News rund um die Festspiele

Aktuelles

Sabrina Weckerlin und Philipp Büttner in GOETHE!

Wir freuen uns, dass zwei der größten Stars der deutschsprachigen Musical-Szene im kommenden Sommer in der Stiftsruine auftreten werden: Sabrina Weckerlin und Philipp Büttner übernehmen die Hauptrollen „Lotte“ und „Goethe“ in der Uraufführung des Musicals GOETHE!.

GOETHE! – das Musical von Gil Mehmert (Buch und Regie), Martin Lingnau (Musik), Frank Ramond (Song-Texte) erzählt die Liebe des Dichters zu Charlotte Buff und den Beginn seiner Karriere und feiert am 10. Juli 2020 Premiere.

Sabrina Weckerlin kennt und liebt das Publikum für Rollen wie DIE PÄPSTIN, die Hauptrolle „Magrid Arnaud“ in MARIE ANTIONETTE und aus Musicals wie DIRTY DANCING, WICKED - DIE HEXEN VON OZ, NEXT TO NORMAL - um nur einige zu nennen. Sie spielt aber nicht nur mit großem Erfolg in sehr vielen Musicals, sondern macht sich auch mit Konzerten einen großen Namen. Ganz oben in den Charts war sie zum Beispiel mit Alexander Klaws mit dem Song ALL I EVER WANT/ALLES WAS ICH WILL vertreten.
In den letzten drei Jahren tourte sie als Solistin mit DISNEY IN CONCERT durch die größten Arenen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz. Im März 2020 wird sie erneut als Solistin dabei sein und unter anderem ihrem Lieblingscharakter „Elsa“ wieder Leben einhauchen.
Kinobesucher kennen ihre Stimme aus dem erfolgreichsten Animationsfilm aller Zeiten, DIE EISKÖNIGIN 2, hier singt sie die Rolle der „Königin Iduna“.
Im Juni 2019 brachte sie ihr erstes Pop-/Soul Album aus der Feder von Frank Wildhorn heraus.
Vom Musical-Publikum wurde sie vielfach in verschiedenen Medien und Kategorien ausgezeichnet - u.a. als "Schönste Musicalstimme" und "Beste Hauptdarstellerin“.

Philipp Büttner feiert seit Herbst 2016 in der Titelrolle in Disney’s ALADDIN riesige Erfolge – zunächst am Stage Theater Neue Flora in Hamburg und seit März 2019 am Apollo Theater in Stuttgart.
Zuvor erlebten Musicalfans ihn bereits unter anderem in BONNIE & CLYDE, als „Che“ in EVITA, in ROMEO UND JULIA und in DAS WUNDER VON BERN.
Für seine Leistung wurde Philipp Büttner bereits mehrfach ausgezeichnet: 2013 konnte er sich das Stipendium des Deutschen Bühnenvereins sichern und belegte außerdem den 1. Platz beim Bundeswettbewerb Gesang in Berlin.

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DER CLUB DER TOTEN DICHTER eröffnet 70. Festspielsaison

Zum ersten Mal wird auf einer europäischen Bühne DER CLUB DER TOTEN DICHTER nach dem Oscar-prämierten Film von Peter Weir als Schauspiel gezeigt. Intendant Joern Hinkel inszeniert selbst und eröffnet mit dem Drama um den lustvollen Zugang zur Sprache und die Macht der Poesie die 70. Bad Hersfelder Festspiele.

Joern Hinkel ist es gelungen, die Rechte für die europäische Uraufführung des Hollywood-Erfolges zu bekommen: „Das Theaterstück, das Oscar-Preisträger Tom Schulman selbst auf Grundlage seines Drehbuchs verfasste, wurde bisher ausschließlich in den Vereinigten Staaten gezeigt. Für die europäische Uraufführung schreibe ich in Zusammenarbeit mit Tom Schulman eine eigene Fassung für die große Bühne der Bad Hersfelder Stiftsruine.“

 



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GOETHE! Musical-Uraufführung in der Stiftsruine

GOETHE - endlich würdigt ein Musical den Dichterfürsten, und die Uraufführung findet in der Stiftsruine in Bad Hersfeld während der 70. Bad Hersfelder Festspiele statt!

Gil Mehmert hat uns gerade mit HAIR begeistert und sich nun des Stoffes auf Basis des Kinofilmes von Philipp Stölzl aus dem Jahre 2010 angenommen und wird das Musical auf die Bühne der Stiftsruine bringen. Er hat das Buch geschrieben, Martin Lingnau und Frank Ramond liefern Musik und Text dazu. Dieses sehr erfolgreiche Produktionsteam entwickelte zum Beispiel auch für Stage Entertainment das Musical DAS WUNDER VON BERN, das 2014 im Stage Theater an der Elbe in Hamburg seine Weltpremiere feierte und dort bis 2017 gespielt wurde.

Das Autorenteam hat sich bewusst für die frühe Lebensphase des großen Dichters Goethe entschieden: „Den Titelheld erleben wir in dieser Geschichte nicht als etablierten Klassiker, sondern als jungen Poeten in seiner Sturm-und-Drang-Phase, als einen Pop-Künstler, der um seinen Ausdruck ringt. Die Erzählweise orientiert sich an vergleichbaren halbfiktiven Künstler-Portraits wie SHAKESPEARE IN LOVE oder AMADEUS und konzentriert sich damit auf eine besonders spannende und dramatische Episode des Protagonisten, die seinen interessanten Charakter einerseits treffend einfängt, aber eben doch überraschende Seiten zeigt und Unbekanntes aufdeckt.“

In Kooperation mit der Stage Entertainment.

 

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Tina Lanik inszeniert ITALIENISCHE NACHT

Auch das zweite Schauspiel der 70. Bad Hersfelder Festspiele behandelt ein gesellschaftlich relevantes Thema, das so aktuell wie nie ist. Intendant Joern Hinkel hat ein Stück von Ödön von Horváth ausgewählt: „Wohin der Missbrauch von Worten führt, beschreibt Horváth in seiner ITALIENISCHEN NACHT.“ sagt der Intendant. „Ein Paradebeispiel über die Verführbarkeit von Menschen, aber auch über ihre Unfähigkeit, in unsicheren Zeiten klare Gedanken zu fassen und zu äußern.“

Für die Inszenierung hat er Intendant die gefeierte Regisseurin Tina Lanik gewonnen und freut sich auf ihre Arbeit in Bad Hersfeld: „Tina Lanik verbindet in ihren Inszenierungen ihre hellwache, intelligente Sicht auf die Dinge mit ihrer Musikalität, ihrem Humor und der Fähigkeit, Szenen zu überhöhen. Nie bleibt ein Dialog bei ihr eine platte, pure Abbildung, es ist immer ein weiterführender Gedanke dabei. Weil sie voller Lust am Spiel und am sinnlichen Vergnügen arbeitet, war ich nicht verwundert, als sie vor einiger Zeit auch damit begann, Opern zu inszenieren. Als ich ihr vorschlug, die ITALIENISCHE NACHT von Horváth in Bad Hersfeld auf die Bühne zu bringen, rannte ich bei ihr offene Türen ein - sie hatte selber schon vor einem Jahr den Plan, das Stück zu inszenieren.

 

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MY FAIR LADY endlich wieder in der Stiftsruine

Die 70. Bad Hersfelder Festspiele nehmen eines der vielen sehr erfolgreichen Musicals der langen Geschichte noch einmal auf: MY FAIR LADY in einer einmaligen Star-Besetzung.

Der Klassiker mit unvergesslichen Songs, der großartigen Musik von Frederick Loewe und pointierten Dialogen nach dem Bühnenstück von George Bernhard Shaw wird noch einmal in der Inszenierung von Cusch Jung unter der Musikalischen Leitung von Christoph Wohlleben und der Choreographie von Melissa King gezeigt. ES GRÜNT SO GRÜN, ICH HÄTT´GETANZT HEUT NACHT und natürlich: WÄRE DET NICH WUNDASCHEEN? das sind nur drei der wunderbaren Songs, die wieder in der Stiftsruine zu hören sein werden.

 

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EMIL UND DIE DETEKTIVE für alle ab 5 Jahre

Die Inszenierung der Geschichte um EMIL, der auf einer Reise nach Berlin in einer Notsituation ganz viel Hilfe und Unterstützung von fremden Kindern bekommt, war 2019 so erfolgreich, dass nicht alle Kartenwünsche erfüllt werden konnten. Deshalb zeigen die Bad Hersfelder Festspiele das Musical noch einmal.

 

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Gefördert von Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien" title="Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst Landkreis Hersfeld-Rotenburg Kur- und Festspielstadt Bad Hersfeld

Intendant Joern Hinkel

Vorwort des Intendanten Joern Hinkel

Liebe Festspiel-Besucherinnen und -Besucher,

die Bad Hersfelder Festspiele feiern 2020 ihre 70. Spielzeit – mit zwei Uraufführungen und einem großen deutschsprachigen Dramatiker, dessen Werke bisher noch nie in der Stiftsruine zu sehen waren. Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit zwei Inszenierungen, die in den vergangenen Spielzeiten besonders erfolgreich und beliebt bei unseren Zuschauern waren.

Dabei stelle ich mir immer wieder die Frage, was für einen Wert ein Wort heute überhaupt noch hat. Ich habe das Gefühl, dass zunehmend mehr Worte gebrochen als gehalten werden. Dass immer mehr Worte in der Vielstimmigkeit der permanenten Kommunikation zu Worthülsen verblassen. Dass Worte nur noch als Lautmalereien ohne Bedeutung oder Konsequenz gesprochen oder geschrieben werden. Dabei haben Worte immer eine Wirkung, beabsichtigt oder unbeabsichtigt. Worte sind keine „Wegwerf-Ware“, die man, einmal benutzt, entsorgen kann. Denn Worte sind immer Äußerungen von Gedanken.

Ist es ein Anzeichen von Gedankenlosigkeit, wenn Gefühle per Handy-Knopfdruck oder im Internet durch Symbole ausgedrückt werden? Mangelt es an Mut, Aufrichtigkeit oder schlicht an Zeit, wenn wir, anstatt einen Satz wie „Ich liebe Dich“ auszusprechen oder zu schreiben, ein Einheits-Herz versenden? Oder ein weinendes Gesicht? Drohen Zuneigung, Trauer, Anteilnahme tatsächlich im Zeitalter der Sprachlosigkeit unterzugehen? Interessanterweise wird bei Klagen, Beschimpfungen und Verleumdungen viel eher ausformuliert, als bei Gefühlsbekunden. Ein Daumen hoch – das muss doch reichen!

Wohin steuern wir aber, wenn die Menschen zunehmend mittels Zeichensprache und in abgekürzte Phrasen miteinander kommunizieren? Selbst Nachrichten werden häufig nur noch auf die Schlagzeile reduziert wahrgenommen. Wenn es nur noch Hauptsätze, aber keine Nebensätze mehr gibt, die mit einem „dennoch“, einem „trotzdem“ oder „obwohl“ beginnend das Gegenargument zum Hauptgedanken liefern? Sinnzusammenhänge werden verkürzt, vereinfacht, geradezu verfälscht. Wenn die Sprache verroht, verrohen die Gedanken? Verrohen die Menschen? Oder ist die Verkürzung der Sprache ein Anzeichen von wachsender Gedankenlosigkeit?

Unsere Stücke legen aber nicht nur Finger in Wunden, sondern suchen auch nach Möglichkeiten, die Sprachlosigkeiten zu überwinden. Erich Kästner, George Bernhard Shaw, Tom Schulman oder die Autoren des Musicals GOETHE!, sogar Ödön von Horváth, vermutlich gesunde Skeptiker allesamt, sind - jeder auf seine Weise - Optimisten. Sie wollen bei all den dunkel eingefärbten Schattierungen ihrer Geschichten immer entzünden, begeistern und Mut zusprechen: Carpe Diem! Nutze den Tag! Sapere Aude! Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!

In DER CLUB DER TOTEN DICHTER animiert der neue Lehrer seine Schüler dazu, nicht vorgekautes Wissen unreflektiert zu wiederholen, sondern sich eigene Gedanken zu machen und diese zu formulieren. Indem sie schreiben, erfahren seine Schüler mehr über sich selbst und die Welt, als im stumpfen Auswendiglernen. Sie nähern sich, indem sie sich auf die Poesie einlassen, den ewigen Fragen: Wer bin ich? Was will ich? Soll ich so leben, wie es mir meine Eltern, meine Vorgesetzten vorschreiben, oder eigene Wege beschreiten?

Wohin der Missbrauch von Worten führt, beschreibt Horváth in seiner ITALIENISCHEN NACHT. Ein Paradebeispiel über die Verführbarkeit von Menschen, aber auch über ihre Unfähigkeit, in unsicheren Zeiten klare Gedanken zu fassen und zu äußern. Lieber schweigen Horváths Figuren, bevor sie in Gefahr geraten, etwas zu sagen, was ihnen zum eigenen Nachteil ausgelegt werden könnte.

Der junge GOETHE, irritiert durch die eindimensionale Deutung und Anwendung der Gesetze, die er in seinem Jurastudium pauken muss, ringt um neue Ausdrucksmittel, seine widersprüchlichen Gefühle in Worte zu fassen – und trifft damit den Geist einer ganzen Generation. Er stößt die Pforten zu einer neuen literarischen Epoche auf.

Ich wünsche unseren Zuschauern anlässlich des neuen Festspiel-Jahrzehnts eine mitreißende Saison und hoffe, dass sie viele Erinnerungen an außergewöhnliche Theatererlebnisse mit nach Hause nehmen können.

Joern Hinkel

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