspiel-Stars und prominenten Festspiel-Förder*innen haben neue Besitzer*innen gefunden.
Nach einem spannenden Bieterwettbewerb können nun nur aus der Versteigerung noch einmal 12.767 Euro zu Gunsten der Hochwasser-Opfer an das “Aktionsbündnis Katastrophenhilfe“ überwiesen werden.

Anlässlich des 70. Bestehens der Bad Hersfelder Festspiele hatten Festspiel-Stars wie Götz Schubert, Abla Alaoui, Daniela Ziegler, Hannes Hellmann, Gerit Kling, Stephan Schad, Roland Riebeling, Elisabeth Degen und Pierre Sanoussi-Bliss und prominente Förder*innen wie Henry Maske, Petra Roth, Michael Roth, Jule Gölsdorf, Dieter Voss und viele andere Bilder gemalt und gestaltet.

Sollte der Erlös zunächst zugunsten der Bad Hersfelder Festspiele verwendet werden, so war nach der Flutkatastrophe in Deutschland schnell klar: Der Erlös aus der Versteigerung geht komplett an das „Aktionsbündnis Katastrophenhilfe“, um den Wiederaufbau in den betroffenen Regionen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zu unterstützen. Alle Künstler*innen waren sofort mit der Umwidmung des Erlöses einverstanden.

Drei Wochen lang konnte für die 42 Bilder auf der Website der Bad Hersfelder Festspiele www.bad-hersfelder-festspiele.de geboten werden. Die Resonanz war überwältigend. Den höchsten Preis bei der Versteigerung erzielte das Bild „Box-Dino“ von Henry Maske mit 3000 Euro. Die Gebote kamen aus ganz Deutschland und auch aus Österreich.

Bereits bekannt geben konnten die Bad Hersfelder Festspiele in der vergangenen Woche:
Vom 21.Juli bis zum 1. August haben Mitwirkende der Produktionen DER CLUB DER TOTEN DICHTER, GOETHE! und EXTRAWURST jeweils nach den Vorstellungen Geld gesammelt und die Besucher*innen der Bad Hersfelder Festspiele haben insgesamt 54.912 Euro gegeben. Die Mitglieder des Orchesters der Bad Hersfelder Festspiele spendeten noch einmal 5.500 Euro.

Nach Abschluss der Versteigerung addiert sich die Gesamtsumme also auf rund 73.000 Euro

Die Bad Hersfelder Festspiele danken ganz herzlich allen, die gesammelt, gespendet und geboten haben, und auch dem Unternehmen „Rhön-Sprudel“, das die Leinwände für die Kunstaktion gestiftet hat.

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Traumhaftes Ergebnis der 70. Bad Hersfelder Festspiele

Die Geschlossenheit aller Beteiligten machte den Theater-Sommer in der Stiftsruine möglich

Das Eröffnungsstück DER CLUB DER TOTEN DICHTER hatte eine Auslastung von 100 Prozent

Ein großartiges Ergebnis können die 70. Bad Hersfelder Festspiele vermelden, die heute Abend mit der Abschluss-Gala LIEDER ÜBERM REGENBOGEN zu Ende gehen: Über 42.000 Menschen besuchten in der Zeit vom 1. Juli bis zum 8. August 2021 die Aufführungen der Festspiele, die Gesamtauslastung lag bei 94 Prozent (in die Bilanz wurde die Erhöhung der Kapazität um über 300 Plätze pro Aufführung in der Stiftsruine eingerechnet, die seit dem 23. Juli durch die neue Corona-Verordnung in Hessen möglich wurde.) Ursprünglich konnten die Festspiele nur mit 36.750 Karten in den Verkauf gehen, durch die Erhöhung der Sitzplatzkapazität standen nach dem 23. Juli rund 45.000 Plätze zur Verfügung. Vier Stücke wurden bei den Bad Hersfelder Festspielen gezeigt: Die europäische Erstaufführung des CLUB DER TOTEN DICHTER, die Uraufführung des Musicals GOETHE!, das Familienstück MOMO und die Komödie EXTRAWURST in einer Tennishalle. „Ich wollte in dieser Krisenzeit bewusst Stücke präsentieren, die Mut machen, das hat sich ausgezahlt. Ich bin begeistert und sehr glücklich über diese Festspielbilanz“, sagt Intendant Joern Hinkel und betont, dass die Festspielplanung unter solch unsicheren Corona-Bedingungen ein Kraftakt und eine riesige Herausforderung für das gesamte Team gewesen sei. ,,Noch zwei Wochen vor unserem Premierenwochenende war nicht sicher, ob wir überhaupt würden spielen können. Dass wir heute auf ein solch erfolgreiches Ergebnis blicken können, verdanken wir der Geschlossenheit aller Beteiligten: der Stadtpolitik, dem gesamten Team, den Förderern, Sponsoren sowie den vielen ehrenamtlichen Helfern, die die Festspiele mit ganzer Kraft unterstützten. Dafür bin ich sehr dankbar.“

Corona- bedingt wurden während der Festspiele zwei Stücke weniger als üblich gezeigt, ebenso wurde die Festspieldauer um zwei Wochen verkürzt und der Festspieletat daher mit insgesamt sechs Millionen Euro im Vergleich zu 2019 um 1,5 Millionen Euro gekürzt.

Der Bundeszuschuss lag bei 670.000 Euro, der Landeszuschuss bei 770.000 Euro und der Zuschuss des Kreises Hersfeld-Rotenburg bei 200.000 Euro. ,,Dass unsere Förderer uns Zuschüsse in gleicher Höhe zusagten, ohne vorher zu wissen, was für Festspiele unter Corona-Bedingungen überhaupt möglich sein werden, ist ein außerordentlicher Vertrauensbeweis und das Signal, dass Kultur für eine Gesellschaft unverzichtbar ist“, betonen Festspiel-intendant Joern Hinkel und die kaufmännische Leiterin Andrea Jung. Sie freut sich neben der positiven Zuschauer-Bilanz auch darüber, ,,dass die Festspiele in diesem Jahr mehr jüngere Gäste anlocken konnten.“ Das bundesweite Medieninteresse sei riesig gewesen.

Um die Bundesnotbremse zu umgehen, hatten sich die Festspiele gemeinsam mit der Stadtpolitik ganz kurzfristig dazu entschlossen, den Eröffnungs-Termin vom 26. Juni auf den 1. Juli zu verschieben. Die richtige Entscheidung! Dazu Bürgermeister Thomas Fehling: „Die Anstrengungen der Festspiele wurden belohnt, die Menschen haben das kulturelle Angebot mit großer Freude, Dankbarkeit und Disziplin angenommen. Das freut mich sehr. Genauso positiv sind die Rückmeldungen zur Bad Hersfelder Politik: Sie hatte seinerzeit für den jetzigen Festspielerfolg mutig und geschlossen die finanziellen Voraussetzungen geschaffen.“

Die Eröffnung war Dank des prominent besetzten Festaktes trotzdem glanzvoll, auch wenn die Festspiele in diesem Sommer auf den Roten Teppich verzichten mussten. Der hessische Ministerpräsident und Schirmherr der Festspiele Volker Bouffier und die Bundesjustiz- und Familienministerin Christine Lambrecht machten in emotionalen Reden deutlich, wie lebensnotwendig Kultur für die Gesellschaft sei. Dies unterstrich auch die hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst Angela Dorn mit ihrem Besuch.                                               

Einen Bestwert erzielte das Eröffnungsstück DER CLUB DER TOTEN DICHTER mit Götz Schubert als Lehrer John Keating in der Hauptrolle, das am 1. Juli in der Stiftsruine seine europäische Erstaufführung feierte. Alle Plätze waren bereits vor der Premiere ausverkauft, rasend schnell gingen auch die jeweils 300 Plätze weg, die durch die Erhöhung der Sitzplatzkapazität ab 23. Juli zusätzlich angeboten werden konnten. Über 17.000 Menschen besuchten die 22 Aufführungen des CLUB DER TOTEN DICHTER, was einer Auslastung von 100 Prozent entspricht. Joern Hinkel hat das Stück inszeniert und mit dem Dramaturgen Tilman Raabke die Textfassung für die Bad Hersfelder Festspiele geschrieben, nachdem er die Rechte für die europäische Erstaufführung für den Kino-Welterfolg von 1989 erhalten hatte und sich mit dem amerikanischen Drehbuchautor, dem Oscarpreisträger Tom Schulman, stetig austauschte. „In meiner Klasse werden Sie wieder lernen, für sich selbst zu denken! Sie werden lernen, Worte und Sprache zu genießen. Ganz gleich, was man Ihnen auch erzählt: Worte und Gedanken können die Welt verändern.“ Mit diesen Worten beschreibt der Lehrer John Keating in DER CLUB DER TOTEN DICHTER seine Art zu unterrichten und bringt einen Prozess in Gang, der alle verändert. Götz Schubert wurde für seine Darstellung als John Keating mit dem GROSSEN HERSFELDPREIS ausgezeichnet. Außerdem wurden im CLUB DER TOTEN DICHTER Hannes Hellmann, Thorsten Nindel, Till Timmermann, Nico Ramon Kleemann, Philipp Quell, Leonard Dick, Oscar Hoppe, Simon Stache, Manuel Nero, Stefan Reis, Steffen Recks, Nell Pietrzyk, Peter Englert, Eli Riccardi und Constanze Feulner vom Publikum gefeiert.

„Jung, wild und sexy“ – so wurde der Goethe wahrgenommen, den man in diesem Sommer erlebte. Am 3. Juli hatte die Uraufführung des Musicals GOETHE! von Gil Mehmert (Buch und Regie), Martin Lingnau (Musik) und Frank Ramond (Song-Texte) seine von den meisten Kritikern und dem Publikum umjubelte Premiere. Über 15.000 Besucherinnen und Besucher erlebten das Musical GOETHE!, was bei 24 Aufführungen einer Auslastung von 87 Prozent entspricht. ,„Dafür, dass wir ein bis dahin unbekanntes Musical auf die Bühne der Bad Hersfelder Festspiele gebracht haben, bin ich mit den Zuschauerzahlen sehr zufrieden“, meint Festspielintendant Hinkel. Leider habe hier die kurzfristige zusätzliche Mehrkapazität nicht so kraftvoll zu Buche geschlagen wie beim CLUB DER TOTEN DICHTER. Joern Hinkel weiter: „Das Musical besuchen erfahrungsgemäß Fans aus dem ganzen deutschsprachigen Raum. Manche nehmen weite Anreisen auf sich. Da wir mit den ursprünglich kommunizierten 600 Sitzplätzen von GOETHE! und einer Auslastung von 95 Prozent nahezu ausverkauft waren, hat die plötzliche Aufstockung um 300 Plätze vermutlich nicht mehr jeden Musical-Gast von außerhalb so schnell erreicht.“

Das Musical in Kooperation mit Stage Entertainment erzählt von Goethes Liebe zu Charlotte Buff und dem Beginn seiner Karriere. Auch hier eroberte das Ensemble schnell die Herzen der Zuschauer. Abla Alaoui und Philipp Büttner spielten, sangen und tanzten die Hauptrollen, weitere bekannte Musical-Darsteller wie Christof Messner, Thomas Hohler, Rob Pelzer, Karen Müller, Detlef Leistenschneider, Mischa Mang, Peter Knauder, Pascal Cremer, Florian Minnerop, Leon Petzold, Claudio Gottschalk-Schmidt, Jurriaan Bles, Inga Krischke, Eva Zamostny, Isabel Waltsgott, Claudia Artner, Marije Louise Maliepaard und Lina Gerlitz gehörten zum Ensemble. Es spielte das Orchester der Bad Hersfelder Festspiele unter der Leitung von Christoph Wohlleben.

Für kleine und große Festspielbesucher hat Intendant Joern Hinkel MOMO nach dem Roman von Michael Ende vom 2. bis 18. Juli auf den Spielplan gesetzt. Unter der Regie von Georg Büttel spielten Janina Stopper, Günter Alt, Sebastian Brummer, Nadine Germann, Otto Beckmann, Andreas Bittl, Thomas Pfertner, Veronika Hörmann, Anna Knott, Pia Kolb, Aki Tougiannidis, Kiara Brunken und die Band der Bad Hersfelder Festspiele unter der Leitung von Christoph Wohlleben für Zuschauer aus allen Altersgruppen. Ein großer Erfolg! 4527 Personen kamen in die Stiftsruine, um Momos Kampf und Abenteuer um die gestohlene Zeit zu erleben, bei acht Aufführungen lag die Auslastung bei 94 Prozent.

Die moderne Komödie EXTRAWURST (Regie: Bettina Wilts), die an einem ganz ungewöhnlichen Spielort gezeigt wurde, riss das Publikum jeden Abend zu wahren Lachsalven hin, die bei aller Komik aber auch manches Mal im Halse stecken blieben. Vom 4. Juli bis zum 1. August luden die Schauspieler Carsten Hentrich, Dirk Hoener, Parbet Chugh, Laura Puscheck und Johann Anzenberger zu einer Mitgliederversammlung eines Tennisclubs der ganz besonderen Art in die Bad Hersfelder Tennishalle auf der Unteraue ein. Der Vorstand des Vereins muss über die Anschaffung eines neuen Grills entscheiden. Eigentlich keine große Sache - bis Vorstandsmitglied Melanie Pfaff den Vorschlag macht, einen zweiten, eigenen Grill für Erol Oturan, das einzige türkische Mitglied des Clubs zu finanzieren… 2785 Personen ließen sich bei einer Kapazität von 156 Plätzen die EXTRAWURST in der Tennishalle schmecken, was bei 24 Aufführungen und insgesamt 3744 Plätzen eine Auslastung von rund 74 Prozent ergibt. ,,Es hat etwas gedauert, bis sich herumgesprochen hatte, dass es noch ein Stück in der Tennishalle gibt. In den letzten zehn Tagen war das Stück jeden Tag ausverkauft“, analysiert Andrea Jung das Ergebnis.

Gut besucht war auch das Rahmenprogramm der Festspiele: Nachdem zu Beginn der langen Festspielgeschichte JEDERMANN in der Stiftsruine gezeigt wurde, stand JEDERMANN auch im Jubiläumsjahr auf dem Programm der 70. Bad Hersfelder Festspiele. Der JEDERMANN, den man in diesem Sommer sah, war allerdings ganz anders: Philipp Hochmair zeigte am 26. Juli in der Stiftsruine JEDERMANN RELOADED! Begleitet von seiner Band DIE ELEKTROHAND GOTTES hat er Hofmannsthals Stück als apokalyptisches Sprech-Konzert, getrieben von Gitarrenriffs und experimentellen Sounds der Band angesiedelt. Ein besonderes Erlebnis! DER KARNEVAL DER TIERE von Camille Saint-Saëns wurde am 30. Juli vom Orchester der Bad Hersfelder Festspiele unter der Leitung von Christoph Wohlleben in der Stiftsruine als Familienkonzert aufgeführt, Hannes Hellmann las die Texte aus dem Kinderbuch von Michael Quast und Sybille Hein dazu.

Der Late-Night-Talk NACHTEULEN mit Gastgeber Dominic Mäcke avanciert immer mehr zur Kultveranstaltung. Im kleinen Kreise um Mitternacht gestaltete er die Gespräche mit den Künstlern der Festspiele ganz persönlich, es wurde gesungen, improvisiert, rezitiert. Wegen des schlechten Wetters mussten alle vier Veranstaltungen der NACHTEULEN von der Wiese im Park in die Stiftsruine verlegt werden. 80 eingefleischte Late-Night-Fans ließen sich pro Abend von den NACHTEULEN faszinieren.

Festspielintendant Joern Hinkel und die kaufmännische Leiterin Andrea Jung machen darauf aufmerksam, dass es in Krisenzeiten für Veranstalter keinesfalls selbstverständlich sei, einen Erfolg zu verbuchen. Wichtig sei schon früh die richtige Weichenstellung bei Planung und Organisation, so seien drei Aspekte für die gute Bilanz der Festspiele entscheidend gewesen:

  • Die Festspiele haben die Tribüne so gebaut, dass ohne Umbauten, die Zeit und Geld kosten, es jederzeit möglich war, die Sitzplatzkapazität zu erhöhen.
     
  • Als absolut richtig hat sich herausgestellt, nach der Absage der Festspiele 2020 alle Tickets zurückzunehmen und den Vorverkauf für 2021 komplett neu zu starten. Dadurch gab es keine unerwarteten Kartenrückgaben in der laufenden Spielzeit wegen kurzfristiger Terminverschiebungen oder anderer Änderungen.
     
  • Das umfangreiche und gut funktionierende Hygienekonzept garantierte dem Team und den Festspielgästen beste Sicherheit – ein zusätzlicher Attraktiitätsfaktor.

,,Die Sicherheit des Publikums und des gesamten Teams hatte für uns oberste Priorität. Insgesamt wurden während der Proben- und Festspielzeit hinter den Kulissen über 6000 Corona-Tests durchgeführt. Wir hatten keinen einzigen Corona-Fall unter den 300 Mitarbeitern“, erklärt Andrea Jung und fügt hinzu: ,,Ohne die vielen freiwilligen Helfer und das große Engagement des DRK, die die Festspiele bei der Umsetzung des Hygienekonzeptes unterstützten, wären die Festspiele  nicht möglich gewesen. Dafür unseren herzlichsten Dank!“

Die 70.Bad Hersfelder Festspiele enden heute, am 8. August mit der Abschluss-Gala LIEDER ÜBERM REGENBOGEN - moderiert wird die Veranstaltung vom Intendanten der Bad Hersfelder Festspiele, Joern Hinkel. Dabei sein werden u.a., Christof Messner, Inga Krischke, Florian Minnerop (GOETHE!), Simon Stache (DER CLUB DER TOTEN DICHTER) und als Gäste Bettina Mönch, die zuletzt in HAIR in Bad Hersfeld auftrat und David Arnsperger, den das Publikum aus TITANIC kennt.

Wegen der Corona-Pandemie konnte im Park in diesem Sommer keine Festspiellounge aufgebaut werden. Frank Bücking vom gleichnamigen Catering-Unternehmen musste sich nicht nur mit einem strengen Hygienekonzept auseinandersetzen, sondern auch mit verregneten und kühlen Sommerabenden. ,,Die Stammgäste haben uns die Treue gehalten, dafür bin ich dankbar“, sagt er.

Der andauernde Regen und die kalten Tage haben dazu geführt, dass nicht so viele Menschen wie sonst im Park rund um die Ruine flanierten. ,,Dass in den sechs Wochen kaum die Sonne schien, hat aber zum Glück der guten Stimmung bei den Besuchern in der Stiftsruine keinen Abbruch getan“, so die Festspielleitung.

Zuschauerpreis für Götz Schubert und Philipp Büttner

Die Besucher der 70. Bad Hersfelder Festspiele haben abgestimmt und zwei Hauptdarsteller liegen gleich hoch in der Gunst des Publikums.

Philipp Büttner, der den jungen wilden Goethe im Musical GOETHE! gespielt hat und Götz Schubert, der als kluger Lehrer John Keating in DER CLUB DER TOTEN DICHTER auftrat, erhalten den begehrten Preis.

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!

Der Zuschauerpreis wurde im Rahmen des festliche Abschlusses der Saison in der Stiftsruine verliehen.

Der begehrte Zuschauerpreis wurde in diesem Jahr zum 26. Mal vergeben. In den vielen Jahren haben erst einmal zwei Darsteller*innen den Preis gleichzeitig erhalten. Im Jahr 2009 bekamen ihn Leah Delos Santos und Christian Alexander Müller für ihre Rollen in WEST SIDE STORY.

Die Festspielbesucher*innen wählen den oder die Preisträger*in aus allen Darsteller*innen der Neuproduktionen in der Stiftsruine der Spielzeit 2021 aus. Abgestimmt werden konnte online - unterstützt durch die Sparkasse Hersfeld-Rotenburg - und auf den Stimmzetteln im Eingangsbereich der Stiftsruine.

Die Gewinner erhalten einen Ring, den das Atelier des Juweliers Laufer-Klitsch in Bad Hersfeld jeweils anfertigt. Unter allen Festspielbesucher*innen, die sich an der Abstimmung beteiligt haben, werden Gutscheine für Eintrittskarten für die nächsten, die 71. Bad Hersfelder Festspiele, verlost.

Hersfeldpreise für Götz Schubert, Till Timmermann und Nico Kleemann

Herzlichen Glückwunsch!

Der Große Hersfeldpreis 2021 wird verliehen an Götz Schubert für seine Darstellung des Lehrers John Keating in Joern Hinkels Inszenierung der Bühnenfassung des Filmklassikers DER CLUB DER TOTEN DICHTER. Mit seiner ersten Rolle in der Stiftsruine wird er zur prägenden Figur der 70. Festspiele.
Götz Schubert brilliert als nachdenklicher und überaus couragierter Lehrer für englische Literatur. Er zeichnet das Psychogramm eines klugen, charismatischen Mannes, den seine innere Haltung, die Kraft von Worten und die Magie der Poesie leiten. Schubert zeigt die erschreckende Aktualität eines Lehrers aus vergangenen Zeiten, der sich mit Rückgrat und Heiterkeit über die kleinlichen Regeln enger Denkmauern hinwegsetzt.
Sein perfektes Instrumentarium schauspielerischer Mittel setzt Schubert unaufdringlich ein. Damit lässt er den anderen Ensemblemitgliedern Raum, ihre Rollen zu gestalten. Dank seiner Glaubwürdigkeit schenkt er dem Publikum das Miterleben der Bühnenfigur. Die zeitlose, lässige Eleganz seines Spiels unterstreicht die Ernsthaftigkeit Keatings. Gerade in den eindringlich gespielten filigran-leisen Momenten entsteht eine Wahrhaftigkeit, die noch lange nachhallt.

Hersfeldpreis für Till Timmermann und Nico Kleemann
Der Hersfeldpreis 2021 wird verliehen an Till Timmermann als Neil Perry und Nico Kleemann als Todd Anderson in Joern Hinkels Inszenierung der Bühnenfassung des Filmklassikers DER CLUB DER TOTEN DICHTER.
Den jungen Schauspielern gelingt bei ihrem Hersfeld-Debüt die differenzierte Darstellung zweier unterschiedlicher Charaktere auf dem Weg zur Selbstfindung. Till Timmermann verkörpert mitreißend und erschütternd den an den rigiden Karriereplänen seines Vaters scheiternden Sohn. Nico Kleemann berührt mit seiner Wandlung vom scheuen Duckmäuser zum selbstbewussten, mutigen Jugendlichen.
Jeder der beiden Darsteller kreiert einen magischen Moment: Timmermann beim Spiel im Spiel als Puck aus Shakespeares SOMMERNACHTSTRAUM, Kleemann als Initiator des finalen Aufbegehrens gegen das rigide Schulsystem und als Huldigung für Keating, der die Schüler eigenständiges Denken lehrte. Timmermanns Neil Perry wird zum tragischen Helden, Kleemanns Todd Anderson zur ermutigenden Identifikationsfigur.
Nico Kleemann und Till Timmermann vereinen erfrischende Spielfreude und darstellerisches Können.

Die undotierten Hersfeldpreise werden von der Stadt Bad Hersfeld und der Gesellschaft der Freunde der Stiftsruine alljährlich vergeben. Eine unabhängige Jury entscheidet über die Vergabe der Preise. Die Hersfeldpreis-Jury: Martina Mattick-Stiller (ZDF/3sat), Bettina Fraschke (HNA/Vorsitzende der Jury), Christoph Brandner (Fuldaer Zeitung), Hermann Diel (hr) und Pit Rampelt (ZDF).

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