Komödie von William Shakespeare
Was ihr wollt
Was gibt es Schöneres, als Menschen dabei zuzusehen, wie sie sich Hals über Kopf verlieben? Und wie blind muss man vor Liebe sein, wenn man durch die einfachste Verkleidung bereits nicht mehr weiß, wer tatsächlich vor einem steht?
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18. Juni bis 15. August 2027 • Bad Hersfeld, Deutschland
Was ihr wollt
Komödie von William Shakespeare
Regie: Alexandra Liedtke
Bühnenbild: Philip Rubner
Kostümbild: Su Bühler
Premiere: 25. Juni 2027 / 21 Uhr / Stiftsruine Bad Hersfeld
Was gibt es Schöneres, als Menschen dabei zuzusehen, wie sie sich Hals über Kopf verlieben? Und wie blind muss man vor Liebe sein, wenn man durch die einfachste Verkleidung bereits nicht mehr weiß, wer tatsächlich vor einem steht? In William Shakespeares erfolgreichster und wohl klügster Komödie „Was ihr wollt“ verbinden sich die beiden einfachsten und schönsten Komödienmotive der Liebe und der Verwechslung miteinander. Shakespeare schafft damit eine Urgewalt der Theaterkunst, die uns allen vor Augen führt, welche Macht die Liebe über uns hat.
Wie auch in der Stiftsruine von Bad Hersfeld selbst spielt das Wetter eine bedeutende Rolle auf der Bühne, denn ohne ein kräftiges Unwetter, das zu Beginn in der Komödie wütet, wäre dieses ganze Liebeschaos nie in Gang gekommen. Nach einem Schiffbruch strandet Viola allein an der Küste Illyriens und entscheidet sich aus Klugheit und Notwendigkeit für eine Tarnung. Als junger Mann namens Cesario tritt sie in die Dienste des Herzogs Orsino. Dieser schickt sie als Liebesbote zu der trauernden Gräfin Olivia, die sich prompt in den vermeintlichen Boten verliebt. Während Viola selbst längst Gefühle für Orsino entwickelt hat, verirren sich die Figuren in ein Labyrinth aus Missverständnissen, Rollenspielen und unerwiderten Leidenschaften. Viola wird zur Vermittlerin fremder Gefühle und verliert dabei zunehmend die Kontrolle über ihre eigenen.
Hinter Sprachkunst und schneller Situationskomik verbirgt sich eine erstaunlich moderne Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Geschlechteridentitäten. „Was ihr wollt“ zeugt dabei von Shakespeares Pioniergedanken wie von seinem dramaturgischen Genie. Spielerisch nimmt der Dichter unsere heutigen Identitätsfragen und gesellschaftlichen Debatten vorweg. In der Figur der Viola lässt er außerdem eine vermittelnde Person zu einer Version der Dating-App werden, noch lange bevor die Menschheit diese überhaupt entwickelt hat. In Illyrien stellt die Liebe die Konventionen auf den Kopf: Frauen handeln und Männer zweifeln.
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